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Umfrage: Sollten wir...
... den Ausstiegsbeschluss rückgängig machen? 22 40.74%
... am Atomausstieg wie vereinbart festhalten? 14 25.93%
... den Atomausstieg beschleunigen? 9 16.67%
... den Atomausstieg langsamer umsetzen? 9 16.67%
Insgesamt: 54 Stimmen 100%
 
Atomenergie - Ausstieg aus dem Ausstieg?
Sasahara
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Atomenergie - Ausstieg aus dem Ausstieg?   

Auf die Idee für den Thread bin ich wegen der Bundestagswahlen gekommen. Bevor ich hier anfange, möchte ich euch mitteilen, ich bin ein vehementer Befürworter der Energiegewinnung durch AKWs bzw. KKW (Atomkraftwerke / Kernkraftwerke, ich werde ab jetzt AKW benutzen).

Eine kleine Übersicht:

Im Jahr 2000 beschloss die Rot-Grüne Regierung den Ausstieg aus der Atomenergie. Bis 2021 soll das letzte AKW abgeschalten werden. Damals dienten Italien und besonders Schweden als große Vorbilder für dieses Projekt, welche schon Jahrzente vorher durch ein Volksvotum den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen haben.
Vor kurzem haben diese 2 Länder bekannt gegeben der Atomenergie eine neue Perspektive zu geben, womit Deutschland nun das einzige Land in Europa und das einzigste Land der Industrienationen an einem Ausstieg aus der Atomenergie festhält. Ich war schon von anfang an ein Befürworter der AKWs und will im folgenden beschreiben warum und warum die Argumente der Atomkraftgegner, aus meiner Sicht, sehr kurzsichtig sind:


Atomkraft ist gefährlich. Man denke an die große Katastrophen in Tschernobyl und den zahlreichen Störfalle in derzeitigen AKWs.

Vorfälle wie der in Tschernobyl können bei den heutigen AKWs nicht mehr passieren, ich möchte hier nicht bestreiten, dass der Betrieb eines AKWs kein Sicherheitsvorkehrungen mehr braucht. Nein im Gegenteil, die deutschen Sicherheitsvorschriften für AKWs haben den höchsten Anspruch weltweit. Zum Thema Störfälle: seit diesem Vorfall gab es auch nie eine beinahe Katastrophe, wie manche Atomkraftgegner es unters Volk bringen wollen. Wenn man nur die wirklich ernsten Störfalle zählt, dann beschränkt sich das auf eine niedrige einstellige Zahl und nichtmal diese waren, wegen der zahlreichen Sicherungssysteme und dem geschulten Personal, ernsthaft gefährlich. Ist so ein Unglück die größte Indutsriekatastrophe die uns je passiert ist? Nein, 50 Mitarbeiter kamen durch die Strahlung um, 4000 Kinder erkrankten an Schildrüsenkrebs, von denen starben aber nur 9, da dieser durch die heutige Medizin heilbar ist. Weitaus mehr Menschenleben hat der Chemieunfall in Bophal (Indien) gekostet. Schätzungen meinen mindesten 3.800 bis 20.000 Menschen starben dabei, über 500.000 wurden verletzt. Warum wird immernoch nur gegen AKWs protestiert?


AKWs helfen nicht den CO² Ausstoß zu senken, da durch den Abbau von Uranerz und dessen Transport ebenfalls CO² entsteht

Ein Kilogramm (!) Natururan kann soviel Energie hergeben wie 20.000 Tonnen Schwarzkohle oder 60.000 Tonnen Braunkohle.
Man braucht über 6.000 Windkrafträder um die Leistung eines kleinen AKWs hinzubekommen.
Was glaubt ihr wieviel CO² bei dem Bau und dem Transport von Windkrafträdern an die richtige Stelle an CO² in die Luft gepumpt wird?

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einer Reportage um den CO² Ausstoß der verschiedenen Energierformen.


Durch neue regenerative Energien kann man die AKWs ersetzen.

Hier muss man eine Unterscheidung treffen. Es gibt Kraftwerke die eine Grundlast leisten müssen, dies können nur Kraftwerke die eine konstante Leistung bringen (AKWs, Kohle, Gas, Wasser, Erdwärme, etc.), Solar- und Windernergie können dies nicht. Diese werden grundsätzlich nur zugeschalten wenn sie gebraucht werden.

Wasserkraftwerke (Meiner Meinung die beste Energie) - in Deutschland leider ausgeschöpft.
Geothermie - Es ist sehr schwer einen geeigneten Platz für diese Art von Kraftwerk zu finden, erst vor kurzem hat man gedacht in der nähe der französischen Grenze einen guten Ort für den Bau einer solchen Anlage gefunden zu haben. Nach zahlreichen Versuchen und Kosten über 20 Millionen Euro hat man jedoch aufgegeben. Es ist eine Möglichkeit, braucht jedch sehr viel Glück und Geld und ist damit kein schneller Ersatz, leider.
Gas Öl etc. - Zwar eine bessere CO² Wertung als Stein-, Braunkohle aber es macht uns sehr abhängig von Ländern wie Russland, was wie wir alle bemerkt diesen Winter erfahren mussten, keine wirkliche Alternative darstellt. Außerdem sind die vorkommen endlich und besser aufgehoben in Autos anstatt sie vor Strom zu verschwenden.
Stein und Braunkohle - Astronimischer CO² Ausstoß, nicht tragbar wenn wir diesen wie im Kyoto-Protokoll festgelegt senken wollen. Außerdem sind z.b. letztes Jahr allein in China über 3.000 Minenarbeiter gestorben und ratet mal vorher wir auch einen Teil unserer Kohle importieren... (ein Strom an dem Erderwärmung und Blut klebt...)

