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Geschrieben von Discord am 08.02.2010 um 21:05:

Anime = Schweinkram?

Hallo, ich hoffe es gibt nicht schon einen ähnlichen Thread. Wenn ja bitte zusammenführen. Hab selbst nichts gefunden auf die Schnelle.

Kennt ihr das? Die weitverbreitete Meinung: "Hey! Dieser ganze Japantrickfilmmantakram... das ist doch alles nur für Kinder... oder Schweinskram." Ich sag nur Heiße Mangagirls auf deinem Handy lassen grüßen. Und auch in der Schule hört man öfters: "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" Jaja, Kidnerkram oder Pornografie. Darauf wird unser Hobby öfters mal reduziert.

Als guter Pseudootaku hab ich mich damals natürlich immer strikt dagegen gewehrt: Nein! Das stimmt nicht! In Japan haben die eine ganz andere Stellung, so wie Spielfilme. Blahblub.

Inzwischen bin ich aber älter, habe mich ein klein wenig mehr damit beschäftgt, habe mehr gelesen etc. und frage mich: Stimmt das wirklich? Baut der Großteil der Animeindustrie vielleicht wirklich darauf auf, dass er unseren Sexualtrieb anspricht?

Ich nehme mal Genshiken als Beispiel (genialer Manga): Worum gehts da? Nen Batzen Otakus. Womit haben die den Schrank voll? Hentaidoujinshis. Was machen sie bei der Comiket, der wichtigsten (?) Messe in Japan? Hentaidoujinshis kaufen. Was ist der Großteil an Doujinshis scheinbar? Hentei... bzw. seichte Liebescharakterverkupplungsgeschichten (die auch wieder in die Richtung abzielen). Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.

Oder kommen wir zu den Visual Novels: Da ist meist Sex untergebracht, selbst wenn die Story auch ohne funktionieren würde. Warum wohl? Oder die ganzen Ecchi-Serien und der Fanservice. Die dienen (meist) sicher nicht dazu, irgendwelche tieferen Botschaften zu übermitteln oder Animes gesellschaftsfähig zu machen. Und eben diese Elemente sind KEINE Ausnahmen.

Bei Manga ist es nicht so schlimm, da sind die Themen dann immernoch vielfältiger. Zumindest in Japan (da werden Mangas auch von einer größeren Personengruppe gelesen). Bei uns westlichen Fans hingegen kommen nicht groß irgendwelche Seinen-Serien an sondern das, was die Fans wollen: Sexy Mädels/Typen die man auch schön in Fanfics oder Doujinshis verpacken kann.

Ich will jetzt nicht sagen, dass das schlecht ist. Ich mag selbst Hentai und Sex Appeal. Ich sage nur, dass meine damalige strikte Ablehnung gegenüber diesen Fakten vielleicht etwas naiv war. Ich mein Hand aufs Herz. Schaut euch doch mal nen modernen Anime an und sagt, dass da Sex keinerlei Rolle spielt. Oder übersehe ich irgendeinen wichtigen Fakt dabei?



Geschrieben von Kursk am 08.02.2010 um 21:31:

Ich kann nicht behaupten das alles auf ein Ansprechen des Sexualtriebs etc hinausläuft. Es ist weit verbreitet, denn Sex Sells, aber kein fester Bestandteil.

Wenn ich mir Ghibli anschaue habe ich eins der bekanntesten Animationsstudios welches sich durch komplett andere Sachen auszeichnet und ich persönlich kenne kein Werk von ihnen in dem irgendwelcher relevanter Fanservice oder ähnliches auftauchen würde.

Was ich allerdings bestätigen kann ist der etwas beschränkte Zielbereich.Unabhängig ob gut und schlecht, aber was außer Ghibli und Fanservice/Hentai gibt es noch? Standard-Shounen...hurra-.- . Aber sonst? Viel zu wenig.
Ich sage nicht das es da nichts gibt, aber in Relation ist es einfach viel zu wenig. Wenn man sich eine Fernsehzeitung beispielsweise nimmt, wird man feststellen das es nur ein Bruchteil ist der auf dieser Sex Sells-Schiene fährt und in Japan wird es kaum anders sein, aber wenn man sich Animes speziell ansieht, bekomme ich schon einen etwas merkwürdigen Eindruck.

Das ist eine Sache, eien andere ist wenn etwas deswegen verschwendet wird, wenn man z.B. denkt: Fanservice = Einschaltquoten, also wofür sich Mühe geben mit dem Rest?
So wurde schon viel Potential verschwendet, viele (Manga/VN-)Vorlagen unwürdig behandelt.
Das ganze geht sogar in die andere Richtung: Sagen wir mal i h will etwas derartiges trieborientiertes sehen, dann habe ich die Wahl: ich schaue mir entweder einen stumpfen Hentai an oder eine wesentlich besser animierte Animierung eines Eroge mit Story und echten Charakteren. Dann aber muss ich feststellen, das die Eroge-Vorlage bei der Umsetzung zu einem kindertauglichen Süppchen abgekocht wurde um die Zielgruppe zu vergrößern. Wenn dann story- und charaktertechnisch auch noch gepfuscht wurde wirds unverschämt.
Wenn ich mir als das vermutlich auch noch bekannteste Beispiel Fate/Stay Night anschaue....hier hat man aus einem Eroge für Erwachsene doch tatsächlich versucht eine Art zweites Pokemon draus zu machen.


Was zu dem Anime = Schweinekram-Problem führt ist wohl das es leichter ist Triebe ansprechende Medien zu verkaufen (auch wenn sie fremd sind) als wenn "bloss" um Handlung, Charaktere usw geht. V.a. da ersteres quasi selber für sich Werbung macht und zweitens der Bedarf an zweiterem oft auch ohne Animes schon gedeckt ist. Wozu also nicht bequem in das fremde-Anime-kaputt-reden einstimmen (Gruppenzwang wird in diesem Zusammenhang oft erwähnt) wenn man das gefühl hat ohnehin ncihts zu verpassen?


Nichts gegen Hentai/Fanservice und dergleichen, aber wenn man es so erschreckend oft als Ausrede benutzt auf andere Bestandteile zu verzichten, dann braucht man sich nicht wundern.



Geschrieben von be_water am 08.02.2010 um 21:41:

klingt fast so als erwartest du jetzt eine pauschalantwort so wie sich deine frage liest. wie bei real movies gibt es halt auch bei animes/mangas bestimmte genres. der hentai ist das pendant zum porno. ich finde es gibt genügend auswahl abseits von nackter haut und wenn mal ein höschen zu sehen ist, na und, sowas sind in movies halt die brüste in irgendeiner der liebesszenen. ich will nicht bestreiten, dass das in animes häufiger vorkommt aber damit kann ich mich gut abfinden und solange es nicht übertrieben wird kann das durchaus auch seinen reiz ausmachen. deswegen muss aber nicht gleich von animepornos gesprochen werden. genauso wollten mich auch immer zwei kumpels vom abi aufziehen aber ich hab mich dann meistens stilschweigend verhalten auch wenn es mich innerlich zugebenermaßen angestunken hat. zwinker ich wusste aber genau, dass es nichts bringen würde in irgendeiner form zu argumentieren also habe ich es gleich sein gelassen.
mir fällt der hohe "sex"-anteil übrigens nicht so stark auf wie rion aber ich bin wohl auch eher der gelegenheitsgucker und suche meist sehr speziell meine neuen serien/movies aus.



Geschrieben von Discord am 08.02.2010 um 22:08:

Zitat von be_water

klingt fast so als erwartest du jetzt eine pauschalantwort so wie sich deine frage liest. wie bei real movies gibt es halt auch bei animes/mangas bestimmte genres.


Jaja, das habe ich früher auch immer gesagt. Stimmt ja auch. Nur mir geht es in dem Fall eher um die Relation und die Ausprägung. Es fällt mir im Gegensatz zu Realfilmen halt schon stark auf, dass bei Animes wirklich ziemlich oft und viel "Fanservice" vorkommt. Natürlich gibts keine Pauschalantwort, das gibt es nie. Nur schade, dass man den Spaß nicht auf die Schnelle statistisch erfassen kann. Und dass Visual Novels und Doujinshis zum Großteil so einen Hintergrund haben, lässt sich nunmal nicht abstreiten.

Und eins ist Fakt: Wenn ich in Animes und Mangas oder im Internet von realen "Otakus" lese, dann ist immer der Aspekt vorhanden, dass eben diese den Schrank/die Festplatte voller Hentais haben. Wenn ich da an andere Nerdkulturen denke, dann ist das dort nicht so ausgeprägt. Denke ich.



Geschrieben von Kursk am 08.02.2010 um 23:19:

Zitat

Wenn ich da an andere Nerdkulturen denke, dann ist das dort nicht so ausgeprägt. Denke ich.

Würde mich interessieren an wen du da denkst.

Mir fallen sonst v.a. Gamer ein und es gibt alles andere als wenige Gamer die nicht auch irgendwie bei den Animes dabeihocken. Mal ganz davon abgesehen das auch im Gamerbereich ziemlich viel "Fanservice" rumläuft (Tomb Raider ist bloss die Spitze des Eisbergs, für einige Spiele gibts sogar "Nackt-Patches" O.o).
Im allgemeinen bezeichne ich Gamer und Animefans gern als die "New Wave of Modern Media".



Geschrieben von Insane am 09.02.2010 um 00:08:

Egal was man tut, man muss sich pausenlos mit diesen Vorurteilen herumschlagen.

Bei den Animes ist dies teilweise das "Kinderkram" Vorurteil. Oder was noch blöder ist als Japan-Porno Vorurteil.
Das musst die eben in Kauf nehmen wenn du dein Hobby behalten willst, da du schwer alle davon überzeugen kannst, das es nicht so ist.

Deshalb erzähl ich es auch nicht gleich überall herum, dass ich Animes sehe. Meistens kommt darauf nur irgendein blöder Kommentar wie "Bist du noch immer nicht erwachsen?" oder "Das ist ja sooo kindisch" drop
Und dann kann man ne halbe Stunde beteuern, wie falsch doch die ganzen Vorurteile sind und wie es in Wirklichkeit doch ist.

Sonst mache ich normalerweise eine Bogen um Ecchi oder übermäßig Fanservice-Animes.



Geschrieben von Hiei am 09.02.2010 um 00:21:

Wieder so ein Thema bei dem ich irgendwie nicht das gefühl verliere als würde man damit nur versuchen sich als etwas besseres und "niveauvolleres" darzustellen. Aber nun gut da spielt mir lediglich mein Verstand garantiert etwas vor, also reagiert lieber nicht auf diese Aussage. drop

Zitat von Discord

Kennt ihr das? Die weitverbreitete Meinung: "Hey! Dieser ganze Japantrickfilmmantakram... das ist doch alles nur für Kinder... oder Schweinskram." Ich sag nur Heiße Mangagirls auf deinem Handy lassen grüßen. Und auch in der Schule hört man öfters: "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" Jaja, Kidnerkram oder Pornografie. Darauf wird unser Hobby öfters mal reduziert.

Lustigerweise gibts auch einige Menschen die selbst Zeichentrickserien wie Family Guy, Drawn Togehter, South Park usw. als Kinderserien bezeichnen und bezüglich der Handy-Werbung sei nur eins gesagt; Der Nackt-Scanner.
Bei solchen Kommentaren reduziere ich jenes Hobby der Person ebenso lediglich auf dessen negative Aspekte.

Zitat von Discord

Ich nehme mal Genshiken als Beispiel (genialer Manga): Worum gehts da? Nen Batzen Otakus. Womit haben die den Schrank voll? Hentaidoujinshis. Was machen sie bei der Comiket, der wichtigsten (?) Messe in Japan? Hentaidoujinshis kaufen. Was ist der Großteil an Doujinshis scheinbar? Hentei... bzw. seichte Liebescharakterverkupplungsgeschichten (die auch wieder in die Richtung abzielen). Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.

An der Stelle wüsste ich nur zugern was denn an solchen Medien denn schlimm sein soll ?
Ist der Playboy wirklich besser als ein Doujinshi ? Ist ein pornographischer Film wirklich besser als ein Hentai ?
Während der eine sich irgendwelche Pornostars ansieht, genieße ich meinen Hentai der nicht nur was fürs Auge bietet sondern auch noch einen mit einer Story unterhält.
( Ja auch Hentais haben einen Plot und so mancher Hentai ist in diesem Punkt sogar besser als der eine oder andere Anime. Klingt unglaubwürdig ist aber so ! Ich muss es ja wissen bei der Anzahl die ich schon bereits gesehen habe -.- )

Zitat von Discord

Oder kommen wir zu den Visual Novels: Da ist meist Sex untergebracht, selbst wenn die Story auch ohne funktionieren würde. Warum wohl? Oder die ganzen Ecchi-Serien und der Fanservice. Die dienen (meist) sicher nicht dazu, irgendwelche tieferen Botschaften zu übermitteln oder Animes gesellschaftsfähig zu machen. Und eben diese Elemente sind KEINE Ausnahmen.

In einigen Visual Novels spielt neben der Handlung auch die zwischen menschliche Beziehung zwischen den Charakteren eine wichtige Rolle. Das es dazu zu der einen oder anderen sexuellen Tätigkeit kommt ist ja wohl logisch und verständlich. Ebenso besitzen nur recht wenige VN´s übermäßigen Hentai-Inhalt. Jene die du wohl meinst sind Eroges die auch genau für diesen Zweck produziert wurden sind.
An dieser Stelle erwähne ich gerne das solche "Spiele" auch mit "Real" Frauen vorhanden sind. Diese bieten jedoch im Gegensatz zu jenen aus Japan abermals nichts anderes als etwas fürs Auge.

Zitat von Discord

Bei Manga ist es nicht so schlimm, da sind die Themen dann immernoch vielfältiger. Zumindest in Japan (da werden Mangas auch von einer größeren Personengruppe gelesen). Bei uns westlichen Fans hingegen kommen nicht groß irgendwelche Seinen-Serien an sondern das, was die Fans wollen: Sexy Mädels/Typen die man auch schön in Fanfics oder Doujinshis verpacken kann.

Du scheinst dich wohl im Doujinshi Bereich nicht wirklich gut auszukennen, ansonsten wüsstest du das es selbst zu solchen Mangas die du dir hier so sehr wünscht, es Doujinshi´s geben würde. Es gibt kaum ein Anime/Manga der von irgendeinem Fan als Doujinshi nicht an den Mann/Frau gebracht wird. Selbst zu Ecchi und Fanservice freien Titeln gibt es diese, also spielt das wohl kaum eine Rolle ob in jenen Medien diese Elemente auftauchen oder nicht.

Zitat von Discord

Ich mein Hand aufs Herz. Schaut euch doch mal nen modernen Anime an und sagt, dass da Sex keinerlei Rolle spielt. Oder übersehe ich irgendeinen wichtigen Fakt dabei?

Jein
Du hast natürlich in dem Punkt recht das viele Titel sich mit jenen Aspekten besser an den Mann bringen wollen. Nur ist dies nirgendswo anders. Viele Serien, Filme und selbst Bücher besitzen diese Elemente, nur scheint man dies nicht so negativ anzusehen weil man sich an jene Medien gewöhnt hat.
Würden Animes, Mangas usw. schon längst bei uns als etwas normales angesehen werden, so wären selbst die pornographischen Inhalte nichts negatives in ihren Augen.

Um auf den Punkt zukommen;
Selbst ohne Ecchi, Fanservice usw. würden dennoch solche Medien existieren, solange es da draußen Fans gibt die genau das sehen wollen. Es gibt genügend VisualNovels, Doujinshis und selbst Hentais die von Fans selbst erstellt wurden um ihre Lieblingscharaktere in jenen Szenen darstellen zu können in dennen sie sie gerne sehen würden.
Größtenteils sehen die meisten jene Elemente lediglich als etwas negatives an weil sie mit diesen nicht vertraut sind. Dabei sind genau jene Medien die sie verurteilen um einiges besser als wie jene "gleichen" aus ihrem eigenem Werk.



Geschrieben von LadyAmayaRayka am 09.02.2010 um 01:04:

Also das mit dem Kinderkram dürfte ich mir schon ab und an anhören (ist mir aber absolut egal, weil die Leute, die sowas sagen, meistens keinen 2. Blick in einen Anime gewurfen haben), das mit dem Schweinskram eigentlich nicht.
Mal abgesehen von meinem Vater - der mir mal unter Lachkrämpfen erzählt hat, was er an Hentais in einer Videothek gesehen hat - kenne ich keinen Nicht-Animeinteressierten, der sich mal dazu geäußert hätte.
Mir selbst ist von "Sex sells" in Animes/Mangas auch nicht mehr aufgefallen, als in allen anderen Medien auch.
Dazu muss ich sagen, dass Hentais für mich persönlich aber auch nichts sind und ich dementsprechend auch nicht gerade danach suche. Und wenn da mal irgendwo ein Panty-Shot zwischenrutscht - was soll's? Meistens sind es eh eher die Zuschauer, die das dann aufwiegeln und mehr draus machen, als da ist. Gerade, was das Thema angeht:

Zitat von Discord

Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.


Zumindest viele von meinen weiblichen Bekannten machen diesen Trend nervigerweise mit drop
Und da ist es inzwischen total zweitrangig, ob eine Serie tätslich SA ist oder nicht - Hauptsache, man kann es rein interpretieren. Und das geht eigentlich immer. Ich hab schon Serien, die ich selber lese, von deren Erzählungen her nicht wieder erkannt. Das tut mir einerseits leid, für einige der Serien, die das trifft, andererseits nutzen ja anscheinend einige Mangaka das zu ihrem Vorteil - 2 männliche Charaktere in halbwegs persönliche Szenen packen, schon hat man mehr Leser. Soll man das jetzt schlecht schimpfen, wenn der Mangaka dadurch der Beliebtheit einer Serie etwas nachhilft? So lang es Leute sehen wollen und alles seine Grenzen hat, wüsste ich nicht warum.

Genauso kommt es mir mit dem allgemeinen Fanservice vor - der findet sich sicher oft, aber solange man den genauso gut förmlich ignorieren kann, und sich davon nicht gestört fühlt, kann ich damit gut leben. Von den richtigen Hentais mal zu Schweigen, denn es gibt bei weitem genug Serien, die davon meilenweit entfernt sind.

Aber wenn wir ehrlich sind, Hentais können gar nicht schlechter sein als Pornos, immerhin kam hier Paris Hilton noch nicht vor rofl



Geschrieben von chounokoe am 09.02.2010 um 02:28:

Nunja, generell ja immer ein gern aufgegriffenes Thema und sicherlich würde ich behaupten ein Problem unter dem natürlich ein Fankultur irgendwo leidet und sich ins Abseits gedrängt fühlt. Da stellt man sich schon die Frage was besser ist, als a-sexuelles Kellerkind wie bei den meisten Sci-Fi Fans oder als sexuell frustrierter Perversling wie manchmal bei Animefans abgestempelt zu werden. Die Klischees haben sich mit der Zeit eben aus prägnanten Beispielen solcher Subkulturen herausgebildet, aber mit solchen Dingen hat jeder Bereich zu kämpfen, schließlich werden die meisten Literatur Liebhaber auch gern als verstaubte Bücherwürmer ohne leben dargestellt, hängt also nicht unbedingt zwangsweise von der Stellung des Mediums ab, sondern eher mit der Einstellung der Allgemeinheit dazu.
Es wird eben zwar schon als positiv angesehen einem Hobby nachzugehen, aber da es natürlich als viel wichtiger angesehen wird sich in die Gesellschaft einzugliedern, daher wird jemand, der sich mehr seinem Hobby zuwendet natürlich oft schnell als eigenartig abgestempelt. Das man hierfür die einfachsten aber auch unreflektiertesten Assoziationen nimmt, ist einfach ein Ergebnis davon, dass sich viele Menschen ungern mit etwas beschäftigen.
So gesehen würde ich solchen allgemeinen Aussagen wie "Anime ist Schweinkram" ersteinmal nicht zuviel Gehör schenken, jedenfalls nicht ohne diese näher zu beleuchten.

Dieses Image ist ja nun auch nichts was sich auf den westlichen Raum beschränkt, dieselbe Diskussion herrscht ja auch in Japan selbst, immerhin werden dort Anime Fans auch heute noch oft genug von Medien in das Klischeebild des 90er Jahre Otaku Image gepresst, obwohl sich in den letzten 20 Jahren deutliche Änderungen im Selbstbewusstsein und der Selbstpräsentation dieser Gruppe ergeben haben.
Natürlich ist der Bereich der mit Sex versucht Verkaufszahlen zu erzielen immer noch ein bedeutender Anteil des Marktes und wird es auch immer sein, dafür haben sich gewisse Genre und Medienformen einfach zu sehr eingebürgert. Leider sind es auch gerade diese Aspekte die dann oft in Berichten und Dokumentationen betrachtet werden, da es natürlich auf sensationalistischer Ebene mehr Menschen interessiert, als das Leben eines gut funktionierenden, glücklichen Mitbürgers. Dass sich das Bild des traurigen, sexbesessenen Otaku, der den 2D Partner vorzieht und möglichst noch einen schlecht bezahlten Job hat, dann mehr einprägt als die Tatsache, dass viele Menschen ein gutes Leben führen und dabei an Anime (und anderen Medien dieser Ebene) interessiert sind, ist leider eine traurige Tatsache.
Man muss vielleicht heute etwas nachforschen, aber in den 90ern herrschte eine noch stärkere Vorurteilswelle durch die Otaku-Morde von '89, in denen der Otaku Aspekt eines Serienmörders in der Tokyo Gegend von den Medien dermaßen aufgespielt wurde, dass eine regelrechte Paranoia gegenüber solchen Menschen entstand.
Es kann doch schließlich nicht gesund oder normal sein, wenn ein Mensch soviel Zeit zu Hause verbringt, so jemand muss krank und pervers sein.
Das war ein ziemlich harter Schlag von dem sich das Image des Otaku auch weitgehend immer noch nicht erholt hat. Das soll eben nur zeigen wie schnell auf solche Seitenaspekte angesprungen wird und dadurch ein komplettes Medium einen Ruf bekommen kann, den es vielleicht nicht einmal beabsichtigte.

Häufig ist es allerdings auch so wie auch einige sagten, dass sich Sex eben auch besonders gut und leicht verkauft. Dadurch ist es natürlich auch einfach auch im gezeichneten Bereich solche Auswüchse entstehen, da dieser in Japan als Medium durchaus wirklich einen Stellenwert hat der normalen Real-Filmen ebenbürtig ist.
Leider ist es aber auch hier so, dass billige, schmierige Unterhaltung einfacher an den Mann zu bringen ist als etwas hochwertiges und so wie man an einem Kiosk in Deutschland sicher eher die Blitz Illu als die neuesten Literatur Magazine finden wird, wird der hiesige Conbini in Japan auch eher Manga-Sex-Anthologie XY verkaufen als eine Anthologie die Detektiv und Mystery Manga beinhaltet. Nur weil der Großteil den einfachen Weg geht muss es ein Medium nicht zwangsweise kennzeichnen.
Heutzutage hat nun einmal jeder Zugang zu allen Medien (die ihm altersgemäß zustehen), aber da die breite Masse derer die Unterhaltung möchte ohne die Gefahr zu denken, und ein nicht geringer Anteil Unterhaltung in Sex sieht, macht so etwas natürlich einen beträchtlichen Teil des Marktes aus.

Zitat

Worum gehts da? Nen Batzen Otakus. Womit haben die den Schrank voll? Hentaidoujinshis. Was machen sie bei der Comiket, der wichtigsten (?) Messe in Japan? Hentaidoujinshis kaufen. Was ist der Großteil an Doujinshis scheinbar? Hentei...

Man muss zum Beispiel auch zum Leidwesen des allgemeinen Otaku zugeben, dass die Comiket einfach zu einem großen Teil aus sexuellen Inhalten besteht, wobei ich persönlich nur etwas zum Tag der Game-Doujins, Doujin-Games und VN's sagen kann. Es ist erschreckend wenn ich bedenke wie sehr ich mich Teilweise wie auf einer Sex und Fetischmesse fühlte und das obwohl ich hier nichts über den wirklichen Prozentanteil der mit Sex verbundenen Produkte und der jeweiligen Käufer sagen kann.
Ich persönlich war da um mir damals die 5te Episode von Umineko no naku koro ni zu kaufen, was sich mir allerdings teilweise noch anbot war erschreckend, da fing ich schon teilweise an die Leute die mit ernsthaften Produkten wie wirklich gut designten Games (teilweise auf gutem PS2 Niveau) oder storylastigen VNs einen Stand betrieben zu bemitleiden.
Seien es nun Stände an denen Jungs die vielleicht grad mal 20 sind in knappen Kleidchen Doujins verkaufen in denen den weiblichen Charakteren Körperflüssigkeiten ausgemolken werden, während eine andere gerade an ihrer plötzlich vorhandenen Männlichkeit gereizt wird, oder Stände an denen Mädchen in Cosplays männlicher Charas mir eine DVD andrehen wollen auf der sie mit ihrer lesbischen Partnerin Boys Love Doujins nachstellt.
Das Problem ist denke ich, dass bei Anime der Übergang nicht so einen harten Schnitt aufweist wie es uns oft eingetrichtert wird, dass es sein sollte (entweder Unterhaltung für Kinder oder für Erwachsene) sondern eben fließende Übergänge aufweist. Durch das Bewusstsein, dass es wirklich harte Sachen im Medium Anime gibt, reagiert dann die breite Masse direkt viel empfindlicher darauf, wenn irgendwo einmal eine Brust oder ein Höschen zu sehen ist, denn wenn es an einem Ende des Mediums zum Verkauf angewendet wird, warum dann nicht auch am anderen. Gerade das empfinde ich allerdings auch wieder blind gegenüber der Tatsache, dass Anime nicht nur ein Genre, sondern ein komplettes Medium darstellt, dass viele verschiedene Themen umfasst. Das wäre etwa so als würde ich behaupten, dass sich ein neuer Real-Film im Kinoformat nur auf Sex ausrichtet, wenn man eine nackte Brust sieht, denn es gibt ja schließlich auch andere Real-Filme die das tun. Manchmal sollte man dann doch in der Lage sein etwas spezifischer zu denken als nur in den Backförmchen die uns die Gesellschaft hinlegt.



Geschrieben von hellspawn am 09.02.2010 um 02:47:

Zitat von Discord

Kennt ihr das? Die weitverbreitete Meinung: "Hey! Dieser ganze Japantrickfilmmantakram... das ist doch alles nur für Kinder... oder Schweinskram." Ich sag nur Heiße Mangagirls auf deinem Handy lassen grüßen. Und auch in der Schule hört man öfters: "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" Jaja, Kidnerkram oder Pornografie. Darauf wird unser Hobby öfters mal reduziert.


Was aber in Deutschland jetzt auch nicht so verwunderlich sein sollte da man hier in den Medien halt nur noch die von dir erwähnten Dinge geboten bekommt,wenn man von Ausnahmen wie Ghibli Filme auf Super RTL mal absieht,bei denen die meisten dann auch noch nicht mal wissen das es sich um Animes handelt.Du mußt immer bedenken das trotz des Booms der eine zeitlang bei uns herrschte Anime und Manga doch noch immer ein Exoten Hobby sind,mit denen der normale Durschnittsbürger wahrscheinlich wenig anzufangen weiß.Dieser sieht nur das RTL2 Kinderprogramm in denen auch nur Serien für Kinder wie Pokemon laufen oder welche die durch Umänderungen in solche verwandelt wurden wie Naruto.Abends gibt es dann natürlich die von dir erwähnte "heiße Mangagirls" Werbung die dann zusammen mit den Besuch der Pornoabteilung seiner Videothek und der dort rumlungerten alten Hentai Streifen das entsprechende Bild vermittelt.

Zitat von bewater

genauso wollten mich auch immer zwei kumpels vom abi aufziehen aber ich hab mich dann meistens stilschweigend verhalten auch wenn es mich innerlich zugebenermaßen angestunken hat. zwinker ich wusste aber genau, dass es nichts bringen würde in irgendeiner form zu argumentieren also habe ich es gleich sein gelassen.


