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Kotoka
silence soraka kills u

Dabei seit: 13.06.2008
Alter: 22
Beiträge: 100
Herkunft: Kingdom of Steel Pet: Kirby
Sammelalbum
Credits: 14
gekaufte Marken: 5
verdiente Marken: 4
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Japanischer Titel: マブラヴ オルタネイティヴ
Alias: MLA, Muv-Luv Alternative
Entwickler: âge
Genre: Drama, Science Fiction, Romance, Mecha,
Sprache: Japanisch, Englisch
Translation: Amaterasu Translations
Offizielle Website: http://muvluv.com/
Relationen: Kimi Ga Nozumu Eien, Muv-Luv Extra/Unlimited (Prequel)
Opening
Allgemeines:
Die Muv-Luv Serie ist das momentane Flaggschiff von âge. Dabei ist MLA eine der gehypetesten VN der letzten Zeit und das zu Recht. Zusammen mit Muv-Luv Extra/Unlimited bildet es ein Epos von dessen Kaliber es wenige gibt. Im Gegensatz zu der Prequel ist MLA eine static novel, der Leser nimmt also keinen Einfluss auf das Geschehen.
Zusammenfassung:
MLA setzt da an wo MLU aufhört, bzw. anfängt. Der Protagonist Shirogane Takeru findet sich im gleichen Setting wieder. Eine Welt die seiner Urspungswelt ähnelt, jedoch mit dem Unterschied, dass sich die Menschheit seit Jahrzehnten mit einer außerirdischen Existenz im Krieg um das Fortbestehen der Menschheit befindet. Die BETA, wie sie genannt werden, griffen die Erde an und veränderten den natürlichen Lauf der Geschichte. Zur Zeit von MLA befindet sich die Menschheit am Rande der Niederlage. Der einzige Ausweg ist das Projekt Alternative IV. Takeru ist bei diesem Projekt einer der Schlüsselfiguren und arbeitet mit alten Bekannten aus der Prequel zusammen an seiner Verwirklichung. Dabei bedienen sie sich, wie auch schon in der Prequel, riesiger Mechas um den Beta entgegen zu treten. Streng genommen ist MLA die fehlende Sumika-route aus MLU. In MLA werden viele Fragen aufgeklärt die in MLU entstanden sind und bringt die Haupthandlung zu einem gloreichen Ende.
Charaktere:
Charaktere
Bewertung:
Das Wichtigste vorweg!! Es ist, so denke ich, essentiell, dass man Muv-Luv Extra und Unlimited vor Muv-Luv Alternative liest. Ein Vergleich wäre Faust II zu lesen ohne zu wissen das in Faust I überhaupt passiert ist.
Zu MLA ist zu sagen, dass es die Ergänzung und Vollendung eines Epos ist. Was in der prequel nur 0815 rübergebracht wird, wird in der sequel aufbereitet und verepischisiert (Wortneuschöpfung). Am Ende hat man ein klares Bild über die Ereignisse in der ganzen Serie das keine Fragen offen läßt. Dabei überrascht MLA mit Einfallsreichtum und nimmt Abstand von alt eingefahrenen Genreklassikern. Der Plot ist relativ frisch und überzeugt durch eine gut durchdachte Storyline in der keine Gefühl von "mhh das kenn' wa scho' lass ma skippen" aufkommt, trotz das MLA auf der Geschichte von MLU basiert. Der Plot an sich ist mäßig komplex (vor allem bei der Hard Science Fiction), was jedoch durch die Bekanntheit der Strukturen aus dem Vorgänger gemindert wird. MLA taucht im großen und ganzen noch viel tiefer als sein Vorgänger in die Materie ein und läßt den Leser wortwörtlich mitfühlen. Dabei sind schonungslose Gewaltdarstellungen an den Wendepunkten und retardierendem Moment schon standard. Man blickt sprichwörtlich in die Psyche der einzelnen Charaktere was dem Werk Lebendigkeit und eine Länge von mehr als 50h beschert. Trotz meines Lieblingsmotivs der selbstlosen Aufopferung, wovon es viiiiiiel gibt , verliert das Werk nicht an Glaubwürdigkeit und versinkt nicht in Melodramatik.
Zur grafischen und soundtechnischen Umsetzung kann man nur WOW sagen. Es gibt wenige VNs die bessere Aktionsequenzen haben. Die Grafik ist aller erste Sahne mit Massen an CGs. Im anbetracht des Soundtracks ist es zwar keine zweites Fate/StayNight, was aber durch das Opening mehr als wettgemacht wird. Meiner Meinung nach das beste VN-Op bis jetzt. So viel Pathos ist selten.
Fazitmäßig kann man sagen, MLA ist omegaaffengeil. Die zweitbeste VN die ich bis jetzt gelesen habe und die erste für die im groben Maße Schlaf vernachlässigt wurde. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich ausgetickt bin als die Translation geleaked ist und ich mir das game nicht durch atlas veschandeln musste. Für alle VN-Fans ist es eigentlich Pflichtlektüre und für Mechafanatiker sowieso. Muv-Luv Alternative nimmt zurecht den Platz zwischen Fate/StayNight und Steins;Gate in den himmlischen Sphären der VNs ein.
13/10 Takemikazuchis
MFG Kotoka
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 16.10.2012 15:01.
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15.01.2012 03:24 |
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Discord
Apfel?
  

Dabei seit: 09.10.2009
Alter: 24
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Herkunft: Das grüne Herz Deutschlands Pet: Ryo-Ohki
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Dann will ich auch mal im Zuge meines derzeitigen Muv-Luv Marathons (passend zum Anime Total Eclipse) ein Zwischenfazit ziehen. Als Aufhänger soll mir dabei Kotokas Aussage - über die ich mich schon im Animethread ausgelassen habe - dienen:
Ich bleibe dabei: Man muss nicht unbedingt Faust I vor Faust II lesen. Und ebenso wenig muss man Muv-Luv Extra/Unlimited vor Alternative lesen. Aber inzwischen finde ich es dennoch empfehlenswert. Zur Erklärung:
Auch dieser Aussage muss ich wiedersprechen. Ich bin inzwischen ein ganzes Stück in Muv-Luv Alternative drin und ich finde, dass sich Extra/Unlimited immer mehr wie ein seeeehr langer Prolog anfühlt. Charaktere und prägende Ereignisse (die aber erst durch Alternative relevant werden, davor aber eher wie sinnlose Lückenfüller erscheinen) werden vorgestellt. Dennoch glaube ich, dass man durch die vielen Rückblicke auch so ein gutes Bild bekommt, wenn man sofort mit Alternative einsteigt. Nur fühlt man sich den Charakteren einfach noch nicht so verbunden.
So... ansonsten fürchte ich, dass der Rest meines Posts aus sehr vielen Spoilerkästen bestehen wird... mal sehen ob ich noch die Kapitel richtig zuordnen kann... Derzeit stecke ich jedenfalls mitten in Episode 8.
Da gab es ja noch heidenviele Gemeinsamkeiten mit Unlimited. Hat mir im Endeffekt sogar weniger gefallen, einfach weil Takeru plötzlich so ein super elite soldier war. Na ja, war schon ziemlich witzig das Kampftraining auf der Insel in Bestzeit abzuschließen. Einfach Benzin und Gewehr mitgenommen und dann locker über den See gedüst. Gab zwar Anschiss, weil wir so unvorsichtig waren, aber wen interessierts? 
Ansonsten gingen mir natürlich total die ganzen Predigten von Takeru aufn Sack. Ja, der nervt schon ganz schön... Was mich dann aber doch überrascht hat war, dass Takeru dann noch mal durch die Dimensionen reist. Dachte das hätten sie inzwischen fallen gelassen und die BETA wären jetzt das Wichtigste. Und dann bringen sie noch solche Sci-Fi-Elemente rein. Hat mich ziemlich überrascht.
Tja, aber bis dahin noch nichts besonders. Aber dann ging es doch mal langsam los:
Der coup d'état. Das war ziemlich witzig. Im Endeffekt fand das nur statt, weil Takeru keinen Bock hatte sich selbst um die Zivilisten zu kümmern. HAR HAR! Besonders witzig für mich, da ich schon bei Unlimited dachte: "Also entweder befolgt die Befehle und schafft die mit Gewalt raus oder lasst sie dort sterben, wie es ihr Wunsch ist." Und dann kam sowas dabei raus... hehehe... Leider war Takeru auch dort der super elite soldier, hat alle dumm zugelabert und permanent abgehobene Monologe geführt.
Was mich sehr geschockt hat war der Tod von Major Walken. Dabei wollte er nur seine Mission so gut wie möglich erfüllen... in America. Dass die blondhaarige Finnin sterben musste konnte ich mir fast denken. Ihr kurzer Auftritt in dem sie halt mal schnell Tama Mut zugesprochen hat war ja schon eindeutig. Aber Major Walken... WARUM? Der einzig vernünftige unter diesen ganzen shogunversessenen Narren. (Na ja, mit Ausnahme des/der Shogun selbst. Auch sie mochte ich sehr gerne.)
Aber wo ich mir immer am meisten an den Kopf greifen musste: Sgt. Verräter (Name ist mir grade entfallen) war ja mal der übelste Trottel. Er wusste von der Verschwörung, hat sich aber munter weiter manipulieren lassen. "Oh! Ein TFT ballert ohne Befehl wild in die Menge? Zeit sich unnötig PROVOZIEREN ZU LASSEN und der Verschwörung in die Hänge zu spielen!" So ein Iditot. Aber das war er ja auch schon in Extra...
Aber all das war immer noch Vorgeplänkel, denn mit Episode 7 ging dann richtig die Post ab. Arrr~ Ich freue mich schon so aufs Weiterlesen.
Sumika~ Juchuuu~!! Endlich sehe ich dich wieder!
Wobei es eigentlich sehr wenig Grund zur Freude in Episode 7 gibt. Mann, das war extrem abgefuckt! Wer hätte auch mit BETA gerechnet? Ja, wirklich, das ERSTE MAL seit XX Spielstunden sieht man sie. Und sogleich erfährt man die Quelle eines berühmten 4chan-Schockbildes. Wirklich passend, grade als man dachte man ist ganz unten und für Takeru geht es wieder bergauf. Ja, ich gebe zu, mich hat Marimos Tod gar nicht so hart getroffen an der Stelle (wobei ich zuerst dachte Takeru würde sich das nur einbilden). Was mich dann aber kalt erwischt hat war wie er durchdreht und wieder abhaut. Und so bekommt dieser Takeru endlich auch ein wenig Charakter. Als er dann wieder in seiner alten Welt war, war es teilweise schmerzhaft für mich weiterzulesen, so komisch wie sich unser geistig verwirrter Freund da verhalten hat. Und dann kam etwas, was mich wirkich getroffen hat: Marimos Tod in der friedlichen Welt... (und grade als ich mich gefragt habe wie sich die Geschichte nun weiterentwickeln soll)
Und dann wurde alles immer schlimmer. Es gipfelte darin, als Yuuko dann erzählt hat, dass evtl. alle Menschen bis auf 1 Mrd. (die auch in der anderen Welt überlebt haben) auf kurz oder lang evtl. auch sterben werden, wenn das so weitergeht... Selbst Extra hat nun wirklich einen Sinn bekommen. Ich überlege schon... aber nein, dazu kann ich hier noch nichts sagen. Vielleicht wenn ich mit Episode 8 durch bin...