Solar- und Windernergie - Ein Ausbau ist notwenidig! Nicht das man mich falsch versteht, ich bin ebenfalls ein Befürworter dieser Energiearten. Doch können diese Energien nicht die Grundlast tragen, die von unserer Industrie stetig und mehr und mehr benötigt wird. So simpel es sich anhört, wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht genug scheint (wir leben immerhin in Deutschland) dann ist es aus mit dem Licht. Man kann und sollte bei Bedarf diese Energieform zuschalten, aber über 30% des Gesamtverbrauches lässt sie sich nicht ausweiten. Alles drüber könnte zur Folge haben, dass man eines Tages das Licht anschalten will und es kommt nichts bzw. der Atomstrom teuer aus Frankreich ^^;



Aber auch die Uranvorkommen sind endlich. Schätzungen behaupten, dass diese maximal noh 70 Jahre halten werden.


Uranvorkommen sind endlich, wie alles andere auch. 70 Jahre läßt aber neue Technologien die der Wiederaufbereitung dienen vollkommen außer acht, mit denen man eine 30 bis 60-fache Verlängerung erreichen kann. Außerdem wird derzeit auch nicht aktiv nach neuen Uranvorkommen gesucht, viele Geologen meinen jedoch, dass sich durch eine Suche durchaus noch einige wirtschaftlich sinvolle Minen errichten lassen. Kombiniert mit Wiederaufbereitungsanlagen und der Brütertechnologie kann man diese solange nutzen, bis eine wirkliche Alternative für die Grundlastversorgung gefunden wurde.



Deutschland hat kein Uran, auch wenn wir auf AKWs setzen, müssen wir trotzdem auf allen Vieren für Russland & Co. kriechen um welches zu bekommen.


Karte für weltweite Uranvorkommen:

Wie man sehen kann, auch Deutschland besitzt kleinere Vorkommen an Uran die uns durch die oben genannten Technologien lang genug unabhängig machen könnten. Aber unabhängig von wem? Kanada, Australien? Im Gegensatz zum Gas und Öl kann man Uran von politisch stabilen Ländern importieren. Eine Unabhängigkeit wäre also möglich, aber nichtmal nötig. Rußland z.B. muss seinen Bedarf an Uran von Kasachsatan importieren.


Deutschland hat eine Vorbildfunktion beim Ausstieg, andere werden folgen. Außerdem wurden von 1989-2007 nichtmal ein neues AKW pro Jahr gebaut

Interessant ist die Zahl, ich will sie mal ander formulieren: Kurz nach dem Unfall in Tschernobyl bis kurz vor neue Lösungen gegen den CO² Austoß. Auch Schweden und Italien haben nun bemerkt, dass AKWs eine gute Wahl für die Senkung des CO² Austoßes und der Unabhängigkeit gegenüber Öl und Gas sind. Frankreich und England schließen neue gemeinsame Pakete zum Ausbau der Atomenergie, Finnland und Bulgarien bauen neue AKWs und das ist nur die Sachlage in Europa. Weltweit ist der Trend hin zu Atomenergie noch viel stärker. Unter den wichtigen Industrienationen ist Deutschland vollkommen isoliert mit seiner Einstellung und wie man an Italien und Schweden sieht, wird das nicht besser.
Vorbildfunktion? Auf keinen Fall... deutsche Energiekonzerne leisten wöhrendessen auch ihr bestes um AKWs im Ausland zu bauen, kaufen oder mit zu finanzieren.



Es gibt kein sicheres Endlager für den Atomüll, die nachfolgenden Generationen werden mit unserer Kurzsichtigkeit von radioaktiver Strahlung überflutet.

Ein modernes AKW produziert im Jahr eine Tonne Atommüll, damit würde in Deutschland nichtmal eine LKW Ladung an Bafall im Jahr produziert. Das Endlager Problem ist leider noch nicht gelöst, aber man arbeitet daran. Das große Problem dabei, falls die entsprechende Lagerstätte aus irgendeinem Grund einstürzt, werden die Metalfässer nicht ewig halten. Die beste Entwicklung ist zur Zeit die Einschließung der Fäßer in Panzerglas und der Umhüllung mit Edelstahl, die einem riesigen Druck standhalten könnten, der durch eventuellen Einsturz der Lagerstätte auftauchen könnte. Man muß auf jedenfall eine Lösung finden, doch ist es nicht so als ob wir ohne Endlager in ein paar Jahren im Atommüll schwimmen.



Atomstrom ist nicht billiger und muss subventioniert werden, die teuren Transporte zu den Zwischenlagern muss auch der Steuerzahler tragen.


Hier muss man eine Unterscheidung treffen. Der derzeit bestehenden AKWs bringen nur noch Gewinne ein, Stromhersteller belegen einen Reingewinn von durchschnittlich 300Millionen € pro Jahr eines laufenden AKWs und bieten der Politik auch an diesen Gewinn zu teilen bei einer Verlängerung der Frist oder der Aufhebung des Gesetzes. Wirtschaftspolitisch naheliegend wäre aber einfach die Energiehersteller, bei der Abschaffung des Gesetzes, zu verpflichten die Mehreinahmen hauptsächlich zur Senkung des Strompreises zu nutzen.

Auch wenn es einiges kosten mag, aber auch vergleichsweise wenig, wenn man den Anteil der neuen Energien und deren Subventionen mal genauer anschaut, ist es wegen den oben genannten Gründen (CO², Abhängigkeit) besser soviele auf fossilen Brennstoffen basierende Kraftwerke wie möglich zu ersetzen.