Das ist leider auch das beste was man machen kann,da die meisten sowieso nicht von ihrer ziemlich engstirnigen Meinung abkommen die sie sich über Anime und Manga durch die spärlichen Informationen die ihnen die Medien vermittelten gebildet haben.Sollte man versuchen gegenbeweise zu bringen läuft es nur darauf inaus das sie weiter auf unser Lieblingshobby rumhacken,weil sie merken damit einen wunden Punkt getroffen zu haben.Das mit den Gegenbeweisen bringen wird eh heutzutage schwer,da halt kein Cowboy Bebop oder Ghost in the Shell-Stand Alone Complex mehr im Fernsehen läuft und man wohl auch die wenigsten dazu wird überreden können sich doch die Code Geass DVD Box zuzulegen oder sie dazu zu bringen beim DVD Abend unter Freunde Elfenlied zu schauen.

Zitat von Dicord

Inzwischen bin ich aber älter, habe mich ein klein wenig mehr damit beschäftgt, habe mehr gelesen etc. und frage mich: Stimmt das wirklich? Baut der Großteil der Animeindustrie vielleicht wirklich darauf auf, dass er unseren Sexualtrieb anspricht?


Der Großteil würde ich nicht sagen,aber das ein beträchtlicher Teil darauf abzieht kann gut möglich sein.Doch muß man das generell auf alle Medien verteilt sehen,nicht nur auf Animes und Manga.Überall gilt das Motto "Sex sells" sei es jetzt in der nachmittäglichen Talkshow,dämliche Casting sendungen wie "Das Sommer girl" oder auch oft in Kino Blockbustern,denn wie sonst erklärt man sich die Anwesenheit einer Megan Fox in einen Film wie Transformers?Sex ist auf die Programme verteilt ständig Fernsehen zu sehen und auch immer wieder etwas was den Verkauf einer Tageszeitung ankurbelt.Würde man den Anteil den es bei Anime und manga gibt jetzt in relation zu den ohnehin ständig präsenten Anteil in den Medien nehmen so würde dieser wohl auch nicht so viel größer erscheinen.

Zitat von Discord

Und eins ist Fakt: Wenn ich in Animes und Mangas oder im Internet von realen "Otakus" lese, dann ist immer der Aspekt vorhanden, dass eben diese den Schrank/die Festplatte voller Hentais haben. Wenn ich da an andere Nerdkulturen denke, dann ist das dort nicht so ausgeprägt. Denke ich. be_water


Ich denke bei diesen Punkt spielt dann auch wieder die "Sex sells" Masche der Medien ein wenig mit.Ein Otaku der sich in seiner freizeit Tentacle rape anzieht läßt sich den Publikum besser verkaufen als einer der den Schrank voller Gundam Videos hat.darum wird man hier schon drauf schauen das man für die berichte über Otakus halt nur welche des ersten Typs nimmt.So fällt es einen dann auf grund zu weniger Gegenbeispiele dann auch schwer abzuschätzen ob es neben diesen auch noch Otakus gibt die was anderes außer Hentais im Schrank stehen haben.
Was jetzt aber speziell an Hentais so schlimm sein soll versteh ich auch nicht.Hier bin ich einer Meinung mit Hiei:

Zitat von Hiei

An der Stelle wüsste ich nur zugern was denn an solchen Medien denn schlimm sein soll ?
Ist der Playboy wirklich besser als ein Doujinshi ? Ist ein pornographischer Film wirklich besser als ein Hentai ?
Während der eine sich irgendwelche Pornostars ansieht, genieße ich meinen Hentai der nicht nur was fürs Auge bietet sondern auch noch einen mit einer Story unterhält.
( Ja auch Hentais haben einen Plot und so mancher Hentai ist in diesem Punkt sogar besser als der eine oder andere Anime. Klingt unglaubwürdig ist aber so ! Ich muss es ja wissen bei der Anzahl die ich schon bereits gesehen habe -.- )


Wahre Worte,die ich dardurch das ich auch schon ziemlich viele Hentais gesehen habe unterschreiben kann.Hentais sind bei weiten nicht schlimmer als Pornos,sondern meiner Meinung nach besser.Die von Hiei angesprochene Story macht oftmals den Unterschied und bringt sogar richtig gute Geschichten wie bei Urotsukidoji oder Vicious hervor.Das man manchmal hentai als schlechter ansieht liegt da wohl eher daran das bei manchen die Story so gut beginnt das man mit hoher Erwartung rangeht und anschließend durch ein vermasseltes Ende entäuscht wird,während man das bei normalen Pornos nicht hat,da man dort auch keine großen Erwartungen hegt.

Unter den Punkt das sich Sex am besten verkäuft fällt dann natürlich auch die Masse an erotisch angehauchten Doujinshis oder halt die Begeisterung des weiblichen Publikums für Shonen Ai und Yaoi.Besonders der Doujnshi Sektor bietet ja genug Möglichkeiten um seine Fantasien freien Lauf zu lassen.Klar das dann durch die Masse solcher Fanprodukte noch zusätzlich der Eindruck vertärkt wird das Anime und Manga nur so vor Sex strotzen.

Im großen und ganzen aber finde ich wie schon erwähnt das es sich doch in einen gewissen Rahmen hält und das solche Vorurteile wie man sie oft zu hören bekommt halt auf Unwissen beruhen.

PS:

Zitat von LadyAmayaRayka

Zumindest viele von meinen weiblichen Bekannten machen diesen Trend nervigerweise mit drop Und da ist es inzwischen total zweitrangig, ob eine Serie tätslich SA ist oder nicht - Hauptsache, man kann es rein interpretieren.


Wieso muß ich bei diesen Satz bloß unentwegt an unseren 07-Ghost Thread denken? rofl



Geschrieben von Arc am 09.02.2010 um 15:06:

Natürlich sind Animes Schweinkram… auch. Und ich glaub bei allen möglichen Interpretationen dieses Wortes, mit allen möglichen Stufen sexueller Offenheit stößt man früher oder später auf den Hentai-Manga oder -Anime bei den man ein scheues, erstauntes 'Ach Herrjeh' äußert.


Zitat von Discord

Inzwischen bin ich aber älter, habe mich ein klein wenig mehr damit beschäftigt, habe mehr gelesen etc. und frage mich: Stimmt das wirklich? Baut der Großteil der Animeindustrie vielleicht wirklich darauf auf, dass er unseren Sexualtrieb anspricht?


Der Großteil der Welt baut darauf unseren Sexualtrieb anzusprechen deswegen sieht man in Filmen und auf Plakaten auch nur Menschen die als gut aussehend angesehen werden, die Animeindustrie bildet da keine Ausnahme.
Menschen mögen Sex, hält uns schließlich schon seit ein paar Jahren auf dem Erdball. Und genauso wie im Anime/Manga Bereich beinhalten andere Subkulturen auch ihren Anteil an Erotik und Sex, sei es der Film, Musik, Fotografie und sonstiges wo die Menschen ihre Kreativität und Fantasien ausleben oder anregen können die, wenn wir ehrlich sind, sich sehr oft um Sex dreht. So Problem ist doch wenn diese Fankultur auf diesen eines Aspekt reduziert wird, Sex erregt halt
Aufmerksamkeit weswegen darüber zuerst berichtet wird weswegen man XYZ zuerst damit assoziiert, weswegen der prüdeste Ghibli-Fan mit dem lechzendsten und schwitzendsten Hentai Fan in die selbe Tasche gesteckt wird, wenn man das Wort Anime hört.

Zitat von hellspawn

Du mußt immer bedenken das trotz des Booms der eine zeitlang bei uns herrschte Anime und Manga doch noch immer ein Exoten Hobby sind,mit denen der normale Durschnittsbürger wahrscheinlich wenig anzufangen weiß.


Und so ist es halt. Andere kreative Medien haben sich so etabliert, das man darüber bescheid weiß, das es klare Abgrenzungen gibt wie Spielfilme und Pornofilme, Aktfotografie und Landschaftsfotografie aber wenn man das erste mal damit konfrontiert wäre würde man sich zuerst auf alles stürzen was spektakulär, schockierend und außergewöhnlich ist. Ich mein ich kenn mich kein bisschen mit der Metalmusikszene aus aber ist das nicht das mit den Blut und Explosionen und Drogen wo jeder nur Krach macht? Wenn man Kenner einer Kultur ist, wird man halt mit der Meinung von Laien konfrontiert die sich diese gebildet haben durch die Präsentation der Kultur durch die Medien nach außen. Pech. Korrigiert man die Missverständnisse halt oder man lässt es bleiben und beschwert sich bei seinen Mit-Fans darüber was für ignorante Blödpfeifen alle anderen sind.

Und mal abgesehen von dem ganzen Erotikbereich der gezielt auf Sex ausgerichtet ist, zu den normalsterblichen Animes. Fanservice, Pantyshots, Boing, Yaoi, Romance whatever. Ist doch in Ordnung, ist lustig, macht spaß. Kommt in der Masse gut an, sonst würde man es nicht machen, sexuelle Fantasie gehört zum Leben und es soll ja tatsächlich Männer mit Waschbrettbäuchen und Frauen mit Unterwäsche geben. Und selbst beim prüdesten, tiefsinnigsten und zugeknöpftesten Anime wird es einen Doujin-Zirkel geben die loszeichnen und alles auspacken was im Originalwerk noch verborgen war. Animes sind halt auch Schweinkram, auch Kinderkram und wenn man lang genug auf 4chan sucht findet man beides in einem.



Geschrieben von Eagle Vision am 09.02.2010 um 17:53:

Zitat

Und eins ist Fakt: Wenn ich in Animes und Mangas oder im Internet von realen "Otakus" lese, dann ist immer der Aspekt vorhanden, dass eben diese den Schrank/die Festplatte voller Hentais haben. Wenn ich da an andere Nerdkulturen denke, dann ist das dort nicht so ausgeprägt. Denke ich.

*hust, hust* Harry Potter *hust, hust*
Nein, im Ernst, nimm eine bekannte Buchreihe, irgendeine bekannte Buchreihe. Ich garantiere dir, dass das Erste worauf du stoßen wirst wenigstens ein Pairing und eine Sexszene enthält. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass ein Großteil davon Yaoi-Pairings enthält. Es sind alle Fandoms so, Anime ist da nicht unbedingt die Ausnahme. Arc hat auch schon die Real-Film Industrie angesprochen, die in aller Regel auch nur schöne Menschen präsentieren. Man will halt auch was für's Auge, bei visuellen Medien. zwinker
Wenn von vorne herein kein sexueller Aspekt vorhanden ist, erfinden die Fans einen. Rule 34 existiert nicht ohne Grund.

Ansonsten frage ich mich, ob Schweinekram es nicht etwas zu hart formuliert. Sicherlich hat ein Großteil der Anime, und auch Manga, mal mehr oder weniger Fanservice als Bestandteil. Mal eine Shirtless-Szene die nicht hätte da sein hätte müssen, Mädels mit reichlich Vorbau...ihr wisst was ich meine. Ist mit Sicherheit teil des Sex-Sells Prinzips, aber bei weitem nicht so dominant, dass ich kategorisch von Schweinekram oder Pornozeigs sprechen würde. Denkt mal an westliche Comics, die sind auch voll davon. Wobei ich zugeben muss, dass fliegende Höschen oder ähnliches warscheinlich der Animewelt vorbehalten sind :D .

Dass ein guter Teil von Animes zu nächtlicher Stunde läuft und die Zielgruppe zu 'nem guten Teil männlich ist, spielt mit rein. Nischenhobby halt. Als eine Person, die, wenngleich weiblich, auch den ein oder anderen Hentaianime oder -Dojinshi auf der platte hat, kann ich mich von den Klischees auch nicht völlig freisprechen. Aber ich denke dass die Medien im Bezug auf das typische Otakuklischee, zumindest aus unser westlichen Sicht, etwas übertreiben.



Geschrieben von Discord am 10.02.2010 um 23:39:

Mh, ich hab schon einige interessante Dinge gelesen. Auch wenn ich befürchte, dass ich mich nicht ganz korrekt ausgedrückt habe - bzw. nicht weiß es zu formulieren. Aber eins kann ich euch versprechen: Ich sehe in Sex nichts schlechtes. Mir geht es darum, ob in der Animeszene objektiv gesehen Pornografie einen recht großen Anteil hat. Gegen eben diese selbst habe ich nichts. Bin schließlich selbst ein pickliger und perverser Otaku mit einem Haufen Fetischen. Und auch gegen Yaoi-Pairings habe ich nichts. Ich find das eher immer witzig, wie da Pairings gebildet werden. Und - o Wunder - ich mag sogar 3D-Frauen. zwinker

Zitat von rion32

Zitat

Wenn ich da an andere Nerdkulturen denke, dann ist das dort nicht so ausgeprägt. Denke ich.

Würde mich interessieren an wen du da denkst.


Ich kenne nicht sooo viele Nerdkulturen, aber bei Gamern ist das zwar "nett", aber mehr auch nicht. Man installiert sich vielleicht mal nen Nacktpatch aus Neugier und findet leichtbekleidete Frauen in Spielen toll, aber es geht eher um den "Wettkampf". Und auch bei World of Warcraft unterhält man sich weniger darüber, wie geil die Models sind, sondern es geht mehr ums raiden und ganken. Bei SciFi und Fantasyfans ist Erotik zwar auch beliebt, aber auch die haben den Schrank nicht voller entsprechender Geschichten und Bilder etc. Ich weiß nicht, aber es kommt mir - ganz subjektiv gesehen - so vor, als würde die Animeszene etwas mehr auf "Äußerlichkeiten" achten.

Zitat von Hiei

Wieder so ein Thema bei dem ich irgendwie nicht das gefühl verliere als würde man damit nur versuchen sich als etwas besseres und "niveauvolleres" darzustellen. Aber nun gut da spielt mir lediglich mein Verstand garantiert etwas vor, also reagiert lieber nicht auf diese Aussage. drop


Ich regiere einfach mal trotzdem mit einem: ... Hä? Ich weiß nicht auf was sich das bezieht, aber ich versteh kein Wort. Entweder spielt dein Verstand dir was vor oder mein Unterbewusstsein schickt mich mal wieder ins Blaue. :D

Zitat von Hiei

Du hast natürlich in dem Punkt recht das viele Titel sich mit jenen Aspekten besser an den Mann bringen wollen. Nur ist dies nirgendswo anders. Viele Serien, Filme und selbst Bücher besitzen diese Elemente, nur scheint man dies nicht so negativ anzusehen weil man sich an jene Medien gewöhnt hat.
Würden Animes, Mangas usw. schon längst bei uns als etwas normales angesehen werden, so wären selbst die pornographischen Inhalte nichts negatives in ihren Augen.


Mh, das habe ich mir auch schon überlegt. Und wie gesagt, ich finde an Hentai nichts verwerfliches. Aber: Fällt es mir einfach bei westlichen Dingen nicht so sehr auf, weil ich mich dran gewöhnt habe? Aber haben z. B. Filmliebhaber oder Comicsammler den Schrank voller Erotiksachen? Oder knapp bekleideten Figuren? Ich habe das Gefühl, dass es bei Animefans einfach ganz andere Ausmaße hat.

Aber jetzt zum meiner Meinung nach interessantesten Beitrag, den ich sogleich zerteilt habe:

Zitat von chounokoe

Nunja, generell ja immer ein gern aufgegriffenes Thema und sicherlich würde ich behaupten ein Problem unter dem natürlich ein Fankultur irgendwo leidet und sich ins Abseits gedrängt fühlt. Da stellt man sich schon die Frage was besser ist, als a-sexuelles Kellerkind wie bei den meisten Sci-Fi Fans oder als sexuell frustrierter Perversling wie manchmal bei Animefans abgestempelt zu werden. Die Klischees haben sich mit der Zeit eben aus prägnanten Beispielen solcher Subkulturen herausgebildet, aber mit solchen Dingen hat jeder Bereich zu kämpfen, schließlich werden die meisten Literatur Liebhaber auch gern als verstaubte Bücherwürmer ohne leben dargestellt, hängt also nicht unbedingt zwangsweise von der Stellung des Mediums ab, sondern eher mit der Einstellung der Allgemeinheit dazu.


Das stimmt, jedes Hobby, das intensiv ausgelebt wird, hat mit seinen Vorurteilen zu kämpfen. Aber Vorurteile bestehen nicht ohne Grund. Hinter ihnen verbergen sich gewisse Entstehungsgeschichten. Es kommt einfach auch oft vor, dass jemand, der sich stark mit einem gewissen Hobby beschäftigt, sich in gewisser Weise diesem Klischee anpasst. Du sagst es ja: "als a-sexuelles Kellerkind wie bei den meisten Sci-Fi Fans" Also sind die meisten Animefans vielleicht auch "frustrierte Perverslinge"? Und wenn ich da an manche Mangas denke, die wirklich gut ankommen, á la der ganze Ken Akamatsu-Kram... Ich will nichts verallgemeinern, sondern meine damit eher eine allgemeine Mehrheit.

Zitat von chounokoe

Man muss zum Beispiel auch zum Leidwesen des allgemeinen Otaku zugeben, dass die Comiket einfach zu einem großen Teil aus sexuellen Inhalten besteht, wobei ich persönlich nur etwas zum Tag der Game-Doujins, Doujin-Games und VN's sagen kann. Es ist erschreckend wenn ich bedenke wie sehr ich mich Teilweise wie auf einer Sex und Fetischmesse fühlte und das obwohl ich hier nichts über den wirklichen Prozentanteil der mit Sex verbundenen Produkte und der jeweiligen Käufer sagen kann.
Ich persönlich war da um mir damals die 5te Episode von Umineko no naku koro ni zu kaufen, was sich mir allerdings teilweise noch anbot war erschreckend, da fing ich schon teilweise an die Leute die mit ernsthaften Produkten wie wirklich gut designten Games (teilweise auf gutem PS2 Niveau) oder storylastigen VNs einen Stand betrieben zu bemitleiden.
Seien es nun Stände an denen Jungs die vielleicht grad mal 20 sind in knappen Kleidchen Doujins verkaufen in denen den weiblichen Charakteren Körperflüssigkeiten ausgemolken werden, während eine andere gerade an ihrer plötzlich vorhandenen Männlichkeit gereizt wird, oder Stände an denen Mädchen in Cosplays männlicher Charas mir eine DVD andrehen wollen auf der sie mit ihrer lesbischen Partnerin Boys Love Doujins nachstellt.
Das Problem ist denke ich, dass bei Anime der Übergang nicht so einen harten Schnitt aufweist wie es uns oft eingetrichtert wird, dass es sein sollte (entweder Unterhaltung für Kinder oder für Erwachsene) sondern eben fließende Übergänge aufweist. Durch das Bewusstsein, dass es wirklich harte Sachen im Medium Anime gibt, reagiert dann die breite Masse direkt viel empfindlicher darauf, wenn irgendwo einmal eine Brust oder ein Höschen zu sehen ist, denn wenn es an einem Ende des Mediums zum Verkauf angewendet wird, warum dann nicht auch am anderen. Gerade das empfinde ich allerdings auch wieder blind gegenüber der Tatsache, dass Anime nicht nur ein Genre, sondern ein komplettes Medium darstellt, dass viele verschiedene Themen umfasst. Das wäre etwa so als würde ich behaupten, dass sich ein neuer Real-Film im Kinoformat nur auf Sex ausrichtet, wenn man eine nackte Brust sieht, denn es gibt ja schließlich auch andere Real-Filme die das tun. Manchmal sollte man dann doch in der Lage sein etwas spezifischer zu denken als nur in den Backförmchen die uns die Gesellschaft hinlegt.


Sehr interessant! Du warst schon bei der Comiket? Das bestätigt natürlich, was ich selbst darüber gelesen habe. Und als ich selbst mal Urlaub da drüben gemacht hab, gabs in vielen Otakuläden eben auch eine Hentaietage. (Mal ganz abgesehen vom allgemeinen Charakterdesign - wobei das wohl doch bei fast allen Medien so ist; Ich denke nur an die knappe Lederkleidung vieler weiblicher Protagonisten in Filmen, auf Buchcovern und in Superheldencomics) Aber soweit ich weiß, ist die Comiket eben eine DER Anime-Comventions überhaupt. Oder irre ich mich da? Eine einzig große Verkaufsmesse. Wenn es da dann fast nur Hentai und Yaoi zu holen gibt... dann mache ich mir da schon Gedanken. DAS ist es übrigens erst, was mich überhaupt erst auf oben formulierte Idee gebracht hat. So eine Veranstaltung muss doch eine gewisse Repräsentativität für unser Hobby besitzen. Versteht ihr? Oder fehlt es mir da wirklich an der nötigen Abgrenzung, wie du sagst? Sex ist schließlich was normales, was alltägliches, wo man eigentlich gar nicht so ein Trara drum machen muss. Und dass Personen, auch wenn sie nur in unserer Fantasie existieren, diesen ausleben - ist das wirklich so etwas Bemerkenswertes? Vielleicht wieder ein Zeichen unseres typisch europäisch geprägten Drangs zur Kategorisierung...

Trotzdem ist es noch so, dass, wenn man es mit unserer westlichen Sichtweise sieht, Animefans einen stärkeren Drang zu entsprechender Pornografie haben, als andere Fankulturen. Oder hab ich doch irgendwas wichtiges übersehen?

Zitat von Eagle Vision

Ansonsten frage ich mich, ob Schweinekram es nicht etwas zu hart formuliert. Sicherlich hat ein Großteil der Anime, und auch Manga, mal mehr oder weniger Fanservice als Bestandteil. Mal eine Shirtless-Szene die nicht hätte da sein hätte müssen, Mädels mit reichlich Vorbau...ihr wisst was ich meine. Ist mit Sicherheit teil des Sex-Sells Prinzips, aber bei weitem nicht so dominant, dass ich kategorisch von Schweinekram oder Pornozeigs sprechen würde. Denkt mal an westliche Comics, die sind auch voll davon. Wobei ich zugeben muss, dass fliegende Höschen oder ähnliches warscheinlich der Animewelt vorbehalten sind :D .

Dass ein guter Teil von Animes zu nächtlicher Stunde läuft und die Zielgruppe zu 'nem guten Teil männlich ist, spielt mit rein. Nischenhobby halt. Als eine Person, die, wenngleich weiblich, auch den ein oder anderen Hentaianime oder -Dojinshi auf der platte hat, kann ich mich von den Klischees auch nicht völlig freisprechen. Aber ich denke dass die Medien im Bezug auf das typische Otakuklischee, zumindest aus unser westlichen Sicht, etwas übertreiben.


Übertreibung? Ja. Aber ich denke, dass ein gewisser wahrer Kern vorhanden ist, wie du mit deiner Aussage auch bestätigst. Oder ich selbst. Oder Mangas/Animes wie Genshiken oder Lucky Star etc. Und du hast Recht. Der Threadtitel ist etwas reißerisch formuliert. Schlechte Angewohnheit noch aus Schulzeiten. (Schritt 1 bei Aufsätzen: "Interesse mit irgendwelchen absurden Metaphern und reißerischen Fragestellungen wecken") :D



Geschrieben von Hiei am 11.02.2010 um 00:21:

Zitat von Discord

Zitat von Hiei

Du hast natürlich in dem Punkt recht das viele Titel sich mit jenen Aspekten besser an den Mann bringen wollen. Nur ist dies nirgendswo anders. Viele Serien, Filme und selbst Bücher besitzen diese Elemente, nur scheint man dies nicht so negativ anzusehen weil man sich an jene Medien gewöhnt hat.
Würden Animes, Mangas usw. schon längst bei uns als etwas normales angesehen werden, so wären selbst die pornographischen Inhalte nichts negatives in ihren Augen.


Mh, das habe ich mir auch schon überlegt. Und wie gesagt, ich finde an Hentai nichts verwerfliches. Aber: Fällt es mir einfach bei westlichen Dingen nicht so sehr auf, weil ich mich dran gewöhnt habe?


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nimmt alles als selbstverständlich und normal woran er sich in den letzten Jahren fest hielt. Das es seine Zeit braucht bis sich etwas "neues" in die Gesellschaft festigt und diese ebenso als etwas normales angesehen wird ist klar, jedoch wird bis zu diesem Zeitpunkt jenes so stark wie möglich kritisiert damit es sich nicht ins System etabliert. Denn auch wenn der Mensch ein Gewohnheitstier ist so ist er auch eins das sich vor "Veränderungen" größtenteils fürchtet. Bücher wurden damals als Werke des Satans angesehen, Tomb Raider als Killerspiel usw.
Nachdem man sich jedoch an jene Medien gewöhnt hatte und sie sich in unser System etablierten wurden sie als etwas "normales" und selbstverständliches gesehen.
Anderes Beispiel;
Vergleich USA = Deutschland
Während in Deutschland man sich weiterhin schwer tut mit dem Thema Gewalt in Spielen, Filmen usw. ist dies in den USA nicht wirklich relevant, jedoch scheinen sie ein Problem mit der Nacktheit usw. zu haben, wobei dies widerrum in Deutschland nicht wirklich relevant ist. Worauf ich damit hinaus will ist ganz einfach und zwar das sich jene Medien dort festigten währemd dies andere nicht tatet. Sie sehen etwas als schlimm an und wir sehen etwas bei ihnen so an. Uns fällt dies somit lediglich nur so stark auf weil wir uns damit nicht gut genug auseinandergesetzt haben. Nehmen wir mich mal als Beispiel;
Mir fallen solche Dinge noch kaum auf da ich sie schon bereits für etwas selbstverständliches halte. Denn einen oder anderen Pantyshot in einem Anime oder Manga zu sehen ist für mich zb. noch lange kein Ecchi, was daran liegt das es nichts "besonderes" mehr für mich ist.

Zitat von Discord

Aber haben z. B. Filmliebhaber oder Comicsammler den Schrank voller Erotiksachen? Oder knapp bekleideten Figuren? Ich habe das Gefühl, dass es bei Animefans einfach ganz andere Ausmaße hat.

Nicht ganz andere Ausmaße sondern andere "Arten". Das nicht jeder Filmliebhaber/Comicsammler solche Sachen besitzt ist ja klar nur gilt dies auch für Animefans. Würden wir in beiden anderen Sparten ebenso deren fanatischen Fans zum Vergleich nehmen, so würden mit Garantie auch so manches ans Licht kommen das sich locker mit dem der Anime-Fans mithalten lässt.
Gefakte Nacktfotos sowie private Sexvideos ihrer Stars, halbnackte Frauen auf Postern usw. Das es auch zu den einen oder anderen Comic´s eine Art Doujinshi existiert sowie "Hentai-Pics" zu diesen sozusagen ist wohl auch klar. Man muss einfach bedenken das es in anderen Medien einfach andere Arten sind, die auf der "Sex sells" Grundlage basieren.

Zum anderem Zitat;
Mir war langweilig und ich wusste nicht wie ich mit dem Beitrag beginnen sollte :D



Geschrieben von chounokoe am 11.02.2010 um 02:53:

Zitat von Discord

Aber jetzt zum meiner Meinung nach interessantesten Beitrag, den ich sogleich zerteilt habe:

Haha, danke schön. Freut mich wenn meine (manchmal übertrieben) langen Posts gut ankommen.

Zitat von Discord

Das stimmt, jedes Hobby, das intensiv ausgelebt wird, hat mit seinen Vorurteilen zu kämpfen. Aber Vorurteile bestehen nicht ohne Grund. Hinter ihnen verbergen sich gewisse Entstehungsgeschichten. Es kommt einfach auch oft vor, dass jemand, der sich stark mit einem gewissen Hobby beschäftigt, sich in gewisser Weise diesem Klischee anpasst. [...] Ich will nichts verallgemeinern, sondern meine damit eher eine allgemeine Mehrheit.

Ich verstehe was du meinst, aber ich würde diese Klischeebilder etwas anders interpretieren, nämlich eher als Herausgreifen der herausstechendsten Merkmale an besonders herausstechenden Mitgliedern. Es ist nunmal so, dass man als Außenstehender zu allererst auf die krassen Beispiele aufmerksam wird. So wird jemand aus dem außer-europäischen Ausland bei Deutschland denke ich zu allererst an das 3. Reich und Schloß Neuschwanstein denken, was allerdings nur einen kleinen Ausschnitt eines viel größeren Ganzen beschreibt, trotzdem sind diese Ausschnitte so überlebensgroß, dass kaum etwas anderes dagegen ankämpfen kann.