Mh... also in Episode 7 ist so viel passiert... so viel, dass ich gar nicht genau weiß, wie ich das jetzt interpretieren soll. Auf jeden Fall ein sehr großer Wendepunkt in der Geschichte. Ich hoffe jetzt geht es erst richtig los. Und das "Beste": Yuuko meinte, dass Sumika auch in der BETA-Welt ist. Da ich schon ein wenig in Episode 8 stecke weiß ich was das bedeutet und ich habe mir auch schon so etwas gedacht...
Jetzt wird es scheinbar erst richtig spannend. Also wenn diese VN das Potential zum Meisterwerk hat, dann muss sich das ab jetzt zeigen.
Inzwischen mag ich Yuuko-sensei übrigens sehr gerne. Scheint mir auch der einzige Charakter mit etwas Grips zu sein.
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21.07.2012 12:37 |
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Lord Mt. Gomery
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Dabei seit: 14.07.2009
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Herkunft: Wo der Pfeffer wächst Pet: Kyuubee
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| Stand: Episode 8 (After the Tears Fall) |
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Und so geht der Muv-Luv Muvathon '12 auch für mich in die zweite und finale Runde. Ich stecke nun ebenfalls mitten in Episode 8 (kurz vor Heiligabend, um genau zu sein) und möchte mal mein Zwischenfazit nicht weiter aufschieben: Ich bin ziemlich begeistert! „Muv-Luv Alternative“ ist den hohen Erwartungen bisher sehr gut gerecht geworden und ich bin auch an einem Punkt angelangt, wo ich vollends überzeugt davon bin, dass sich die Lektüre des Vorläuferspiels mit allem, was dazugehört (sprich: inkl. Extra), eindeutig gelohnt hat. Deswegen kann ich an dieser Stelle auch nur jedem dazu raten, das Vorgängerspiel nicht zu überspringen, weil es eben einen bedeutenden Bestandteil des Gesamtwerkes ausmacht. In diesem Zusammenhang: Als (wirklich sehr langen) Prolog würde ich allenfalls „Muv-Luv Extra“ bezeichnen, aber „Unlimited“ gehört für mich mit „Alternative“ schon untrennbar zusammen. Den Grund würde ich dabei eigentlich für offensichtlich halten: Shirogane startet zwar in „Alternative“ genau da, wo auch „Unlimited“ für ihn begonnen hat (an jenem 22. Oktober 2001, als er in einer fremden, zerrütteten Welt erwacht ist); aber er tut es mit dem vollem Umfang seiner im ersten Durchlauf gesammelten Erfahrungen (in geistiger wie körperlicher Hinsicht). Und diesen ersten Durchlauf würde ich nie als (überspringbaren) Prolog ansehen. Ich halte es für einen ziemlich integralen Bestandteil einer solchen Zeitreisegeschichte, den ersten Durchlauf zu kennen, um überhaupt all die Unterschiede und Veränderungen erkennen und wertschätzen zu können, die beim zweiten Versuch herbeigeführt werden. Wir sprechen hier schließlich nicht von „Endless Eight“, wo es wirklich immer derselbe Aufguss, bloß mit anderen Klamotten, war.
Und in jedem Fall ist es einfach nicht die gleiche Lese-Erfahrung. Der Geschichte vom Mann, der zwischen den Welten und durch die Zeit reist, würde einfach etwas fehlen, wenn man ihn in seiner ursprünglichen Welt und seiner ursprünglichen Zeitlinie nie erlebt hätte. Die Rückblicke allein halte ich jedenfalls für keinen adäquaten Ersatz, das Vorgängerspiel zur Hand genommen zu haben; die sind sicherlich auch vornehmlich als Erinnerungsstütze intendiert (denn „Muv-Luv Alternative“ kam schließlich erst 3 Jahre nach „Muv-Luv“ heraus).
Die konkreten Inhalte klappere ich im Einzelnen jetzt auch mal kapitelweise ab:
Der oben erwähnte Sprung in die Vergangenheit, gleich zu Anfang, hat mich ja ziemlich kalt erwischt. Nach dem coolen Prolog („Sind das… menschliche Gehirne??“) hat das mein Blut ja schon ordentlich in Wallung gebracht. Ich liebe Zeitreisegeschichten schließlich – so gesehen hat Muv-Luv damit endlich alles in sich vereint, was das Herz begehrt. 
Der Beginn hat mich also direkt hochmotiviert, weiterzulesen und dann …ist erst einmal nichts wirklich Interessantes passiert… Ich habe die Vergangenheit zwar immer ein kleines bisschen umgelenkt, aber es war doch recht unspektakulär.

Lustigerweise habe ich’s auch genauso gemacht. Konnte einfach nicht widerstehen, mein Zukunftswissen zum Cheaten auszunutzen.
Wobei es mich an dem Punkt erneut entsetzt hat, dass da doch echt 'ne Selbstschussanlage mit scharfer Munition hingestellt wurde, was ja eigentlich total verrückt ist. (Man sollte denken, es reicht, in einer Abschlussprüfung mit Fabe zu schießen, und in Anbetracht der Personalknappheit keine solchen Risiken einzugehen.) Beim Gedanken an das Gerät ist immerhin auch unser Super-Elitesoldat Shirogane ins Schwitzen gekommen und nicht zu unrecht. Später (Episode 8) wurde aber immerhin noch ein Grund nachgeschoben, der diese vermeintliche Plausibilitätslücke geschlossen hat.
An dieser Stelle noch die Bemerkung, dass es fast (aber auch nur fast) ein bisschen schade ist, dass man offenbar wirklich keine großen Einflussmöglichkeiten hat(te), die Zeitlinie nach eigenen Vorstellungen zu formen. Ich habe nicht allzu viel mit unterschiedlichen Handlungsoptionen herumgespielt (bei der Prüfung überhaupt nicht), aber in allen Fällen hat es nur geringfügigste Variationen hervorgebracht. Hatte zu Anfang noch damit gerechnet, dass man vielleicht falsche Entscheidungen treffen kann, die einen sterben lassen, so dass man den Loop neu durchlaufen muss (so ähnlich wie bei es bei „Cross Channel“ möglich ist). Andererseits allerdings wohl auch besser so, weil sowas ja auch ordentlich nerven kann, wenn man eigentlich in der Haupthandlung weiterlesen und nicht ständig durch längst bekannte Szenen skippen will.
Für mich persönlich ist es dann übrigens bereits mit Episode 5 steil aufwärts gegangen: Da wird einem von Yuuko doch echt eröffnet, dass man nicht von der anderen Welt träumt, oh nein, sondern dass man im Schlaf in sie zurückreist. 
Das hat dann auch endlich neuen Schwung in die Sache gebracht, als Yuuko auf die Idee kommt, dass Shirogane in die andere Welt reisen soll, um von ihrem anderen Ich die Theorie zu bekommen, die sie in ihrer Welt nicht entwickeln konnte. 
Das sind solche Kniffe, für die ich die Visual Novel liebe. Und die mich mittlerweile auch davon überzeugt haben, dass sich all die Stunden, die ich in „Extra“ verbracht habe, wirklich nicht verschwendet waren, sondern einfach dazugehören, um den „Muv-Luv“-Epos wirklich wertschätzen zu können.
Der Staatsstreich war dagegen schon wieder weniger interessant, oder genauer gesagt: Während mir die Idee interner Streitigkeiten zwar gut gefallen hat, kam’s mir im Verlauf doch teilweise etwas schwülstig und langgezogen vor. Shirogane wurde ja auch nie müde, die Staatsstreichaffäre als Zeitverschwendung zu sehen, wie soll sich da erst der Leser fühlen?
Na, ganz so einfach ist das auch wieder nicht, denke ich, das war ja nur ein Beispiel, das die rebellierenden Truppen gewählt haben. Wenn etwas der direkte Auslöser des Coup d'Etat war, dann eher der Umstand, dass man den ersten Sabotageversuch der Alternative-IV-Gegner – den Sturz des Zerstörers auf die Basis Yokohama – verhindert hat und die Amis dann diese Verschwörung orchestriert haben, um wenigstens ihren Einfluss in Japan zu stärken. (Gut, vielleicht war die Evakuierung wirklich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, weil in der vorigen Zeitlinie auf den Fehlschlag der Sabotage trotzdem keine Verschwörung folgte, aber mir gefällt die Vorstellung besser, dass viele Faktoren zusammengewirkt haben.)
Ja, dass es ihn erwischt hat, hat mich auch sehr geärgert – er war eindeutig einer der sympathischsten Charaktere der Reihe, ein guter Soldat, der sehr vernünftig und pragmatisch gedacht und gehandelt hat und eben, wie du sagtest, einfach nur seine Mission nach besten Kräften erfüllen wollte… die Besten sterben halt immer zuerst.
„Shogunversessene Narren“ ist auch ein gutes Stichwort: Dieses feudalistische und dünkelhafte Gebahren, das viele Charaktere und insbesondere Tsukuyomi an den Tag legen, will nicht aufhören, mich zu befremden. Hat mich schon in Unlimited angewidert, als Tsukuyomi Tama eine gewatscht hat, weil sie den Takemikazuchi angefasst hat, diese Handgreiflichkeit war ja aus genau demselben anachronistischen Standesdenken heraus geboren.
Die Japaner dieser Welt können echt froh sein, dass ihre Blaublüter (jedenfalls Yuuhi und Meiya), so verantwortungsvoll, reif, diszipliniert und selbstlos sind, anstelle so aufgeblasen wie ihre Lakaien zu sein. Shogun Yuuhi mochte ich daher ebenfalls sehr gern, die hat sich – in der Tat sehr ähnlich wie ihre Zwillingsschwester – als sehr liebenswert herausgestellt.^^
Tja, aber wie schon passend ausgedrückt wurde, war bis hierhin eh alles nur Vorgeplänkel, denn Episode 7 hat wirklich mit voller Wucht reingehauen. Und das meine ich, wie ich es sage.
Nachdem die Viecher sich all die Zeit über nie haben blicken lassen, bin ich auch schließlich stillschweigend davon ausgegangen, dass man sie erst dann sehen würde, sobald Shirogane in seinen ersten, richtigen Einsatz geschickt würde – Und dann hopsen die mitten im Training einfach mal eben so aus dem Gebüsch und stiften Chaos und Verzweiflung! Aber das war ja noch nicht einmal das „Beste“:
Ja, Marimo-chans Tod hat mich erfolgreich entsetzt. Ich meine, wer rechnet denn auch mit so einem kranken Scheiß? Man hat immer davon gehört, dass „Muv-Luv“ hart und schonungslos sei, deswegen habe ich es überhaupt zu lesen angefangen – und trotzdem habe ich es nicht kommen sehen. Es wirkte schließlich, als sei der Sturm vorerst wieder vorübergezogen. Als sei das Schlimmste überstanden und nun würde man sich die Wunden lecken und wieder auf die Beine kommen, egal wie sehr das Versagen schmerzt. Marimo-chans aufbauende Worte an Shirogane waren wirklich rührend. – Und dann kommt irgendso ein übrig gebliebener, herumstromernder BETA von hinten und frisst Marimos Gesicht auf!? Das ist einfach nur grausam. Scheiße.
Kein Wunder, dass das Shirogane hat durchdrehen lassen, das war auf schmerzhafteste Weise wirklich nur zu nachvollziehbar. (Intensive Szene, nebenbei, als er mit Meiya in Streit geraten ist und beinahe über sie hergefallen wäre – und sie es auch zugelassen hätte.) Nicht weniger nachvollziehbar, dass er am liebsten sofort zurück in seine friedliche Welt rennen wollte. Wer würde das nicht?