Bezüglich der teuren Transporte, das regt mich besonders auf...
Die Atomkraftgegner sind die Hauptverantwortlichen dafür. Der riesige Polizeieinsatz... Menschen die sich an Gleise betonieren. Viele Menschen pochen auf ihr Recht auf Meinungäußerung, was aber nicht bedeutet das man das Recht hat einem anderen Schaden zuzufügen (dem Steuerzahler). Was ich jetzt sage mag Stammtischgerede sein, aber ich wäre für einen Gesetz für die Verstoßung von solch einer Gefährdung der Massen. Diese Transporte müssen so sicher wie möglich ablaufen und Gleise zu sobotieren und sich dem Zug in den Weg zu stellen ist verantwortungslos. Ein Missachten sollte eine empfindliche Geldstrafe zurfolge haben z.b. die zum Teil an den Betreiber des AKWs zu richten ist. (/Stammtsichgerde) ... aber ein trotzdem keine schlechte Idee wie ich finde.




Umfrage: Diese ist der Umfrage des BMU (Bundesumweltministerium) nachempfunden, welches die Umfrage offline gestellt hat nachdem diese nicht so ausgefallen ist, wie das Ministerium das gerne haben wollte. Wer länger darauf surft merkt aber wie erschreckend abartig Sigmar Gabriel die Seite des BMU benutzt um seine Haut zu retten, da ist es egal wenn man Deutschland ins CO² aus und in die Abhängigkeit fossiler Brennstoffe schickt.

Bitte schreibt eure Meinung, zeigt mir neue Sichtweisen, die ich eventuell übersehen habe. Ich bin auch froh wenn ich positive Resonanz lesen kann, egal wie lang oder kurz. Wie man bemerken konnte, ist das ein sehr leidenschaftliches Thema für mich. Eventuell teile ich dies mit den Atomkraftgegnern. Nur diesmal sind sie die bösen Politiker und ich der Rebel ^^
Verzeiht mir Rechtschreib, Grammatik und oder Satzbaufehler. Ich bin so müde atm, wills aber trotzdem noch posten. Wenn ich wieder wach bin les ich richtig Korrektur.


edit: (1) Es ist sogar nur 1kg Natururan!, nicht eine Tonne.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Sasahara am 07.06.2009 02:47.

07.06.2009 02:15
Cha0Z
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Jaja, die liebe Atomkraft, vielleicht wird das doch zum Wahlkampfthema zur Bundestagswahl, wundern würde es mich nicht.

Ich bin bei diesem Thema recht unschlüssig. Einerseits ist Atomkraft nunmal eine sehr effektive Energiequelle, andererseits lassen sich Gefahren und Probleme auch nicht ignorieren.
Selbst wenn die Standards gut und die Kraftwerke im Grunde sicher sind, es kann immer zu Unfällen kommen, sei es z.B. beim Transport.
Auch haben wir ja gesehen, dass durchaus die Gefahr besteht, dass die Lagerstätten für Atommüll unischer sein können, Sicherheitsvorkehrungen können ja leider auch missachtet werden.
Ferner bieten Kraftwerke, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, ein recht gutes ziel für terroristische Anschläge. Oder Wiederaufbereitungsanlagen....

Zur Wiederaufbereitung würde mich noch interessieren, welcher Aufwand betrieben wird bzw. wie viel Energie/Ressorucen das verschlingt.
Denn grundsätzlich habe ich gegen Atomkraft als verlässlichen Energieträger zur Deckung des derzeitigen Bedarfs nichts einzuwenden.
Allerdings muss Atomkraft, wie alle anderen erschöfplichen Energieträger, auch expliziet als Zwischenlösung gehandhabt werden.
Ich weiß nicht, wie lange das sein wird/sein muss.
Wie entwickelt sich denn der Energiebedarf? Geht denn die Rechnung mit der Verfügbarkeit von Uran noch auf, wenn man den steigenden Energiebedarf bedenkt und annimmt, dass viele Ländere ihre Atomstromproduktion ausbauen?
Lohnt sich der Bau neuer Kernkraftwerke oder macht es inzwischen schon keinen Sinn mehr?

Ich würde sagen, dass man die Atomkraftwerke lieber ein wenig länger in Betrieb lassen sollte, als sie durch Kohle/Gas/Ölkraftwerke zu ersetzen.
Allerdings muss das konsequente Endziel die Nutzung regenerativer Energien sein, anders geht es ja garnicht. Deswegen muss in diese Richtugn konsequent geforscht werden.
07.06.2009 03:16
Sirey
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Ich als begeisterter Sim-City-Spieler... =D

Mal im Ernst, ich weiß nicht was alle immer gegen die lieben AKWs haben. Ich bin ein absoluter Befürworter. Es geht ja nicht nur um CO², sondern besonders um das verschwenden von fossilen Brennstoffen für soetwas sinnfreies wie das Betreiben einer Lampe, wenn man dafür auch einfach Kerne spalten kann.

Zwar ist die Endlagerung NOCH ein wenig problematisch, aber ich bin mir sicher, dass da so einige verblendete Grüne einfach übertreiben.

Und wir müssen die Furcht vorm Atom überwinden, denn eventuell bekommen wir es in den nächsten 100-200 Jahren hin, eine effektive Kernfusion auf der Erde zu erzeugen. DANN können wir mit einem Stein und 3 Pullen Wasser Deutschland für ein Jahr mit Strom versorgen (!!!!). Und das sogar ohne die Gefahr des SuperGAUs, denn wenn irgendetwas die Kernfusion stört, wird der Reaktor einfach kalt und alles stoppt.