Das Beispiel des a-sexuellen Kellerkindes bei den Sci-Fi Fans ist zum Beispiel auch ein Bild, dass sich gerade durch geschickten Medieneinsatz extrem durchgesetzt hat.
Ich denke die wenigsten Star Wars Fans werden sich zum Beispiel abends in ihre Yoda Bettwäsche kuscheln, während sie ihrer Statuette von Prinzessin Leia "Gut' Nacht" sagen und noch einmal ihren Blick über ihre Sammlung von seltenen Spielzeugen im Wert mehrerer tausend Dollar schweifen lassen.
Genauso wenig sind alle (ich würde sagen nicht einmal ein Großteil) der Animefans sex-fixierte Perverslinge, die ihre H-Doujins streicheln und einen Höhepunkt beim neuen quietschigen Image-Song einer K-On Sprecherin haben. (dasselbe lässt sich natürlich auf Frauen anwenden)
Aber es sind eben krasse Beispiele und diese bleiben eben eher in Erinnerung, als der Student der sich gerne mal 3-4 Anime pro Woche anschaut, mit seinen Internet Freunden gerne darüber redet und vielleicht mal auf einer Con ein Cosplay trägt.

Außerdem muss man Bedenken, dass sich die Selbstpräsentation in den letzten 20 Jahren durch die Verbreitung des Internet stark verändert hat.
Man kann heute viel mehr Einblicke in das Leben solcher Extrembeispiele erlangen, da sich gerade diese gerne im Internet präsentieren. Oft ist das dann natürlich an ihre Gleichgesinnten gerichtet, nicht mit dem Gedanken, dass es so etwas wie Privatsphäre im Internet nun einmal kaum gibt.
Dadurch, dass sich gerade eben diese Extrembeispiele im Internet zusammenrotten, da sie im wirklichen Leben kaum in solchen Mengen aufeinandertreffen, leben sie natürlich viel exzessiver im Virtual Space als in der wirklichen Welt, und im Virtual Space bekommen wir sie mit und bekommen den Eindruck, dass sie eine viel größere Gruppe sind als tatsächlich vorhanden.
Würde man zum Beispiel eine Studie zur Altersspanne der Szene anhand von, sagen wir, Animexx durchführen, dann wäre das Ergebnisse, dass der Höhepunkt zwischen 14 und 22 ist und danach das Interesse stark abflaut. Ich würde jedoch behaupten, dass danach nur viele Menschen weniger zwanghaft zur Selbstinszenierung greifen müssen und nicht mehr überall in solchen Massen mitreden müssen.

Das sind alles Faktoren die man denke ich mit einbeziehen muss und ich denke, vieles wirkt an der Oberfläche unflexibler als wenn man in die Tiefe guckt.

Zitat von Discord

Sehr interessant! Du warst schon bei der Comiket? Das bestätigt natürlich, was ich selbst darüber gelesen habe. Und als ich selbst mal Urlaub da drüben gemacht hab, gabs in vielen Otakuläden eben auch eine Hentaietage. (Mal ganz abgesehen vom allgemeinen Charakterdesign - wobei das wohl doch bei fast allen Medien so ist; Ich denke nur an die knappe Lederkleidung vieler weiblicher Protagonisten in Filmen, auf Buchcovern und in Superheldencomics)

Sex ist eben ein florierendes Geschäft und ich denke gerade, weil die Popkultur Fan-Szenen lange einen sehr schlechten Ruf in Japan hatten, musste man sich beim Aufbau von Läden auch viel weniger Gedanken darum machen, was man anbietet.
Wobei da natürlich auch starke Fluktuationen zu spüren sind, es gibt Läden die sind heute weitaus selbstreflektierter und müssen dies auch sein, da sie eine breitere Kundschaft haben (besonders zutreffend da natürlich auf größere Kaufhäuser in Akiba), die weisen dann halt wie du sagtest schon eigene Etagen für so etwas auf. Es gibt aber auch solche, ganz vorne zB das Mandarake, die eben noch auf der alten Welle mitschwimmen, frei nach dem Motto "Wer bei uns reinkommt, weiß eh, dass es auch ganz viel Schmuddelkram gibt".

Zitat von Discord

Aber soweit ich weiß, ist die Comiket eben eine DER Anime-Comventions überhaupt. Oder irre ich mich da? Eine einzig große Verkaufsmesse. Wenn es da dann fast nur Hentai und Yaoi zu holen gibt... dann mache ich mir da schon Gedanken. DAS ist es übrigens erst, was mich überhaupt erst auf oben formulierte Idee gebracht hat. So eine Veranstaltung muss doch eine gewisse Repräsentativität für unser Hobby besitzen. Versteht ihr? Oder fehlt es mir da wirklich an der nötigen Abgrenzung, wie du sagst?

Kurze Verbesserung dazu, die Comiket ist die größte FAN-Convention in Japan. Hauptsächlich geht es hier darum jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, ungebunden an größere Verläge oder Verkaufshäuser, ihre Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Da geht es um allen möglichen Doujin-Kram, eigene Manga, Game oder VN Projekte, alles mögliche was vielleicht entweder abgelehnt wurde oder was man einfach erstmal testweise unter die Leute schmeißen will.
Gleichzeitig gibt es dort natürlich auch noch Cosplay, die Möglichkeit Bekanntschaften zu schließen und Verbindungen zu knüpfen und vielleicht selbst einmal dort zu landen.
Den wirklichen Öffenlichkeitsboom haben sie ja vor allem in der Szene dadurch erlangt, dass eben einige ziemlich bekannte Leute aus solchen Doujin-Events hervorgegangen sind, viele heute bekannte Manga-Teams starteten als Doujin-Zirkel, VN Gruppen wie Typemoon oder 7th Expansion haben es darüber zu einer riesigen Fangemeinde geschafft und so hoffen halt viele, dass sie auch ein Stück vom großen Kuchen abbekommen.

Gerade weil die Comiket eben nicht an Verläge und damit auch nicht an irgendwelche Codes oder Bedingungen geknüpft sind (außer das japanische Gesetz, das Geschlechtsteile sichtbar zensiert werden müssen, was ja auch ein dehnbarer Begriff ist) ist es eben ein Mekkah für all diejenigen, die ihre kruden kleinen Sexgeschichtchen unter's Volk bringen wollen und jene die das kaufen wollen, da ist halt wirklich der Kontakt 'Hentai' zu 'Hentai' hergestellt.

Zitat von Discord

Trotzdem ist es noch so, dass, wenn man es mit unserer westlichen Sichtweise sieht, Animefans einen stärkeren Drang zu entsprechender Pornografie haben, als andere Fankulturen. Oder hab ich doch irgendwas wichtiges übersehen?

Das würde ich so auch nicht unterschreiben. Es ist denke ich lediglich eher so, dass sich in Japan durch den 'Manga' als Ausdrucksform eben ein ganz anderes Feld entwickelt hat, als bei uns im Westen, wo es eben immer noch recht strikt trennbar ist. Wenn du einen Blick durch's Internet schweifen lässt, wirst du zu allem, wirklich zu allem, auf Sex ausgerichtete Fan-Fiction, manipulierte Bilder oder eben auch Zeichnungen finden. Sei es Star Wars, Friends oder Scooby Doo, nichts ist vor den Gedanken vot sexuell aufgeladenen Gedanken sicher, in Japan findet man schließlich auch 18+ Doujins zu eben solchen (gar nicht japanischen) Serien.
Dadurch, dass eben der Doujin-Bereich in Japan verstärkend zum reinen Schreiben in Japan hinzukommt, hat sich dort ein viel dichteres und größeres Feld um diese Dinge gebildet. Und Geschichten bei denen es um Sex geht sind eben meistens auch nicht sonderlich gut geschrieben, es kann jedoch zum Beispiel immer hübsch gezeichnet sein.
So entwickelten die seltsamsten Zirkel, die aus Fans entstanden, wieder eigene Fans die nicht nur die dargestellten Schweinereien, sondern auch den Zeichenstil mochten. Das Ganze wurde größer und größer, bis es irgendwann an dem Punkt angelangte wo wir heute sind. Und während du in der Sex-Branche im Westen entweder drin oder draußen bist, gibt es in Japan eben immer noch dieses Zwischending, denn du spielst ja nicht in einem Porno mit, oder verkaufst selbstgemachtes Sexspielzeug, nein du zeichnest nur halt mal in deiner Freizeit.

Zitat von Discord

Zitat von Eagle Vision

Dass ein guter Teil von Animes zu nächtlicher Stunde läuft und die Zielgruppe zu 'nem guten Teil männlich ist, spielt mit rein. Nischenhobby halt. Als eine Person, die, wenngleich weiblich, auch den ein oder anderen Hentaianime oder -Dojinshi auf der platte hat, kann ich mich von den Klischees auch nicht völlig freisprechen. Aber ich denke dass die Medien im Bezug auf das typische Otakuklischee, zumindest aus unser westlichen Sicht, etwas übertreiben.


Übertreibung? Ja. Aber ich denke, dass ein gewisser wahrer Kern vorhanden ist, wie du mit deiner Aussage auch bestätigst. Oder ich selbst. Oder Mangas/Animes wie Genshiken oder Lucky Star etc. Und du hast Recht. Der Threadtitel ist etwas reißerisch formuliert. Schlechte Angewohnheit noch aus Schulzeiten. (Schritt 1 bei Aufsätzen: "Interesse mit irgendwelchen absurden Metaphern und reißerischen Fragestellungen wecken") :D

Ich find so reißerische Titel auch immer ganz gut, wie du sagtest, es weckt Interesse und seine eigene These abschwächen kann man schließlich im Verlauf seiner Ausführungen immer noch. Irgendwie muss man ja die Leute dazu bewegen die eigenen Sachen zu lesen und ein wenig den Denkstein ins rollen bringen, das funktioniert bei den meisten eben am besten über so etwas, außerdem ist so ein bischen reißerischer, selbstironischer Funken in so nem Text auch erfrischender als einfach knochentrockene Fakten.

Jedenfalls dazu noch, 'Sex sells' ist aber auch ein Konzept, dass sich nicht nur in Anime und Manga finden lässt, wir sind lediglich immer noch ein wenig darauf konditioniert Zeichentrick und Erwachsenen-Unterhaltung als zwei polar-gegensätzliche Punkte zu erkennen, so etwas drückt bei uns immer noch etwas mehr den "Das ist ja der Wahnsinn" Knopf. Nicht umsonst kommt bei vielen Deutschen auch heute noch der Glauben auf, dass Superhelden Comics ausschließlich an kleine Kinder gerichtet seien.
Wenn man allerdings einmal durch die TV-Landschaft bei uns schaut und wirklich darauf achtet, wird einem auffallen wieviel Sex und Fanservice man in 'normalen Serien' schon als gegeben hinnimmt und einfach nur noch mit den Schultern zuckt.
Seien das nun die Brüste von Jennifer Love Hewitt in Ghost Whisperer, die sie aus unerfindlichen Gründen immer in unglaublich knappen und engen Tops spazieren tragen muss, die lustigen Sex-Witzchen mit denen viele Sitcoms heute (über)voll sind oder die Tatsache, dass in den meisten Blockbustern der männliche Hauptcharakter mindestens einmal oben ohne rumlaufen muss (vor allem wenn es Vampirfilme oder andere düster-romantisch orientierte Werke sind). Gerade so etwas ist aber zum Beispiel in vielen japanischen Real-Filmen eine Seltenheit, Liebesszenen werden meist nur angedeutet, im Fernsehen oft gar nicht gezeigt, sexuelle Nacktheit ist immer noch rar und auch das Horror Genre ist bei weitem nicht so sexualisiert wie im Westen. Da könnte man sich doch zum Beispiel fragen warum im Westen viele Primetime TV-Serien und Blockbuster so voller Schweinkram sind.



Geschrieben von Yaten am 11.02.2010 um 10:16:

RE: Anime = Schweinkram?

Zitat von Discord

Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.

*hust* Yuri Diskriminierung *hust* zwinker

Zitat

Inzwischen bin ich aber älter, habe mich ein klein wenig mehr damit beschäftgt, habe mehr gelesen etc. und frage mich: Stimmt das wirklich? Baut der Großteil der Animeindustrie vielleicht wirklich darauf auf, dass er unseren Sexualtrieb anspricht?


Ich würde mal sagen auf jeden Fall zumindest im Unterbewusstsein. Immerhin zeichnen sich Manga & Anime vor allem durch die visuelle Stimulation aus, die ja bei Büchern fehlt.
Die Hauptcharas sehen meistens toll aus womit der Sexualtrieb auf jeden Fall in gewisser Weise mitspielt.

Das wird vielleicht anders, wenn man älter ist, bzw auch vergeben ist, aber die Hauptkonsumentenschicht von Manga & Anime (vermute ich persönlich), dürfte ja in der Altersschicht von 12-30 liegen, also da wo man sich mit der Sexualität meistens am ehesten beschäftigt (weil neues Gebiet und so). Ergo sind die für optisch ansprechende Figuren auch eher empfänglich.

Stell dir zB Sailor Moon mit rundlichen, stark behaarten Mädls und ungepflegtem Äußeren vor, die vielleicht auch noch Hasenzähne haben und lispeln und was weiß ich noch nicht alles. Ich glaub nicht, dass es viele gibt, die die Serie dann schaun würden oder den Manga lesen.


Dennoch ist Hentai nun mal einfach nicht alles smile

Ich finde, wir sollten unser Hobby nicht unter den Wert kehren.
Manga & Anime sind genauso wie Bücher und Filme.
Sie erzählen eine Geschichte. Ob die nun gut oder schlecht ist, ist einfach reine Geschmackssache.
Und wenn wir mal daran denken wieviele Pornofilme es gibt, bin ich mir fast sicher, dass da die Animeindustrie - außer vielleicht in Japan - nicht damit mithalten kann.
Manga & Anime sind meiner Meinung nach gleichwertig in der Vielfalt und oft auch Qualität. Es liegt allerdings an jeder einzelnen Person ob sie sich halt nur eine Kategorie (in dem Fall Hentai, das Equivalent zu Porno) reinziehen will, oder halt die ganze Bahnbreite des Angebots.



Geschrieben von Hayate Yagami am 11.02.2010 um 22:29:

Diese Sprüche und Vorurteile kenne ich nur zu gut...

Zum "Kinderkram":

Alle möglichen Kollegen haben (als ich noch in der Ausbildung war) andauernd Dinge gesagt wie "guck doch nicht solchen Kinderkram" oder "na, hast Du mal wieder diesen Kinderkram geguckt?". Das kommt eben weil diese Unwissenden Leute nur Serien wie Pokemon, Sailor Moon usw. kennen und natürlich denken etwas anderes gibt es da nicht. Auf der anderen Seite kennen sie dann aber doch Serien wie Dragonball oder Detektiv Conan von denen sie sagen, dass sie diese Serien früher selbst gerne geguckt haben und sie diese Serien sehr gut fanden. Hier ist der 1. Widerspruch.

Zum "Mangapornos" gucken:

Hier ist der 2. Widerspruch. Genau die Leute die Animes als "Kinderkram" bezeichnen fragen ab und zu ob ich denn nur "Mangapornos" gucke oder auch richtige mit realen Menschen. Da frage ich mich dann immer was diese Leute eigentlich wollen. Sind Animes und Mangas in ihren Augen jetzt nur "Kinderkram" oder nur "Pornos"? Sowas zeigt, dass diese Leute überhaupt keine Ahnung haben und nur irgendwelchen Schwachsinn behaupten.

Eigentlich müsste man diese Leute mal vom Gegenteil überzeugen, sowas kann aber kaum funktionieren. 1. würden sie gleich negativ an dieses Thema herangehen, wodurch es keinen Sinn machen würde und 2. haben sie viel wichtigeres zu tun: Saufen, Party machen, Rauchen. rolly

Hayate



Geschrieben von Galebourn am 12.02.2010 um 00:29:

Netter Thread, ein Aspekt der mir wichtig ist wurde aber vergessen:
Wenn man sich als Kerl vor 'nem Manga-Regal blicken lässt ist man nach Sicht der Allgemeinheit auch definitiv homosexuell.
Etwas übertrieben, aber da fast jeder 2. Manga in Deutschland an weibliche Leser gerichtet ist, formt sich das "Manga-Bild" der Öffentlichkeit auch so. Mag etwas weit hergeholt klingen, aber ich habe in Berichten nun schon des Öfteren gehört/gelesen, wie Manga als "an Mädchen gerichtete japanische Comics" bezeichnet wurden.
Mischt man alle Vorurteile zusammen sind Manga also Kinderpornos für Mädchen... oder so.

Aber zum eigentlichen Thema:

Zitat von Discord

Ich nehme mal Genshiken als Beispiel (genialer Manga): Worum gehts da? Nen Batzen Otakus. Womit haben die den Schrank voll? Hentaidoujinshis. Was machen sie bei der Comiket, der wichtigsten (?) Messe in Japan? Hentaidoujinshis kaufen. Was ist der Großteil an Doujinshis scheinbar? Hentei... bzw. seichte Liebescharakterverkupplungsgeschichten (die auch wieder in die Richtung abzielen). Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich sammle auch H-Doujinshi/H-Manga und denke, dass das fast jeder Fan tut. Zumindest kenne ich in sämtlichen "Anime"-Bekanntenkreisen kaum Leute die keine Hentais gucken und die die behaupten es nicht zu tun lügen meist.
Es ist, meiner Meinung nach, ein Hobby welches große Verlockungen dazu beinhaltet, aber nur weil Manga zu Pornos führen können ist es nicht ein und dasselbe (denn im Grunde führt alles zu Pornografie, ich kenne kaum einen neueren Kinofilm bei dem nicht rumgefickt wird).
Dass es aber gerade bei der Anime/Manga-Fanszene so ist sehe ich bor allem bei meinem weiblichen Bekanntenkreis anhand der starken Differenz in der Hemmschwelle. Während die, die schon mit Anime in Kontakt waren eine Hentai-Szene ohne Regung über sich ergehen lassen, würden die "Nicht-Anime-Gucker" höchstwahrscheinlich schreiend aus dem Zimmer rennen (etwas übertrieben, aber ich denke es ist klar was ich meine).

Ich muss allerdings sagen, dass ich über eine größere Grenze zwischen Hentai und Anime recht froh wäre. Da ich im Bereich Anime eigentlich so gut wie nicht mehr aktiv bin und mich auch nicht mit neueren Serien auskenne, bin ich ab und zu recht verwundert über die Entwicklung mancher Serien.
Es ist mir nun durchaus schon des Öfteren passiert, dass ich eine tolle Hentai-Gif im Internet fand und Personen nach dem Namen des Hentai fragte. Als Antwort kam dann meist "Och, das ist doch kein Hentai, sondern nur Qwaser/Queens Blade/AnimeXY".
Einen solchen "WTF-Moment" hatte ich erst vor einigen Minuten wieder, als ich zum ersten mal Szenen aus "Ladies versus Butlers" sah. Heilige Scheiße, ich dachte bis vor kurzem dass es sich um nen normalen Moeshit-Anime handelt. Irgendwie wäre ich glücklicher, wenn die Produzenten direkt einen Hentai daraus machen würden anstatt sich derartig aus der Affaire zu ziehen. Nichtmal Golden Boy zu meiner Zeit war derartig... nennen wir es mal "anstößig".

Die "VNs" sind auch so ne Sache, damals nannte ich die Dinger allesamt Eroge und sie hatten alle mit Sex zu tun. Wann Visual Novels draus wurden weiß ich nicht (gut möglich dass man die Dinger immer so nannte, aber ich kenne mich wie gesagt nicht aus), aber für mich werden sie immer Hentai Games bleiben.
Irgendwie ist es auch Selbstbetrug sich mit der guten "Story" rauszureden.
Beispiel:
"Das ist kein Porno, ich spiel' das nur wegen der Story" *dem Mädchen einen Tentakel in den Arsch schieb*
Natürlich gibt es auch non-hentai VNs, aber das ist wieder ne andere Schiene...

Um es kurz zu machen:
Anime sind nur ein Medium, genauso gut kann man sagen "Filme sind Pornos".
Es gibt "Porno-Anime", "Frauen-Anime", "Kinder-Anime" und was weiß ich, aber man sollte nicht alles miteinander vermischen. Allein schon deshalb bin ich über die neuartige Entwicklung der "Genre-Verschmelzung" nicht ganz so glücklich.

Edit
Noch ein paar kleine Anmerkungen, die evtl. nur bedingt mit dem Thema zu tun haben:

Zitat von Discord

Und auch in der Schule hört man öfters: "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" Jaja, Kidnerkram oder Pornografie. Darauf wird unser Hobby öfters mal reduziert.

Um ehrlich zu sein zieht man solche Kommentare auch an, wenn man unbedingt in der Schule Manga lesen muss.
Allerdings wissen die Personen um mich rum auch dass ich Manga lese, finden aber nichts dabei da sie 1.) selbst Pokemon zocken und dauernd davon sprechen und 2.) diese alberen 3D-Filme von Pixar usw. gucken. Und Letzteres Verdient von meiner Seite weitaus mehr Spott als Mangaleidenschaft.

Wie dem auch sei, um wieder zu dem Satz "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" zu kommen:
Einfach mit "ja" antworten.
Als ich damals vor verdammt langer Zeit zum ersten Mal über einen Anime sprach, wollte ein Freund von mir wissen ob es um diese "japanischen Cartoon-Pornos" geht. Ich sagte der Einfachheit halber "ja, genau", woraufhin er mich bat ihm mal welche zu brennen. Ich brachte ihm am nächsten Tag ein paar Folgen von La Blue Girl mit und seit dem guckt er Hentai/Anime. Das habe ich, soviel ich weiß zwar schon irgendwo anders mal erwähnt, aber ich finde es passt hier rein.


Zitat von rion32

Mal ganz davon abgesehen das auch im Gamerbereich ziemlich viel "Fanservice" rumläuft (Tomb Raider ist bloss die Spitze des Eisbergs, für einige Spiele gibts sogar "Nackt-Patches" O.o).

Ich glaube gerade Tomb Raider hat, neben SIMS, den bekanntesten Nude-Patch den es jemals gab^^
Da Nude-patches aber nur Fanmade sind und nicht gewollt von den Programmierern eingebaut wurden, habe ich auch kein Problem damit. Ich fand es auch schon damals bei Tecmo gut, als ein "offizieler" Nackt-Cheat bei DoA Xtreme abgelehnt wurde. Irgendwo muss man letztendlich eine Grenze ziehen.


Und zu guter Letzt:
http://www.animenewsnetwork.com/news/2010-02-11/christopher-handley-sentenced-to-6-months-for-obscene-manga
Hat nicht wirklich mit dem Thema zu tun, aber da ich es gerade gelesen habe wollte ich es auch einbauen. Dürfte definitv dem Ansehen der Mangakultur nicht weiterhelfen.



Geschrieben von Discord am 25.02.2010 um 11:44:

Zitat von Galebourn

Um ganz ehrlich zu sein: Ich sammle auch H-Doujinshi/H-Manga und denke, dass das fast jeder Fan tut. Zumindest kenne ich in sämtlichen "Anime"-Bekanntenkreisen kaum Leute die keine Hentais gucken und die die behaupten es nicht zu tun lügen meist.
Es ist, meiner Meinung nach, ein Hobby welches große Verlockungen dazu beinhaltet, aber nur weil Manga zu Pornos führen können ist es nicht ein und dasselbe (denn im Grunde führt alles zu Pornografie, ich kenne kaum einen neueren Kinofilm bei dem nicht rumgefickt wird).
Dass es aber gerade bei der Anime/Manga-Fanszene so ist sehe ich bor allem bei meinem weiblichen Bekanntenkreis anhand der starken Differenz in der Hemmschwelle. Während die, die schon mit Anime in Kontakt waren eine Hentai-Szene ohne Regung über sich ergehen lassen, würden die "Nicht-Anime-Gucker" höchstwahrscheinlich schreiend aus dem Zimmer rennen (etwas übertrieben, aber ich denke es ist klar was ich meine).

Ich muss allerdings sagen, dass ich über eine größere Grenze zwischen Hentai und Anime recht froh wäre. Da ich im Bereich Anime eigentlich so gut wie nicht mehr aktiv bin und mich auch nicht mit neueren Serien auskenne, bin ich ab und zu recht verwundert über die Entwicklung mancher Serien.
Es ist mir nun durchaus schon des Öfteren passiert, dass ich eine tolle Hentai-Gif im Internet fand und Personen nach dem Namen des Hentai fragte. Als Antwort kam dann meist "Och, das ist doch kein Hentai, sondern nur Qwaser/Queens Blade/AnimeXY".
Einen solchen "WTF-Moment" hatte ich erst vor einigen Minuten wieder, als ich zum ersten mal Szenen aus "Ladies versus Butlers" sah. Heilige Scheiße, ich dachte bis vor kurzem dass es sich um nen normalen Moeshit-Anime handelt. Irgendwie wäre ich glücklicher, wenn die Produzenten direkt einen Hentai daraus machen würden anstatt sich derartig aus der Affaire zu ziehen. Nichtmal Golden Boy zu meiner Zeit war derartig... nennen wir es mal "anstößig".

Die "VNs" sind auch so ne Sache, damals nannte ich die Dinger allesamt Eroge und sie hatten alle mit Sex zu tun. Wann Visual Novels draus wurden weiß ich nicht (gut möglich dass man die Dinger immer so nannte, aber ich kenne mich wie gesagt nicht aus), aber für mich werden sie immer Hentai Games bleiben.
Irgendwie ist es auch Selbstbetrug sich mit der guten "Story" rauszureden.
Beispiel:
"Das ist kein Porno, ich spiel' das nur wegen der Story" *dem Mädchen einen Tentakel in den Arsch schieb*
Natürlich gibt es auch non-hentai VNs, aber das ist wieder ne andere Schiene...


Genau DAS meine ich! Ich kenne auch kaum jemanden (bzw. niemanden) in meinem Bekanntenkreis, der Animefan ist und mit Hentai nichts am Hut hat. Ich kenne vor allem weibliche Fans und was in die Yaoi auf der Platte haben... da kann ich nicht mithalten. Ne Spaß. Natürlich hab ich selbst mehr Hentai - wär ja noch schöner. *lacht* Und selbst meine Frau schaut sich öfters was von meinen Doujinshis an, bzw. wir haben auch im Urlaub drüben ordentlich was eingekauft. Aber du hast wohl recht. Weiter oben wurde ja schon ähnliches erwähnt: Es liegt wahrscheinlich an der geringen Abgrenzung. Selbst in Hollywoodfilmen gibt es nicht so viele "schlüpfrige" Szenen, wenn man das allen in eine Relation setzt (wage ich jetzt mal nach subjektivem Empfinden zu behaupten). Das allein ist aber noch kein Hentai. Die große Verbreitung entsteht erst durch die Fanbase.

Wie chounokoe schon festgestellt hat: Es ist eben sehr einfach für die Fans mal selbst einen Stift in die Hand zu nehmen und ihre Lieblingscharaktere entsprechend darzustellen. Sehe ich auch nichts verwerfliches daran. Auch nicht an den ganzen Shonen-Ai-Fangirls, die alles "zwangsverschwulen" und die deshalb oft schief angeschaut werden. Ich finde das eher witzig. Und um die Brücke zu bauen: Warum sind gerade in der Anime Szene erotische Doujinshis und Pairings so beliebt? Ich denke, einfach weil es in den Animes an sich so viele Anspielungen gibt, dass der Mensch mit seiner großartigen Vorstellungskraft diese Anspielungen weiterspinnt, mit seinen Fantasien verbindet und eben dieses dann auf Papier festhält. Über die Jahre hat es somit die heutigen Ausmaße angenommen.