An der Stelle hatte ich mich schon gefragt, ob Shirogane denn überhaupt je sein altes Leben wieder aufnehmen können wird, so traumatisiert wie er da angekommen ist. (Rückblickend betrachtet war es ja wirklich sehr naiv, dass Takeru einfach davon ausging, er können in der BETA-Welt ein paar Aliens den Arsch versohlen und dann nach Hause gehen als wäre eigentlich nie was gewesen. So kann eigentlich nur einer denken, der bewaffnete Konflikte nur aus Videospielen und grauer Militärschulen-Theorie kennt.) Allerdings hat sich die Frage dann gar nicht ernsthaft gestellt, weil sich sein Gemütszustand noch als das geringste von Shiroganes Problemen herausgestellt hat: Echt unglaublich, wie die Situation trotz der Flucht an unschuldigere Gestade noch immer und immer trostloser werden konnte, als sie sowieso schon war, weil Shirogane unwissentlich den Odem des Todes und der Verderbnis in seine fröhliche RomCom-Welt eingeschleppt hat. Wie zynisch das im Grunde ist. Als würde in die Welt der Sesamstraße eines Tages ein Serienmörder aus einer anderen Dimension kommen und Samson in einem Kellerverlies zerhacken. Da wird einem richtig flau im Magen.
Der Abschnitt hat einem wirklich keine Verschnaufpause gelassen. Jede Person, die Shirogane je am Herzen gelegen hat, wurde dazu verdammt, ihn zu vergessen, wenn sie nur mit ihm redet und schließlich nach bester „Final Destination“-Manier auf grausame Weise umzukommen. Nach Jeder Lichtblick (Sumika erinnert sich an mich…! ;-; ), wurde sofort wieder zerschlagen ( „Hallo, Shirogane-kun“ - „War da gerade eine Explosion, wo die Mädchen Volleyball spielen??“). Das Spiel hat mich da echt paranoid gemacht. Ich habe irgendwann schon nur noch auf die nächste grauenhafte Wendung gewartet. (Ja, schon nach der sehr bewegenden Szene, als Sumika Takeru auf der Parkbank gefunden und geschworen hat, dass sie ihn niemals vergessen werde, konnte ich nicht mehr glauben, dass die VN sie unbehelligt lassen würde. Was sie ja auch nicht tat.)
Aber wie es sich für eine gute Geschichte gehört, hat „Muv-Luv“ es doch tatsächlich geschafft, am Ende dieses Leidensweges wieder echte Hoffnung aufzubauen, dass man vielleicht doch alles wieder ins Lot rücken kann. Und diese Hoffnung braucht es letztlich, damit man nicht irgendwann indifferent gegen die nächste, dann als sowieso unausweichlich empfunde Katastrophe würde. Da hat der Einbruch in den Atomreaktor (ausgezeichnete musikalische Untermalung während des Einbruchs übrigens) einen tollen Abschluss geboten, und natürlich einen tadellos gewählten Cliffhanger: Sumika wartet in der Alternative-Welt auf einen…
Wahnsinnige, gefolterte Geheimprojekt-/Lebende Waffe Sumika, die von der Vernichtung aller BETA manisch besessen ist? EPIC WIN! 
Ich würde sagen, das zementiert es: Sumika ist das beste Muv-Luv-Mädel. Traumhaft, einfach traumhaft. All die Stunden des Lesens, wo Sumika (vermeintlich) nicht da war, haben endlich ihren Lohn hervorgebracht.
Ich hatte ja im Grunde nur darauf gewartet (lange, lange…), dass Sumika endlich in einer Alternative-Inkarnation auftauchen würde. Dass sie in irgendeiner Form dort (später) vorhanden sein sollte, war ja offen gesagt letztlich absehbar, schlicht und ergreifend dadurch, dass ich schon lange das berühmte MLA-Promobild kenne, auf dem Sumika in einer Piloten-Plugsuit zu sehen ist. (Ein Bild, das ich übrigens toll finde.) Ich hatte ich jedoch nicht damit gerechnet, dass sie sich als die Einheit 00 herausstellen würde, der die Mühen von Projekt Alternative IV zugrundeliegen.
Mir war zwar schon durchaus der Gedanke gekommen, dass Yuuko-sensei mich betreffs Sumikas Existenz angelogen haben mag (oder genauer gesagt: die Wahrheit in sehr suggestiver, absichtlich missverständlicher Weise formuliert haben könnte: „Es gibt keine Aufzeichnungen über jemanden namens Kagami Sumika“ – Ja, wo sind die wohl geblieben?), aber irgendwie war ich trotzdem zu doof dafür, 1 und 1 zusammenzuzählen, dass Sumika die ganze Zeit direkt unter meiner Nase gewesen ist. Trotz des starken Hinweises am Ende von Unlimited und der späteren Bestätigung, dass Kasumi in der Tat über telepathische Kräfte verfügt, bin ich nie darauf gekommen, Sumika könnte das Gehirn im Zylinder sein. Genau wie Takeru hat dieser Gedanke einfach nie meinen Verstand gekreuzt. Irgendwie peinlich für mich, aber auch vorteilhaft, weil die Szene der Enthüllung dadurch noch mehr Wumms bekommen hat.^^ (Und es ist immer ein schönes Gefühl, wenn sich rückblickend die Puzzleteile zusammenfügen. Etwas, das „Muv-Luv Alternative“ nun schon häufiger geleistet hat.) Ich bin positiv überrascht, kurz gesagt. Einfach super.
Die Sumika-Szenen sind nunmehr natürlich auch die, denen ich am meisten entgegenfiebere. Könnte ihr den ganzen Tag dabei zusehen, wie sie vor sich hinmurmelt, dass sie „alle töten“ möchte und sich bis zum Nervenzusammenbruch hineinsteigert.
Um nur kurz von der Sumika-Schwärmerei mal abzukommen: Das Wiedersehen mit den KimiNozo-Charakteren war ja ganz lustig – selbst in der Welt von Alternative konnte Haruka nicht einem Autounfall entkommen, fies.
Also für mich braucht die VN an diesem Punkt im Grunde schon so gut wie „nichts weiter“ leisten als nicht nachzulassen, da sie bereits auf allerbestem Wege ist, sich an die Spitze der von mir meistgeschätzten Visual Novels zu setzen.
Natürlich kann ich es damit ebenfalls kaum erwarten, weiterzulesen.
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Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 11.08.2012 20:49.
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24.07.2012 00:57 |
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So, ich bin durch. Habe ein wenig gehadert, ob ich nun wirklich was dazu schreiben soll, aber ich will mich nicht von falscher Rücksichtnahme bremsen lassen.
Kurz und schmerzlos: Ich bin enttäuscht.
Wenn auch nur ein wenig. Muv-Luv Alternative ist keine schlechte Visual Novel. Ja, sie ist sogar sehr gut. Aber wirklich herausragend kann ich sie nicht nennen. Denn es gibt da einige Dinge, die mir persönlich sehr missfallen haben.
Aber ich habe gelernt man soll erst mit den positven Sachen anfangen.
Und davon gab es eine Menge: Vor allem die Optik war überragend. Breitbild, viele Bewegungen, sehr dynamische Mechakämpfe. Ich glaube in der Form hab ich das noch nie gesehen bei einer Visual Novel. Zugegeben, die Lippenbewegungen fand ich dann wieder etwas übertrieben, aber das liegt wohl nur daran, dass ich das bisher nur in einer einzigen anderen VN so gesehen habe und die hatte eher einen lächerlichen Eindruck hinterlassen. Allgemein war die Action hier exzellent. Die Kämpfe gegen die BETA waren extrem spannend, emotional, voller Erfolge und Fehlschläge. Das hat wirklich Spaß gemacht.
Tja, was soll da noch schief gehen? Ganz einfach: Der Rest, wenn mal nicht gekämpft wurde. Wie bei vielen VNs rückt die Interaktion zwischen den Charakteren in den Mittelpunkt und das war hier oft öde bis nervig. Komischerweise hatte Extra/Unlimited dieses Problem gar nicht. Na ja, meine Ideen dazu:
TAKERU! Argh! Im Vorgänger war er ja noch ganz in Ordnung. Aber hier... ARGH! Diese ständigen Moralpredigten und öden Monologe. Ja, Charakterentwicklung ist gut und ich finde es toll, dass er an sich arbeitet, aber IMMER WIEDER DAS SELBE zu wiederholen regt mich einfach auf. Am Schlimmsten war es meiner Meinung nach direkt nach Sadogashima (da hatte ich fast keine Lust mehr). Als Käpt'n Isumi gestorben ist. Fuck! Ich war wirklich versucht das zu überspringen. Da musste Takeru jeder Person EINZELN erzählen was er denn Neues gelernt hat. Und alle haben ihn gelobt, angelächelt, blah... Ich will Konflikte verdammt! Episode 7 war so genial. Meiner Meinung nach der Höhepunkt der ganzen VN. Takeru hat alles verloren. Alles was er tat hat sich gegen ihn gewendet. Aber danach war er einfach ZU stark geworden. Er hatte zwar Probleme, aber im Endeffekt hatte er immer eine ach-so-weise Antwort für sich parat. Und das musste er einem dann gefühlt 100 Mal auf die Nase binden. Erst ganz zum Schluss als alle wichtigen Charaktere gestorben sind, Meiya sogar durch seine Hand. Und als dann am Ende sogar Sumika leblos vor ihm lag... und er Kasumi um 5 Minuten gebeten hat, ehe er den siegreichen Helden vor der Menge spielen muss... Das war wirklich gut...
Dass davor aber systematisch mit den neu eingeführen Kimi ga Nozomu Eien-Charakteren aufgeräumt wurde... es hat mich zwar nicht komplett kalt gelassen, aber auch nicht wirklich umgehauen. Zu sehr wurde man stets darauf vorbereitet. Und es stimmt ja auch: Das ist im Endeffekt das Schicksal der meisten Soldaten.
Was ich als zweiten Punkt dann noch sehr schlimm fand, vielleicht sogar schlimmer als Takerus Gelaber: Wieso so wenig Sumika? Ich war so froh, dass Sumika wieder da ist und Takeru für ihr "Tuning" abgestellt wurde. Ich habe mich auf viele gemeinsame Stunden gefreut, selbst wenn es nur die verrückte Betakillerin-Sumika ist. Tja, zu früh gefreut. Man läuft ihr kaum übern Weg. Allgemein kommt es mir so vor, als würden die Charakterbeziehungen hier stark leiden. Okay, nicht so toll, könnte ich aber verkraften, wenn denn dafür genug Sumika dabei wäre. Aber Sumika sieht man am seltensten.
Dafür bekommt man umso mehr Yuuko. Ich mag Yuuko, ich mag Wissenschaft an sich, aber ich glaube ich hätte es besser gefunden, wenn Takeru nicht jedes Mal zu Yuuko gerannt wäre, sondern wir auch mal ein paar andere Charaktere hätten auftauchen sehen... Yuuko war eine derart gefestigte Persönlichkeit, da ist spannende Interaktion kaum möglich.
Edit: Fast vergessen, worüber ich mich noch lustig machen wollte: Takerus Gesicht bei der H-Szene. AHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!