Deutschland ist einfach ein Land voller Verblendeter. Nur weil mal ein Auto gegen die Wand fährt fahren wir doch trotzdem immernoch Auto oder nicht? Und weil ein Reaktor in einem Land mit geringen Sicherheitsvorschriften in die Luft geht, heißt das noch lange nicht, dass das allen Reaktoren passiert. Auch ein Kohlekraftwerk kann so einiges zerstören... und das sogar ohne den Einfluss eines 'Unfalls'.

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07.06.2009 04:32
Sasahara
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Danke für eure Kommentare!

Cha0Z:
Du hast vollkommen Recht, AKWs sollten nur eine Zwischenlösung sein bis man einen effektiveren und sicheren Weg findet, um die Grundlastversorgung zu garantieren.
Ob Sinn oder Unsinn zum Bau neuer AKWs wird zum großen Teil vom Geld und der Forschung entschieden. Es sollte sich aber auch ein unabhängiges politisches Forum von Experten darum kümmern und das letzte Wort für die Genehmigung neuer AKWs haben. Atomenergie sollte man nicht einfach der Marktwirtschaft überlassen. Aber wenn sinnvoll erläutert werden kann, ob der Bau eines neun AKWs an einem bestimmten Ort zukunftsträchtig ist, warum nicht.


Sirey:
Ich sehe das genauso, Öl und Gas gehören ins Auto. Auch ich hoffe auf die Kernfusion als festen Bestandteil des zukünftigen Energiemixes. (Ich kenne die Form der Energiegewinnung auchaus den Sim City spielen und muss sogar sagen... ich hab nachdem ich das oben geschrieben habe, die alte CD ausgepackt und wieder mal en bissl gezockt hab... deswegen bin ich noch wach ~~)

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07.06.2009 07:03
Ceres
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Zitat

Original von Sasahara
Ein Kilogramm (!) Natururan kann soviel Energie hergeben wie 20.000 Tonnen Schwarzkohle oder 60.000 Tonnen Braunkohle.
Man braucht über 6.000 Windkrafträder um die Leistung eines kleinen AKWs hinzubekommen.
Was glaubt ihr wieviel CO² bei dem Bau und dem Transport von Windkrafträdern an die richtige Stelle an CO² in die Luft gepumpt wird?


Ich möchte gern erstmal auf die Unterschiede der Energieerzeugungsarten eingehen.
Mal abgesehen von den Schwierigkeiten der Entsorgung von verbrauchten Brennstäben und/oder Atommüll, das zwar zum Thema gehört aber erstmal beiseite gehalten wird, hat die Atomenergie leider leider die höchste Energieeffizienz, die wir derzeit technologisch aufbieten können. Es heißt ja, dass aus einem Kg Uran um die 36-56 Megawattstunden (!) erzeugt werden können und mit Wiederaufarbeitung erhöht sich diese Ausbeute pro kg Brennstoff dann sogar bis auf ca. 2.000 MWh (!). Für dieselbe Leistung benötigen Kohlekraftwerke etwa mehrere 100.000 Tonnen. Das ist schon eine ganze Menge. Und gerade Kohlekraftwerke erzeugen dabei auch noch eine Menge CO² ... wo man gerade doch das vermeiden/verringen will. Und ich habe mal vernommen, dass man jene Energieerzeugung durch Kohlekraft noch eine ganze Weile beibehalten will. Kopfschütteln ist da bei mir angesagt.
Windkrafträder finde ich schön und gut, aber ist auch nicht jedermans Sache. Hier in meiner Umgebung sind vor kurzem 2 neue in Betrieb genommen worden und ich habe kurz davor von jemanden gehört, dass sich prompt Leute beschwert haben sollen, weil zumindest eines davon für eine kurze Zeit ihnen das Licht nimmt (also zwischen Haus und Sonne steht und das Haus kurzweilig im Schatten steht). Und wenn man in der Nähe eines solchen Windrades wohnen soll, sollen diese auch nicht gerade leise sein, habe ich gehört. Aber das sind kleinliche Probleme mit Windrädern. Demnoch muss man auch mal die Wartungskosten für all diese Windräder bedenken, ich weiß nicht wieviel diese Angelegenheiten jeweils kosten, aber bei der Menge der Windräder die wir hier in D haben, dürfte das bestimmt nicht wenig sein. Die Teile laufen ja auch nicht so ohne weiteres und immer fehler-/schadfrei.

So gesehen haben AKW's durchaus ihre Vorzüge.


Zitat

Original von Sasahara
Atomkraft ist gefährlich. Man denke an die große Katastrophen in Tschernobyl und den zahlreichen Störfalle in derzeitigen AKWs.


Oh ja, seit Tschernobyl haben wir ja zig ähnliche Unfälle gehabt ... und die Störanfälle ... also bitte, als ob andere Kraftwerke und der Energieerzeugung angehörige Industrieunternehmen noch nie vergleichbare Probleme gehabt haben. Wenn es um Naturkatastrophen geht in Sachen Energiegewinnung, ist das hier der absolute Vorreiter:
(Zitat von meinem Beitrag aus dem Thema "Autofahren, wer kann sich das noch wirklich leisten?!")

Zitat

Original von Ceres
@Tenshi's Ansatz zu Ölsanden:

Zitat

Umweltauswirkungen und Klimaschutz

Die Bergbauextraktion des Ölsandes hat eine direkte Auswirkung auf die lokalen und globalen Ökosysteme. In Alberta zerstört diese Form der Ölextraktion vollständig den borealen Wald, die Moore, die Flüsse sowie die natürliche Landschaft. Es ist zweifelhaft, ob sich in den Abbaugebieten jemals wieder das bisherige natürliche Ökosystem entwickeln wird. Trotz Projekten der Minenindustrie, welche die Zurückgewinnung des borealen Waldes in Alberta zum Ziel haben, ist mehr als 30 Jahre nach Beginn des Abbaus keines der Gebiete als „zurückgewonnen“ zertifiziert.