Und das Argument "Jaja, woanders gibts das auch." nochmals zu wiederlegen: Ja, es gibt woanders auch Pornos und Sex und Fotomontagen und Nacktpatches und Kurzgeschichten... Aber da existiert eine viel größere Abgrenzung! Ich denke, das dürfte inzwischen beim Lesen des Threads klargeworden sein.

Und damit sich die Diskussion nicht wieder im Kreis dreht, habe ich ausnahmsweise sogar mal harte Fakten bei der Hand. Auf der Website vndb.org, einer englischen Datenbank von weltweit erschienenen Visual Novels (natürlich vor allem Japan), habe ich folgende Zahlen gefunden:

Insgesamt erfasst Veröffentlichungen: 6730
Davon VN mit 18+ Freigabe: 4857

Ergibt ein Verhältnis von 72 %, also fast Dreiviertel. Selbst wenn dort nicht alle Visual Novels erfasst wurden, so sind diese Zahlen nach den Gesetzen der Statistik doch zu einem gewissen Grad repräsentativ. Und ich mein: 3/4! WTF?! Das ist echt viel. Also kommt mir nicht damit, dass ich mir hier irgendwas einbilde. Denn egal wie man es sieht, ob die Mehrheit davon von Fans oder komerziellen Anbietern stammen: Die Mehrheit enthält Sexszenen. Was sagt das dann bitte aus? (und falls ich mal eine Statistik zu den Doujinshis finde... ich bezweifle, dass es da dann anders aussieht)

P.S. Ach ja, nur weil eine VN Sexszenen enthält, heißt das nicht, dass sie keine Story hat. Fate \ Stay Night! Allerdings gibt es da gewisse Regelmäßigkeiten: Je höher der Anteil der Sexszenen, desso geringer ist die Tiefe der Story. :D

EDIT @Hiei im Post nach mir: Es gibt eine Definition für Pornografie. Mir geht es hier spieziell um die explizite Darstellung des Geschlechtsaktes, wie es gerade in Doujinshis und Visual Novels sehr oft der Fall ist. Über irgendwelche Ecchi-Szenen will ich mich gar nicht streiten. :p



Geschrieben von Hiei am 25.02.2010 um 12:42:

Zitat von Discord

Und das Argument "Jaja, woanders gibts das auch." nochmals zu wiederlegen: Ja, es gibt woanders auch Pornos und Sex und Fotomontagen und Nacktpatches und Kurzgeschichten... Aber da existiert eine viel größere Abgrenzung! Ich denke, das dürfte inzwischen beim Lesen des Threads klargeworden sein.

So würde ich das nicht gleich sagen
Ich hab ja schon bereits erwähnt das jeder die Grenzen anders definiert und somit es eigentlich unklar ist wo welche nun liegen mag.
Auch hatte ich schon bereits erwähnt das eine "angebliche" Hentai-Szene in einem Anime/Manga direkt als Pornographie bezeichnet wird, während ein solche Szene im Fernsehn als etwas normales empfunden wird.
Hier kommt doch einem die Frage auf; Was ist hier wirklich schlimmer ?
Jene Szene im Anime die aus einer reinen Fiktion erstand oder jene Szene im Film in dennen wirkliche Menschen diesen Akt nachspielen ?
Klar ist das Ausmaß beider Medien auf einem ganz anderem Level, nur muss man hier im Hinterkopf behalten das in Japan die Grenzen zu diesem Thema gänzlich wo anders liegen wie hier in Deutschland.
Welchen Grenze nun die richtige sei, lässt sich sowieso nicht eindeutig sagen da wir uns ansonsten darum streiten könnten welche Nation am Ende recht hat.
Was mich automatisch zu dem Punkt bringt das "wir" das Wort "Schweinekram" anders definieren als wie "andere". Ich erwähnte ja schon bereits das in anderen Ländern selbst Animes wie One Piece, Bleach usw. als solche betrachtet werden.

Beispiel: In meinem Heimatland waren die Szenen von Dragonball mit Muten Roshi geschnitten da sie zu "anstößig" waren.

Schlussfolgerung: Dort wird der Begriff "Schweinekram" anders definiert, was dazu führt das auch die Grenze dort andersweitig liegt.
Nicht jedes Land ist so offen mit diesem Thema und ich glaube auch sagen zu können, das kein anderes Land das recht hat über das eines anderen zu urteilen ( Zumindest nicht solange der Großteil der Bevölkerung darin kein Problem sieht, was ja in Japan wohl auch der Fall zb. ist und wegen den ein paar "Ausnahmen" kann man nicht eine gesamte Gruppe bestrafen. Wo würden wir denn enden wenn wir dies tuen würden ? )

Zitat von Discord

Allerdings gibt es da gewisse Regelmäßigkeiten: Je höher der Anteil der Sexszenen, desso geringer ist die Tiefe der Story. :D

Da scheint sich aber einer mit diesem Bereich nicht wirklich gut auszukennen sweat
Ich könnte dir genügend Visualnovels nennen die einen recht hohen H-Content Anteil besitzen, jedoch keinen Wert an der Handlung verlieren.
Ich hoffe mal das war sarkastisch gemeint, ansonsten bitte ich dich wirklich darum dich erst mit dem Themenbereich besser auseinanderzusetzen ^^

Edit:
@Discord

Pornografie ist die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität oder des Sexualakts mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität bewusst betont werden.

Was ich aber bei den meisten genannten Titeln die ich kenne nicht so sehe. Auch ist das Ziel der Pornographie nicht bei den meisten genannten Titeln von dir der Fall das sie den Leser sexuell erregen wollen. Es gibt genügend Doujinshis die das widerlegen, wo wirklich in der Tat die Handlung die oberste Priorität eine Rolle spielt und nicht der Akt.
Lediglich genau dieser unterscheidet einen Manga von einem Doujnshi, dabei ist es gänzlich egal wie "großartig" die Handlung auch sein mag; Bestes Beispiel : Onani Master Kurosawa.
Für Novels könnte ich dir ebenso recht gute Beispiele geben wie zb. Yume Miru Kusuri.
Beide Titel enthalten sowohl solche Szenen, haben aber keineswegs die Absicht den Betrachter sexuell zu erregen was ja nach der Defintion der Sinn der Pornographie darstellt.

* Bestimmte Stelle korrigiert ( Okay da habe ich mich wieder etwas ins Thema reingesteigert bei der Aussage xD; Man entschuldige mir diesen Fehltritt ^^ ) *

Edit 2:
Nachtrag
Selbst wenn jene Medien wirklich unter der Kategorie der Pornographie fallen würden ( an dieser Stelle will ich gerne erwähnen das für unter Pornographie was anderes verstehe ), so würde das dennoch nichts an der Tatsache ändern das jene Medien kein "Schweinekram" sind sondern wir sie nur als solche ansehen da jenes Thema immernoch ein Tabuthema ist.
Während dies in anderen Ländern nicht so gesehen wird und somit auch solche "einstweiligen" Szenen nicht gleich unter den altbekannten amerikanischen "Pornohammer" fallen würden der ja von den meisten als "Schweinekram" bezeichnet wird.



Geschrieben von Keiichi am 25.02.2010 um 20:01:

Das ist leider in Moment Alltag. Wenn man Anime in den Mund nimmt wird es meistens sofort mit "Schweinskram" in Verbindung gesetzt, es gibt mehrere Gründe dafür, von der Unwissenheit bis hin zu Ignoranz. Vor ein paar Jahren habe ich noch einen Grund dafür herausgefunden, es mag vielleicht lächerlich klingen aber ich mache auch das Fernsehen dafür verantwortlich. Die Rede ist von den nächtlichen Werbeblöcken wo Klingeltöne und vor allem Kurzvideos angepriesen wurden oder noch angepriesen werden. " Sende Manga 1 für bla und Sende Manga 2 für bla" und so weiter, die Unwissenden werden damit mit noch mehr Unwissenheit bombardiert. Noch erschreckender ist für mich ein aktueller Vorfall. In einem Anime-Board wird doch tatsächlich heftig darüber gestritten/diskutiert ob RANMA 1/2 nun ein Hentai ist oder nicht. Da sträuben sich meine Nackenhaare wenn ich sehe wie dieser Anime runtergezogen wird und das auch noch in der "Animeszene", die Frage Ecchi/Hentai dürfte ja (eigentlich) auf der Hand liegen. Diese Leute mit diesen Argumenten machen mir Angst... fürcht



Geschrieben von chounokoe am 25.02.2010 um 21:04:

Zitat von Discord

Und das Argument "Jaja, woanders gibts das auch." nochmals zu wiederlegen: Ja, es gibt woanders auch Pornos und Sex und Fotomontagen und Nacktpatches und Kurzgeschichten... Aber da existiert eine viel größere Abgrenzung! Ich denke, das dürfte inzwischen beim Lesen des Threads klargeworden sein.

Das würde ich wieder so nicht unterschreiben, da muss man glaube ich noch etwas tiefer gucken.
Eine harte Abgrenzung zwischen Pornographie und anderen Medien existiert auch in Japan, es wird sogar oft sehr hart vorgegangen wenn wirklich pornographische Elemente in Magazinen gefunden werden, die sich an jüngere Leser (unter 18) richten. Einige Serien mussten für so etwas schon längere Zeit aussetzen, da die Verläge natürlich auch auf ihren Ruf und ihre Käufer angewiesen sind.
Es bestehen hingegen in Japan andere Bezüge zu bestimmten Aspekten, die gewisse Darstellungen möglich machen, die bei uns oder in den USA schon als obszön angesehen werden. So besteht in Japan oft ein ganz anderes Verhältnis zum Thema Nacktheit. Keiichi erwähnte ganz richtig Ranma1/2, denn dieser Manga wird vor allem durch seine häufigen Nacktszenen als obszön oder schweinisch angesehen, was jedoch daran liegt, dass das öffentliche Baden bei uns ein absolutes Tabuthema ist. Nackt zeigt man sich nur ganz selten und selbst Freikörperkultur hat immer noch einen sehr seltsamen Beigeschmack, nicht umsonst wird das auch meistens in Erotikmagazinen gefeatured.
Dann auch das Thema des dreckigen alten Mannes (エロ親父), was bei uns immer direkt in die Sexecke abgedrängt wird, in Japan jedoch ein (trauriger) Teil des Alltags ist. Viele Menschen in Japan erleben irgendwann mal in ihrem Leben sexuelle Belästigung (セクハラ), was dann natürlich auch ihren Weg in die Populärkultur findet. Das ist aber oft nur ein lockerer Umgang mit solchen Themen und hat mehr einen komödiantsichen und erfrischenden Effekt, da sich die Charaktere direkt gegen diese Belästiger wehren können, und ist nicht zwangsweise eine pornographische Darstellung wie wir es oft direkt wahrnehmen.

Zitat

Ergibt ein Verhältnis von 72 %, also fast Dreiviertel. Selbst wenn dort nicht alle Visual Novels erfasst wurden, so sind diese Zahlen nach den Gesetzen der Statistik doch zu einem gewissen Grad repräsentativ. Und ich mein: 3/4! WTF?! Das ist echt viel. Also kommt mir nicht damit, dass ich mir hier irgendwas einbilde. Denn egal wie man es sieht, ob die Mehrheit davon von Fans oder komerziellen Anbietern stammen: Die Mehrheit enthält Sexszenen. Was sagt das dann bitte aus? (und falls ich mal eine Statistik zu den Doujinshis finde... ich bezweifle, dass es da dann anders aussieht)

Aber du musst auch bedenken, dass Visual Novels und Doujinshi ursprünglich keine großen kommerziellen Produkte sind, sondern wenigstens das erste in der Fanszene startete und das zweite sich immer noch darin befindet. Dabei geht es hauptsächlich darum Phantasien zu verarbeiten und, wie glaube ich schon einmal erwähnt, nicht an die Gesetze des japanischen Marktes gefesselt zu sein.
Auch die, die Doujinshi als Sprungbrett in die Professionalität nutzen starten oft mit Projekten mit pornographischem Inhalt, eben weil sich dadurch am meisten Erstleser gewinnen lassen und das Aufmerksamkeit erregt. Zudem sind diese Produkte eben auch oft direkt auf ein erwachsenes Publikum ausgerichtet, man kann sie also nicht unbedingt repräsentativ für das Anime und Manga Genre nehmen, sie bedienen sich zwar desselben Stils sind aber nicht dieselben Produkte mit derselben Ausrichtung.

Zitat

EDIT @Hiei im Post nach mir: Es gibt eine Definition für Pornografie. Mir geht es hier spieziell um die explizite Darstellung des Geschlechtsaktes, wie es gerade in Doujinshis und Visual Novels sehr oft der Fall ist. Über irgendwelche Ecchi-Szenen will ich mich gar nicht streiten. :p

Wenn es eben gerade um VNs und Doujin-Kram geht, dann ist nämlich die Frage zu schwammig gestellt, denn diese haben mit der Anime und Manga Industrie an sich genauso viel zu tun wie Fanfiction und Fanarts mit amerikanischen TV-Serien zu denen sie gemacht werden.

Dadurch, dass Anime und Manga bei uns synchron zum Aufkommen des Internets ihren größeren Einzug hielten wird uns oft ein sehr verzerrtes Bild der Realität präsentiert, denn wie sich etwas im Internet darstellt, sagt nicht zwangsweise etwas über die Häufigkeit in der Realität aus.
Das Internet hat leider die Sexualität viel zu öffentlich gemacht, Leute stellen ihre Fanfictions und Fanarts mit pornographischem Inhalt öffentlich zur Schau, sie zeigen sogar Bilder und Videos von sich selbst nackt oder beim Sex, ohne dabei wirklich auf Folgen oder die Öffentlichkeit dieser Dinge zu achten. Früher wurde so etwas im kleinen Kreis, hinter Ladentheken, auf fandom internen Conventions oder über den Briefverkehr geregelt, heute sind Titten und Schwänze nur einen Klick entfernt und das gaukelt uns oft vor, dass es in Dingen die wir nicht direkt beobachten können hauptsächlich um Sex geht.
Wir Deutschen haben auch den Ruf weg, dass wir alle versaute Fetischliebhaber sind, da vor allem Extrem-Pornos von uns im Ausland vertrieben werden, das sagt aber trotzdem nicht viel über das wirkliche Sexualverhalten der Deutschen im Verhältnis zu anderen aus.

Genauso fallen nur visuelle Pornographie wie Doujinshi und VNs mehr auf als geschriebene. Doch es ist nun einmal leichter etwas zu zeichnen als wirklich einen Porno zu drehen und da sich der Comic als umfassendes Medium eben nur in Asien bewährt hat, findet man eben vor allem so etwas im Internet.
Das hängt übrigens auch damit zusammen, dass es leichter ist in gezeichneten Medien Geschlechtsteile 'unzensiert' darzustellen, da dort oft schon ein Strich über speziellen Stellen ausreicht, wohingegen in richtigen Pornos das komplette Organ entweder verpixelt oder geblurred sein muss. Ich würde hier ja jetzt Beispiele bringen, aber das ist denke ich weniger angebracht, doch jeder der schon einmal einen japanischen H-Doujin gesehen hat, weiß, dass oft ein kleiner schwarzer Strich an einer beliebigen Stelle schon als Zensur gilt.



Geschrieben von Voice am 05.03.2010 um 19:00:

Hier im Thread merkt man richtig gut, wer auch die Beiträge der anderen liest und wer nur nach dem Threadtitel geht und drauflospostet rolly

Zitat von Hiei

Wieder so ein Thema bei dem ich irgendwie nicht das gefühl verliere als würde man damit nur versuchen sich als etwas besseres und "niveauvolleres" darzustellen.


Das halte ich für paranoid drop Man kann schlecht von der Hand weisen, dass Sex in vielen Animes (wenn auch zum Teil unterschwellig) präsent ist. Also hat man auch das gute Recht, darüber zu sprechen und kritische Worte zu erheben.

Ich denke, es geht hier doch viel eher um vermeintlich hentaifreie Animes, die dann selbst so überladen sind mit Schweinereien, dass es wieder fraglich ist. Korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte. Aber wer sich Seikon no Qwaser oder Ikkitousen anschaut, sollte ja wissen, worauf er sich einlässt. Hier finde ich es vertretbar, wenn diesen Serien ihr Ruf vorauseilt, sie wollen gar nicht mehr sein. Kritisch werde ich da schon bei Serien, die sich ernst nehmen und dann so um die Ecke kommen. Damit meine ich nicht unbedingt Fanservice und Pantyshots, die je nach Anime passen können oder nicht. Mein traumatisches Erlebnis hatte ich hier mit Mai HiME, als ein offizielles Bild auftauchte, das einen Brustvergleich aller weiblichen Charaktere zeigte. Wohlgemerkt, es war kein Doujin oder Fanart, es ist etwas Offizielles und ist auch im TV Serien Artbook abgebildet. Hier begannen meine Vorstellung zu bröseln: Wie soll ich denn einen Charakter für voll nehmen, der nur dazu da ist, damit Freunde von Doppel-D auf ihre Kosten kommen? Ich habe ja Mitleid mit den Hardcore-Otakus, die noch nie im Leben eine Frau angefasst haben und darauf angewiesen sind. Dass die dann allerdings solch eine Nachfrage darstellen, dass immer mehr davon kommt, finde ich weniger prickelnd. Es gibt zumindest ein paar Animes, die man sich gerne anschaut und auch für etwas gehobenere Kost hält. Entpuppt sich dann der Hauptcharaktere als Fanservicemaschine, kommen mir die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Geschichte. Wohlgemerkt, ich spreche hier von Formaten, die sich ernst nehmen. Bei Mai HiME wollte ich partout keinen Zugang mehr zu den Charakteren finden, weil ich immer im Kopf hatte, dass es Person x lediglich gibt, damit sie eine W*chsvorlagenfunktion erfüllt. Prima. Bestätigt wurde ich, als ich dann diese Draufspringkissen von Shana und Louise sah. Also doch Schweinekram. Sowas:



Will ich Schweinekram sehen, tu ich das auch (hier komme ich wieder auf Ikkitousen und Konsorten zurück), nur bitte nicht in den falschen Animes, die sich dadurch besser verkaufen sollen.


Zitat von Arc

Der Großteil der Welt baut darauf unseren Sexualtrieb anzusprechen deswegen sieht man in Filmen und auf Plakaten auch nur Menschen die als gut aussehend angesehen werden, die Animeindustrie bildet da keine Ausnahme.
Menschen mögen Sex, hält uns schließlich schon seit ein paar Jahren auf dem Erdball.


Das stimmt, reicht mir aber nicht, um jede Schandtat damit zu rechtfertigen. Dann würde sich ja alles im Leben nur noch um Sex drehen. Ich will Sex noch nicht einmal komplett aus den Medien streichen. Es gibt Animes, in denen es wichtiger Bestandteil ist und auch der Story dienlich ist. Aber Nicht-Ecchi-Serien an jeder sich bietenden Möglichkeit auszureizen, finde ich weniger umwerfend. Speziell dann, wenn alles andere zur Nebensächlichkeit verkommt und unglaubwürdig wird, habe ich Probleme. Ich gehe davon aus, dass die Zuschauer durch Serien wie Kiss x Sis, Queen's Blade und Seikon no Qwaser ohnehin schon so abgestumpft sind, dass man nicht mehr viel bringen kann, um noch irgendjemanden hinter dem Ofen hervorzulocken, der nicht ohnehin grade erst mit Animes begonnen hat. Irgendwann tritt der Übersättigungseffekt ein. Ich will auch gar nicht von irgendwelchen Marketingexperten gelenkt und gesteuert werden, nur weil ich auch Mensch bin.

Bei Visual Novels bringe ich mehr Verständnis auf. Ich betrachte sie als noch größere Nische als Animes es schon sind, alleine, was Bekanntheitsgrad und Erreichbarkeit angeht. Animes schaffen sich Aufmerksamkeit und Zielgruppen in der Regel schon über das Fernsehen, wie gelangen Visual Novels also an neue Käufer? Hier muss man ja locken.


Zitat von Galebourn

Irgendwie wäre ich glücklicher, wenn die Produzenten direkt einen Hentai daraus machen würden anstatt sich derartig aus der Affaire zu ziehen.


Will ich doppelt und dreifach unterstreichen. Mir kommt es oftmals so vor, als sei die Hentaiszene so verrufen, dass man nun Absätze ankurbeln will, indem man Käufer über eine versteckte Hintertüre erreicht. D.h. man gibt Serien, die eigentlich eher für das Hentai Genre gemacht wären, eine hanebüchene Handlung und schon spricht man mehr Leute an.



Geschrieben von Hiei am 05.03.2010 um 19:43:

Ich wüsste denn gerne erstmal von dir Voice was du denn unter Schweinekram verstehst. Ich vermute nicht nur sondern ich bin mir defintiv sicher das ich unter diesem Begriff gänzlich etwas anderes verstehe wie du, was aber wohl daran liegen mag das ich die eine oder andere Szene nicht als so schlimm betrachte wie du.
Vermutlich mag es wohl daran liegen das ich, wie du schon selbst nanntest, abgestumpft bin. Ich will keineswegs leugnen das diese Thematik in den meisten Animes eine sehr wichtige Position nun inne haben und jene Elemente beinahe in jedem 2 Anime zum Einsatz kommen. Doch muss man hier auch im Hinterkopf behalten das selbst andere Medien auf diesen Trick zurückgreifen.
Das Thema das hier aufgegriffen wird ist in den meisten Ländern weiterhin ein reines Tabuthema und wie ich schon in meinem vorherigem Beitrag erwähnte, ist dieses Thema weltweit auf einer anderen Ebene als wie jene in Deutschland oder zb. in den USA.
Während wir ( Deutschland ) etwas als Schweinekram bezeichnen, muss dies nicht zwingend bedeuten das dies in Japan genau so gesehen wird. Selbiges gilt auch für andere Ländern in dennen selbst Ranma 1/2 als "Schweinekram" bezeichnet wird.
Darum kann man dieses Thema nicht so einfach pauschalieren wie so manch einer das ja hier getan hat. Weshalb muss man solche Themen lediglich aus dem Blickwinkel betrachten, denn man nur selbst kennt anstatt es auch aus der anderen Sicht zu betrachten ?
In Japan wird dieses Thema um einiges lockerer angegangen als wie in anderen Nationen und darum sollte es keineswegs verwunderlich sein, wenn sie diese Thematik selbst bei ernsteren Animes zum Einsatz bringen.
Natürlich wird es immer einen gewissenteil geben der diesen Schritt nie gut heißen wird, andererseits wird es auch immer welche geben die diesen begrüßen werden.
Was für den einen als Schweinekram ist, ist für den anderen "NICHTS".

Zu deinen sogenannten "Draufspringkissen" ( Dakimakura ) will ich mich vorerst nicht wirklich äußern, was wohl daran liegen mag das selbst ich zwei mein eigen nennen darf sowie ich die Tatsache im Hinterkopf nicht vergesse, das ich jene "Draufspringkissen" nicht als etwas schlimmeres betrachte als wie eine halbnackte Prominente die sich in der Maxim, Playboy oder was weiß ich präsentiert.
Gehen wir davon mal aus das Animecharaktere in etwa die selbe Stellung wie gewisse Prominente haben, so wären jene "offizielle" Artwork usw. keinen deut schlimmer oder schmutziger wie jene andere Objekte.
Natürlich ist das abermals lediglich eine Ansichtssache.
( Und bevor mir nun einer mit " Nein der Begriff ist klar definiert" oder was weiß ich kommt; Die Japaner nehmen es locker, die Amerikaner nehmen es ernster und die Araber nehmen es wortwörtlich todernst. In diesem Sinne; keks )



Geschrieben von Voice am 09.03.2010 um 20:14:

Ich schätze mal, du verstehst darunter offensichtliche Ferkeleien, für mich sind es auch subtil-hintergründige. Ich brauche keine Hauptcharaktere, deren Oberweiten eine Rolle spielen oder denen gar erst Beachtung geschenkt wird, außerhalb eines Ecchi-Animes. Ich fand schon dieses Wippen in Umineko no naku koro ni Folge 1 total fehl am Platz, obwohl es natürlich nichts weiter Versautes ist. Da ich Wert auf Charaktere lege, ist es mir wichtig, dass sie keine Sexobjekte sind oder gar entworfen werden, um solche zu werden. In Love Hina sieht man auch des Öfteren Pantyshots und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass die Charaktere sich darüber definieren oder dafür gemacht sind. Es besteht immer ein feiner Unterschied.

Was die Japaner darüber denken, ist mir eigentlich egal zwinker Ich konsumiere als Europäer mit meinem Geschmack und würde nicht auf die Idee kommen, zu sagen: "Okay, in Japan sieht man das bestimmt anders. Also drücke ich nochmal ein Auge zu smile ".

Zitat von Hiei

Zu deinen sogenannten "Draufspringkissen" ( Dakimakura ) will ich mich vorerst nicht wirklich äußern, was wohl daran liegen mag das selbst ich zwei mein eigen nennen darf sowie ich die Tatsache im Hinterkopf nicht vergesse, das ich jene "Draufspringkissen" nicht als etwas schlimmeres betrachte als wie eine halbnackte Prominente die sich in der Maxim, Playboy oder was weiß ich präsentiert.


Ich verurteile nicht die Kissenbesitzer, sondern die Dinger per se. Als Besitzer wäre es dann aber auch interessant zu erfahren, warum man sich so etwas zulegt. In der Regel ist es doch dazu da, sexuelle Wünsche von Otakus zu erfüllen, anders kann ich mir kaum erklären, dass die abgebildeten Mädels halbnackt sind.

Playboy und Maxim haben für mich übrigens kein Schmuddelimage, sondern eher etwas Apartes, Exklusives, was mit einer gewissen Ästhetik verbunden ist. Fiktive Charaktere würde ich nun wirklich nicht in irgendein Verhältnis zu dem setzen.
Ich habe zumindest noch kein Kissen gesehen, auf dem mich eine liebeshungrige halbnackte Sophia Thomalla anlechzt und bin mir sicher, dass so etwas niemand mitmachen würde, der seinen Ruf nicht in den Sand setzen will.



Geschrieben von Hiei am 09.03.2010 um 20:56:

Zitat von Voice

Was die Japaner darüber denken, ist mir eigentlich egal zwinker Ich konsumiere als Europäer mit meinem Geschmack und würde nicht auf die Idee kommen, zu sagen: "Okay, in Japan sieht man das bestimmt anders. Also drücke ich nochmal ein Auge zu smile ".

Was aber dennoch nichts an der Tatsache ändert das wir hier etwas verurteilen das eigentlich zuerst auf den japanischen Markt produziert wurde. Animes sind vorerst Unterhaltungsmedien von Japanern für Japaner, bevor sie welche für Deutsche, Amerikaner usw. sind.
Natürlich hast du mit deiner Meinung dennoch recht, was aber dennoch nichts an der Auslegung ändert das wir lediglich jenes und dieses als Schweinekram bezeichnen weil wir mit diesem Thema nicht so umgehen können wie ein anderes Land. Was einzig und allein nur zu einer Antwort führen kann; "Man sieht nur das was man sieht".

Beispiele für diese Antwort gab es ja meinerseits schon bereits mit Dragonball ( Muten Roshi ) sowie Ranma 1/2.

Zitat von Voice

Ich verurteile nicht die Kissenbesitzer, sondern die Dinger per se. Als Besitzer wäre es dann aber auch interessant zu erfahren, warum man sich so etwas zulegt. In der Regel ist es doch dazu da, sexuelle Wünsche von Otakus zu erfüllen, anders kann ich mir kaum erklären, dass die abgebildeten Mädels halbnackt sind.

Es stimmt in der Tat das einige diese Kissen wohl für solche Tätigkeiten nutzen, doch halte ich diesen Teil für sehr gering in Japan. Da es sich bei jenen Leuten meistens auch um jene handelt, dessen Fanliebe weit über dem eines normalen Fanboy´s steht ( Ich glaube das jeder die Geschichte mit den einigen Japanern kennt die ihre Charaktere heiraten wollen ).