Und damit nicht jeder den Wall-of-Text im Spoilerkasten lesen muss, hier noch mal die spoilerfreie Zusammensetzung meiner Kritikpunkte:
1. Takerus endlose Moralpredigten und sich-im-Kreis-drehenden Chrakterentwicklungsmonologe
2. Teilweise oberflächliche und relativ seltene interessante Interaktion mit den anderen Charakteren
Das Ende fand ich übrigens sehr gut gemacht. Ich drücke es mal mit einem Bild aus:
Ich hab die beste VN überhaupt erwartet, bekommen habe ich eine gute unterhaltsame Geschichte mit ein paar Macken. Das ist mir nicht genug. Tja, schade, bleibe wohl weiter Type-Moon-Fanboi. So sehr es mich auch nervt, wie die ihre paar Hits bis zur Unkenntlichkeit ausschlachten.
8/10 Killeralienarmeen vom Mars
Musik fand ich zweckmäßig, aber nicht so herausragend, als dass ich etwas davon ganz besonders loben wollen würde.
So, ich musste erst mal meiner Enttäuschung Luft machen, ehe ich auf ein paar Dinge von Gomery eingehe. Tut mir Leid, ich arbeite das ja lieber ein, aber ich musste das erst mal niederschreiben.
Nun ja, ich denke in Unlimited wurden primär eben auch nur Charaktere und die Welt grob vorgestellt. Nichts, was sich nicht auch aus Alternative ergeben würde. Solche Dinge würde ich persönlich immer noch unter Prolog stellen. Wobei ich zustimme, dass wirklich etwas fehlen würde. Grade unser lieber Protagonist macht ja einen ganz schönen Wandel durch. Wenn man den alten Takeru kennt, dann macht Alternative meiner Meinung nach wirklich mehr Spaß. Ich empfehle ja auch erst Extra/Unlimited zu lesen, aber dass es essentiell ist, das will ich immer noch nicht zugeben. (Und werde es nie tun! WAHAHAHA!
) Man versteht Alternative auch so, wenn auch nicht gleich alles.
Ja, ich war die meisten Zeit selbst wie Takeru eingestellt: Solche Trottel. Als gäbe es keine anderen Probleme. Wobei ich inzwischen wirklich Lust habe wieder in Total Eclipse reinzuschauen, denn dort - soweit ich das mitbekommen habe - kann man dann wohl auch ein wenig dieser Voreingenommenheit gegenüber anderen Nationalitäten erleben. Hihihi~ Ja, und die Mitsurugi-Schwestern sind beide toll. Freue mich, dass man auch mit Meiya noch relativ viel zu tun hat, selbst wenn es meist auf Moralpredigten rausläuft.
Ja, da hatte ich wirklich Probleme weiterzulesen. Nicht, weil es langweilig war, sondern einfach, weil es einfach nur schmerzhaft war mitanzusehen, wie Takeru dort krampfhaft versucht sein normales Leben wieder aufzubauen. Episode 7 war wirklich genial. Was ich vor allem noch mal hervorheben will:
Word! Und wehe du ziehst die Aussage zurück, wenn du mit der VN durch bist!
Was man Alternative wirklich zugute halten kann ist, dass hier wirklich alles aufgeklärt wird. Am Ende fügt sich alles zusammen. Und selbst Extra hat noch Bedeutung.
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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Discord am 27.07.2012 20:43.
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27.07.2012 20:29 |
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Lord Mt. Gomery
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“Achieve your mission with all your might. Despair not until your last breath. Make your death count!”
– Motto von Isumis Walküren
Ich habe „Muv-Luv Alternative“ nun auch unlängst abgeschlossen und schicke mein Fazit dann mal ebenfalls an dieser Stelle vorneweg: Ich bin äußerst zufrieden.
Ich will nun gar nicht einmal behaupten, dass „Muv-Luv Alternative“ perfekt sei. (Denn was ist das schon?) Um im Gegensatz zu meinem Vorredner mit den wenigen, negativen Aspekten anzufangen: Die Visual Novel hat durchaus ihre Längen und Redundanzen. Ja, Shirogane wiederholt sich im Laufe seiner Abenteuer öfters einmal unnötig, seine inneren Monologe drehen sich bisweilen im Kreis. Ganz zu schweigen von den vielen Rückblenden, mit denen man sicherlich auch etwas sparsamer hätte umgehen können. Wie oft man allein diese eine Szene mit Yuuhi gesehen hat, deren (und nicht nur deren) Worte der Weisheit unser Protagonist dadurch mehr als einmal wiedergekäut hat. Für meine endgültige Bewertung der Geschichte spielen diese und etwaige andere, kleinere Schwächen jedoch so gut wie keine Rolle.
Denn trotzdem betrachte ich „Muv-Luv Alternative“ als ein gottverdammtes Meisterwerk des Mediums. Es ist schlichtweg eine äußerst sorgsam aufgebaute und liebevoll ausgearbeitete Geschichte, deren spannende Höhepunkte und Wendungen die unvermeidlichen Hängepartien mehr als wieder aufwiegen. Hinzu kommt schließlich die Tatsache, dass „Muv-Luv Alternative“ mit den in ihm verarbeiteten Themen, Motiven und Elementen einfach genau meinen Nerv getroffen hat:
Krieg in aller Schonungslosigkeit, eine Welt am Abgrund und in dystopischen Verhältnissen, Horror aus den Tiefen des Alls, unberechenbare Schlacht- (bzw. generell Handlungs-)Verläufe, cleverer Einsatz von Raumzeitverwerfungen (wenn man es so zu nennen gestattet), Mechas am bodenständigeren Ende der Skala (und mit plausiblem Hintergrund), schönen Pilotinnen, usw. usf.
Zu der äußerst gelungenen, technischen Umsetzung, die in ihrem Medium eindeutig heraussticht, brauche ich eigentlich schon kein Wort mehr verlieren, denn die Stärken (überragende Optik mit viel Bewegung und Action, eindrucksvolle Animationssequenzen, usw.) wurden schon von meinen beiden Vorrednern hervorgehoben. Nur auf einen Kritikpunkt möchte ich da kurz anspringen: Die habe ich als besonders positive Neuerung aufgenommen, da sie tatsächlich auch – so gut es ging – synchron zum Gesprochenen gehalten wurden. Das hat insbesondere dem Mecha-Interface den finalen Schliff gegeben, wo man die Leute in den Videokanälen dann eben auch richtig reden sehen konnte.
An dieser Stelle dann vom optischen auch gleich noch zum auditiven Aspekt der Visual Novel: Also ich finde, dass hier auch ein sehr guter Soundtrack vorgelegt wurde, der so einige Schmuckstücke geboten hat, die namentliche Erwähnung verdienen, darunter: 「軍靴の足音」 (Footsteps of military boots), 「ブリーフィング」 (Briefing), 「決断」 (Decision), 「ハイヴの威容」 (Majesty of the Hive) [was auch beim Einbruch ins Atomkraftwerk gespielt wurde], 「臨戦態勢」 (War Preperation), 「徹底抗戦」 (Resistance to the Bitter End) [ein persönlicher Favorit unter den Favoriten], 「失われゆくもの」 (Missing Things) [wunderschön melancholisch] und natürlich 「凄乃皇」 (Susano'o) [perfekt in der Intro-Sequenz eingesetzt], so wie selbstredend die Stücke, die vom Vorgängerspiel übernommen wurden und dort schon von mir erwähnt worden sind.
Nachdem meine Haltung zu MLA mit diesen Ausführungen klar sein sollte, kann man sich wohl denken, dass es mich doch einigermaßen verwundert, wie man davon am Ende denn enttäuscht sein könne. Nur wegen ein paar über die Strenge schlagenden Moralpredigten? Mich beschleicht das Gefühl, dass da die Erwartungshaltung vielleicht doch ein bisschen zu abgehoben war (denn wenn man von vorneherein die beste VN überhaupt erwartet, lässt man dem betreffenden Werk ja nur noch wenig Luft, sich irgend geartete Macken zu erlauben und umgekehrt positiv zu überraschen). Aber natürlich möchte ich auch nichts unterstellen und kann ja außerdem schlecht fordern, dass jeder bedingungslos „Muv-Luv“ mit den höchsten Höchstwertungen auszuzeichnen habe, auch wenn ich finde, dass so große Enttäuschung über in meinen Augen eher vernachlässigenswerte Aspekte dem Opus nicht so ganz gerecht wird.
Denn der Schwerpunkt liegt für mich im zweiten Teil von „Alternative“ eindeutig an dem Punkt, der so lobend herausgehoben wurde: In dem Punkt wurde nämlich wahrhaftig alles richtig gemacht, insbesondere da sich die Autoren von „Alternative“ die Pointe eines berühmten Geflügelten Worts des alten Generalfeldmarschalls von Moltke zu Herzen genommen haben: „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Und zwar wirklich kein Plan. Ständig ist irgendetwas völlig unplanmäßig verlaufen und furchtbar schief gegangen und nur durch große Opfer konnten in den verschiedenen Operationen gerade so die strategischen Ziele erreicht werden – und das rechne ich der Geschichte wirklich hoch an, weil es in allen Fällen wirklich exzellent ausgeführt wurde.
In diesem Zusammenhang direkt: Ich denke auch, dass Episode 7 wohl der Höhepunkt der Visual Novel ist, weil hier die Erzählführung und der Spannungsaufbau am besten gelungen ist. Die Lektüre von „Extra“ hat ihre Entlohnung bekommen, der erste Auftritt der BETA hat richtig brutal reingehauen, die Geschichte hörte nicht auf, bei jeder Gelegenheit die schlimmste Wendung einzuschlagen, und doch bekam man zum Schluss einen neuen Hoffnungsschimmer und einen tollen Cliffhanger obendrauf. Ein herausragendes Gesamtpaket. Aber wenn ich Episode 7 durchaus an der Spitze der Visual Novel sehen würde, möchte ich damit sicherlich nicht implizieren, dass es danach nur noch bergab gegangen sei, oh nein. Auch die nachfolgenden Kämpfe gegen die BETA sind jedes Mal wieder ein neuer Höhepunkt gewesen, durch die oft unvorhergesehenen und meist tragischen Wendungen, die diese verzweifelten Versuche immer wieder genommen haben.
Die Schlacht von Sadogashima etwa verlief zwar von vorneherein nicht so ganz planmäßig, weil die BETA sich in leicht unvorhergesehener Weise bewegten, aber doch schien sie in letzter Konsequenz ein richtiges Erfolgserlebnis für die Menschheit zu werden – bis dann die alles entscheidende 00 Unit mit einem Mal ausfiel und nicht nur die mächtigste Waffe der Menschheit zerstört werden musste, sondern auch noch Cpt. Isumi und Kashiwagi dabei drauf gingen. 
Ja, um die beiden war ich wirklich traurig. Kashiwagi, die in „Muv-Luv Extra“ ja einfach nur das Lacrosse-Team aufgefüllt hatte und zu sonst nichts weiter gut war, hatte in „Alternative“ - mit ihrer zugleich kaltblütigen wie aber auch fröhlichen Art - eine richtig interessante und sympathische Persönlichkeit bekommen. Da musste sie natürlich gleich als erste von Isumis Walküren drauf gehen. 