Für jedes produzierte Barrel synthetischen Öls werden mehr als 80 Kilogramm Treibhausgase in die Atmosphäre freigegeben und ungefähr 4 Barrel des Abwassers werden in Bergeteiche entleert. Das erwartete Wachstum der Erdölgewinnung in Kanada bedroht auch seine internationalen Verpflichtungen. Als Kanada das Kyoto-Protokoll bestätigte, war es damit einverstanden, seine Treibhausgasemissionen um 6 Prozent bis 2012 zu verringern. Dennoch hatten um 2002 die Treibhausgasemissionen Kanadas um 24 Prozent zugenommen.

(Von Wikipedia - Ölsande entnommen)


Ich bitte die Hervorhebungen zu entschuldigen, aber das sind mal harte Aussagen und zudem Tatsachen ...
Zerstört "vollständig" das lokale Ökosystem ... für Jahrzehnte ! Das muss man sich mal reinziehen. Die dortigen lokalen Ölförderindustrien scheren sich einen Teufel darum, was nach dem Abbau überbleibt, hauptsache Öl fördern, weil ja die Nachfrage besteht und groß ist. Man macht es ja nicht erst seit gestern, aber für die Industrie lohnt es sich einfach im Moment. Und ich finde es einfach schade, dass man so weit geht nur des Profites wegen und die nachfolgenden Generationen müssen sich dann eines großen Problems annehmen, für das sie gar nicht verantwortlich waren.

Schönes Kanada ... wenn die Leute das mal live sehen würden, die so viel von Kanda halten ... ich denke ihre Meinung wird dann eine andere sein.



Ich habe jetzt einfach mal die Produktion von Öl aus Ölsanden als Beispiel hergehalten als Vergleich zu den "Katastrophen", die AKW's derzeit aufweisen können. Atomkraft ist gefährlich ?
Was in Teufels Namen ist dann das, was ich soeben von mir selbst zitiert habe ?
Es ist seltsam und nervig zugleich, dass Leute sich über die Atomkraft beschweren, aber scheinbar nicht die Situation erfassen, das andere Bereiche der Energieindustrie mindestens genausoviel Dreck (oder gar mehr) am Stecken haben, wie die Atomindustrie. Natürlich, viele Leute können Dinge wie die Sache mit den Ölsanden nicht wissen, aber es wird doch wohl nicht zuviel verlangt sein, wenn diese sich mal informieren könnten, welche Probleme andere Energieerzeugungsarten verursachen (können), oder ? Meinungen anderer zu der Sache "Probleme durch Atomindustrie <--> Probleme durch andere" wären (auch für mich) hilfreich.


Zitat

Original von Sasahara
Deutschland hat eine Vorbildfunktion beim Ausstieg, andere werden folgen. Außerdem wurden von 1989-2007 nichtmal ein neues AKW pro Jahr gebaut


Ok ! Wer gehört denn nun zu denen, die uns Vorbild Deutschland denn folgen ? Das wäre mal gut zu wissen. Ich habe hierbei eher das Gefühl, dass genau das Gegenteil abläuft ... (vll. hast du, Sasahara, mehr Info's dazu)
Interessant finde ich die Zahlen übrigens auch. 20 Jahre lang kein neues AKW gebaut, aber die die älter als 20 Jahre sind, können sich noch recht gut halten für "alte und gefährliche" AKW's. Das die noch nicht wie Tschernobyl in die Luft geflogen sind ... ach ja wir haben ja die höchsten Sicherheitsansprüche in D, na da kann ich ja beruhigt schlafen.


Zitat

Original von Sasahara
Was ich jetzt sage mag Stammtischgerede sein, aber ich wäre für einen Gesetz für die Verstoßung von solch einer Gefährdung der Massen. Diese Transporte müssen so sicher wie möglich ablaufen und Gleise zu sobotieren und sich dem Zug in den Weg zu stellen ist verantwortungslos. Ein Missachten sollte eine empfindliche Geldstrafe zurfolge haben z.b. die zum Teil an den Betreiber des AKWs zu richten ist. (/Stammtsichgerde) ... aber ein trotzdem keine schlechte Idee wie ich finde.


Stammtischgerede, richtig. ^^
Aber nicht unrecht. Die Transporten müssen ja wirklich so sicher wie möglich ablaufen, wenn da was passiert ... aber scheinbar zielen die "wagemutigen" Leute es ja darauf ab, das etwas passieren kann. Aber dann verstehe ich nicht, warum sich dann nicht noch mehr Leute vor Walfang-Harpunen oder Riesenbagger für Ölsande oder Baum-Kettensägen schmeißen, immerhin sind das ja auch nicht unproblematische Tatsachen. Diesem verantwortungslosen Treiben Einhalt zu gebieten und sich davor zu schmeißen wäre doch viel sinnvoller, als sich an Gleise zu betonieren. Soviel zum Stammtischgerede meinerseits.