Dakimakura´s sind in erster Linie Merchandising. Welchen Sinn "Merchandising" nun haben wird wohl jeder mit Garantie wissen. Nehmen wir mich als Beispiel:
Es ist wohl jedem hier schon bereits klar das ich ein ziemlich großer Fan einer bestimmten Anime-Saga bin, was mich unteranderem dazu brachte fast sämtliches das in diesem Zusammenhang zu diesem stand zu kaufen. Selbst Gegenstände die keinen wirklichen potenziellen Verwendungszweck für mich haben, sind schon bereits ein Teil der Sammlung.
Fans oder Fanboys wie so manch einer sie wollen nennen würde, besorgen sich somit jene Gegenstände um lediglich ihre Liebe zu diesem Medium zu zeigen.
Weiteres Beispiel das deine These widerlegt:
Dakishimete sind ansich gesehen das selbe wie Dakimakura´s. Der einzige Unterschied zwischen den beiden liegt an der Größe des Kissen; Die Motive sind jedoch in der Regel die selben.
Sollten also Dakimakura´s in erster Regel nur für jenen Zweck produziert werden, so wäre doch die Frage weshalb man Dakishimete produziert ? Ich kann mir recht schwer vorstellen das solch ein kleines Kopfkissen für solche Tätigkeiten genutzt werden soll.
Es ist lediglich das typische Klischee sowie Vorurteil das man gegenüber dieser Merchandising Art hat. Dabei sollte aber einem ebenfalls bewusst sein, das es auch ebenso Kritiker für PCV-Figuren gibt die in diesen ebenfalls nicht anderes ansehen als wie eine "sexuelle Befriedigung".
Was lediglich eine Antwort abermals zulässt " Man sieht lediglich den Zweck denn man sehen will". Denn wenn der wahre Verwendungszweck dieser Merchandisings diese wirklich sein sollten, so würde man diese wohl keineswegs in Kaufhäusern in der Bettlagen Abteilung in Japan anbieten oder auf offener Straße verkaufen.

Zitat von Voice

Playboy und Maxim haben für mich übrigens kein Schmuddelimage, sondern eher etwas Apartes, Exklusives, was mit einer gewissen Ästhetik verbunden ist.

Was man vor einigen Jahrzehnten nicht so sah. Ich erwähnte ja schon bereits das man sich langsam an die Thematik gewöhnt und sie daraufhin als etwas selbstverständliches bzw. normales ansieht. Darum werden Animes weiterhin als Kinderserien oder als kranke Pornographien bezeichnet, da man sich an jene Medien noch nicht gewöhnt hat.
Beispiel: Türkei
Während man vor etwa 15-20 Jahren solche Magazine unter der Ladentheke verkaufen musste, wurden jene mit der Zeit endlich anerkannt und werden nun ebenfalls über dieser verkauft. Was lediglich nur eins bedeuten kann; Die Gesellschaft hat jene Medien anerkannt und sie somit von etwas schlimmes für etwas normales abgestempelt. Denn während man damals dachte das jene Magazinen lediglich einen Zweck erfüllen, sieht man dies nun gänzlich anders.

Zitat von Voice

Fiktive Charaktere würde ich nun wirklich nicht in irgendein Verhältnis zu dem setzen.

Animecharaktere sind in Japan genau so hochangesehen wie Prominente aus den USA, somit ist das Verhältnis zwischen den beiden vorhanden wobei lediglich dies nur eine Seite so sieht während die andere das abstreitet.

Zitat von Voice

Ich habe zumindest noch kein Kissen gesehen, auf dem mich eine liebeshungrige halbnackte Sophia Tomalla anlechzt und bin mir sicher, dass so etwas niemand mitmachen würde, der seinen Ruf nicht in den Sand setzen will.

Da ich "Sophia Tomalla" nicht kenne lasse ich sie lieber aus dem Spiel raus. Doch sehe ich keinen wahren Unterschied zwischen einer liebeshungrige halbnackten Person auf einem Kissen oder einer auf einem Poster. Wenn jene Person seine Fantasien ausleben möchte, wird ihm wohl auch ein Poster vollkommen ausreichen. Doch würde man sich an dieser Stelle nun nicht fragen, ob das Poster genau diesen Verwendungszweck hat ? Ob das Poster für solch einen Zweck produziert wurde und ob jeder dieses so nutzt ?

In diesem Fall ist die Antwort wie üblich die selbe; Jene die jenes ausleben wollen, werden immer einen Weg finden selbst Gegenstände für ihre Fantasien zu nutzen die eigentlich nicht für diesen Sinn produziert wurden sind.



Geschrieben von Azure am 09.03.2010 um 23:58:

Mhmmm, also irgendwie finde ich diese Kissenunterhaltung wirklich toll animesmile

Das hat nun nichts direkt mit dem Thema zutun, aber könnte mir jemand die Übersetzung von "Dakimakura" verraten? Also ich glaube wirklich nicht das man es mit "Draufspringkissen" übersetzen würde.
Klingt schon fast wie ein Kriegsschiff.
Wie auch immer, ich halte sowas auch für pures Merchandising. An sich für sich natürlich keine schlimme und auch keine "schmuddelige" Sache

Nun bin ich selbst kein Fan von Merchandising überhaupt, aber ich kann mir gut vorstellen das diese Bettwäsche von Animefans auch wie die StarWarsfiguren von den StarWarsfand behandelt werden.
=> Aus der Originalverpackung nehmen?! WAS ZUM?!

Ich meine wenn ich solche Bettwäsche habe weil ich den Anime/die Vorlage in dem Maße idealisiere würde ich mich doch nie im Leben darauf legen! Eher an die Wand hängen oder als Tagesüberzug für das Bett verwenden.
Gut, das ist nun eine sehr eigene Meinung von mir.
Was ich damit sagen möchte, und nun leider sehr in diese spekulative philosophie-Ebene abdriften werde:
Wenn es um eine Vermarktung eines Anime als Thema für eine Bettwäsche geht, dann wirkt das sehr leicht mit etwas sexuellem verbunden schon alleine weil wir das "Bett" als solches damit verbinden.
So beginnt der vermeidliche "Schwinkram" schon in unserem Kopf und das Animethema bzw die in dem Fall damit bedruckte Bettwäsche dient als Entladung dafür, sprich: Man kann mit dem Finger darauf zeigen.
Der Aspekt das Anime/Manga in unseren Gegenden sowieso etwas "exotischer" sind verstärkt dies natürlich noch um einiges.

An dieser Stelle muss ich allerdings sagen das ich wie Voice es schon sagt auch eher aus der "europähischen" Sicht gesehen habe wenn es um die erste Konfrontation ging, es stellt dann doch einen einfach zu großen Kulturunterschied dar.

Zitat von Voice

Ich gehe davon aus, dass die Zuschauer durch Serien wie Kiss x Sis, Queen's Blade und Seikon no Qwaser ohnehin schon so abgestumpft sind, dass man nicht mehr viel bringen kann, um noch irgendjemanden hinter dem Ofen hervorzulocken, der nicht ohnehin grade erst mit Animes begonnen hat.


Und gerade diese Übersättigung macht für mich den Unterschied aus damit für mich "normal" umzugehen. Hätte ich Seikon no Qwaser (hier fein als Beispiel aufgeführt) vor 8 Jahren gesehen wäre ich auch einfach nur total entsetzt gewesen, und das nur alleine weil ich es nicht erwartet hätte. Heute nimmt man es einfach irgendwie an weil, wie auch schon gesagt, man es über kurz oder lang beigebracht bekommt.
Mit "Sex" verhält es sich ja ebenso, nur das wir damit deutlich weiter sind. Nun fände ich es allerdings quatsch Anime generell als Schwinkram zu behandeln und "Taff - Pro7" nicht. Überhaupt halte ich die Gesellschaft für so unglaublich sexfixiert das es schon fast scheinheilig wirkt sich über diesen Faktor in Anime/Manga aufzuregen.

Zitat von Discord

Oder kommen wir zu den Visual Novels: Da ist meist Sex untergebracht, selbst wenn die Story auch ohne funktionieren würde

Das halte ich doch irgendwo für richtig, aber 007 Filme würden so alleine von der Geschichte her auch ohne Sex funktionieren, wärend aber kein 007 mehr. Genau das gleiche macht Anime/Manga auch als solches aus. Für mich macht es nunmal einen sehr großen Teil des Interesses an eben diesen aus dass sie Schritte gehen die westliche Comics/Zeichentrickfilme noch lange nicht gehen bzw als Norm einbauen. Vorliebe für den östlichen Ziechenstiel etc nun außen vor, hat ja nicht viel mit dem Thema hier an sich zutun sweat

Also um irgendwo ein Fazit zu finden:
Ich denke da Sex ohnehin etwas ist dem man im alltäglichem Leben nicht mehr ausweichen kann, ist es auch in Anime nicht verwunderlich. Es gehört für mich einfach dazu, wobei das Maße natürlich schwanken kann.
Selbst gehöre ich nun eigentlich zu den Menschen denen diese "übersexung" etwas auf den Geist geht, aber gerade wo es nun wie hier als Argumentationsmittel verwendet wird komme ich zu dem Punkt wo ich mir denke "was solls". Wenn man nicht auf Leute zeigt die einen Playboy lesen, sollte man auch nicht auf Leute zeigen die Anime schauen. "Ich kenne es nicht" sollte da kein Argument sein, jedenfalls nicht in meinen Augen.



Geschrieben von Ge!st am 10.03.2010 um 11:42:

Es gibt mir heute im Animebereich z.B. zu viele weibliche Charaktere mit großen Brüsten, da hat nicht selten ein Teenie schon einen Busen von 90 cm aufwärts. Das gefällt mir ganz und gar nicht und ästhetisch ist dies für meinen empfinden auch nicht (ich kann mich dem Eindruck nicht erwähren, dass die Leutchen - die Produzierenden wie die Konsumenten - schlicht keine Erfhrungen haben!).

Da frage ich mich natürlich nach dem warum? Sind die Japaner oder zumindest die Otkus alles Große-Busen-Fetischisten? Im Hentaigenre kann ich das noch tolerieren, aber in der Breite in allen Genres, gefällt mir diese Entwicklung absolut nicht. Ich möchte keine Charakter, die mehr oder weniger nur noch Sexobjekte sind, sondern Charakter mit Persönlichkeit. Ein großer Busen kann zumindest bei mir keine holen Charakter, schwache Story oder was auch immer kompensieren, sondern bewirkt eher das Gegenteil.

Beispielsweise eine Schulcomedy verkommt heute nicht selten zu einem seichten Ecchischinken mit armseligen Humor, aber Hauptsache es gibt viele große Titten, viele Pantys und schlüpfrige Szenen... rolly

Da ist es nicht verwunderlich das Animes in der breit Öffentlichkeit mehr und mehr in die Schmuddelecke gestellt werden und leider ja nicht völlig unbegründet.



Geschrieben von chounokoe am 10.03.2010 um 12:37:

Zitat von Ge!st

Beispielsweise eine Schulcomedy verkommt heute nicht selten zu einem seichten Ecchischinken mit armseligen Humor, aber Hauptsache es gibt viele große Titten, viele Pantys und schlüpfrige Szenen... rolly

Da ist es nicht verwunderlich das Animes in der breit Öffentlichkeit mehr und mehr in die Schmuddelecke gestellt werden und leider ja nicht völlig unbegründet.

Das jetzt wieder so zu verallgemeinern ist aber auch wieder ein bischen vorschnell würde ich behaupten.
Sicherlich gehen Anime für ein jugendliches Publikum da denselben Weg, den auch viele Filme aus allen möglichen Himmelsrichtungen beschreiten. Denk mal an American Pie und seine viele Nachahmer, dort findet sich eben auch Schulcomedy des untersten Niveaus, die sich meist auch nur auf Sex-Witzchen beschränken, irgendwo ist dieser jugendliche Humor heute viel zu akzeptabel im Film geworden. Aber wen wundert es denn, in einer Zeit wo Sex nur einen Mausklick entfernt ist.

Zitat von Ge!st

Da frage ich mich natürlich nach dem warum? Sind die Japaner oder zumindest die Otkus alles Große-Busen-Fetischisten?

Warum gibt es bei American Pie und Konsorten so oft die dickbusige, europäische Austauschstudentin, die unglaublich heiß auf vorehelichen Sex ist und kein Problem hat vor allen Leuten nackt rumzulaufen? Es liegt einfach daran, dass es etwas exotisches und fremdes ist, was man persönlich nicht so oft zu sehen bekommt.
Ich weiß nicht ob es dir schonmal aufgefallen ist, aber Japanerinnen mit demselben Brustumfang wie hier in Europa sind eher selten. Was wird also einen japanischen Jugendlichen zwischen 14 und 18 besonders anlocken? Höchstwahrscheinlich dicke Titten.

In der Hinsicht sollte man auch darauf achten für wen welche Serien konzipiert werden. Die Zielgruppe bestimmt sehr stark die Gestaltung, das ist keine höhere Wissenschaft sondern das simple 1x1 der Unterhaltungsindustrie.
Und wie auch bei größeren Blockbuster Produktionen, versucht man eben auch bei Serien oft ein geringes Potential auf der einen Seite mit etwas anderem wett zu machen, was viele Leute anzieht. Im Kino ist das dann sexy Schauspielerin X oder heißer Schauspieler Y, vollkommen unabhängig davon ob die Rolle nun wirklich zu der Person passt, man braucht eben gutaussehende Figuren mit denen man die jungen Massen in die Kinosäle locken kann. Dasselbe funktioniert natürlich bei Anime nicht so, also muss man anders visuell stimulieren, warum also nicht mit Sex, denn Sex sells.

Das aber auf alle Anime, generell und ohne Grenzen, auszuweiten ist aber wieder einfach das Problem dieses einen Punktes, den Voice so schön als seine eigene Einstellung rüberbrachte:

Zitat von Voice

Was die Japaner darüber denken, ist mir eigentlich egal zwinker Ich konsumiere als Europäer mit meinem Geschmack und würde nicht auf die Idee kommen, zu sagen: "Okay, in Japan sieht man das bestimmt anders. Also drücke ich nochmal ein Auge zu smile ".

Wir vergessen gerne oft, dass wir hier einen Ausschnitt der japanischen Industrie konsumieren, den uns das Internet gewährt. Anime besteht auch in Japan aus Wiederholungen, Dauersendungen und anderem, die Serien die dort jede Season neu anlaufen machen einen sehr geringen Teil aus und ziehen auch nur begrenzt Aufmerksamkeit auf sich. Gerade deshalb müssen sich eben viele Studios zur Zeit überlegen wie sie Publikum vor den Bildschirm ziehen, und vor allem bei Serien, die für ein jugendliches und junges Erwachsenen Publikum gedacht sind eignet sich eben der Sex-Faktor gut.

Zitat von Azure

Das hat nun nichts direkt mit dem Thema zutun, aber könnte mir jemand die Übersetzung von "Dakimakura" verraten?

抱く -> daku bedeutet soviel wie umarmen oder im Arm halten, 枕 -> makura ist Kissen...ein 抱き枕 ist also ein Umarmkissen.

Natürlich hat Voice irgendwo recht, dass diese Kissen irgendwo zur Befriedigung gedacht sind, aber wie du auch so schön gesagt hast, zieht man das ganze bei einem Kissen gern nochmal eine Ebene tiefer, weil eben in der Umarmungsgeste schon gewisse Ansätze bestimmer Aktivitäten mit drin sind. Das ist aber auch meiner Meinung nach wieder nur ein Anzeichen der Übersexualisierung der Gesellschaft.
Dasselbe gilt ja für den Playboy. Selbst wenn er für dich, Voice, ein gehobeneres Image haben sollte, gibt es trotzdem genug Teenager und auch ältere, die sich über dem Fold-Out des aktuellen Playboy einen runterholen.
Sexuell aufgeladen sind diese Werke alle, es ist eben nur eine Frage was man draus macht und wie man selber dazu steht.

Zitat von Voice

In Love Hina sieht man auch des Öfteren Pantyshots und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass die Charaktere sich darüber definieren oder dafür gemacht sind. Es besteht immer ein feiner Unterschied.

Gerade Love Hina als Gegenbeispiel für die Sexualisierung klappt ja eigentlich so gar nicht, wenn es denn so konzipiert war. Denn die Serie fällt eben genau in die Kategorie, die Jungs und junge Männer ansprechen soll, indem sie Phantasien verkaufen. Dabei geht es nicht einmal in erster Linie darum große Brüste zu zeigen, sondern einfach eine Flucht aus dem Alltag darzustellen, selbst für diejenigen die Kontakt mit Mädchen haben. Anime Mädchen sind idealisierte Frauen, mit denen kann man reden, Spaß haben, Abenteuer erleben, aber sie halten auch die Klappe wenn man grad keine Lust hat.
 



Geschrieben von Ge!st am 10.03.2010 um 13:43:

Zitat von chounokoe

Es liegt einfach daran, dass es etwas exotisches und fremdes ist, was man persönlich nicht so oft zu sehen bekommt.
Ich weiß nicht ob es dir schonmal aufgefallen ist, aber Japanerinnen mit demselben Brustumfang wie hier in Europa sind eher selten. Was wird also einen japanischen Jugendlichen zwischen 14 und 18 besonders anlocken? Höchstwahrscheinlich dicke Titten.

In der Hinsicht sollte man auch darauf achten für wen welche Serien konzipiert werden. Die Zielgruppe bestimmt sehr stark die Gestaltung, das ist keine höhere Wissenschaft sondern das simple 1x1 der Unterhaltungsindustrie.

Dann müsste im umgekehrten Fall europäische Männer ja auf zierliche Asiatinnen mit kleinen Busen stehe, ist ja für uns eben so exotisch. Trifft auf mich so gar nicht zu, denn ich stehe auf größere Frauen mit nicht zu großem Busen (so um 175 cm Körpergröße und max. 90 cm Oberweite, ist sozusagen mein Ideal). Ich behaupte mal das die meisten europäische Männer eine ganz ähnliche Präferenz haben! Wo bleibt da die Exotik? Und wenn das Exotische den Reiz ausmacht, warum sind dann Lolis bei den Otkus so bliebt, müssten die nicht eher auf große selbstbewusste Frauen abfahren...

Ich halte das mit dem Exotisch für keine zufriedenstellende Erklärung, warum besonders in den letzten 5 Jahren nicht nur die Oberweite und die Häufungen von weiblichen Charakteren mit großem Busen und überhaupt die Sexualisierung deutlich gestiegen und immer mehr ins Zentrum gerückt ist.

Ich denke, dass dies vor allem darauf begründet ist, das in den letzten Jahren mehr und mehr Animes für Otakus zugeschnitten werden. Die Gruppe der Otakus ist aber relativ klein und deren Geschmack repräsentiert nicht Japan. Die Konzentrierung der Animeindustrie Otaku gerechte Animes zu produzieren, sehe ich als eines der Hauptprobleme an der Entwicklung an.



Geschrieben von Hiei am 10.03.2010 um 14:13:

Zitat von Ge!st

Ich denke, dass dies vor allem darauf begründet ist, das in den letzten Jahren mehr und mehr Animes für Otakus zugeschnitten werden. Die Gruppe der Otakus ist aber relativ klein und deren Geschmack repräsentiert nicht Japan. Die Konzentrierung der Animeindustrie Otaku gerechte Animes zu produzieren, sehe ich als eines der Hauptprobleme an der Entwicklung an.

Irgendwie ergibt für mich diese "Spekulation" keinen Sinn, denn wenn dieser Teil wirklich so klein sein sollte so würde man sich doch fragen weshalb die Animeindustrie gerade für diesen so geringen Teil Anime produziert. Es wäre doch logischer etwas auf den Markt zu bringen das auf die Masse zugeschnitten ist.
Es ist aber jedoch nicht verwunderlich das man stets dieses Argument "Otaku" für solche Behauptungen stellt. Solltest du jedoch wirklich recht damit behalten dann würde dies lediglich auf bestimmte Schlussfolgerungen schließen;


Ich bin jedoch der Ansicht das hier das Argument "Otaku" vollkommen fehl am Platz ist, da es wohl gewiss auch "Nicht-Otakus" gibt die dieser Entwicklung nicht negativ gesinnt sind. Geschmäcker unterscheiden sich und wenn die Industrie in der Tat nicht so dumm wie Brot sein sollte, so handelt es sich bei dem Teil jener die diese als "Positiv" ansehen um einen größeren als wie gedacht oder dass jener Teil ausschließlich aus Otakus besteht ( Was ich jedoch für Schwachsinn halte ).

Ps. So nebenbei; Was ist denn ein Otaku ?
Nach deinem Beitrag ausgesehen falle ich wohl ebenfalls unter diese Kategorie und das macht mir doch stellenweise Angst irgendwie animesweat

Edit:
P.P.S
Was ich noch vergessen habe zu erwähnen. In diesem Thema gehts doch darum zu klären ob Animes größtenteils als Schweinekram bezeichnet werden können, nun wüsste ich jedoch gerne was denn "Schweinekram" ist ?
Ich erwähnte ja schon bereits recht oft ( worauf seltsamerweise kaum einer hier eingeht ) das sämtliche Nationen, Gruppierungen usw. diesen Begriff anders definieren.



Geschrieben von chounokoe am 10.03.2010 um 14:34:

Zitat von Ge!st

Dann müsste im umgekehrten Fall europäische Männer ja auf zierliche Asiatinnen mit kleinen Busen stehe, ist ja für uns eben so exotisch. Trifft auf mich so gar nicht zu, denn ich stehe auf größere Frauen mit nicht zu großem Busen (so um 175 cm Körpergröße und max. 90 cm Oberweite, ist sozusagen mein Ideal). Ich behaupte mal das die meisten europäische Männer eine ganz ähnliche Präferenz haben! Wo bleibt da die Exotik? Und wenn das Exotische den Reiz ausmacht, warum sind dann Lolis bei den Otkus so bliebt, müssten die nicht eher auf große selbstbewusste Frauen abfahren...

Exotik drückt nicht nur etwas aus, was man nicht jeden Tag sieht, sondern etwas was man nicht haben kann oder auch eigentlich gar nicht für immer möchte.
Ich kann jetzt nicht für dich sprechen, aber glaube ich für 90% aller Männer, dass wir das, was wir in Pornos sehen in den seltensten Fällen auch im echten Leben auf Dauer haben möchten. Wer möchte denn schon das blöde Blondchen aus 'Pralle Werkzeugkästen' haben, die schon anspringt wenn der Instalateur nur an der Tür klingelt?
Wie ich oben auch geschrieben habe, geht es darum Phantasien zu verkaufen. Oder hast du schon immer von deiner einzig wahren Partnerin und keiner anderen geträumt?

Die wenigsten Japaner werden als potentielle Freundin eine 1,80 große, blonde Schwedin mit Doppel D Oberweite und einer Libido von hier bis nach Kanada wollen. Aber für eine kleine Phantasie hier und da ist das eben nett...es geht einfach nicht um realistische Ideale und Präferenzen es geht um Phantasien.

Zitat von Ge!st

Ich halte das mit dem Exotisch für keine zufriedenstellende Erklärung, warum besonders in den letzten 5 Jahren nicht nur die Oberweite und die Häufungen von weiblichen Charakteren mit großem Busen und überhaupt die Sexualisierung deutlich gestiegen und immer mehr ins Zentrum gerückt ist.

Ich denke, dass dies vor allem darauf begründet ist, das in den letzten Jahren mehr und mehr Animes für Otakus zugeschnitten werden. Die Gruppe der Otakus ist aber relativ klein und deren Geschmack repräsentiert nicht Japan. Die Konzentrierung der Animeindustrie Otaku gerechte Animes zu produzieren, sehe ich als eines der Hauptprobleme an der Entwicklung an.

Diese Erklärung halte ich allerdings für genauso unzureichend, denn wer sind denn die Otaku?! Das ist ja keine mystische Rasse von Untergrundlebewesen die sich von Fanservice ernähren und sich ohne 3 Pantyshots pro Tag in einen Haufen Asche verwandeln, sondern Leute wie jeder andere auch, bei denen auch ganz unterschiedliche Präferenzen vorherrschen. Dass immer noch die 90er Jahre Theorie vorherrscht, dass Otaku als Begriff einzig und allein verpickelte Außenseiter mit perversen sexuellen Phantasien kennzeichnet, halte ich viel eher für die Fehldiagnose.

Man versucht nicht Anime otaku-gerecht zu machen, man versucht viel mehr auf aktuellen Trendwellen mitzureiten um möglichst gut der Krise zu entkommen und ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Dass Sex-Sells dabei eine Methode einfache und kostengünstige Methode ist, ist ja nun nichts neues.
Mit den aktuellen Anime erreicht man eben nicht mehr nur noch die Nischen-Otaku die sich auf ganz spezifische Archetypen fixieren, sondern einfach eine breite Masse an sexuell aufgeladenen jungen Menschen. Dass das irgendetwas anderes ist als die breite Masse von American Pie Filmen die aus Amerika strömt und Massen von dämlich grinsenden Teenagern in die Kinos lockt ist Illusion und eine viel zu große Mystifizierung von Otaku und Anime allgemein.

Ich weiß nicht ob es von ihm auch übersetzte Sachen gibt, aber Takamasa Sakurai hat glaube ich auch 2-3 Essays zu dem Thema geschrieben. Das Problem ist eben auch, dass der Wissensstand über Anime im Westen immer noch irgendwo Ende der 90er festhängt, da aktuelle Publikationen praktisch inexistent sind und sich im Internet viel zu viele Leute herumtreiben die kaum Ahnung haben.



Geschrieben von Voice am 14.03.2010 um 16:29:

Zitat von Hiei

Was aber dennoch nichts an der Tatsache ändert das wir hier etwas verurteilen das eigentlich zuerst auf den japanischen Markt produziert wurde. Animes sind vorerst Unterhaltungsmedien von Japanern für Japaner, bevor sie welche für Deutsche, Amerikaner usw. sind.


Ich verurteile gar nichts. Mir ist bewusst, dass Europäer eine andere Mentalität haben und dass in Japan die für uns bizarrsten Dinge total normal sind. Das mag aus dem Blickwinkel eines Europäers seltsam sein, muss aber nicht heißen, dass es kein Schweinekram ist, nur weil ein Japaner es nicht so sieht, der Rest der Welt jedoch schon.

Zum Thema Daikimura: Sicherlich zählt das Merchandise. Aber auch unter Merchandise gibt's "Schweinekram" zwinker Obwohl ich persönlich keine PVCs dazu zähle. Wie du schon sagst, beim Daikimura besteht noch immer die Möglichkeit der (je nach Definition) Zweckentfremdung und die Motive sprechen ja für sich. Die Übersetzung des Umarmkissen dagegen finde ich schon wieder toll, wenn man einen Charakter hat, den man unbedingt knuddeln will.

Zitat von chounokoe

Dasselbe gilt ja für den Playboy. Selbst wenn er für dich, Voice, ein gehobeneres Image haben sollte, gibt es trotzdem genug Teenager und auch ältere, die sich über dem Fold-Out des aktuellen Playboy einen runterholen.
Sexuell aufgeladen sind diese Werke alle, es ist eben nur eine Frage was man draus macht und wie man selber dazu steht.


'türlich ist der Playboy sexuell aufgeladen, aber betrachte mal die gesellschaftliche Akzeptanz: Für ein Schmuddelheft à la Blitz-Illu wird sich kein Promi ausziehen. Der Playboy genießt da einen völlig anderen Ruf, hat schon ein wenig ein edles Image. Man zieht sich nicht für den Playboy aus, man "darf" es. Ich behaupte mal ganz frech, dass der Playboy nicht nur von Männern gekauft wird, die Aufgeilmaterial brauchen, sondern durch alle Schichten und Alter. Dafür findet man dort einfach viel zu wenig Offensichtliches, was in Richtung Sexualdarstellungen geht. Bei Animes dagegen fällt es schwierig, solch einen Status zu erreichen. Da ist man schneller in der Schmuddelschublade, als man wieder herauskommt.

Love Hina halte ich für ein gutes Beispiel, weil es sich selbst Grenzen setzt, die es nicht überschreitet, nur um zu provozieren.

Zitat von Hiei

In diesem Thema gehts doch darum zu klären ob Animes größtenteils als Schweinekram bezeichnet werden können, nun wüsste ich jedoch gerne was denn "Schweinekram" ist ?