Und Cpt. Isumi hatte ich gerade erst für ihre professionelle, selbstbeherrschte und dabei dennoch fürsorgliche Art richtig zu schätzen gelernt. Obwohl sie selbst dem Tod äußerst gefasst entgegen getreten ist, hat mich ihr Verlust doch überraschend stark getroffen. Gerade die Unterredung mit ihr (und danach mit Kashiwagi) an Bord des TSF-Trägerschiffs in der Nacht vor der Operation gegen Sadogashima zu den melancholischen Klängen von 「失われゆくもの」 hat mir wirklich sehr gut gefallen und war für mich, ganz recht, ein Beispiel guter Charakterinteraktion ohne polternden Konflikt. Eine interessantes Gespräch darüber, wofür Soldaten eigentlich kämpfen, das durch Musik und Bild (der Sternenhimmel) zauberhaft atmosphärisch gewesen ist. Die Zyniker unter uns mögen dazu anmerken wollen, dass Isumi und Kashiwagi genau damit offenkundig „Death Flags“ getriggert hätten (denn genau die beiden haben sich dann ja opfern müssen); aber hey, es hat geklappt – ich habe die beiden lieb gewonnen und hätte ungeachtet der bösen Vorzeichen nicht unbedingt vermutet, dass die Operation gegen Objective 21 in dieser Form daneben gehen würde. (Und das ganze Debakel nur, weil Takeru im falschen Moment an Sex denken musste. 
)
Noch viel weniger hätte ich natürlich damit gerechnet, dass später 30.000 überlebende BETA des zerstörten Sadogashima Hives völlig unvermittelt die Yokohama-Basis angreifen würden, in einem Abschnitt, den man mit gutem Recht als zweiten Höhepunkt der VN (nach Episode 7) bezeichnen kann. Und wie immer ist natürlich auch bei diesem Angriff wieder kaum etwas nach Plan verlaufen – zumindest nicht nach dem Plan der Menschen. Die BETA haben dagegen erfolgreich 2 Ablenkungsmanöver ausgeführt und sich erstmals in taktischem Vorgehen geübt, was wirklich als ein Schock kam, weil es die Menschen ihres wesentlichen Vorteils beraubt hat und die bedrohliche Unberechenbarkeit der BETA in neue Höhen katapultiert hat. Da ließ sich das Entsetzen der militärischen Kommandanten gut nachfühlen.
Es ist wahr, dass kein zweiter Tod so viel Wucht hinter sich hatte wie der von Marimo-chan, weil nur er so sehr aus dem Nichts kam (als der Leser gerade in Sicherheit gewiegelt wurde) und auch noch deutlich am graphischsten gestaltet war. Aber trotzdem wurden die Tode der KimoNozo-Heldinnen Haruka und Mizuki im Laufe des Sturms auf Yokohama in meinen Augen sehr gut ausgeführt. Gerade Harukas Dahinscheiden hatte einen schönen Gruseleffekt im Gepäck, wie sie da allein im finsteren Kontrollraum war, der Funkkontakt abbrach und sie schließlich kurz vor erfolgreicher Erfüllung ihrer Teilmission von den BETA überfallen wurde… toller Sci-Fi-Horror nach alter Schule. Es ist sicherlich nicht so, dass es unvorhersehbar gewesen wäre, aber es war dennoch effektvoll. Ebenso wie Mizukis Opfer, weil es die Basis letztlich gerade so vor der endgültigen Auslöschung bewahrt hat. Es hat mich schon ziemlich erschrocken, wie sehr die Menschen hier mit dem Rücken am Abgrund standen. Letztlich wurden praktisch die gesamten, sowieso schon zahlenmäßig hoffnungslos unterlegenen UN-Streitkräfte Yokohamas zerschlagen, durch die bloßen Überbleibsel eines Hives, der eigentlich bereits zusammen mit seiner ganzen Insel vom Erdboden weggebombt wurde. Nicht viele Geschichten trauen sich so ein gnadenloses Zusammenstauchen ihrer verzweifelten Protagonisten. (Besonders wenn man auch bedenkt, was für eine hervorgehobene Stellung Einheit A-01 – Isumis Walküren – eigentlich haben. Denn für eine Einheit von Leuten, die mutmaßlich unterbewusst den bestmöglichen Kurs unter allen möglichen Zukunftsszenarien ansteuern können, mussten sie eine ganze Menge Wendungen zum Schlechteren ertragen).
Und gab es im Anschluss an dieses Katastrophenereignisses eine Verschnaufpause? Natürlich nicht! Wieder haben sich die Ereignisse überstürzt, weil mit höchster Dringlichkeit Operation Cherry Blossom ins Leben gerufen wurde, die letzte Gelegenheit, Alternative IV fruchtbar zur Anwendung zu bringen und Alternative V noch abzuwenden.
Sonderbarerweise haben mich die (Opfer-)Tode von Sakaki, Ayamine, Yoroi und Tama im Laufe der Operation letztlich weniger berührt als die vorhergegangenen Verluste, obwohl ich mit diesen Charakteren so viel mehr Zeit verbracht (und in „Extra“ sogar alle ihre Routen gelesen) habe. Vielleicht liegt es daran, dass es letztlich zu offensichtlich war, dass die größte Gegenschlags-Operation seit Beginn des BETA-Krieges nicht ohne Verluste und Opfer über die Bühne würde gehen können. Tief drinnen hatte ich schon keine Hoffnung mehr, dass sie je noch einmal ans Tageslicht kommen würden, die dadurch auch nicht zerschlagen werden konnte. Wobei mich das Dahinscheiden von Meiya und Sumika allerdings dann doch noch einmal hart (und im Falle letzterer sogar unvorbereitet) getroffen hat.
Wo ich nun bei den beiden angekommen bin, führt natürlich kein Weg daran vorbei, hierauf noch einmal zurückzukommen: 
Hehe, ja, ich bleibe dabei.
Allerdings bleibe ich letztlich auch bei meiner Einschätzung, die ich schon am Ende von „Extra“ hatte: Meiya ist Sumika teilweise doch stark an den Hacken gewesen. In gewisser Weise hat Meiya ja in „Alternative“ ein beinahe unfaires Handicap bekommen, weil Sumika schlichtweg das mit Abstand genialste Gimmick eingesackt hat. Ich bin einfach sehr schwach gegen diese spezielle Art tragischer Geschichte, in der ein liebenswertes, unschuldiges Mädchen gegen ihren Willen zur mörderischen Waffe umgebaut wird. Dafür habe ich effektiv schon den hervorragenden Anime-Serien »Saikano« und »Gunslinger Girl« Höchstwertungen zugeschoben. Das ändert jedoch auch nichts daran, dass ich Meiya im Laufe der Reihe sehr lieb gewonnen habe und sie mir wirklich außerordentlich sympathisch ist. Gerade im Grande Finale hat sie noch mal richtig zugelegt, als sie Takeru bis aufs Äußerste verteidigt und schließlich ihren letzten Wunsch ausgesprochen hat, dass sie von dem Mann, den sie einseitig liebt, den Gnadenstoß versetzt bekommen wolle. Einfach zu traurig.
Auf der anderen Seite hatte Sumika natürlich ihr ganz eigenes Handicap: Man hat trotz Tuning-Mission wirklich nur sehr wenig Zeit mit ihr zusammen verbringen dürfen und wenig von ihr gesehen. (Überhaupt, das Tuning: Schon ein bisschen schade, dass es so rasant erfolgreich verlaufen ist. Ich hätte eigentlich ganz gerne erlebt, wie Sumika während einer Anti-BETA-Mission vielleicht wieder in gewalttätigen Wahn zurückschlittert und mit irrem Grinsen freudig wie ein kleines Kind BETA zerrupft und zerstückelt. Aber irgendwie hat die Handlung für soetwas keinen Raum mehr geboten.) Doch gegen 00-Unit-Sumika ist trotzdem einfach kaum anzustinken und so wenig man von ihr nur sehen durfte, war praktisch jede ihrer Szenen und ihr ganzer Hintergrund schlichtweg Gold wert, so dass sie für mich bis zum Ende die Nase vorn hatte. 
(Obendrauf: Sie hat praktisch die ganze Handlung in Gang gebracht und unzählige Zeitschleifendurchgänge erzeugt, einfach weil sie sich so sehr wünschte, mit Takeru zusammen sein zu können - wie könnte man sie nicht dafür lieben?) Wie erwähnt hat mich ihr Tod natürlich ebenfalls noch einmal ins Herz getroffen. Der Anblick der leblosen Sumika, die in ihren letzten Atemzügen ihr Santa-Häschen von Takeru an sich gedrückt hat…
Ein schmerzlicher, tragischer, aber auch wirklich gelungener, passender Abschluss für eine herausragende Erzählung.
Ich finde es ja bemerkenswert, wie janusköpfig das Ende der Geschichte effektiv ist: Auf der einen Seite haben wir den zartbitteren Abschluss in der „Alternative“-Welt, wo beinahe alle liebgewonnenen Charaktere in den Tod gegangen sind; wo die Zerstörung des Primary Objective und ein großer Sieg für die Menschheit zwar gelungen ist, ihr langfristiges Überleben aber dennoch nicht gesichert, sondern vorrangig erst einmal ein paar Jahrzehnte zusätzliche Zeit erkauft wurden; wo sich an den Kriegshelden, der es möglich gemacht hat, niemand außer Yashiro erinnert.
Auf der anderen Seite haben wir die „Final Extra“-Welt, die durch Alternative-Sumikas Formung sogar noch fröhlicher geworden ist als sie es sowieso schon war, weil Yuuhi nie sterben musste und Yashiro eine eigene Extra-Inkarnation bekommen hat. (Nebenbei: Wiiih, die Schleifchen. 
)
Und ja, mich hat das Ende damit ebenfalls in all seinen Aspekten zufrieden gestellt.
In der Tat. Gerade die finale Auflösung über die genauen Hintergründe der BETA fand ich sehr gelungen. Diese sehr erhellende Unterhaltung mit dem Primary Objective a.k.a. BETA Superior war schon ziemlich genial. Offen gestanden bin ich ja irgendwann einfach nur noch davon ausgegangen, dass die BETA halt „einfach so sind“. Eine Laune der extraterrestrischen Evolution, die vorrangig ihren unverständlichen Instinkten folgt. Warum die BETA Menschen nicht als Lebewesen anerkennen? Es hat mich gewundert, aber was für eine Antwort sollte es darauf schon geben.
Und dann stellt sich heraus, dass die BETA sich selbst (und alles kohlenstoffbasierte Leben) nicht als Lebewesen betrachten, weil sie nicht viel mehr als künstlich geschaffene Biomaschinen zum Rohstoffabbau sind, die von ihren siliziumbasierten Schöpfern blöderweise nur darauf programmiert wurden, siliziumbasierte Lebewesen als solches zu erkennen. Was für eine fiese Enthüllung. Folgerichtig sehen sich die BETA nicht einmal in einem Kriegszustand, sie vollrichten einfach nur die Arbeit, für die sie geschaffen wurden, was eben die Verwertung all dieses sonderbaren, kohlenstoffbasierten Gewimmels auf der Erde mit einschließt… (Es klärt sich damit sogar auf, worauf ich aufmerksam gemacht wurde, warum die BETA – die beim Angriff ihre Ziele eigentlich streng nach Gefahrenlevel wählen - solche Ziele priorisieren, in denen viel Computertechnik steckt, selbst wenn alternative Ziele mit weniger Computertechnik genauso gefährlich für sie sein können: Denn menschliche Computertechnik ist siliziumbasiert. Clever.)