Also: Ich bin der Meinung, dass AKW's hier in Deutschland weiter betrieben und darüber hinaus auch ein oder zwei Dutzend neue gebaut werden sollten. Wenn es gilt, den Zeichen der Zeit zu folgen und CO² einzusparen, sind bei weitem regenerative Energiequellen eine (nicht die) Lösung dafür, jedoch wird die allein nicht ausreichen, also ist die Atomkraft als weitere Lösung besser als Öl-und Kohleenergie geeignet und dafür sollte die Politik und Wirtschaft wieder Hand anlegen, als diese zu vermeiden. Sowieso, während alle anderen Länder wieder vermehrt Atomkraft nutzen wollen und dabei so auf mehr CO²-Ausstoß verzichten, kommt man mit Deutschland sich irgendwie als Außenseiter vor. Vorreiter für gute Dinge alles schön und gut, aber so versessen muss es auch nicht sein.

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"Ich wurde noch nicht einmal ignoriert!"

07.06.2009 09:59
harakiri
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Danke für die seriöse Argumentation, Sasahara (den Stammtischteil blende ich mal aus). Allerdings bin ich trotzdem nicht ganz glücklich darüber, dass hier gefordert wird, man solle AKWs als aktuelle (Zwischen)lösung akzeptieren. Das legt nur nahe, dass man sich so lange es geht auf dem Konzept ausruht und erst aktiv wird, wenn die Uranvorkommen sich auch dem Ende neigen. Das ist dann wie mit dem Öl: Die Zeit läuft ab, aber die Erforschung von alternativen Antriebsmittel geht trotzdem nur schleppend voran oder ist dazu verdammt auf ewig nur ein Gag namens "Studie" zu bleiben.

Ich möchte dennoch etwas zu der Verharmlosung eines Unfalls des Types Tschernobyl sagen:

Zitat

Sasahara
Vorfälle wie der in Tschernobyl können bei den heutigen AKWs nicht mehr passieren, ich möchte hier nicht bestreiten, dass der Betrieb eines AKWs kein Sicherheitsvorkehrungen mehr braucht. Nein im Gegenteil, die deutschen Sicherheitsvorschriften für AKWs haben den höchsten Anspruch weltweit. Zum Thema Störfälle: seit diesem Vorfall gab es auch nie eine beinahe Katastrophe, wie manche Atomkraftgegner es unters Volk bringen wollen. Wenn man nur die wirklich ernsten Störfalle zählt, dann beschränkt sich das auf eine niedrige einstellige Zahl und nichtmal diese waren, wegen der zahlreichen Sicherungssysteme und dem geschulten Personal, ernsthaft gefährlich. Ist so ein Unglück die größte Indutsriekatastrophe die uns je passiert ist? Nein, 50 Mitarbeiter kamen durch die Strahlung um, 4000 Kinder erkrankten an Schildrüsenkrebs, von denen starben aber nur 9, da dieser durch die heutige Medizin heilbar ist.

Nun, damals hat man auch nicht damit gerechnet, dass das AKW von Tschernobyl in die Luft fliegt und es passierte dann eben doch. Hätte man einen Ingenieur von damals gefragt, ob der Betrieb denn gefährlich sei, wäre man sicher auch beschwichtigt worden. Darüber hinaus lassen sich Opferzahlen nicht nur auf 50+9 direkte (!) Tote zurückführen. Nur weil man an etwas nicht stirbt, heißt es nicht, dass man keine Beeinträchtigungen in der Lebensqualität ertragen muss. Wie du schriebst, sind 4000 Erkrankungen (ich habe von 5000 gelesen) an Schilddrüsenkrebs auf den Vorfall zurückzuführen und darüber hinaus auch chronische Krankheiten. Bei 90% der Kinder aus dem Gebiet kann man eine erhöhte Immunschwäche feststellen, die Allergien und Lungenentzündungen mit sich bringt. Außerdem sind nicht alle Folgen für die Zukunft auf einem Notizzettel zusammenzufassen oder abzuschätzen. Man rechnet auch in Zukunft mit aus der Katastrophe resultierenden Krebserkrankungen (auf Wikipedia gibts die Schätzungen). Fünf Millionen Menschen müssen heute zudem mit nahrungsergänzenden Präparaten versorgt werden. Darüber hinaus ist auch ein Anstieg von nicht tödlichen Krankheiten generell zu verzeichnen.
Hinzu kommen auch noch ökonomische und ökologische Schäden: Das Gebiet rund um Tschernobyl/Prypjat ist heute noch kontaminiert und die Region ist wirtschaftlich angeschlagen, weil landwirtschaftliche Produkte aus dem Gebiet einen schlechten Ruf haben.

Den Rattenschwanz an sekundären Problemen blendet man gerne aus bei der Argumentation pro Atomkraft. Und dass Atomkraftwerke nicht gegen fremdeinwirkende Gewalt gefeit sind, lässt man angesichts der Zuverlässigkeit der Technik an sich auch unter den Tisch fallen.

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Noch was Satirisches zum Schluss:


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07.06.2009 11:42
Ge!st
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Die Energiegewinnung aus Kernspaltungsprozessen ist die gefährlichste Art der Energiegewinnung, die wir heute nutzen. Natürlich gibt es auch bei anderen Arten der Energiegewinnung negative Aspekte, aber bei keiner anderen Technologie sind die negativen Aspekte so gravierend, wie bei der Atomkraft. Die Atomkraft scheint zwar heute die effektivste Technologie um CO² neutral Energie zu produzieren, aber schaut man über den Tellerrand hinaus, sieht es schon anders aus, denn im Bereich Umwelt ist die Atomenergie die reinste Katastrophe.