Klären wird man das bestimmt nicht können, da die Ansichten zu stark auseinanderklaffen. Meine persönliche Ansicht von Schweinekram ist auf deutsch gesagt einfach "Wichsmaterial". Das trifft bestimmt nicht auf den Großteil der Animes (den Hentaisektor klammere ich dabei aus) zu, aber auf einen beachtlichen.



Geschrieben von Hiei am 14.03.2010 um 17:03:

Wir drehen uns im Kreis aber was solls;

Zitat von Voice

Zitat von Hiei

Was aber dennoch nichts an der Tatsache ändert das wir hier etwas verurteilen das eigentlich zuerst auf den japanischen Markt produziert wurde. Animes sind vorerst Unterhaltungsmedien von Japanern für Japaner, bevor sie welche für Deutsche, Amerikaner usw. sind.


Ich verurteile gar nichts. Mir ist bewusst, dass Europäer eine andere Mentalität haben und dass in Japan die für uns bizarrsten Dinge total normal sind. Das mag aus dem Blickwinkel eines Europäers seltsam sein, muss aber nicht heißen, dass es kein Schweinekram ist, nur weil ein Japaner es nicht so sieht, der Rest der Welt jedoch schon.

Sry wenn ich das nun sage aber diese Aussage halte ich doch teilweise für etwas arrogant.
Nur weil die Mehrheit der Welt nicht die selben Ansichten teilt, heißt es nicht automatisch das jenes und dieses falsch bzw. in diesem Thema als Schweinekram bezeichnet werden muss.
Nebenbei erwähnte ich ja schon bereits zum 5 mal das jegliche Gruppierungen unter diesem Begriff was anderes verstehe, was lediglich zu einer Antwort führen kann und zwar das alles und jenes als Schweinekram angesehen werd kann oder nicht.

Beispiel: In Saudien Arabien sind recht viele Musikvideos von den Sendern genommen da sie zu "schweinisch" sind. Diese laufen jedoch in Europa rund um die Uhr.

Zitat von Voice

Zum Thema Daikimura: Sicherlich zählt das Merchandise. Aber auch unter Merchandise gibt's "Schweinekram" zwinker Obwohl ich persönlich keine PVCs dazu zähle. Wie du schon sagst, beim Daikimura besteht noch immer die Möglichkeit der (je nach Definition) Zweckentfremdung und die Motive sprechen ja für sich.

Und wie ich schon bereits erwähnte gab es genügend Beispiele die gegen solch eine Tätigkeit sich aussprechen. Ebenfalls erwähnte ich schon bereits das solche Tätigkeiten mit jeglichen Gegenständen möglich ist und nicht nur mit einem Kissen.

Zitat von Voice

Zitat von Hiei

In diesem Thema gehts doch darum zu klären ob Animes größtenteils als Schweinekram bezeichnet werden können, nun wüsste ich jedoch gerne was denn "Schweinekram" ist ?


Klären wird man das bestimmt nicht können, da die Ansichten zu stark auseinanderklaffen. Meine persönliche Ansicht von Schweinekram ist auf deutsch gesagt einfach "Wichsmaterial". Das trifft bestimmt nicht auf den Großteil der Animes (den Hentaisektor klammere ich dabei aus) zu, aber auf einen beachtlichen.

Unter "Wichsmaterial" verstehe ich nun Medien die einzig allein die Aufgabe haben den Zuschauer sexuell zu befriedigen. Nur muss man in diesem Fall ebenso eine Grenze ziehen, da jeder ein anderes "Material" für solche Tätigkeiten benötigt.

Beispiel: Während einem schon bereits ein Ecchi Anime ausreicht, braucht der andere schon starken Hardcore Hentai.

Am Ende befinden wir uns abermals bei jenem Punkt das wir dieses Thema nicht so leicht abstempeln können wie es so mancher wohl denken mag.
Es ist eine Ansichtssache und das wird es immer sein, unabhängig davon ob nun 70,80 oder 90 % der menschlichen Bevölkerung der selben Ansicht ist. Oder ist es seit neuestem wieder in Mode etwas als "falsch, schlimm usw." zu betrachten und es auch als jenes abzustempeln das vom Großteil der Bevölkerung so angesehen wird die sich sowieso selbst auf einer anderen Grundlage ihre Ansichten erbaut haben ?

Ps. Das war vorerst nun mein letzter Beitrag da ich keinen wirklichen Sinn mehr in einer Diskussion hier sehe. Vermutlich bin ich blind aber ich kann mir einfach nur schwer vorstellen, das eine Diskussion sich noch lohnen könnte bei solch einem Thema das größtenteils auf einer Ansichtssache basiert.

P.P.S
@Voice
Zu schade dass der Playboy und Co. weiterhin in einigen Ländern als "Schweinekram" angesehen wird, aber das spielt ja keine Rolle nicht wahr ? Solange es die Mehrheit so sagt und sieht ist alles im grünem Bereichdrop



Geschrieben von barkeeper am 14.03.2010 um 17:16:

Zitat von Voice

Zitat von Hiei

In diesem Thema gehts doch darum zu klären ob Animes größtenteils als Schweinekram bezeichnet werden können, nun wüsste ich jedoch gerne was denn "Schweinekram" ist ?


Klären wird man das bestimmt nicht können, da die Ansichten zu stark auseinanderklaffen. Meine persönliche Ansicht von Schweinekram ist auf deutsch gesagt einfach "Wichsmaterial". Das trifft bestimmt nicht auf den Großteil der Animes (den Hentaisektor klammere ich dabei aus) zu, aber auf einen beachtlichen.

Tut mir leid, dass ich hier so in die Diskussion reinbreche, aber ... Von was für Anime (und was für Guckern suspekt ) reden wir hier? Ich meine, Hentai hast du ja schon direkt mal ausgeschlossen, was bleibt da noch? Ecchi als nächstniedriges "sexualisiertes" Genre ((Yuri-/Yaoi-)Doujin möchte ich mal unter Hentai subsumieren dürfen). Und da stellt sich für mich nun ernsthaft die Frage: erwartet wirklich jemand, dass man fappend vor Ladies vs Butlers, To LoveRu oder Faito Ippatsu Juudenchan sitzt, nur weil man Ecchi mag? Für mich klingt das so nach ner Aktion auf dem Level eines 13jährigen, der sich zum ersten Mal DSF-Sportclips anschaut und sie irre erregend findet, weil er noch nicht weiß, dass es im Internet Pornos gibt ... Insofern verwundert mich diese Einstufung irgendwie ...

€dit: beim Durchstöbern des Threads ...

Zitat von Galebourn

Ich muss allerdings sagen, dass ich über eine größere Grenze zwischen Hentai und Anime recht froh wäre. Da ich im Bereich Anime eigentlich so gut wie nicht mehr aktiv bin und mich auch nicht mit neueren Serien auskenne, bin ich ab und zu recht verwundert über die Entwicklung mancher Serien. Es ist mir nun durchaus schon des Öfteren passiert, dass ich eine tolle Hentai-Gif im Internet fand und Personen nach dem Namen des Hentai fragte. Als Antwort kam dann meist "Och, das ist doch kein Hentai, sondern nur Qwaser/Queens Blade/AnimeXY". Einen solchen "WTF-Moment" hatte ich erst vor einigen Minuten wieder, als ich zum ersten mal Szenen aus "Ladies versus Butlers" sah. Heilige Scheiße, ich dachte bis vor kurzem dass es sich um nen normalen Moeshit-Anime handelt. Irgendwie wäre ich glücklicher, wenn die Produzenten direkt einen Hentai daraus machen würden anstatt sich derartig aus der Affaire zu ziehen. Nichtmal Golden Boy zu meiner Zeit war derartig... nennen wir es mal "anstößig".

Was ja von Voice dann nochmal deutlich unterstrichen wurde und was ich absolut nicht unkommentiert lassen kann :D Ich bin froh darüber, dass diese Serien keine Hentai sind, denn dann würden sie einiges ihres Reizes einbüßen. Was - um ein weiteres Beispiel zu nennen - Kanokon so attraktiv macht, ist die dauernde Gradwanderung und das Ausreizen der Schmerzgrenze - was geht in einem Ecchi noch, ohne dass wir von einem Hentai reden müssen? Ich finde dieses Spiel äußerst reizvoll (nein, das ist nicht auf sexuelle Attraktivität bezogen x.x) und unterhaltsam und möchte demzufolge Ecchianime dieser Gattung nicht wirklich vermissen müssen.

Der unter anderem von Ge!st geäußerten Beschwerde, dass Schoolromance zu oft nicht mehr ohne Ecchi auskommt, obwohl es da tolle Gegenbeispiele gibt (Kimikiss Pure Rouge, Bokura ga ita, Kimi ga nozomu eien, ef, hantsuki, um mal wahllos ein paar Titel zu nennen), ist durchaus eine für mich subjektiv nachvollziehbare Beschwerde, obwohl ich Ecchi durchaus gern mag - es muss jedoch nicht in jeder ernsthaften Romance drin sein. Und ich denke, chounokoe, wenn wir uns die letzten Saisons mit Titeln wie Princess Lover, Nyan Koi, Baka to Test und ähnlichem anschauen, die alle Softecchi boten, auf den sie eigentl. gut hätten verzichten können [der zT auch zensiert wurde], dann ist die Aussage auch ohne statistische Erhebung nicht ganz weit hergeholt, dass es zumindest eine Menge Schoolromance gibt, die darauf auch gut hätte verzichten können. Ich meine, gerade total zensierte Onsenepisoden machen beim Anschauen keinen Spaß und fixen nur zum DVD-Kauf an ... Wenn schon Ecchi, dann richtig ...^^

Und zu der Dakimakurasache wollte ich noch ergänzen, dass es soweit ich weiß auch sogenannte Love Pillows gibt, die dann im Gegensatz zu nem normalen Hugging Pillow auch Löcher haben und damit offensichtlich zur Befriedigung von Bedürfnissen konzipiert wurden, während ein Dakimakura ja durchaus auch wie ein Poster einen ästhetischen Wert haben kann - egal wie viel Ecchi das Motiv nun enthalten mag.

Grundsätzlich fällt mir übrigens eine Aussage zu dem Thema allein aufgrund dessen, dass ich nur einen begrenzten Teil der Szene überblicken kann (nämlich das, was ich selbst sehe), recht schwer und ich will auch eigentlich gar keine Pauschalaussage treffen ...



Geschrieben von chounokoe am 14.03.2010 um 17:18:

Zitat von Voice

Ich verurteile gar nichts. Mir ist bewusst, dass Europäer eine andere Mentalität haben und dass in Japan die für uns bizarrsten Dinge total normal sind. Das mag aus dem Blickwinkel eines Europäers seltsam sein, muss aber nicht heißen, dass es kein Schweinekram ist, nur weil ein Japaner es nicht so sieht, der Rest der Welt jedoch schon.

Und wer ist genau der Rest der Welt?
Die großen Königreiche? Die kollonialistischen Großmächte?
Was ich damit sagen möchte ist, dass diese Sichtweise der nicht-europäisch fundierten Kulturen eben absolut veraltet ist. Dieses zentralistische Denken von 'die Kultur XY kann man ja vernachlässigen, die sind ja eh verrückt' war vielleicht zur Zeit der großen Kollonien à la mode, aber heute sollte man doch ein wenig offener an solche Sachen herangehen können. Ich weiß, das tun die wenigsten, aber das heißt nicht, dass es automatisch richtig ist.

Zum Thema Daikimura: Sicherlich zählt das Merchandise. Aber auch unter Merchandise gibt's "Schweinekram" zwinker Obwohl ich persönlich keine PVCs dazu zähle. Wie du schon sagst, beim Daikimura besteht noch immer die Möglichkeit der (je nach Definition) Zweckentfremdung und die Motive sprechen ja für sich. Die Übersetzung des Umarmkissen dagegen finde ich schon wieder toll, wenn man einen Charakter hat, den man unbedingt knuddeln will.

Zitat von Voice

Bei Animes dagegen fällt es schwierig, solch einen Status zu erreichen. Da ist man schneller in der Schmuddelschublade, als man wieder herauskommt.

Natürlich ist man da, vor allem durch das vorgefertigte Image, dass wir durch den frühen Veröffentlichungen vor allem hier in Europa von Anime haben, schnell in eine Schublade eingeordnet. Aber muss das denn dann auch unbedingt heißen, dass es stimmt?
Wie auch schon angesprochen wandelt sich die Definition von Schweinkram einfach viel zu schnell, als dass man mal eben eine allgemeingültige Definition ablegen könnte. Gerade deshalb ist es ja auch interessant darüber zu diskutieren.
Vor 70-80 Jahren war es obszön wenn eine Frau auch nur annähernd Schultern oder Knie zeigte, heute zieht man erst die Augenbrauen hoch, wenn man mehr als das obere Drittel der Brüste erkennen kann und der Rock beim Laufen schon das Unterhöschen entblößt. Daher denke ich schon, dass man da eben auch vor allem auf der gesellschaftlichen Ebene nachforschen müsste um wirklich vernünftige Anhaltspunkte zu erlangen.

Man braucht ja nicht einmal zwangsweise nach Japan zu schauen.
1960, als das erste mal in einem Kinofilm eine nackte Frau auftrat, waren die Kritiker empört und es ging soweit, dass die Karrieren der Schauspieler nahezu ruiniert wurden.
Dabei ging es nicht einmal um explizite Sexszenen sondern einfach nur um eine Frau, die nackt auf einem Bett lag und für ein Foto posierte. Männliche Nackheit war eigentlich sogar bis in die 2000er noch als etwas anrüchiges angesehen und viele Filme haben allein deshalb einen gewissen Ruf als Schmuddelfilme weg.

Wenn man heute in's Fernsehen guckt, dann springen einem selbst in der Day- und Prime-Time Sexszenen entgegen, die viele ausdrückliche Erotik-Filme (nicht Pornos) von früher alt aussehen lassen. Da fragt man sich doch, wer hat da nun recht?

Zitat von Voice

Klären wird man das bestimmt nicht können, da die Ansichten zu stark auseinanderklaffen. Meine persönliche Ansicht von Schweinekram ist auf deutsch gesagt einfach "Wichsmaterial". Das trifft bestimmt nicht auf den Großteil der Animes (den Hentaisektor klammere ich dabei aus) zu, aber auf einen beachtlichen.

Aber allein "Wichsmaterial" ist schon wieder so schwach definiert, dass man wieder fragen müsste, "Was ist das denn nun?"
Der eine hat schon einen stehen wenn er sieht wie Schauspielerin XY sich lasziv ihr Kleid vom Körper streift, ohne dass man etwas explizites sieht. Jemand anderes muss erst sehen wie eine nackte Frau an ein Andreaskreuz gefesselt von einem glatzköpfigen Zwerg mit Honig eingerieben wird.



Geschrieben von SuReiHa am 16.03.2010 um 00:38:

Mal ganz ehrlich, alle die, die Animes nur darauf reduzieren, es sei nur was für Kinder oder eben nur ein Trickfilmporno, haben eh keine Ahnung. Desweiteren glaub ich kaum, dass diejenige Person, die meint Anime=Schweinkram, sich einem Hentai widersetzen würde, wenn man ihm einen zeigen würde. Derjenige würde das alles aufziehen wie ein Schwamm und dann anfangen heimlich zuhause mehr davon zu finden. Bis er irgendwann unbewusst selbst mitbekommt, dass seine Ambitionen zu diesem Schweinskram doch anders sind. Und dann werden ihm alle auf die Nerven gehen mit diesem Vorurteil.

Ich posaune auch nicht überall rum, dass ich gerne Mangas lese und Animes schaue, weil ich deren Reaktion kenne. Und ich weiß, dass die keine Ahnung haben und die Animes mit RTL2 vergleichen. Mit was bittenschön denn sonst, eine andere Quelle haben die ja nicht, außer die würden sich interessiern und die Serien von Fansubgruppen ziehen oder Foren.

Das ist und wird eine ewige sinnlose Diskussion zwischen uns und den naiven Besserwissern geben. Und manchmal hab ich es auch einfach nur satt mich für mein Hobby auch noch zurechtfertigen. Dann ist es halt Kinderkram! Bin sowieso lieber für mein ganzes Leben ein Kind im Erwachsenenkörper als umgekehrt. Dann schau ich halt so einen Schweinkram, wer tut das nicht? Die einen ziehen sich den Playboy/FHM rein, ich schau mir ein künstlerischen Doujinshis an.

Und die älteren Generation (sprich, die heute ü40 sind), sind meines erachtens irgendwie total konservativ eingestellt, angefangen bei meinen Eltern. Da kann man auch nochsoviel Überzeugungskraft haben. wall Da ist Hopfen und Malz verloren.

Lasst euch nicht von sowas euer Hobby kaputt machen. Es reicht doch, dass es euch gefällt und dass ihr wisst, dass es dort draußen mehr als genug Gleichgesinnte gibt. Und soviele, die das selbe Hobby betreiben, können sich doch nicht irren, oder? :D



Geschrieben von Neuroticschluff am 16.03.2010 um 12:47:

RE: Anime = Schweinkram?

Zitat von Discord


Kennt ihr das? Die weitverbreitete Meinung: "Hey! Dieser ganze Japantrickfilmmantakram... das ist doch alles nur für Kinder... oder Schweinskram." Ich sag nur Heiße Mangagirls auf deinem Handy lassen grüßen. Und auch in der Schule hört man öfters: "Hey, was liestn da? Wieder so nen Mangaporno?" Jaja, Kidnerkram oder Pornografie. Darauf wird unser Hobby öfters mal reduziert.



Inzwischen bin ich aber älter, habe mich ein klein wenig mehr damit beschäftgt, habe mehr gelesen etc. und frage mich: Stimmt das wirklich? Baut der Großteil der Animeindustrie vielleicht wirklich darauf auf, dass er unseren Sexualtrieb anspricht?

Ich nehme mal Genshiken als Beispiel (genialer Manga): Worum gehts da? Nen Batzen Otakus. Womit haben die den Schrank voll? Hentaidoujinshis. Was machen sie bei der Comiket, der wichtigsten (?) Messe in Japan? Hentaidoujinshis kaufen. Was ist der Großteil an Doujinshis scheinbar? Hentei... bzw. seichte Liebescharakterverkupplungsgeschichten (die auch wieder in die Richtung abzielen). Ach ja, unter Hentai und seichte Liebesgeschichten zähle ich natürlich auch Yaoi und Shonen-Ai für die meist weiblichen Fans.


Hm, ich persönlich wurde mit solchen Aussagen noch nie konfrontiert. Das liegt daran, dass ich mich in der Öffentlichkeit, also Freunde, Verwandte etc. garnicht dazu äußere. Warum auch? Muss ja nicht jeder wissen, was mein liebstes Hobby ist. Außerdem ist es hier ja zu erwarten, dass man meistens mit negativen Haltungen gegenüber Anime und Manga konfrontiert wird. Das liegt daran, dass es schlichtweg nicht zu unserer Kultur gehört und die meisten es eben, wie du schon gesagt hast, aus den Handywerbungen und dem Pokitoprogramm kennen. Deshalb ist so eine Haltung auch nicht verwunderlich.

In meinen Augen, baut die Anime und Manga Industrie natürlich teilweise auf unseren Sexualtrieb auf. Aber welche Unterhaltungsindustrie tut das nicht? Nehmen wir beispielsweise mal Hollywood. Wie oben schon gesagt, ist dort sex sells natürlich ein Erfolgsgarant. Sei es nun Megan Fox in Transformers, Kristanna Loken in Terminator 3 oder die ganzen James Bond Filme. In irgendeiner weise versucht man uns immer auf dem Level der Erotik anzusprechen. Oder nehmen wir beispielsweise mal die amerikanischen Comics. Catwoman im engen Latex oder Wonderwoman im knappen Outfit. Man kann also erkennen, dass Anime und Manga dort nicht alleine stehen sondern uns die ganze Unterhaltungsindustrie mit sowas anzusprechen versucht. Wie oben schon genannt: "Sex Sells". Deswegen ist es in meinen augen auch nicht verwehrflich, wenn auch die japanische Unterhaltungsindustrie darauf anspricht. Zumal visual novels nicht die einzigen Spiele sind, die auf sex aufbauen. Die Larry Reihe oder auch viele andere Spiele aus amerikanischen Hause, bauen darauf auf. Und das schon seit dem Atari 2600. Außerdem kann man ja auch nicht generell behaupten "Anime = Schweinkram". Du selbst hast doch eben schon die verschiedenen Genre genannt und damit differenziert. Natürlich kann man auch sagen, dass es in keinem Anime mal ne richtig Hässliche gibt. Aber das liegt ja auch daran, dass sich Animes an äußerlichen Idealen orientieren. Und ganz ehrlich, wer möchte schon des realismus und der keuschheit wegen nen gesichtselfmeter in einem Anime sehen? Ich jedenfalls nicht.

Genshiken setzt sich ja eigentlich nur genau mit dieser Thematik und der des Otaku-seins auseinander und räumt somit auch gleich mit Vorurteilen auf. Auch wenn die Leute ein bisschen eigen sind und ihr Hobby daraus besteht sich an hens zu ergötzen, wird ja in der Serie klar, dass sie doch alle liebenswerte Menschen sind die einfach ihr Hobby ausleben wollen. Außerdem ist es ja in Genshiken auch ziemlich übertrieben dargestellt.



Geschrieben von Ge!st am 16.03.2010 um 15:29:

RE: Anime = Schweinkram?

Zitat von Neuroticschluff

Genshiken setzt sich ja eigentlich nur genau mit dieser Thematik und der des Otaku-seins auseinander und räumt somit auch gleich mit Vorurteilen auf. Auch wenn die Leute ein bisschen eigen sind und ihr Hobby daraus besteht sich an hens zu ergötzen, wird ja in der Serie klar, dass sie doch alle liebenswerte Menschen sind die einfach ihr Hobby ausleben wollen. Außerdem ist es ja in Genshiken auch ziemlich übertrieben dargestellt.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass in der Serie Genshiken Vorurteile ausgeräumt werden, die gezeigten Charaktere sind halt ganz witzig, aber das Otakus auf die so genannten "Durchschnittsbürger" doch recht sonderbar wirken, wird in der Serie meiner Meinung eher bestätigt. Ich denke nicht das in Genshiken die Otaku-Thematik übertrieben dagestellt wird, sondern eher im Gegenteil, das viele, wenn nicht gar die Mehrheit, noch deutlich härter drauf sind als in Genshiken gezeigt wird!



Geschrieben von Neuroticschluff am 16.03.2010 um 15:46:

RE: Anime = Schweinkram?

Zitat von Ge!st

Ich denke nicht das in Genshiken die Otaku-Thematik übertrieben dagestellt wird, sondern eher im Gegenteil, das viele, wenn nicht gar die Mehrheit, noch deutlich härter drauf sind als in Genshiken gezeigt wird!

Ich kann mir das kaum vorstellen. Wo setzt man denn dann die Maßstäbe? In meinen Augen, war die Darstellung in dem Sinne übertrieben, als das sich die Charaktere ja ausschließlich mit Hens und co. beschäftigt haben. Und irgendwie fällt es mir schwer zu glaube, dass die meisten Otakus in Japan oder auch sonst wo in der Welt sich nur mit diesem Genre befassen, sowie die in Genshiken gezeigten Charaktere. Natürlich hört man auch von Einzelfällen, wo beispielsweise ein Japaner eine Videospielfigur heiratet, was aber wiederum in meinen augen ein psychologisches Thema ist.
Oder haben wir beide eine andere Auffassung vom Begriff "Otaku"? Für mich sind das Leute, die vernarrt in ihr Hobby sind. Heißt Anime, Manga, Games. Wie beispielsweise jemand, der den ganzen tag aufm Fußballfeld steht und Bälle kickt. Aus deiner Aussage heraus interpretiere ich, dass du einen Otaku als eine Person definierst, die den ganzen tag nichts anderes macht als sich an hentais etc. zu ergötzen.



Geschrieben von Ge!st am 16.03.2010 um 18:21:

Ein Otaku ist jemand mit eine stark ausgeprägte Obsession für Computerspiele, Animes, Manga und Merchandise generell hat und nicht nur jemand der Animes und Games aus dem Hentai-Bereich konsumiert (wobei sich wohl die meisten Otakus auch für Hentais aller Art interessieren!).

Die Leute sind so vernarrt in ihr Hobby, das dies wie gesagt mehr eine Obsession ist, da wird nicht selten jeder Cent ins Hobby investiert und es wird auch die meiste Zeit dafür aufgewendet. Man könnte auch sagen sie leben nur für ihr Hobby, da es ihren Lebensinhalt darstellt. Das wirkt für Außenstehende, für den Durchschnittsbürger sondebar und deswegen werden Otakus gesellschaftlich als Sonderlinge angesehen und abgestemplet.

In Genshiken wird die Otaku-Thematik auf humerovolle Art beleuchtet und wirkt schon deshalb nicht so extrem, der Anime soll unterhalten und keine Dokumentation sein. In der Realität sind Oktus nicht selten noch viel extremer drauf, als in der Serie dargestellt. Otakus genießen in Japen keine guten Ruf, schon alleine deswegen, weil sich durch ihre Obsession außerhalb der gesellschaftlichen Norm bewegen.



Geschrieben von Chojin am 16.03.2010 um 19:11:

Ein wirklich interessanter Thread, zumal ich bekennender Hentai-Liebhaber bin !

Ob das Schweinkram ist ? Meine Antwort darauf lautet (logischerweise) ein ganz klares und überdeutliches Nein !
Was mich besonders ärgert ist die Tatsache, das Hentais von vielen in einem Atemzug mit Kinderpornographie genannt
werden ! Also ich möchte mich nicht auf eine Stufe mit den Pädophilen stellen lassen, nur weil ich Werke wie Bible Black,
Urotsukidoji, La Blue Girl, Angel of Darkness oder Professor Pain interresant finde, ehrlich gesagt machen
mich solche Vergleiche rasend ! Aber es muss nicht mal ein Hentai sein, was ist mit Mayu und Nana in Elfenlied ? Die sieht man
in einigen Episoden schließlich auch nackt, und ich bin mir sicher das es genügend engstirnige Leute gibt, die selbst dieser Serie den
Stempel Pädophilie aufdrücken würdenm womit Elfenlied GAAAANZ SICHER nichts zu tun hat ! Fakt ist : Anime/Manga ist eine
besondere, aussergewöhnliche Kunstform die ABSOLUT NICHTS MIT SCHWEINKRAM ODER GAR PÄDOPHILIE ZU TUN HAT !!!!!!

Greetz

Marcus



Geschrieben von Neuroticschluff am 16.03.2010 um 19:37:

Zitat von MarcusBorchel


Ob das Schweinkram ist ? Meine Antwort darauf lautet (logischerweise) ein ganz klares und überdeutliches Nein !
Anime/Manga ist eine
besondere, aussergewöhnliche Kunstform die ABSOLUT NICHTS MIT SCHWEINKRAM ODER GAR PÄDOPHILIE ZU TUN HAT !!!!!!


Findest du deine Sicht nicht etwas engstirnig? Pädophilie mal außen vor gelassen. Weiß nicht ob es mit diesen Inhalten auch Hentais gibt. Dennoch beruht nach meinen Kenntnissen ein Hentai ganz klar auf pornographischen Inhalten. Sogut die story auch darin sein kann. Oder wie deutest du das, was die in Bible Black 70% der Zeit machen? Das Anime und Mangas eine Kunstform sind, will ich garnicht bestreiten. Der Meinung bin ich selber. Dennoch beruht auch diese Kunstform genreabhängig auf Erotik und Pornographie. Und Pornographie ist, so unglücklich es hier auch ausgedrückt wurde, Schweinkram.
Im Grunde genommen ist ein Hentai doch nichts anderes als ein pornographischer feature-film. Nur mit teilweise sehr außergewöhnlichen Ausprägungen.
Du würdest doch auch keinen Porno als hohes künstlerisches Gut ansehen ohne auf den Gedanken zu kommen, dass dort schweinische Sachen ablaufen. zwinker
Ich find die Konotation des Wortes Schweinkram ist definitiv zu negativ. Da reagieren ja manche Leute extrem negativ drauf :D



Geschrieben von chounokoe am 16.03.2010 um 19:44:

Zitat von Ge!st

Ein Otaku ist jemand mit eine stark ausgeprägte Obsession für Computerspiele, Animes, Manga und Merchandise generell hat und nicht nur jemand der Animes und Games aus dem Hentai-Bereich konsumiert (wobei sich wohl die meisten Otakus auch für Hentais aller Art interessieren!).