Tja, was gibt es nun abschließend noch von meiner Seite zu sagen. Mein Fazit hatte ich ja bereits vorweggeschickt, um es jedoch noch einmal zusammenzufassen: Ich betrachte „Muv-Luv Alternative“ als ein Meisterwerk des Mediums, so wie auch allgemein des Mecha-Genres, in welchem es sich mit seinem schonungslos-apokalyptischen Setting und seiner sorgsamen Ausarbeitung und Durchdachtheit zu einem meiner mit Abstand liebsten Vertreter gemausert hat. Es ist ein herausragendes, spannendes und mitreißendes Kriegs- und Endzeitdrama, das genau meinen Nerv getroffen und sich dafür nicht weniger als eine Höchstwertung verdient hat:
10 von 10 Quantencomputern
P.S.: Nur so am Rande, âge ist auch ziemlich gut im Ausschlachten.
Gibt immerhin auch schon einen ganzen Schwung Visual-Novel-Ableger (wenn auch größtenteils kurze sog. Fandiscs), die auf der Hauptreihe aufbauen (Altered Fable, Alternative Chronicles Vol. 1 bis 3, Ayu Mayu Alternative, Haruko Maniax) und schließlich natürlich noch die Light-Novel-Nebengeschichte „Total Eclipse“, deren Anime-Adaption unseren Muvathon in Gang gesetzt hat. (Sollte mich gar nicht wundern, wenn die Welt von „Muv-Luv“ auch mindestens so umfangreich ist, wie es das Nasuverse angeblich sein soll.) Und mir soll's nur recht sein, mehr MLA-Futter ist gern gesehen, wäre ja eine Schande, so ein tolles Setting brach liegen zu lassen.
Na, das will ich doch hoffen, dass es mit Total Eclipse weitergeht, das war ja schließlich wie erwähnt der Stein des Anstoßes.^^ (Und ja, ausgerechnet Yui hat da eine gewisse „Tsukuyomi-haftigkeit“ durchblicken lassen
Ich hoffe, das bessert sich noch, weil ich sie ja wirklich gerne mögen möchte, was ein bisschen schwierig wäre, wenn sie eine Mini-Tsukuyomi spielen würde. Aber ich bleibe da mal optimistisch.) Wie man hört, sollten die Charaktere aus „Total Eclipse“ ursprünglich übrigens schon in „Alternative“ ihren Auftritt haben. Nachdem das flach gefallen ist, blieb ihnen dann aber nur die Verwendung in dieser Nebenhandlung.
Zuletzt: Wie es scheint habe ich mich darin getäuscht, dass „Alternative“ und „Total Eclipse“ von unterschiedlichen Autoren seien, denn der Herr Kouki Yoshimune, der die Light Novels geschrieben hat, war offenbar schon ein Hauptverantwortlicher bei der Produktion von „Muv-Luv Alternative“. Da bin ich mal gespannt, ob er „Total Eclipse“ mit der Haupthandlung vielleicht ein wenig verzahnt hat (und es noch weitere Cameos gibt) oder ob die Schauplätze streng voneinander getrennt bleiben. Aber das gehört dann nicht mehr hier hin.
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Dieser Beitrag wurde 9 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 07.09.2012 11:49.
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29.07.2012 22:59 |
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Mh, glaube ich schreibe doch noch mal ein paar Worte hierzu. Muv-Luv hats verdient.
Tja, ich bewerte natürlich höchst subjektiv. Daher ergründe ich natürlich erst, wie gut es mir gefallen hat, und versuche danach erst die Gründe dafür herauszufinden. Ich muss zugeben, dass Aliens, Militär und Mechas grundsätzlich nicht so mein Ding sind (Dystopien dafür umso mehr), aber das ist hier nicht der Grund. Das war hier wirklich gut umgesetzt. Und es sind nicht nur Takerus Monologe... ich hätte halt schon allgemein noch ein wenig mehr von den anderen Charakteren gesehen. Na ja, aber eigentlich war das ja schon ganz gut von Unlimited abgedeckt... ich weiß auch nicht genau.
Ja, es stimmt. Muv-Luv Alternative ist in den Dingen, auf die es ankommt, wirklich spitzenklasse. Aber an einigen anderen Stellen hätte ich schon mehr Feinschliff erwartet. Und ja, da geht es wieder um die Erwartungshaltung... die war wirklich sehr hoch, aber das such ich mir ja nicht aus. So wie das überall gehyped wurde kann man ja nur das Beste vom Besten erwarten.
Ja, ich selbst versuche ja gerne daran zu glauben, dass eben DIESE ZUKUNFT, in der wirklich alle gestorben sind, dass gerade DAS die absolut BESTE Zukunft war, die möglich war (selbst Sumikas Sadogashima-Aussetzer hat sie ja nur weiter stabilisiert). Sozusagen die einzige Zukunft, in der die Menschheit auf der Erde überleben konnte. Und dadurch wird natürlich die Hoffnungslosigkeit des Kampfes gegen die BETA klar. Ich meine: Die BETA hätten die Menschheit schon lange überrennen können und nachdem dann Yokohama ausgelöscht wurde wäre die Menschheit wirklich chancenlos gewesen. Und die Bedrohung ist ja noch nicht vorbei... theoretisch sehe ich für die Menschheit in der BETA-Welt eher schwarz. (Aber Takeru geht das ja nun nichts mehr an...)
Was ich daran aber nicht ganz verstanden habe: Die BETA haben doch den Auftrag "Lebewesen" (natürlich nur siliziumbasierte) zu verschonen, oder habe ich das falsch verstanden? Und dann stürzen sie sich grade auf die Computer? Sollten sie diese nicht eher verschonen?
Da mir Muv-Luv irgendwie doch keine Ruhe lässt (hat mir wohl doch ziemlich gut gefallen; andere Wertung gibts aber trotzdem nicht
) hab ich mir selbst schon überlegt mal mit Hilfe meiner überragenden Japanischkenntnisse ein wenig in Altered Fable reinzulesen (auch wenn es sich wahrscheinlich um eine ebenso "gute" Love-Comedy wie Extra handelt). Na ja, dafür gibts Kasumi (
), Yuuhi und Major Walken . Und wenn das fehl schlägt: Ich lese auf 4chan in letzter Zeit öfter von einer Altered Fable-Übersetzung, an der wohl grade Arbeiten aufgenommen werden.
Ansonsten bedanke ich mich für diesen wirklich hervorragenden Marathon. Du warst ein hervorragender Mitleser, Gomery. Man sieht sich dann bei Total Eclipse, wenn ich die Tage mal die ganze Folgen nachgeholt habe.
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05.08.2012 22:04 |
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Lord Mt. Gomery
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Ganz von den Einflüssen Dritter kann man sich da natürlich nie frei machen. Ich schätze daher auch, dass die japanischen Erstleser in der Beziehung die besten Bedingungen für den idealen Lesegenuss hatten. Die konnten sich davon, wie sich die Handlung so langsam entfaltet, noch einfach komplett überraschen lassen; ohne eine besondere Reputation im Hinterkopf zu haben, für die sie dann bewusst oder unbewusst mit strengem Blick vom Spiel die Rechtfertigung eingefordert hätten. (Um in so eine Position zu kommen, muss man natürlich schlichtweg das Glück haben, über ein Meisterwerk zu stolpern, ohne vorher viel davon gehört zu haben.)
Persönlich versuche ich aber dennoch in vielen Fällen, halbwegs vorurteilsfrei an eine Geschichte heranzugehen oder genauer gesagt zumindest auf einen Hype nicht zu viel zu geben. Dafür gab es schon zu viele Hypes, hinter denen ich dann bloß eine Enttäuschung erlebt habe. Ein Haufen frenetischer Jubelperser weckt zwar unweigerlich eine gewisse Neugierde an der hochgejubelten Sache, aber deren Urteil muss man dann ja nicht schon im vorneherein Glauben schenken.
Und wenigstens bei Muv-Luv hat sich diese Einstellung für mich bewährt. So dass ich nun aus innerer Überzeugung selber dem Hype zutragen und die Erwartungen anderer Leute unnötig in die Höhe schrauben kann.
Ach, ich denke, dass die Menschheit nach der Vernichtung des Primary Objective recht gute Karten hat. Damit wurde immerhin das Oberkommando aller BETA der Erde vernichtet. Auch wenn es den Rest der Plage nicht handlungsunfähig macht, dürfte es die Adaptionsfähigkeit der Erd-BETA gegen neue menschliche Taktiken massiv beeinträchtigen.
Rein theoretisch hätten die BETA die Menschen kraft ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit vielleicht lange überrennen können und könnten es vielleicht immer noch – aber ist das wirklich so? Gerade das ist schließlich der wahre Schwachpunkt der BETA: Dass sie gar nicht begreifen, dass sie im Krieg sind und die Menschen nicht das Äquivalent einer Naturkatastrophe darstellen, sondern sie zielgerichtet zu vernichten versuchen. Die BETA sind keine Soldaten, sondern einfach nur ein Haufen fanatischer Bergarbeiter. Diese Tatsache garantiert der Menschheit zwar offenkundig nicht den Sieg, lässt ihr aber immerhin die Chance.
Eine Chance, die Isumis Walküren mit ihren Opfern herbeigeführt haben. *salutiert*
Übrigens ist die Menschheit auch in jener Welt nicht vollkommen hinüber, in der letztlich Projekt Alternative V und Operation Babylon ausgeführt wurden. Ich hatte erwähnt, dass auch âge gut im Ausschlachten seines Erfolgs ist? 
Unter den im vorigen Beitrag beispielhaft genannten Titeln gibt es auch noch die Reihe „Muv-Luv Unlimited: The Day After“ (die anscheinend in den „Alternative Chronicles“ mit drin steckt), die sich mit dem Schicksal der auf der Erde verbliebenen Menschen nach Operation Babylon befasst.
Deren Logo-Variation finde ich nebenbei erwähnt übrigens irgendwie witzig (sehr cool zwar, aber auch witzig):
Einfach erstaunlich, wie martialisch mit der richtigen Farbgebung so ein Logo aussehen kann, das eigentlich mal in pink für eine RomCom gestaltet wurde. 
(Und ich frage mich wieder, wer bloß auf die Idee gekommen ist, die Reihe auf den Namen „Muv-Luv“ zu taufen. Hat keiner vorhersehen können, wie 'anachronistisch' er für das Alternative-Universum und seine potentiellen Ableger einmal wirken würde? Schon schräg. Gut, der Versuch der Irreführung des Lesers war vermutlich einmal Teil der Intention dahinter. Und durch den augenfälligen Kontrast bleibt der Markenname vielleicht nur umso besser hängen. Aber genug abgeschweift.)
Ja, bei BETA Superior hat sich das angehört, dass er und seine Kameraden darauf programmiert wurden, Lebewesen in Ruhe zu lassen – nur dass sie blöderweise die Menschheit nicht als solche anerkennen. Und genauso wenig werden die menschgemachten Computer für sie Lebewesen sein. BETA Superior hatte seine Definition ja genannt ( „Constructs based on silicon, with an established self, that are capable of reproduction and scattering“. – was auf Computer nicht zutrifft.) und man wird davon ausgehen können, dass die BETA in der Lage sind, siliziumbasiertes Leben von siliziumbasierten Objekten nach dieser Definition unterscheiden zu können. Da ihre Schöpfer aber siliziumbasierte Lebewesen waren, schenken sie siliziumbasierten Objekten offenbar ganz besondere Aufmerksamkeit.