Ein AKW hinterlässt radioaktiven Abfall, zwar können Brennstäbe wiederaufbereitet werden, doch schlussendlich, bleiben auch dabei immer hochradioaktive, nicht mehr nutzbare Abfallprodukte übrig. Nur wohin mit dem Atommüll? Wir lagern in D schon zig tausende Tonnen zwischen und es ist auch nach Jahrzenten nicht klar, wie und wo man den Müll sicher lagern kann/soll. Das ist nämlich alles andere als trivial, denn der hochradioaktive Abfall, muss absolut sicher für min. 2 Millionen Jahre gelagert werden. Wer kann für einen solchen Zeitraum die sichere Lagerung garantieren. Es gibt ja schon eine SAUEREI in einem Salzstock bei Gorleben, wo schwachradioaktiver Abfall gelagert wurde und das trotz Sicherheitsbedenken. Es ist Wasser eingedrungen und nun gibt es dort eine hochbrisante Situation. Der Atommüll muss aufwendig geborgen und der Salzstock saniert werden, was Milliarden Euro kosten wird. Dafür trägt übrigens Angela Merkel eine große Mitverantwortung, da sie als damalige Bundesumweltministerin die Warnungen der Wissenschaftler einfach ignoriert hat.

Übriges, wenn ein AKW irgendwann wieder abgerissen werden muss, dann gibt es dabei einen nicht unerheblichen Anteil an verseuchten Müll, der auch wieder sicher gelagert werden muss. Von den Risiken eines sogenannten Rückbaus will ich erst gar nicht sprechen.

AKWs sind nicht sicher, dafür ist die Technologie viel zu komplex, es kommt weltweit immer wieder zu Störfällen, auch in hochentwickelten Industrieländern wie z.B. Frankreich oder Japan, natürlich auch in D. Zum Glück gab es in D bisher noch keinen großen Störfall oder gar GAU. Es wäre nicht auszudenken, würde es in einem dichtbesiedelten Land wie D zu einem großen Zwischenfall wie in Tschernobyl kommen. Die Anzahl an Toten und radioaktiv verseuchten Menschen wäre sehr hoch, der Schaden für die Umwelt und nicht zuletzt der volkswirtschaftliche Schaden wäre so immens groß, dass unser Land am Ende wäre.

Zudem steht Uran, wie Erdöl, nur begrenz zur Verfügung. Wenn man alle Aspekte und die Risiken betrachtet, dann ist die Energiegewinnung aus der Kernspaltung, eine nicht tragbare Energiegewinnungsform. Es ist auch nicht so, dass es keine Alternativen gibt, klassisch sind hier ja Wind, Wasser und Sonnenenergie. Das Potenzial ist da beiweitem noch längest nicht ausgeschöpft, wie manche behaupten: z.B. bei der Energiegewinnung aus Wasserkraft könnten an den Küsten Gezeitenkraftwerke eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit wären Wellenkraftwerke. Das sind nur zwei Beispiele aus dem Bereich Wasserkraft.

Es ist enormes Potenzial vorahnden, doch es wird einfach immer noch viel zu wenig investiert entwickelt und geforscht. Ich bin für den Atomausstieg wie vereinbart, das lässt noch genug Zeit für Alternativen und es wäre für D eine große Chance als Vorreiter die Technologien zu entwicklen bzw. weiterzuentwickeln, was uns dann schließlich am Weltmarkt in dem Bereich eine Führungsposition sichern würde.

Wir brauchen Politiker und Industriebosse mit Weitblick, mit Visionen, damit sich endlich mal was zum Positiven bewegt und nicht das schnelle Geld im Vordergrund steht.

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**** whatever happens, happens... **** / -= Ge!st´s DVD-Animeliste =-

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Ge!st am 07.06.2009 20:29.

07.06.2009 12:11
funky
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Jaja die Kontroverse - Atomenergie. Auch ich bin gegen die momentan geplanten Zeitpläne zur Schließung der Kraftwerke in D. An sich habe ich zwar wirkliche Bedenken für uns Menschen, als auch für die Umwelt bei der Verwendung von Atomenergie, da wir nicht wissen wie wir mit dem Restmüll am Besten verkehren sollen. Dennoch sehe ich im Moment keine wirkliche Alternative zur Atomenergie, womit ein Ausstieg aus meiner Sicht ein Ding der Unmöglichkeit ist.

D kauft zur Zeit schon jährlich Atomstrom im Wert von 2 Mrd. € aus Frankreich. Und das obwohl bei uns noch Atomenergie hergestellt wird. Das sagt für mich schon sehr viel aus über unsere ach so hoch gelobten alternativen Energien, und da wir bei den Franzosen Atomstrom kaufen sind wir auch garantiert kein Land mit Vorbildfunktion für andere Länder, denn man möchte ja unabhängig von anderen sein und wir benutzen ja trotzdem Atomstrom. Probleme sehe ich auch bei den CO2 Emissionen und den Stromkosten, welche sich durch die Alternativen Energien noch weiter erhöhen würden. Mal ganz abgesehen von den Strafen die D zu erwarten hat wenn es die vereinbarten CO2-Emissionen überschreitet. Von daher fände ich einen kompletten Ausstieg aus der Atomenergie im Moment äußerst verantwortungslos und ich kann diesen Ausstieg auch nicht gutheißen.

Dennoch bin ich auch dagegen neue Atomkraftwerke zu bauen. Das ist aus meiner Sicht Geld das jetzt in die Forschung Alternativer Energien fließen muss und nicht zurück in alte Zeiten. Wir sollten zwar nicht so schnell wie geplant aus der Atomenergie aussteigen, aber wir sollten auch nicht komplett in alte Raster zurückfallen die auch Risiken mit sich führen. Von daher, Atomenergie ein wenig länger benutzen und gleichzeitig Strom aus F kaufen, Alternative Energien errforschen und immer weiter anwenden und dann mit einer passenden Alternative raus aus der Atomenergie.