Die Leute sind so vernarrt in ihr Hobby, das dies wie gesagt mehr eine Obsession ist, da wird nicht selten jeder Cent ins Hobby investiert und es wird auch die meiste Zeit dafür aufgewendet. Man könnte auch sagen sie leben nur für ihr Hobby, da es ihren Lebensinhalt darstellt. Das wirkt für Außenstehende, für den Durchschnittsbürger sondebar und deswegen werden Otakus gesellschaftlich als Sonderlinge angesehen und abgestemplet.

In Genshiken wird die Otaku-Thematik auf humerovolle Art beleuchtet und wirkt schon deshalb nicht so extrem, der Anime soll unterhalten und keine Dokumentation sein. In der Realität sind Oktus nicht selten noch viel extremer drauf, als in der Serie dargestellt. Otakus genießen in Japen keine guten Ruf, schon alleine deswegen, weil sich durch ihre Obsession außerhalb der gesellschaftlichen Norm bewegen.

Was du hier beschreibst ist allerdings auch nur die Definitions eines Otaku und nicht des Otaku schlechthin.
Der Begriff hat sich sehr gewandelt, denn ähnlich wie mit dem Begriff schwul in homosexuellen Kreisen wurde der Begriff irgendwann auch wieder sehr aktiv von den Betreffenden zurückgewonnen und unter neuem Licht verwendet. Die 90er Jahre Definition eines Otaku, die vor allem durch die Otaku Morde geprägt wurde, ist heute bei weitem nicht mehr aktuell und auch nicht mehr die einzige Definition des Begriffes die man anwenden könnte.
Was du beschreibst würde man heute eher unter dem Phänomen Hikkikomori-Otaku oder gleich Mania bezeichnen.
Otaku selbst ist heute ein sehr vielfältiger Begriff, der vor allem innerhalb der entsprechenden Kreise auch einfach verwendet wird um gewisse besonders starke Vorlieben hervorzuheben, bspw. Mecha-Otaku, Moe-Otaku, Suiri-Otaku, H-Otaku...Beispiele gibt es viele, so viele wie es Unterkategorien gibt. Dabei bilden die H-Otaku (also die Hentai Fanatiker) auch nur eine Fraktion unter vielen.

Dass Otaku an sich in Japan keinen guten Ruf haben ist also nicht mehr völlig korrekt, denn es bezeichnet heute nicht mehr ausschließlich eine Gruppe von sozialisationsgestörten Einsiedlern. Man gewinnt sicherlich außerhalb der entsprechenden Branchen nicht unbedingt etwas damit, aber man muss bei weitem nicht mehr so damit hinterm Berg halten wie zum Beispiel noch in den 90ern.

Das nur kurz dazu.



Geschrieben von Chojin am 16.03.2010 um 21:27:

Zitat

von Neuroticschluff : Findest du deine Sicht nicht etwas engstirnig? Pädophilie mal außen vor gelassen. Weiß nicht ob es mit
diesen Inhalten auch Hentais gibt. Dennoch beruht nach meinen Kenntnissen ein Hentai ganz klar auf pornographischen Inhalten.
Sogut die story auch darin sein kann. Oder wie deutest du das, was die in Bible Black 70% der Zeit machen? Das Anime und Mangas
eine Kunstform sind, will ich garnicht bestreiten. Der Meinung bin ich selber. Dennoch beruht auch diese Kunstform genreabhängig
auf Erotik und Pornographie. Und Pornographie ist, so unglücklich es hier auch ausgedrückt wurde, Schweinkram. Im Grunde genommen
ist ein Hentai doch nichts anderes als ein pornographischer feature-film. Nur mit teilweise sehr außergewöhnlichen Ausprägungen.


Nun ja, was du da sagst mag durchaus seine Richtigkeit haben. Das Wort "Schweinkram" ist allerdings auch nicht
gerade leicht definierbar. Ich bezog mich hier eigentlich eher auf Schweinkram im negativen Sinne. Und ich finde weder
Bible Black noch irgendeinen anderen Hentai "schweinisch" im Sinne von verwerflich. Es gibt halt meiner Meinung
nach gerade im Bereich Hentai eine Menge sehr interessante und herausragende Produktionen mit durchaus hohem künstlerischen Wert !
Was Elfenlied angeht, würde ich diese Serie allerdings in keinster Weise als "schweinisch" bezeichnen, nicht einmal die ohne Zweifel
vorhandenen Ecchi-Szenen !

Greetz

Marcus



Geschrieben von Voice am 22.03.2010 um 21:11:

Zitat von Hiei

Sry wenn ich das nun sage aber diese Aussage halte ich doch teilweise für etwas arrogant.
Nur weil die Mehrheit der Welt nicht die selben Ansichten teilt, heißt es nicht automatisch das jenes und dieses falsch bzw. in diesem Thema als Schweinekram bezeichnet werden muss.


Zitat von chounokoe

Und wer ist genau der Rest der Welt?
Die großen Königreiche? Die kollonialistischen Großmächte? Was ich damit sagen möchte ist, dass diese Sichtweise der nicht-europäisch fundierten Kulturen eben absolut veraltet ist. Dieses zentralistische Denken von 'die Kultur XY kann man ja vernachlässigen, die sind ja eh verrückt' war vielleicht zur Zeit der großen Kollonien à la mode, aber heute sollte man doch ein wenig offener an solche Sachen herangehen können.


Nur weil Sankt Japan es anders betrachtet, muss das auch nicht heißen, dass der Rest der Welt (= alle anderen) falsch gewickelt ist. Es gibt keine allgemeingültigen Definitionen, da das ein sehr subjektives Empfinden ist. Man muss aber nicht alles gutheißen und jede noch so bizarre Sache damit rechtfertigen, dass es für die Japaner normal ist. Ich brauche für mein Weltbild bestimmt nicht jede Eventualität und es gibt Dinge, die ich für mich einfach als "die Japaner halt" irgendwo ins Hinterstübchen verbannen kann, weil ich damit nicht in Berührung komme. Da brauche ich auch nicht offen an alles rangehen, für neue Kulturen offen sein, bedeutet in meinen Augen nicht, jede Extremität mit offenen Armen begrüßen zu müssen.

Zitat

@Voice
Zu schade dass der Playboy und Co. weiterhin in einigen Ländern als "Schweinekram" angesehen wird, aber das spielt ja keine Rolle nicht wahr ? Solange es die Mehrheit so sagt und sieht ist alles im grünem Bereich


Ich bin Deutscher, also gehe ich von meiner Sichtweise aus. Ob das nun das Image des Playboy betrifft oder japanische Knuddelkissen - ich will und werde es mir nicht anmaßen, mich in eine Mentalität zu versetzen, die ich nunmal nicht innehabe. Da kann man mir noch so oft erklären, dass Klobrillenwärmer in Japan total normal sind, ich werde es trotzdem als ungewöhnlich betrachten, da ich es nicht gewohnt bin. Das heißt nicht, dass man etwas gleich schlecht findet, aber darf "nicht Gewohntes" wohl durchaus als bizarr betrachten.

Zitat von barkeeper

Und da stellt sich für mich nun ernsthaft die Frage: erwartet wirklich jemand, dass man fappend vor Ladies vs Butlers, To LoveRu oder Faito Ippatsu Juudenchan sitzt, nur weil man Ecchi mag? Für mich klingt das so nach ner Aktion auf dem Level eines 13jährigen, der sich zum ersten Mal DSF-Sportclips anschaut und sie irre erregend findet, weil er noch nicht weiß, dass es im Internet Pornos gibt ... Insofern verwundert mich diese Einstufung irgendwie ...


Ja, ich glaube, dass es durchaus Otakus gibt, die sich an diversen Serien aufgeilen. Otakus sind eine Zielgruppe. Wohlgemerkt (und schon zig mal betont): Ich schere damit niemanden über einen Kamm. Aber mir kann niemand erzählen, dass diverse Ferkeleien nur als Gag eingebaut werden "guck mal Titten.... hahahaha" suspekt Wieso schaut sich jemand ein Aki-Sora an? Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Entweder, man will unbedingt nackte Haut, verpackt in eine Geschichte (...) sehen, man sucht kurzweilige Unterhaltung oder man geilt sich eben dran auf. Einen anderen Zweck erfüllt das für mich nicht. Ja, ich hab die Serie bewusst gewählt, da ja hier auch schon so eine Definitionssache ist, wo Ecchi endet und Hentai beginnt.



Geschrieben von Hiei am 22.03.2010 um 21:26:

Zitat von Voice

Das heißt nicht, dass man etwas gleich schlecht findet, aber darf "nicht Gewohntes" wohl durchaus als bizarr betrachten.

Na geht doch Voice ^^
Zu den beiden ersten Punkten ( Japans Weltsicht und Playboy ) muss ich mich ja nicht mehr äußern, da wir hier genau an einer Stelle angelangt sind in dem sich diese Fragen nicht mehr objektiv beantworten lässt. Es wird immer etwas geben das andere für seltsam halten während andere dies als etwas normales betrachten.
Jene Sichten hängen von der Erziehung, der Herkunft, der Religion usw. ab, was ja dazu führt das es keine "optimale" Antwort dazu geben wird und zwar niemals.
Man kann es tolerienen aber muss es nicht akzeptieren., also in diesem Fall ansehen, spielen oder kaufen sweat

Darum ist auch jener Punkt nicht wirklich zu beantworten, da uns hier die Sichtweise eines "Japaners" fehlt;

Zitat von Voice

Einen anderen Zweck erfüllt das für mich nicht. Ja, ich hab die Serie bewusst gewählt, da ja hier auch schon so eine Definitionssache ist, wo Ecchi endet und Hentai beginnt.

Nachdem was ich weiß existiert der Begriff "Hentai" in Japan nicht wirklich als eigenständiges Genre sondern wird ebenfalls unter "Ecchi" kategorisiert. Lediglich der "Westen" stuft diese in 2 Kategorien ab, da ihr Bild über jenes Thema nicht so offen ist wie die der Japaner.
Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt ja sowieso nur eine Ansichtssache und lässt sich keineswegs objektiv beantworten.



Geschrieben von Discord am 22.03.2010 um 23:22:

Mh, gutgut. Nachdem ich:
- die bisherige Diskussion mitverfolgt,
- die bisherigen Meinungen nochmal überworfen,
- in Gedanken einen Vergleich mit westlichen Serien angestellt und
- alles nochmals aus einer objektiveren Perspektive betrachtet
habe...

Muss ich mich wohl geschlagen geben. Animes sind manchmal "Schweinskram", ja. Aber schlimmer als bei uns ist es wohl doch nicht. Sehr interessant, da das wieder einer anderen Theorie von mir gelegen kommt, nach der sich die Menschen an sich, egal welcher Kultur, gar nicht so sehr voneinander unterscheiden... Aber das ist ein anderes Thema.

Grade ich hätte aufgrund meiner schulischen und beruflichen Laufbahn drauf kommen müssen. Oder wie Voice es eben noch formuliert hat:

Zitat von Voice

Ja, ich glaube, dass es durchaus Otakus gibt, die sich an diversen Serien aufgeilen. Otakus sind eine Zielgruppe.


Es ist wie immer alles eine Frage der Zielgruppe. Wenn Animes mitten in der Nacht auf sonstewelchen Kanälen laufen, dann spiegelt das sicher nicht den Geschmack der japanischen Allgemeinheit wieder. Natürlich richtet sich das dann eher an die Freaks. Und andere Filme, die eventuell sogar im Kino laufen, haben in dem Fall natürlich auch einen ganz anderen Anspruch, ist ja klar. Diese erfahren natürlich eine viel weitere Verbreitung und dementsprechend ist der Inhalt auch auf eine breitere Zielgruppe ("Normalos") abgestimmt.

Ob nun Ecchi, Hentai (als guter Europäer grenze ich die einfach mal ab, Hiei zwinker ), Eroges, H-Doujinshis... Die gibts schließlich alle nur, weil ein Markt dafür da ist. Ist ja klar!

Auf irgendeiner vorherigen Seite wurds ja auch schon gesagt: Im Westen ist es ähnlich. Da gibts Komödien ala American Pie, die euch einige anstößige Inhalte drin haben. Und das will die entsprechende Zielgruppe auch!
Von riesigen Pornomarkt ganz zu schweigen! Nur hat man als Außenstehender kaum Einblick in den gewaltigen Umfang dieser Bedürfnisbefriedigungsmaschine und deshalb erscheint sie mir persönlich in der Relation wohl kleiner zu sein als im Animesektor.

Andersrum erscheint mir selbst der "Pornobereich" der Animeszene extrem groß, einfach WEIL ich hier mehr Einblick habe. Ich sehe die ganzen Visual Novels mit 18+ Inhalten, die unzähligen Doujinshis, die Hentaiserien (von denen es eigentlich gar nicht so viele gibt) und die Animes mit übertriebenen Ecchi-Anteil (die sich aber meist eh nur an eine kleine Zielgruppe richten und deshalb geringer gewertet werden müssten).

Hach, ich hoffe ich habe meine Gedanken nicht zu konfus breitgetreten.

Persönliches FAZIT: Anime ist genauso sehr Schweinskram, wie andere Medien es auch sind. Mh... irgendwie eine langweilige Erkenntnis.



Geschrieben von barkeeper am 22.03.2010 um 23:39:

Zitat von Voice

Zitat von barkeeper

Und da stellt sich für mich nun ernsthaft die Frage: erwartet wirklich jemand, dass man fappend vor Ladies vs Butlers, To LoveRu oder Faito Ippatsu Juudenchan sitzt, nur weil man Ecchi mag? Für mich klingt das so nach ner Aktion auf dem Level eines 13jährigen, der sich zum ersten Mal DSF-Sportclips anschaut und sie irre erregend findet, weil er noch nicht weiß, dass es im Internet Pornos gibt ... Insofern verwundert mich diese Einstufung irgendwie ...


Ja, ich glaube, dass es durchaus Otakus gibt, die sich an diversen Serien aufgeilen. Otakus sind eine Zielgruppe. Wohlgemerkt (und schon zig mal betont): Ich schere damit niemanden über einen Kamm. Aber mir kann niemand erzählen, dass diverse Ferkeleien nur als Gag eingebaut werden "guck mal Titten.... hahahaha" suspekt Wieso schaut sich jemand ein Aki-Sora an? Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Entweder, man will unbedingt nackte Haut, verpackt in eine Geschichte (...) sehen, man sucht kurzweilige Unterhaltung oder man geilt sich eben dran auf. Einen anderen Zweck erfüllt das für mich nicht. Ja, ich hab die Serie bewusst gewählt, da ja hier auch schon so eine Definitionssache ist, wo Ecchi endet und Hentai beginnt.

Ich kann hier natürlich nur aus meiner Perspektive schreiben, da es mir leider verwehrt ist, in andere Köpfe reinzuschauen und es mag eventuell wirklich Leute geben, die sich an so Serien ernsthaft aufgeilen, aber ich würde aus meiner Perspektive mal sagen, dass ich nicht davon ausgehe, dass es genug sind, um eine ausreichend große Zielgruppe zu sein. Vielleicht bin ich hier aber auch einfach nur zu optimistisch o.o^^ Demzufolge würde ich auch davon ausgehen, dass die meisten Ecchischauer in Ecchianime einerseits kurzweilige Unterhaltung und andererseits einen ästhetischen Wert sehen. Letzterer hat natürlich eine sexuelle Komponente, aber ... Leute, die wirklich nur fappen wollen, können halt gleich Hentai schauen. Hier im Board wurde uns ja schon sehr deutlich demonstriert, dass es durchaus Hentaischauer gibt, die Ecchiliebhaber nicht verstehen können, eben weil ihnen die Möglichkeit, zu fappen, fehlt und ihnen Ecchi dadurch sinnlos erscheint. Insofern halte ich es halt für unwahrscheinlich, dass es massiert (und damit marktrelevant durch Quotenmacht) wirklich um das Aufgeilen geht. Damit will ich natürlich nicht bestreiten, dass es in einigen Fällen dazu dienen mag, und ich gebe durchaus gerne zu, dass das eine absolut subjektive Einschätzung ist.
Zum Reiz von AkiSora - verweise ich mal ganz frech auf den Thread :D Ich denke, zumindest für die Mangaleser hat die Serie durchaus andere Komponenten ...^^



Geschrieben von Ge!st am 23.03.2010 um 11:18:

Wenn es die sogenannte Zielgruppe nicht gäbe bzw. diese nur sehr klein wäre, würde nicht so viel Schlüpfriges produziert werden, da der Markt, also die Menge an Konsumenten viel zu klein wäre. Bei der Menge an Ecchi-Inhalten in Animes, muss die Gruppe aber ziemlich groß sein, sonst würde die Studios am Konsumenten vorbei produzieren.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Zielgruppe tatsächlich relativ klein ist, aber eben sehr viele Hardcore Fans darunter sind, die kaufen kaufen kaufen, sodass sich trotz der Menge dies für die Studios finanziell rentiert, sonst wäre das aus wirtschaftlicher Sicht Selbstmord.

Aber egal ob die Zielgruppe jetzt klein oder groß ist, würde es sich wirtschaftlich für die Animestudios nicht rentiert, würden nicht dermaßen viele Animes mit ganz offensichtlichen Ecchi-Inhalten produziert werden. Eine Frage ist in dem Zusammenhang aber auch, ob sich die Animebranche mit der Häufung von Ecchi auf Dauer nicht wenige der anders orientierten Konsument vergrault.

Um es mal an mir fest zu machen, ich schaue heute weniger Ainimes und kaufe auch weniger Animes also noch vor ein Paar Jahren. Das liegt aber nicht nur an den für meine Begriffe zu viel an seichten Ecchi-Sachen, sondern auch die extrem Häufung von Serie mit Teenies bzw. Schulkids und der zunehmende Moe-Kram tragen daran eine Mitschuld.



Geschrieben von Hiei am 23.03.2010 um 12:36:

Zitat von Ge!st

Wenn es die sogenannte Zielgruppe nicht gäbe bzw. diese nur sehr klein wäre, würde nicht so viel Schlüpfriges produziert werden, da der Markt, also die Menge an Konsumenten viel zu klein wäre. Bei der Menge an Ecchi-Inhalten in Animes, muss die Gruppe aber ziemlich groß sein, sonst würde die Studios am Konsumenten vorbei produzieren.


So würde ich das nun nicht sagen
Im Vergleich zu damals hat sich der Anteil jener Animes mit solchen Elementen nicht sonderlich gesteigert. Lediglich scheint uns dieser Anteil so hoch vorzukommen, da nun pro Season mehr Animes produziert werden wie damals vor zb. 5 Jahren.
Was ja verständlich ist wenn die Nachfrage jenen Medien hoch ist.

Beispiel: Season A brachte es vor 5 Jahren auf maximal 12-15 Serien, während Season B nun gut über 25-30Serien zu verbuchen hat. Season A bot zu etwa 45-55 % Animes mit jenem Inhalt; Also etwa 6-8 Serien. Season B hat lediglich einen "geringen" Anstieg zu verbuchen von etwa + 5 -10 %. Somit ist jener Anteil mit 13-16 Serien deutlich höher als wie damals zu Zeiten der Season A. Das ändert jedoch nichts daran das es keinen "wirklichen" Anstieg gab.

Zitat von Ge!st

Um es mal an mir fest zu machen, ich schaue heute weniger Ainimes und kaufe auch weniger Animes also noch vor ein Paar Jahren. Das liegt aber nicht nur an den für meine Begriffe zu viel an seichten Ecchi-Sachen, sondern auch die extrem Häufung von Serie mit Teenies bzw. Schulkids und der zunehmende Moe-Kram tragen daran eine Mitschuld.

Medien wandeln sich und passen sich der jetzigen Wirtschaft bzw. Generation an. In diesem Fall ist ein verlorene Kunde keine wirkliche Rede wert da es immer genügend andere "Kunden" geben wird die seinen Platz einnehmen werden.
Zum Thema "MOE, Teenies usw. äußere ich mich mal "momentan" nicht da es doch zu sehr Richtung "Offtopic" geht und uns lediglich wieder aufden selben Punkt bringt wie da oben
[ MOE mal ausgenommen. Dabei handelt es sich ja um eine "Kunstart" der Zeichner und das jene niemals stehn bleibt und weiter entwickelt ist ja wohl klar ]



Geschrieben von barkeeper am 23.03.2010 um 14:13:

Ge!st, ich glaube, du hast mich da leicht falsch verstanden. Ich habe nie behauptet, es gäbe keine Zielgruppe für Ecchianime (da würde ich ja meine eigene Existenz leugnen :D ). Ich habe nur behauptet, dass es der Zielgruppe zumindest größtenteils nicht darum geht, sich an diesen Anime aufzugeilen, sondern dass es für diese Zielgruppe andere Gründe gibt, diese Anime zu konsumieren. Es gibt offensichtlich eine ausreichend große Zielgruppe für Ecchianime, die Frage, mit welcher Motivation sie geschaut werden, ist jedoch eine andere - um die es mir ging, da ich eben nicht glaube, dass die meisten Ecchiliebhaber sich einfach nur aufgeilen wollen.

Falls das gar nicht explizit auf meinen Post bezogen war, dann tut's mir leid =D



Geschrieben von Ge!st am 23.03.2010 um 15:55:

Zitat von Hiei

Medien wandeln sich und passen sich der jetzigen Wirtschaft bzw. Generation an. In diesem Fall ist ein verlorene Kunde keine wirkliche Rede wert da es immer genügend andere "Kunden" geben wird die seinen Platz einnehmen werden.

Mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein, die Animeindustrie hat nämlich seit geraumer Zeit zu kämpfen, selbst in Japan, also so rosig sieht es nicht aus und in so einer Situation zählt quasi jeder Käufer. Wenn ein potenzieller Käuferkreis weniger kauft, dann hat das früher oder später negative Auswirkungen, das kann Studios die Existenz kosten.

Es ist noch nicht lange her da wurde von der Animeindustrie vollmundig eine Qualitätsoffensive angekündigt, um Publikum und damit potenzielle Käufer zurückzugewinnen. Doch was ist seit dem geschehen, mehr Qualität auf jeden Fall nicht, sondern die Quantität wurde gesteigert und immer mehr Duzendware wird produziert (was fällt auf , vor allem Comdy, Ecchi und Schulkidserien werden wie am Fließband produziert). Das sind Wegwerfprodukten, konsumiert und schon vergessen. Wird so Publikum zurückgewonnen, nein und man hört im immer mehr kritische Stimmen auch aus der japanischen Medienindustrie, die das anprangern.



Geschrieben von Hiei am 23.03.2010 um 17:11:

Zitat von Ge!st

Zitat von Hiei

Medien wandeln sich und passen sich der jetzigen Wirtschaft bzw. Generation an. In diesem Fall ist ein verlorene Kunde keine wirkliche Rede wert da es immer genügend andere "Kunden" geben wird die seinen Platz einnehmen werden.

Mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein, die Animeindustrie hat nämlich seit geraumer Zeit zu kämpfen, selbst in Japan, also so rosig sieht es nicht aus und in so einer Situation zählt quasi jeder Käufer. Wenn ein potenzieller Käuferkreis weniger kauft, dann hat das früher oder später negative Auswirkungen, das kann Studios die Existenz kosten.

Schwarzmalereien hilft uns hier leider nicht weiter
Nebenbei erwähnt ist der Käuferkreis denn man wieder "zurückgewinnen" möchte, ebenfalls eine Gefahr für den jetzigen Käuferkreis der sich mit jenen neuen "Produkten" nicht zufrieden gibt.
So gesehen kann man lediglich nur eine Seite besänftigen und nicht beide Seiten.
Ebenfalls halte ich die jetzige Situation nicht für so schlimm wie du sie hier darstellst. Im Vergleich zu den letzten Jahren wurden in Japan weit aus mehr Lizenzen verkauft ins Ausland als wie damals, was ja wohl defintiv auch für einen Gewinn spricht.
Ebenfalls handelt es sich bei den meisten Produkten ,die du hier als "Wegwerfprodukte" bezeichnest, seltsamerweise um Titel die DVD-Rekorde in Japan stellen ( In diesem Fall spreche ich gerade von K-On ).

Zitat von Ge!st

(was fällt auf , vor allem Comdy, Ecchi und Schulkidserien werden wie am Fließband produziert)

Deine Abneigungen alle Ehre aber erwartest du wirklich das eine "Fließband" Produktion solche Verluste einfahren kann ?
Du sprichst ja selbst davon dass die Qualität jener Titel ziemlich schwach ist, also sind die Produktionskosten im Vergleich zu anderen Serien durchaus niedriger. Dennoch werden mit solchen Titeln Gewinne eingefahren die sich nicht nur auf dem DVD-Markt zeigt sondern auch in der Merchandising Szene.
Nun gut ich muss dir dennoch zustimmen wenn ich ebenfalls der Meinung bin " Es ist genug ", aber mit jenen Titeln die du dir wünscht bzw. ich werden lediglich Gewinne in den DVD-Verkäufen erzielt, während jene andere Titel auch in anderen Szenen das Geld bringen.

Ps. Ich will ja hier nicht aus "Pseudo-Mod" machen, aber wäre diese Diskussion nicht lieber in einem anderem Thread besser aufgehoben ? Das Thema hier hat sich ja mehr oder weniger geklärt ( siehe Discords und meinen Beitrag ).



Geschrieben von chounokoe am 23.03.2010 um 19:04:

Naja ich finde schon, dass die Diskussion noch irgendwo am Thema orientiert ist, selbst wenn sie sich nicht mehr 100%ig mit der Ursprungsfrage auseinandersetzt. Jetzt einen absoluten Schnitt zu setzen fände ich irgendwo falsch, weil man dann viele Grundlagen erstmal wieder niederschreiben müsste.

Zitat von Ge!st

Um es mal an mir fest zu machen, ich schaue heute weniger Ainimes und kaufe auch weniger Animes also noch vor ein Paar Jahren. Das liegt aber nicht nur an den für meine Begriffe zu viel an seichten Ecchi-Sachen, sondern auch die extrem Häufung von Serie mit Teenies bzw. Schulkids und der zunehmende Moe-Kram tragen daran eine Mitschuld.

Ich würde das Problem aber nicht einfach daran festmachen, dass die Zahl der guten Anime gesunken ist, sondern eher ihre prozentuale Verteilung auf die Gesamtproduktion von Anime in Japan. Verglichen mit den im Schnitt etwa 40-50 Serien pro Jahr, die in den 90ern produziert wurden ist unter den 100-120 Anime pro Jahr in den 2000ern natürlich weniger Qualitätsware drunter. Wer es mal nachchecken möchte, ich hab auch einen groben Einblick mal im Anime-branche geht den Bach runter Thread gepostet.

Natürlich schaut man auch als Fan mit der Zeit irgendwann immer weniger Anime, denn zu Beginn hat man als durchschnittlicher europäischer Anime-Fan ungefähr 50 Jahre Anime aufzuholen, von denen meist auch mindestens 20 relevant sind. Dadurch kann man aus einem riesigen Pool an Serien schöpfen, der allerdings ganz natürlich mit der Zeit kleiner wird. Ich würde allerdings wirklich gerne einmal von jemandem aufgelistet bekommen, dass er vor 5 Jahren mehr aktuelle Serien über ein Jahr verteilt gesehen hat als heute.