Einerseits freut es mich zu lesen, dass neue Muv-Luv-Projekte Aufwind bekommen, andererseits weiß ich allerdings nicht, was ich in dem Zusammenhang von „Altered Fable“ halten soll, bei dem Eindruck, den das Spiel so macht. „Muv-Luv Extra“ war bzw. ist für sich genommen einfach kein großer Wurf und hat erst im größeren Kontext von „Muv-Luv Alternative“ richtigen Wert bekommen. Bedarf nach mehr Lektüre vom Schlage „Extras“ habe ich also nicht gerade… (Da wäre „Alternative Chronicles“ ja eigentlich die interessantere Option.)
Finde es aber cool, dass Walken offenbar populär genug war, um ins Extra-Universum übernommen zu werden, denn der Kerl hat’s einfach drauf.
Apropos, wie ich augeschnappt habe… …soll Walken in „Alternative“ offenbar nur deswegen gegen Sagiri verloren haben, weil sein TSF sabotiert wurde. Netter Rettungswurf von âge, warum so ein erfahrener US-Major in einer überlegegen – obendrein auf TSF-vs-TSF-Kampf ausgerichteten – Maschine gegen den Depp da verlieren konnte. Zurück zu „Altered Fable“: Dahinter würde ich trotz mutmaßlich eher seichten Inhalts übrigens gar nicht einmal so leichte Lektüre vermuten – in erster Linie wegen Meiya und Yuuhi, die ja so ein extrahöfliches/-hochgestochenes Japanisch sprechen. (Und wer weiß, ob Yuuko nicht wieder ihre Quantentheorien auspackt.) Den Versuch sollte es aber allemal wert sein, wenn man den Willen und die Muße hat. (Ich fürchte, meinerseits warte ich lieber auf weitere Übersetzungen.^^")
Den Dank kann ich schließlich natürlich nur zurückgeben. Ich glaube nicht, dass ich ohne Mitleser (insbesondere so einen eifrigen) mit so gutem Tempo vorangekommen wäre. In diesem Sinne: Es hat Spaß gemacht und war mir eine Freude.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 16.09.2012 16:12.
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06.08.2012 23:23 |
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Philaenon
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So, anscheinend ist ja so um Episode 8 rum bei euch beiden anderen auch der erste Eintrag fällig gewesen und da ich lieber zwei mittellange Posts verfasse, als einen einzigen superlangen, werde ich an dieser Stelle auch einmal resümieren. Man verzeihe mir im Vorfeld die saloppen Formulierungen, aber ich möchte momentan lieber über die VN in Umgangsdeutsch schreiben als hier eine Rezension zu verfassen...
Ersteinmal vorweg : Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich für die Kenntnis von ML:Unlimited bei Beginn von ML:ALternative aussprechen. Kotoka hat seinen Vergleich mit Faust I und II zwar etwas holprig gewählt aber mit seiner Aussage hat er letztendlich recht. Und zwar meiner Meinung nach aus folgendem Gesichtspunkt : Wer die erste ML VN nicht kennt, der kann die ersten Episoden von Muv Luv Alternative gar nicht so genießen wie ich es getan habe.
Denn die ganze Loop-Geschichte mit Shirogane lebt ja vor allem davon, dass man genau die gleichen Geschehnisse in Unlimited etwas abgewandelt schon einmal erlebt hat. Mir zumindest hat das ne Menge gegeben. Gerade die Möglichkeit, sich an diversen Stellen anders oder halt wieder genau so wie er schon zuvor entscheiden zu können. Außerdem ist es ja auch die maßgebliche Erklärung für seinen festen Entschluß, dieser Welt gegen die BETA zu helfen. Stimme da wohl mit Lord Gomery überein.
Zu den ersten Episoden :
Yay. Das Spiel/die VN beginnt und man hat irgendwie das Gefühl, die erste Szene schon etliche Male erlebt zu haben. So ist es ja auch. Allerdings überrasch dann die Tatsache, dass Muv Luv Alternative nicht wie erwartet am Ende der Geschehnisse von Muv Luv Unlimited ansetzt, sondern einen Loop einbaut. Wie ich schon weiter oben sagte, fand ich die darauf folgenden Ereignisse der ersten Episoden (1-4) sehr unterhaltsam. Auch hatte ich mit Takerus "Erfahrung" und seinen zustäzlichen Fähigkeiten, anders als Discord, keine Probleme. Mir war er so eigentlich sogar symphatischer. Endlich hatte dieser extreme Dumpfschädel, den eigentlich nur sein "Extrem-schwer-von-Begriff-Sein" ausmachte, mehr Kontur und ein ernstes Ziel. Aber vielleicht gefielen mir die ersten Episoden auch so gut, weil ich nen Faible für Gedankenspielereien wie in dem Film "Butterfly Effect" habe. Anders als dort kann Takeru ja nicht in die Vergangenheit springen sondern kennt die Zukunft und kann sie daher beeinflußen, aber die Idee ist ja die gleiche.
Zu Episode 5 :
Hm jaaa...ehrlich gesagt konnte mich diese Episode nicht so begeistern. Dazu hat Yuukos Theorie einfach zu viele Lücken. Und irgendwie komme ich mit diesen Zeitreiseparadoxen nicht wirklich klar. Ich hab nichts gegen ne fantastische Welt aber sie muss in sich schlüssig sein. Und Zeitreisen kriegen den Punkt nie gebacken. Die ganze Episode mutete mit all dem pseudowissenschaftlichen Gedöns rum um die Quantenphysik auch ziemlich trocken an. Und dann diese merkwürdige Maschine, mit der jemand in seine eigene Welt zurückreisen kann, wenn er nur fest genug an sie glaubt (und die Menge Strom stimmt 
). Gut, dass sie son Gerät im Keller stehen haben. Lichtpunkt dieser Episode war Kasumi Yashiro. Allerdings hab ich ein wenig bedauert, dass der Focus vollends auf ihr und Yuukos wirren Erklärungen lag. Ich fand die Konversationen mit den Squad-Mitgliedern erbauender und abwechslungsreicher. Und ich hoffe an dieser Stelle auch, dass die Konversation mit Sumika in der "normalen" Welt noch Konsequenzen haben wird. Noch bin ich ja nicht am Ende. Alles in allem ist Episode 5 aber trotzdem nett zu lesen, stellt sie doch die erste wirkliche Neuerung gegenüber Unlimited dar.
Zu Episode 6 (mit Verständnisfrage!) :
Wie meine Vorredner schon sagten, nimmt die VN ab Episode 6 langsam fahrt auf. So wie Discord hab ichs noch gar nicht gesehen, dass die Rebellion auf Takerus Tat zurückzuführen ist. Macht aber mit Gomerys Ergänzungen irgendwo Sinn. Zum Inhalt selbst lässt sich dagen sagen, dass ich mich über die Action gefreut habe. Und die schönen Szenen am Schloß im Schnee.... Als altem Nationalisten ging mir beim Inhalt der Gespräche natürlich das Herz auf 
. Soviel ultrakonservatives Gedankengut macht richtig wuschig. Ok...Schluß mit der Ironie. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass diese bei uns im beginnende 20. Jahrhunder aktuell gewesenen Themen sich in dieser VN soviel Raum verschaffen würden. Das Prinzip der Volkssouveränität und der Volksgemeinschaft hat bei uns ja meistens einen bitteren Beigeschmack und das wohl nicht zu unrecht. Dass es bei Muv Luv A die Einstellung der Protagonisten ist, mutet dann doch für mich als Deutschen etwas merkwürdig an. Erziehungssache denk ich. Mit dem Prinzip der Hierarchie kann ich aber durchaus in japanischem Kontext etwas anfangen. Dort geht/ging Loyalität halt bis zur selbstaufopfernden Hingabe. Wenn man bedenkt, dass Japan die kaiserliche Familie bis heute als "göttlich" betrachtet und sie einen ähnlich wichtigen Stellenwert einnehmen wie die Royals in England, OBWOHL die Amerikaner nach 45 versucht haben, das auszutreiben, wundert mich das Konzept in dieser VN, die ja die Welt OHNE ne japanische Kapitulation zeigen soll, auch nicht so wirklich. Es wird ja auch schön als Gegensatz zwischen den Amerikanern/UN und der Imperial Army dargestellt.
Aber nun zu meiner Frage : Ich hab die Stelle nicht verstanden, als Meiya mit Naoya spricht und plötzlich irgendwas passiert und dann die Hölle losbricht. Kann mir jemand erklären, WAS GENAU da passiert ist ? Wer hat geschossen ? Und auf wen ? Und warum ?
Tja. Soviel erstmal dazu. Nun werd ich noch nen Stündchen weiterlesen. Ich seh schon, ich werde irgendwann wieder mal mit einem weinenden und einem lachenden Auge fertig...
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Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie, der Tod von Millionen von Menschen eine Statistik! - Stalin
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Philaenon am 26.09.2012 01:04.
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26.09.2012 01:01 |
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Lord Mt. Gomery
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So geht es einem nicht nur als Deutschem, denke ich, sondern als Japaner im 21. Jahrhundert wohl auch. Immerhin geht es Protagonist Takeru, der im Japan der Welt von Extra erzogen und sozialisiert wurde, ja eigentlich nicht anders, dass er nicht verstehen kann, warum die Rebellen sich so verhalten wie sie es tun, und es ihm bis zum Schluss seltsam anmutet. Da lädt der Knabe schon stark zur Identifikation ein.^^ Er beklagt sich immerhin in einer Tour, dass für solche Mätzchen keine Ressourcen und keine Zeit übrig sein sollten – womit er aus zweckrationaler Perspektive auch völlig recht hat. (Ich kann über die Rebellenfraktion bis heute nur den Kopf schütteln, dass die doch echt aus nichts als gekränktem Nationalstolz einen Bürgerkrieg angezettelt haben, bei dem sie nichts für ihre Nation zu gewinnen hatten, dafür aber alles zu verlieren. Selbst wenn sie siegreich gewesen wären, was hätte es ihnen schon gebracht? Wären die BETA weniger gefährlich davon geworden, dass der amerikanische Einfluss zurückgedrängt worden wäre? Hätten sie sich von der vollen Autonomie irgendwelche Waffen kaufen können, die besser gewesen wären als die Hilfe der Amerikaner, die sie vertreiben wollten? Aber Tsukuyomi hat es ja beinahe frei heraus gesagt: Die Coup-d'Etat-Fraktion hätte sich lieber von den BETA fressen als von den Amerikanern „versklaven“ lassen.)
Geschossen hat diese gebürtige Finnin Irma Thesleff in US-Diensten, und zwar auf die Rebellen. Takeru kann es sich zwar nicht erklären, aber die Umstände machen ziemlich deutlich, dass Irma zu der US-Verschwörung gehört haben muss, die den Coup d’Etat nutzen wollten, um die amerika-feindlichen Kräfte innerhalb des japanischen Militär- und Staatsapparates auszuräuchern und zu beseitigen. (Meine persönliche Vermutung ist, dass Irma damit geködert wurde, dass ihrer Familie die US-Bürgerschaft verliehen wird, wenn sie die Verschwörung unterstützt, schließlich hat sie das zuvor als ihr Motiv dafür angegeben, dem Militär beigetreten zu sein.)