Mal als Beispiel (nur mit Serien die in dem Jahr aktuell waren):
2000 sah ich Boogiepop Phantom, Digimon Adventure02, Yami no Matsuei, Vandread und Gakkô no Kaidan, 5 Serien von denen ich 2 gut fand.
2005 sah ich Air, Jigoku Shôjo, Shakugan no Shana, Tsubasa Chronicle, Trinity Blood, Noein, Mai-Otome, Mushishi, Xenosaga und Loveless, 10 Serien von denen ich 4 gut fand.
2009 sah ich Shikabane Hime Kuro, Tetsuwan Birdy Decode02, Kemono no Sôsha Erin, Pandora Hearts, Shangri La, Hagaren, Higashi no Eden, Umineko no naku koro ni, Bakemonogatari, Canaan, Book of Bantora, Seiken no Blacksmith, 11eyes, Kaidan Restaurant, Kûchû Buranko und Aoi Bungaku, 16 Serien von denen ich 8 gut fand.

Man sollte sich auch mal angucken ob die Anzahl von Fanservice Serien wirklich gestiegen ist, oder vielleicht nur die Gesamtproduktion von Anime. Nicht zu schweigen von der viel stärkeren Nutzung des Internets, wodurch viel mehr Blödsinn zu uns herüberschwappt als noch vor 5 Jahren.
Ich meine wie viele Leute waren allen Ernstes 2000-2004 auf einem aktuellen Animestand?! Meistens nahm man da das, was gerade irgendwo groß angepriesen wurde und testete sich halt durch. Heute, einmal durch die schiere Masse an saisonalem Auswurf den wir haben und dadurch, dass es uns Blogs und Foren viel einfacher machen, haben nur viele die Lust verloren sich einfach mal durchzuprobieren.

Die prozentuale Menge an sexuell orientiertem Kram ist kaum gestiegen, heutzutage ist es allerdings auch möglich, durch eine geringere Hemmschwelle in der Gesellschaft, mehr zu zeigen als noch vor 10 Jahren.



Geschrieben von Oscu am 29.03.2010 um 01:33:

Wirklich ein interessanter Thread, muss ich schon sagen. :D


Offizieller (unpassender?) Fanservice-Bonus außerhalb einer Serie

Zitat von Voice

Mein traumatisches Erlebnis hatte ich hier mit Mai HiME, als ein offizielles Bild auftauchte, das einen Brustvergleich aller weiblichen Charaktere zeigte. Wohlgemerkt, es war kein Doujin oder Fanart, es ist etwas Offizielles und ist auch im TV Serien Artbook abgebildet. Hier begannen meine Vorstellung zu bröseln: Wie soll ich denn einen Charakter für voll nehmen, der nur dazu da ist, damit Freunde von Doppel-D auf ihre Kosten kommen? Ich habe ja Mitleid mit den Hardcore-Otakus, die noch nie im Leben eine Frau angefasst haben und darauf angewiesen sind. Dass die dann allerdings solch eine Nachfrage darstellen, dass immer mehr davon kommt, finde ich weniger prickelnd. Es gibt zumindest ein paar Animes, die man sich gerne anschaut und auch für etwas gehobenere Kost hält. Entpuppt sich dann der Hauptcharaktere als Fanservicemaschine, kommen mir die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Geschichte. Wohlgemerkt, ich spreche hier von Formaten, die sich ernst nehmen. Bei Mai HiME wollte ich partout keinen Zugang mehr zu den Charakteren finden, weil ich immer im Kopf hatte, dass es Person x lediglich gibt, damit sie eine W*chsvorlagenfunktion erfüllt. Prima. Bestätigt wurde ich, als ich dann diese Draufspringkissen von Shana und Louise sah. Also doch Schweinekram. Sowas:

http://www.abload.de/img/zero_pillow_176ls.jpg



Zu erst einmal danke für das deliziöse Bild. XD Habe ja schon viel kontroverses zu Zero no Tsukaima gehört und auch lange, lange überlegt, ob ich mir das anschaue, hier im Forum, aber nun erfolgt hiermit die Initiative mir die Serie doch mal zu Gemüte zu führen (die ehemaligen Flames gegen die Serie haben meine Neugier nur von mal zu mal gesteigert). Aber das nur so nebenbei~!

Zu deinem "Trauma" (das besagte Bild kenne ich auch) - Ja, das kann ich wo nachvollziehen, auch wenn ich das Bild bisher her mit einem schmunzeln aufnahm. Ich muss sagen, dass ich wahrscheinlich inzwischen durch das leidenschaftliche Sammeln von fanmade Bildern diverser Serien reichlich abgestumpft gegen so etwas bin.
Und ja, ich gebe zu, selbst Hentai-Bilder zu Serien, wo solch eine Komponente in der wirklichen Serie selbst unvorstellbar, unmöglich oder gar undenkbar(?) wäre, sammle ich hin und wieder gern. Manche Bilder sind vom Stil her dem Original Design relativ ähnlich bzw. ist kaum von einem offiziellen Artwork zu unterscheiden.
Ob das nun fraglich für eine normale Fan-Aktivität ist, sei dahingestellt, ich würd es nicht mal so krass mit den gern heran gezogenen "Hardcore-Otaku"-Leidenschaft gleichsetzen - aber darum geht es erst mal auch nicht. Worauf ich hinaus will, ist, dass ich mit der Zeit gelernt habe, solche Bilder auch von der eigentlichen Serie zu trennen, seien die nun offiziell oder nicht.
Ich kann verstehen, dass manch ein bestimmten Charakter, den man schätzte und auch ernst bisher nahm, für einen nur noch wie nichts wirkt, nachdem man auf solche Bilder von dem stößt. Auch wenn die Ansicht wieder zum tausendsten Male 08/15 daherkommt, aber wie man es letztendlich empfindet, hängt dann doch mit dem eigenen Geschmack zusammen, denn ich persönlich sehe solche Bilder durchaus als ein Bonus, den man ignorieren kann, wenn man will (Nagut, in deinem Fall Voice, konntest du es wohl nicht mehr vergessen. XD ).

Ich denke zudem, dass es gar nicht mal damit zusammenhängen muss, ob es nun offizielles Material davon gibt oder nicht, oder? Als ich Ecchi-Bilder zu Bokurano gesehen habe, war ich auch bisschen baff, jedoch war das wiederum fanmade. Dennoch beeinflussen selbst Fanmade Bilder durchaus (besonders) bei der ersten Begegnung mit solchen Sachen die eigene "Einstellung " und Ansicht gegenüber dem Charakter.
Bedenken sollte man auch, dass solche Bilder wie dieser Bra-Vergleich bei Mai-Hime doch auch meist hinterher kommen und nicht erst schon vorher wie ein Konzept existieren... insofern würde ich daher nun von ausgehen, die seien vornherein nur erschaffen worden, um als ... "Wichsvorlage" her zuhalten. Ich kann wie gesagt, solche Bilder gut von der eigentlichen Serie trennen. Natürlich hat jeder davon andere Eindrücke, aber so sehe zumindest ich das.

Und da barkeeper auch schon ein schönes Beispiel wie Kimiga Nozomu Eien erwähnte:
Obwohl ja solche Bonus-Sachen wie diese Comedy-Szenen am Ende der Serie oder gar offiziell existierenden Bilder, von den Protagonistinnen in Bikini oder Unterwäsche, gern mal als verwerflich/fraglich angesichts des tragischen Serieninhalts gesehen werden, betrachte ich es hierbei ebenfalls nur als reines Bonus und finde es gar nicht mal so fehl am Platz auch dafür zu werben. Hier muss man aber noch zusätzlich beachten, dass die Vorlage zudem auch ein Eroge war und dementsprechend solch ein "Bonusmaterial" außerhalb der Serie nicht ausgeschlossen werden muss.

Ich jedenfalls sehe die Charaktere so wie sie in der Serie sind.
Habe ich mal einen Hentai-Doujinshi zu den jeweiligen Charakteren gelesen, dann denke ich mir nur bei "Kann ich mir auch gut 'offiziell' vorstellen", aber betrachte diese immer noch separat von den Charakteren innerhalb der Serie.
Ähnlich mit solchen Fanservice-Komponenten sehe ich es mit manchen DVD-Bonusszenen von Drama-Anime, wo innerhalb der Serie meist alles auf todernst getrimmt ist, aber bei den Bonusszenen vermehrt Comedy ins Spiel kommt (z.B. in Form von Chibi-Figuren), was null zu den eigentlichen Charakteren passen würde. Diese Szenen sind ja auch offiziell, aber die Charaktere würden sich in der eigentlichen Serie so nie verhalten. Ergo betrachte ich sie auch in dem Fall separat.^^

Das ist mein Empfinden, dass ich mal versucht habe, verständlich darzulegen, wenn auch umständlich formuliert. Aber natürlich verstehe ich die Gegenseite voll und ganz. Mir ging es ja ab und an ähnlich.


Love Hina und Dakimakura-Kult

Zitat von Voice

Da ich Wert auf Charaktere lege, ist es mir wichtig, dass sie keine Sexobjekte sind oder gar entworfen werden, um solche zu werden. In Love Hina sieht man auch des Öfteren Pantyshots und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass die Charaktere sich darüber definieren oder dafür gemacht sind. Es besteht immer ein feiner Unterschied.

[...]

Ich verurteile nicht die Kissenbesitzer, sondern die Dinger per se. Als Besitzer wäre es dann aber auch interessant zu erfahren, warum man sich so etwas zulegt. In der Regel ist es doch dazu da, sexuelle Wünsche von Otakus zu erfüllen, anders kann ich mir kaum erklären, dass die abgebildeten Mädels halbnackt sind.


Zuerst, sei gesagt, dass ich finde, dass du Love Hina sehr tolerant gegenüber bist. xD Das sei jetzt nicht als Kritik, sondern als Eindruck zu verstehen.
Ich hab zwar noch kein Dakimakura bisher von den Charakteren der Serie erblicken können, aber was gerade deinen letzten Satz dazu angeht, so finde ich, dass zwischen diesem Brustgrößen-Vergleich-Bild von Mai-Hime und einem Fanservice-Bild von Love Hina (so ein Weihnachtsmotiv, wo halbnackt bzw. nackt die Mädels in Geschenk-Packpapier gewickelt herumliegen) nicht wirklich Unterschiede bestehen. Zumindest nicht in der Hinsicht, dass die Mädels eben mit ihren Reizen nicht geizen, posieren und kräftig für die Fanservice-Sparte werben und gar (einzig) dafür da waren.
So sehe ich es persönlich zwar nicht, aber wie gesagt, nimmt sich das eine nicht viel vom anderen. Oder wie siehst du das?^^
Zudem fand ich doch allein die Manga-Cover sehr aufreizend gemacht. Ständig wurden gewisse Stellen geschickt verdeckt und dennoch wurde der Betrachter mit gewissen sexy Posen optisch verwöhnt.

Ich sehe dennoch schon so, dass innerhalb der Serie selbst, die Charaktere besonders für Ecchi-Slapstick-Einlagen herhalten mussten und den Eindruck machten, dafür "da gewesen zu sein". Natürlich kamen auch Persönlichkeiten nach und nach zum Vorschein, aber vom Vergleich her hinkt es allgemein etwas, da gerade Love Hina doch quasi das Urgestein des Harem+Ecchi-Genre ist, wo Mai-Hime hingegen in der Serie noch relativ bodenständig ist.

Aber wie gesagt, kann ich verstehen, was Voice ungefähr meint...
Übrigens habe ich mich mal lange vorher schon gefragt, was es mit diesen Dakimakuras auf sich hat. Bei manchen Motiven habe ich mich schon gefragt, ob der Großteil der abgebildeten Charaktere, die oft sehr aufreizend posieren oder bekleidet sind, von den offiziellen Machern designt bzw. genehmigt wurden. Vom Stil her sahen diverse sehr nach Official Art aus, wobei gerade der Ursprung des Animecharakters mich etwas daran zweifeln lässt (Beispiele: Prinzessin Tutu, Card Captor Sakura, Ai Enma (Jigoku Shoujo), Yuki Nagato und viele weitere)
Manchmal hab ich mir schon gedacht, dass selbst diese Sachen eher mehr als "Fanmade" vertrieben werden.^^ Andererseits und ansonsten käme es dem Eindruck gleich, dass bereits Voice auch von diesem Mai-Hime-Bild hat.

Und dennoch finde ich Hieis Vergleich der Kissen und unsererseits bekannten Playboy-Magazin wirklich nicht schlecht.
Denn ob die drauf abgebildete Person existiert, tut für mich nichts zur Sache. Sie posiert auf erotisch ästhetische Weise, bleibt dennoch für den Betrachter (an meiner Stelle zumindest) auf Distanz. Kann ja durchaus für manch einen edel sein, was so ein Magazin angeht... nicht in meinen Fall, aber ich setze es, wie Hiei es ähnlich beschrieb, dann mit einem Ecchi-Magazin, einem Ecchi-Poster oder was weiß ich gleich. Ich z.B. finde die Eromanga-Anthologien auch wo "edel". Official Ecchi Arts bekannter Charaktere finde ich auch sogar wo edel. Es hat diesen gewissen "Idol-Status", sag ich einfach mal... man hat dennoch keinen wirklichen Bezug dazu, außer ein Stück Begehren.
Und genauso sehe ich das bei dem Playboy... Das Argument, dass die abgebildeten Berühmtheiten wenigstens real sind, beeinflusst für mich gesehen, die Betrachtungsweise rein gar nicht... die Wahrscheinlichkeit jemals dem "Promi" hautnah zu sein oder die/denjenigen anzutatschen, ist doch gleich null. Da spielt evt. die Vorstellungskraft noch eine Rolle, käme aber dann der Sexobjekt-Ansicht eh gleich und das genau sehe ich nicht groß anders als wie bei nicht real existierenden Charakteren.
Ob man wiederum die Leute verstehen kann, die fiktive Charaktere (egal durch welches Medium) attraktiver finden, als manch reale Menschen oder diese gar vorzieht, ist eine andere Sache.
Ich finde zudem, dass "Realitätsverlust", wenn es um Zuneigungen zu einem Anime-Charakter geht, keine traurige Sache "ist", bzw. das das an sich in meinen Augen gern mal von der Allgemeinheit zu dramatisiert dargestellt wird, denn ich finde es nicht großartig anders, als würde man einfach nur eine starke Fantasie und Vorstellungskraft haben.



Zitat von Ge!st

Es gibt mir heute im Animebereich z.B. zu viele weibliche Charaktere mit großen Brüsten, da hat nicht selten ein Teenie schon einen Busen von 90 cm aufwärts. Das gefällt mir ganz und gar nicht und ästhetisch ist dies für meinen empfinden auch nicht (ich kann mich dem Eindruck nicht erwähren, dass die Leutchen - die Produzierenden wie die Konsumenten - schlicht keine Erfahrungen haben!).


Ebenso pauschal, wie Ge!st seinen Eindruck gehalten hat, so möchte ich auch gerne ebenfalls es erstmal pauschal festhalten. (Mir ist durchaus klar, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.)
Interessant, dein Eindruck. Ich empfinde es manchmal sogar umgekehrt. Ich hab das Gefühl das Lolita-Fandom keimt langsam auf und die Charaktere weisen eher vermehrt Flachbrüste auf. xD *_*
Du musst aber zugeben, dass doch gerade die Anime mit einem heraus stechenden, "übertriebenen" Szenario meist nur solche weiblichen Charaktere hat, sei es Action, Comedy oder sonst was abgedrehtes.
Haben die weiblichen Hauptcharaktere aus eher bodenständigen Anime relativ normale Proportionen besonders bez. des Brustumfangs, sind sie irgendwo auch "unauffällig". Wobei ich damit nicht sagen will, dass das Aussehen allein den Charakter bestimmt. (Gott, wir reden hier echt über Titten! xD Und nein, Leute, wir reduzieren definitiv nicht die weiblichen Charaktere auf das Sexappeal. xD )

Alles was ich damit sagen will @Ge!st... Ich denke, es ist weniger eine Tatsache, dass die Leute keine Ahnung der weiblichen Anatomie haben, sondern mehr Effekthascherei und Locktaktik um einfach mal potenzielle Neugierige zu schaffen, denn Mädels mit dicken, wabbelnden Titten und zusätzlich abgedrehten, nicht normalen Charakter fallen einfach mal derbe auf. (Ob sie das interessant macht, ist wieder jedem seine Sache)


Chounokoe hat zudem ja schon super beschrieben, wie auch ich es im gleichnamigen, genannten Thread angebracht habe. Ich denke, die Auswahl an Anime hat sich stets gar verbessert, die "monotonen" Inhalte wie z.B. in der oft angemerkten Ecchi-Sparte, fallen eben nur verstärkter auf als früher, haben sich aber in meinen Augen auch nicht wirklich "krass vermehrt".
Ich bin aber auch der Meinung, dass die Nachfrage an solchen Sachen nicht immer nur den "dubiosen Otakus" zu zuschreiben ist, als seien die irgendwelche Sündenböcke. Ich sehe es, wie Hiei es sicherlich auch meinte, inzwischen als relativ normal, dass außerhalb mancher Serien von einigen Charakteren viel Fanservice-Merchandise existiert und kann es gut von der eigentlichen Serie differenzieren, das ist für mich die Hauptsache.
Für mich hört der Spaß nur bisschen eben auf, wenn man auch solche Sachen vorfindet von ehemaligen Kinderserien (wie eben CCS), wo das mal null für mich passt. xD
Aber solange es bereits auch innerhalb der Serie passt, ist die Merchandise-Sache außerhalb schon keine Rede wert. :D

Eine unberechenbare Entwicklung des "Sex sells"-Prinzips.



Geschrieben von Tenshi am 01.04.2010 um 19:55:

Zitat von Ge!st

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Zielgruppe tatsächlich relativ klein ist, aber eben sehr viele Hardcore Fans darunter sind, die kaufen kaufen kaufen, sodass sich trotz der Menge dies für die Studios finanziell rentiert, sonst wäre das aus wirtschaftlicher Sicht Selbstmord.


Ich frage mich, woher die Otakus das Geld haben. Also die Extrem-Otakus.
Und noch mehr frage ich mich, ob die Serien, die sie eben gerne gucken und wohl wirklich als Aufgeilungsvorlage nutzen, überhaupt nochmal geschaut werden oder ob es nur "benutzt" und dann in die Vitrine gestellt wird.

Zitat von barkeeper

Es gibt offensichtlich eine ausreichend große Zielgruppe für Ecchianime, die Frage, mit welcher Motivation sie geschaut werden, ist jedoch eine andere - um die es mir ging, da ich eben nicht glaube, dass die meisten Ecchiliebhaber sich einfach nur aufgeilen wollen.


Ich denke, vielen Ecchi-Fans geht es darum, dass sie einen Bezug zu ihrem Charakter aufbauen können, den man in einem Hentai halt nicht hat. Hier gibt es eine Story, die eine mal größere, mal kleinere Handlung für sich einnimmt. Und man sieht bekanntes lieber freizügig als Unbekanntes XD Das ist eine erwiesene Studie, man interessiert sich mehr für das Intimleben bekannter Personen als völlig Fremder, vorausgesetzt das Äußere bietet einen Grund dazu.

Zitat von Oscu

Ich hab zwar noch kein Dakimakura bisher von den Charakteren der Serie erblicken können, aber was gerade deinen letzten Satz dazu angeht, so finde ich, dass zwischen diesem Brustgrößen-Vergleich-Bild von Mai-Hime und einem Fanservice-Bild von Love Hina (so ein Weihnachtsmotiv, wo halbnackt bzw. nackt die Mädels in Geschenk-Packpapier gewickelt herumliegen) nicht wirklich Unterschiede bestehen.


Ich finde diese Art von Schweinekram bei Love Hina seltsamerweise auch vertretbarer. Das ist nämlich eine Comedyserie, da kann ich sowas eher tolerieren als in einer Fantasy-Super Power Story, die ich gerne ernstnehmen würde ohne Beiwissen, dass man ein paar Leute, die gerne animiertes Fleisch sehen wollen, bis zum Ende hin mitgeschleppt werden müssen für die Quote XD



Geschrieben von Misato am 05.04.2010 um 19:03:

Ich habe den Thread die vergangenen Wochen mit Interesse verfolgt, will aber zurück zur Ausgangssituation gehen, statt mich hier mit sowas mühseligem wie der Definition des Wortes "Schweinkram" auseinander zu setzen. Wo jeder die Grenze zieht zwischen harmlos, sexy, erregend, anstößig und pervers ist für mich an dieser Stelle weniger wichtig. Ich will hier kein neues Thema eröffnen, nur um einen Gedankengang unterzubringen, der sich beim lesen formte.

Es fing an mit der Feststellung, dass Sex in Animes eben als Verkaufsargument genutzt wird. Fans ranziehen und ihnen geben was sie wollen und dass das in diesem Genre überproportional vertreten sei, wodurch sich eben die Vorstellung - bei nicht-Konsumenten - gebildet hat, alle Anime, die nicht "Pokemon" sind, müssen schweinischer Hentaikram sein. Da wurden besonders zu Anfang viele gute Punkte gebracht, warum das eher eine subjektive Wahrnehmung ist, denn andere Medien fahren ebenfalls gern die Sex Sells Masche - nicht zuletzt die Musikindustrie, die in so manchen Genre weniger durch den Song, sondern ein Video mit hopsenden Möpsen und nackter Haut auffällt.
Allerdings habe ich mir in der letzten Zeit dann doch vermehrt die Frage gestellt, was diesen Sex eigentlich ausmacht. Und warum nerven mich bouncy breasts in einem Anime, wenn ich bei einem Realfilm wie "Bitch Slap" spontan jubeln will, weil die drei Hauptcharaktere über ihre Dekolletés eingeführt werden.

Es geht hier um meine Meinung, meine Wahrnehmung und einen Grund, warum ich alles andere als erpicht bin, jeden Anime unter der Sonne zu kennen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich jemanden abstrafen will, dass er auf die Inhalte abfährt oder das sich Kultur in einem anderen Land anders entwickelt hat.
Was mich persönlich wahnsinnig stört ist das Missverhältnis zwischen sexuellen Anspielungen und Sexualität.
Es werden Animes produziert, in denen im jedem gefühlten 5. mal eine Szene kommt, wo Person A Person B nackt sieht, hoch rot anläuft und eventuell drei Liter Blut durch die Nasenöffnung verliert. Das Pendant dazu in einer Sitcom ist das klassische "oh, das Bad ist nicht abgeschlossen, huch, nun habe ich meinen Mitbewohner nackt gesehen". In beiden Fällen wird das zur Schau stellen von Nacktheit für einen Witz verwendet (den der Zuschauer nicht mal full frontal zu sehen kriegt). In einem Anime habe ich aber hinterher oft das Gefühl, dass die Charaktere grade zum ersten Mal eine entblößte Brust oder gar einen Penis *gasp* gesehen haben. Während in der Sitcom früher oder später ein Kommentar zu einem Freund kommt, dem man davon erzählt und einen Spruch raus haut, dass einem die Aussicht gefiel (gut ausgestattet und so). Diese Sitcommenschen besitzen eine eigene Sexualität.

"My-HiME" wurde hier schon angesprochen. Hauptfigur Mai zeichnet sich durch einen riesigen Brustumfang aus. Warum nicht? Gibt genug Hollywoodfilme, die auf Airbags setzen. XD So kommt bereits in Folge 1 der unweigerliche Moment, wenn der zukünftige mögliche Love Interest stolpert und sein Gesicht in den weichen Rundungen versenken kann. Aber es kommt noch besser, zu jeder Folge gibt es ein kurzes Special und da hatte man nichts besseres zu tun, als auch einen kurzen Zweiminüter Mai und ihrem ersten BH-Kauf zu widmen. Habe ich auch drüber gelacht, aber wenn ich drüber nachdenke, ist es schade, dass allein ihre Brustgröße schon fast unter Charaktereigenschaften läuft (nicht aber ein tatsächliches Verlangen nach jemanden).
Oder der Manga "Code:Breaker". Die weibliche Hauptfigur (mit extra großen Brüsten) sieht, wie ein Junge andere Menschen verbrennt, ist schockiert, muss noch viel lernen und was passiert in der Schule? Man zeigt ihr soziales Umfeld und da fiel dem Autoren dann nichts besseres ein, als eine Mitschülerin aus dem Hut zu zaubern, die ihr an den Brüsten rumgrapscht und diesen auch Namen gibt. Ich sage nicht, dass das nicht amüsant sei. Mein Problem ist einfach, dass das einem unglaublichen Selbstzweck dient.

Ich glaube, "Grey's Anatomy" dürfte derzeit der Spitzenreiter unter den Realserien sein, wenn es um Sex bzw Sexszenen geht. Abgesehen davon, dass da jeder schon mal mit jedem hat, wird auch unverblümt drüber geredet, wenn man es mal grade nicht treibt (notfalls sogar im OP). Aber das wirkt auf mich nicht so aggressiv und plakativ, weil die Figuren hier nicht nur zu Lustobjekten des Zuschauers werden, sondern ihre Sexualität aktiv ausleben.
Mir tun Romance Fans im Animesektor leid. Man muss sich zufrieden geben mit Mädchen, die erröten, weil sie aus dem selben Glas trinken, wie ihr Schwarm (whoa, indirekt kiss!11elf). Es ist eine Sache, mitzufiebern, bis sich das Paar, dem man zujubelt auch wirklich kriegt. Dass diese aber kaum in der Lage sind, sich mal einen ordentlichen Kuss aufzudrücken (und das nicht nur kurz vor Schluss), ist mir zu frustrierend.

Wie gesagt, für mich ist das einfach ein sehr großer Unterschied, was die von den Machern genutzten Anzüglichkeiten angeht KONTRA tatsächlichen sexuell ausgerichteten Inhalten für die Story und ihre Figuren selbst.
Ich kann dem einfach für mich nichts abgewinnen, wenn Fans brüskiert sind, weil ihr angebeteter Goddess-Chara eventuell keine Jungfrau mehr ist. Grade das fehlt mir oft. Obwohl oberflächlich viel getan wird, um die Kunden bei Laune zu halten - sei es mit Pantyshots, Swimsuit Szenen, obskuren BH-Größen, offiziellem Artwork mit wenig bedeckter Haut etc pp - so wird Sexualität als Inhalt einfach ausgeblendet.

So, das wollte ich mal gesagt haben.



Geschrieben von Voice am 07.04.2010 um 21:04:

Schön definiert, Misa. Ich bevorzuge eher die Seite der Sitcommenschen, die auch tatsächlich ein Sexualleben haben, während ich mich bei vielen Animecharas schon frage, ob sie nun wirklich zum ersten Mal ein Höschen gesehen haben. Und grade bei älteren Charas frage ich mich, ob sie denn jemals irgendeinen Austausch in Form von Zärtlichkeit oder von mir aus auch wirklich Sex hatten oder ob das nun pure Notgeilheit ist.

Im Fall von Mai HiME: Das erste, woran ich bei Mai denke, sind (leider) Titten -.- Ich zähle die Serie zu meinen Lieblingen, aber der Hauptcharakter definiert sich über ein sonniges Gemüt und Titten, mehr finde ich dort nicht. Und das finde ich schwach für einen Hauptcharakter in einer solch dramatischen Story - deswegen stehe ich ihr allenfalls äußerst neutral gegenüber. Dummerweise bringen die meisten Charaktere dort fast nur Vorbau mit, sogar eine Haruka reduziert man gerne darauf. Von Otome mal ganz zu schweigen...

Zitat von Misato

Mir tun Romance Fans im Animesektor leid. Man muss sich zufrieden geben mit Mädchen, die erröten, weil sie aus dem selben Glas trinken, wie ihr Schwarm (whoa, indirekt kiss!11elf).


Es gibt schon ein paar tolle ernsthafte Romance-Animes wie ef - a tale of memories., True Tears oder Kimi ga Nozomu Eien. Dürften aber wirklich ruhig mehr sein, hätten die Charaktere eine gesunde Einstellung zu Liebe und Sexualität, dürfte es von mir aus nur darum gehen. Aber nicht immer nur Pantsus und Nasenbluten ko Vielleicht fehlen wirklich einige Smut-Manga-Adaptionen, School Days zeigt da ja schon ganz andere Formen der Sexualität. Zwar hässliche Auswüchse, aber mal Abwechslung. Ich bin ja echt schon froh über kleinere Sex-Szenen wie z.B. in NANA, die zeigen, dass die Figuren auch außerhalb der Story funktionieren und eben nicht nur dann, wenn grad ein Gag benötigt wird.