Das ist ja eh der größte Witz an der ganzen Sache: Cpt. Sagiri - der Rebellenführer - wusste ganz genau, dass die Amis seinen Aufstand von Beginn an für ihre persönlichen Zwecke instrumentalisiert haben und hat ihn trotzdem durchgezogen. Man kann nur vermuten, dass Sagiri vielleicht die Intrige der Amis auszunutzen können glaubte und darauf hoffte, dass ihnen ihre Verschwörung letztlich selbst in den Hintern beißen würde. Tja, doch im Endeffekt ist für sie alles nach Plan gelaufen und als Irma in Sagiris Verhandlungen reingeschossen hat, hat der sich auch genau wie von den Amis gewünscht verhalten, wie Discord ja beobachtet hat: Zu seiner Verteidigung kann man vielleicht anführen, dass er - nachdem er von seinem Shogun (bzw. wen er dafür hielt) einen Korb bekommen hat – sich eh auf verlorenem Posten sah und Irmas Provokation zum Anlass genommen hat, wenigstens im Kampf gegen die Amerikaner sterben zu können. Der Coup d’Etat war ja im Prinzip schon gescheitert, bevor Irma geschossen hat, und sein Leben damit wohl so oder so verwirkt. Aber letztlich hat er sich ja schon dadurch zum Affen gemacht, dass er das Spiel überhaupt eingegangen ist und seinem geliebten Vaterland Japan mit seinen Handlungen dadurch mehr geschadet als genutzt hat.
Oder in aller Kürze formuliert:
Wer hat geschossen? 2nd Lt. Irma Thesleff.
Und auf wen? Auf die japanischen Rebellenkräfte.
Und warum? Um die Waffenstillstandsverhandlungen gewaltsam zum Platzen zu bringen, so dass die US-Streitkräfte den nötigen Vorwand bekommen, die Rebellenkräfte restlos auszumerzen.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 26.09.2012 03:41.
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26.09.2012 02:39 |
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Discord
Apfel?
  

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Hach ja, Episode 6. Da werden Erinnerungen wach. Da war die Welt noch in Ordnung.
Ja, Takeru handelt da wirklich vernünftig. Der nimmt die Bedrohung durch die BETA wenigstens ernst. Allerdings ist Nationalismus im heutigen realen Japan gar nicht mal so wenig ausgeprägt, wenn man unserer Presse denn glauben will. Grade im Hinblick auf den aktuellen Streit um die Senkaku/Diaoyu-Inseln mit all seinen Hintergründen zeigt das ganz gut auf. Und soweit ich weiß wurde die Weltkriegsvergangenheit der Japaner nie in so krassem Maße aufgearbeitet wie bei uns. Auch sehen sich einige eher als Opfer. Eigene Kriegsverbrechen werden heruntergespielt oder Verantwortlichkeit zurückgewiesen. Und in anderen Ländern ist Nationalismus/Patriotismus (hab Probleme bei den Begriffen Grenzen zu ziehen) gar nicht mal so negativ besetzt wie bei uns. Ich halte ja Sagiri in MuvLuv für den größten Trottel überhaupt, aber in der Novel wurde ja schon versucht ihn trotz seiner Handlungen positiv darzustellen. Allein Tsukiyomis Salut an ihn, als sie ihn getötet hatte, war ja schon recht episch. Aber Takeru gehört ja auch einer anderen Generation an, also keine Ahnung wie es da generell aussieht. Hab gehört den meisten jüngeren Japanern geht so Politikmist am Arsch vorbei.
Wobei mir beim Lesen gleich noch ein Grund mehr eingefallen ist, warum Sagiri ein Trottel ist: Statt sich seinen Taten und den Konsequenzen zu stellen begeht er effektiv Selbstmord. Ganz toll Sagiri, du ARSCH. Dadurch hat er wirklich all seine Anstrengungen nulliert. Ich mein: Erst ein bisschen randalieren, aber wenn schief läuft anderen die Verantwortung "daraus was zu machen" aufbürden uns sich verabschieden. Und auch noch den coolen Walken mit ins Grab nehmen. Das war vielleicht gut für Takerus Charakterentwicklung, aber ich glaube kaum, dass Sagiri damit irgendwas großartig verändert hat. Okay, Shogun Yuuhi wollte ein bisschen "besser aufpassen", aber die ist schließlich auch nur eine Marionette ohne realen Einfluss. Die wirklichen Machthaber werden durch dieses sinnlose Töten wohl weniger gerührt worden sein.
Hui, das muss mir ganz entgangen sein. Dachte das wäre nur irgendein namenloser Pilot gewesen. Das macht das ganze natürlich gleich noch etwas tragischer. Schließlich war die gute Irma ja auch irgendwie ein Symphatieträger.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Discord am 26.09.2012 08:34.
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26.09.2012 08:28 |
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Philaenon
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Vielen dank für diese Ausführungen, nun kann ich mich heute abend guter Dinge an Episode 7 - ? machen
Ah ok. Ich hatte sowas vermutet aber wirklich klar wurde es ja nicht (siehe auch Discords Überraschung), denn darauf lässt sich ja nur aus der kurze Zeit später aufkommenden Forderung an sie, sie solle das Feuer einstellen, schließen. Aber macht Sinn.
Das mit Takeru als Symphatieträger ging mir auch so. Ich finde generell, dass er in Muv Luv Alternative viel mehr Protagonist und nicht nur Beobachter ist. Endlich hat er ein Ziel und nen eigenen Willen. Im Vorgänger beschränkte sich dieser Wille ja allerhöchstens auf den Erhalt des Status Quo. Und zu Discords Einwand stimme ich auch generell zu. Japan hat ne andere Einstellung zu seiner Vergangenheit als zum Beispiel wir. Liegt vielleicht daran, dass wir mit dem Holocaust ein größeres Päckchen Unrecht beigetragen haben und die Entnazifizierung etc. in stärkerem Maße betrieben wurden als vergleichbare Maßnahmen in Japan (obwohl auch dort ne Umerziehung stattfand).
Nationalismus per se finde ich in gesundem Umfang auch gar nicht verkehrt. Es gibt ja in der Tat Dinge, die eine Gemeinschaft ausmachen und wenn ich im Urlaub in Italien oder sonstwo bin, dann merke ich schon, dass Deutsche an viele Dinge anders herangehen als Menschen anderer Nationalitäten. Wobei das natürlich beliebig herabstufbar ist. Ich als Norddeutscher habe auch schon eine andere Mentalität als die Bayern, die ich so kenne. Trotz gemeinsamer Nationalität. Was mir halt nur übel aufstößt ist diese totale Identifizierung mit einem so schwammigen Gebilde wie der "Seele eines Landes". Die Akteure bei Muv Luv Unlimited und Alternative verleugnen ja teilweise sogar ihre eigene Individualität zum Wohle dieses Gebildes (Meiya z.B.). Bei uns gab es da zu Beginn des 20. Jahrhunderts diesen prominenten Spruch "Deutschland muss leben, auch wenn wir sterben müssen!". Der trifft meine Abneigung ganz gut.
Darum geht es ihm im Andenken an das traditionelle Japan wie er es schätzt doch gerade. Im Kampf fallen für eine here Idee. Seinen Weg zuende gehen, seinen eigenen Überzeugungen folgen, auch wenn sie sich als unhaltbar erwiesen haben. Diese Thematik bzw. dieses Verhalten habe ich so schon in zig Animes gesehen und vermutlich leitet es sich aus dem Bushido ab. Es ist schändlicher zu kapitulieren als einen rechtschaffenen Weg bis zur letzten Konsequenz (beim Scheitern halt dem Tod) zu gehen.
Auch wenns schwer nachzuvollziehen ist, fand ich den Charakter Sagiri so in sich und seiner Rolle durchaus glaubhaft. Guter alter Samurai.
So...doch länger geworden als gedacht. Mein nächster Beitrag kommt erst, wenn ich auf eurem Level bin, also abgeschlossen habe.
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26.09.2012 13:47 |
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Lord Mt. Gomery
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Ja, das ist natürlich gut möglich. Ich habe mich wohl auch etwas schlecht ausgedrückt, denn ich meinte mit dem „Japaner im 21. Jahrhundert“ auch mehr die jüngere Generation, die ja letztlich auch Zielgruppe von Muv-Luv ist. Jedenfalls fällt mir die Vorstellung schwer, dass ein konservatives Raubein so eine Bishoujo-Spielreihe auch nur eines Blickes würdigt. 
(Auch wenn es womöglich eine gewisse Schnittmenge zwischen Uyoku-Sympathisanten und Militär-Otakus, die zu den Fans und Käufern MLAs gehören, geben mag.) So extrem wie die ultranationalistische Rebellenfraktion dürfte kaum ein Spieler eingestellt sein und auch die Japaner, die in der Gegenwart wegen der Senkaku-Inseln auf die Straße gehen - um das Beispiel aufzugreifen -, können sich auf weit rationalere Beweggründe berufen als jemand wie Cpt. Sagiri. Der Streit um diese Inseln ist ja keine reine Frage des Stolzes, damit sind knallharte, wirtschaftliche Interessen verbunden. Dass die jap. Nationalisten und ihre Sympathisanten die dort vermuteten Rohstoffe nicht kampflos an die Chinesen fallen lassen wollen, wundert mich daher gar nicht, während mich der Coup Sagiris trotzdem unvermindert befremdet. Ich mutmaße (ohne von mir behaupten zu wollen, ich wäre mit der politischen Einstellung von Takeshi Durchschnittsjapaner gut vertraut), dass es vielen jüngeren Japanern dann doch nicht unähnlich gehen sollte und ihnen einer wie Sagiri ziemlich extrem vorkommt, selbst wenn sie eher geneigt sein sollten, ihn trotzdem zu respektieren, im Gegensatz zu uns prinzipienlosen Gaijins, die nur einen verblendeten Spinner vor sich sehen.
Ich glaube, Sagiris größtes Problem ist es, dass er über seine Besessenheit mit diesem schwammigen Gebilde aus dem Blick verloren hat, wem er eigentlich wirklich dienen sollte. Denn Meiya, die du als Beispiel anführst, kommt ja völlig anders als Sagiri (nämlich richtig sympathisch) rüber, obwohl sie ihm theoretisch ideologisch nahe steht. Bei Meiya war nur eben klar, dass sie nicht bloß irgendeiner abstrakten Idee hinterher rennt, sondern dass sie die konkreten Sorgen und Wünsche der Japaner im Blick hat und ihre Pflicht darin sieht, ihnen nach besten Kräften zu helfen. Das hat man ja exemplarisch bei der Aktion an Mt. Tengen gesehen. Sagiri beruft sich zwar auch darauf, doch mit seinen Handlungen hat er das Leben seiner japanischen Mitbürger letztlich nur verschlechtert; indem er militärische Ressourcen vernichtet hat, die gegen die BETA gebraucht wurden, um eine Rebellion zu führen, die von vorneherein nie irgendwas Substanzielles erreichen konnte, außer vielleicht seinen Stolz und sein Gewissen zu beruhigen.
Ohne ein gewisses Maß an Selbstlosigkeit und Aufopferungsbereitschaft, ggf. auf Kosten der eigenen Individualität, aber zu Gunsten einer größeren Sache, stünde die Menschheit in einer Welt wie der von Muv-Luv noch weit schlechter dar als ohnedies. Was mir da übel aufstößt ist eher, wofür sich einer wie Sagiri hingegeben hat, nämlich mitunter nicht viel mehr als seine persönlichen Hirngespinste, und ohne Rücksicht auf jegliche Vernunft.
Oh, ich dachte, das wäre dann noch etwas deutlicher gesagt worden, aber vielleicht spielt mir da mein Gedächtnis einen Streich, weil ich es beim Lesen direkt so interpretiert habe, dass sie es war, die das Feuer eröffnet hat. Aber ich denke, man getrost davon ausgehen, dass sie es war, ersieht man ja letztlich aus dem Kontext.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 27.09.2012 01:21.
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26.09.2012 17:27 |
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