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Alternative Energien:
Als vielversprechendsten Alternative Energie sehe ich im Moment den Hanf. Vor Jahrzenten auf Druck von Lobbyisten verboten, ist die Hanfpflanze eigentlich die Beste Nutzpflanze weltweit. In der EU stehen Millionen von Hektar Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung. Würden nur 6 Mio. Hektar als Hanfanbaufläche genutzt werden könnte man nach hundert Tagen folgendes ernten:
(den kompletter Artikel findet ihr hier, er ist zwar etwas älter aber die Zahlen bleiben gleich)

[QUOTE]- 24 Millionen Tonnen Öl. Das wäre eine Energie, die den selben Brennwert hat wie Heizöl oder Diesel, aber im Unterschied zu den fossilen Brennstoffen die CO2 -Bilanz nicht belastet.Der derzeit bei uns als Öllieferant favorisierende Raps bringt nicht nur weniger als die Hälfte der Hanferträge, er ist darüber hinaus im Anbau arbeitsintensiver, braucht große Mengen Pflanzenschutzmittel und laugt die Böden aus. Außerdem ist der nach der Ölgewinnung nur noch zum Verbrennen geeignet. Hanf hingegen bringt nicht nur die doppelte Menge Öl, sondern nach der Ölgewinnung fielen weiterhin an:

- Lebensmittel
- Viehfutter
- natürliches Antibiotikum
- Fasern für die Textilindustrie
- Papier
- Baumaterial

Die fossilen Energiequellen, die wir derzeit fast ausschließlich nutzen, verursachen rund 80 Prozent der Umweltverschmutzung zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Sie tragen also erheblich zu der langsamen Vergiftung unseres Planeten bei. Der günstigste Ersatz für diese teuren und unergiebigen Methoden der Energiegewinnung besteht weder in Windrädern und Sonnendächern noch im Einsatz geothermischer oder nuklearer Energie: Er besteht darin, das überall vorhandene Sonnenlicht zur Gewinnung von Biomasse auszunutzen.
Die Pflanze, mit der sich die Biomasse im globalen Maßstab am effektivsten herstellen läßt, ist HANF. Er ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der sämtliche fossilen Brennstoffe ersetzen könnte.

Durch das "Cracken" der Biomasse lassen sich flüssige Brennstoffe gewinnen, die ebenfalls keinen Schwefel enthalten. Diese Brennstoffe können fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl ersetzen und bieten darüber hinaus noch den Vorteil, daß ihre Verbrennung die Atmosphäre nicht zusätzlich mit CO2 belastet.

Und die Gase, die während der Extraktion der Holzkohle und der flüssigen Brennstoffe entstehen, lassen sich außerdem noch zur Stromerzeugung verwenden!

Hanfsamen enthalten 30 Volumenprozent Öl. Aus diesem Öl wurden bereits qualitativ hochwertiges Dieselöl sowie Schmierstoffe für Flugzeuge und Präzisionsmaschinen gewonnen. Seit undenklichen Zeiten wird Hanföl in Öllampen verbrannt. Der Sage nach brannte Aladins Wunderlampe genauso mit Hanföl wie die Lampe Abrahams. Und zur Zeit von Abraham Lincoln war höchstens Waltran ein ähnlich weit verbreiteter Brennstoff.[/QUOTE]

Sry, ist bischen viel geworden...

Das die Hanfpflanze, als Pflanze mit den meisten Vorteilen, verboten wurde ist eine Farce und sollte deswegen gründlichst überdacht werden.

Wer mehr über die Pflanze erfahren will kann hier noch mehr über die Hintergründe des Verbots lesen.

Außerdem findet ihr hier ein Video mit den ganzen Vorteilen der Pflanze, welche schon früher einmal genutzt wurden.


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Nachts ist es kälter als draußen...

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07.06.2009 12:55
Pen²
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Nachdem ich mich nun aufgrund dieses Thread doch nochmal eingehender mit der Materie beschäftigt habe, muss ich doch meine Meinung aus dem Bundestagswahl-Thread revidieren:

Ja, ich bin für den Atomaustritt, und ich bin der Meinung, dass unser derzeitiger Kurs genau richtig ist - auch wenn die Bundesregierung als Zeitpunkt für "völligen" Atomaustritt wohl etwas unrealistisch kalkuliert.

Imho ist es ausreichend, wenn Deutschland "nach und nach" aus der Atomkraft aussteigt. Überstürzte Handlungen sind hier total fehl am Platze. Imho sollten zunächst technologische Fortschritte gemacht werden, bevor man kurzsichtig deutsche AKWs vom Netz nimmt. Auch ist es sicherlich nicht hilfreich, hier Fristen zu legen, die ohnehin nicht eingehalten werden können.
ABER: Die derzeitige Gesetzeslage ist ein gutes Druckmittel auf die Forschung. Solange Energiekonzerne wissen, dass Atomkraftwerke ohnehin nicht abgeschaltet werden, brauchen sie auch kein Geld in neue Forschungen zu investieren. Ein Atomkraftwerk ist ein wahrer Goldesel - solange kein Druck seitens der Bundesregierung kommt, werden die Konzerne einen Teufel tun, Geld in weniger rentabele Technik zu investieren.


Fakt ist: AKWs liefern "sauberen" Strom und eine enorme Leistung auf Basis von relativ geringen Mengen Brennstoff. Allerdings vergessen wir hierbei oft, dass wir die Probleme der Atomkraft auf zukünftige Generationen abwälzen. WIR kriegen die Auswirkungen von Endlagerstätten nicht mit; während unserer Lebenszeit passiert in den Salzstöcken in der Regel nichts. Gorleben hats jedoch vorgemacht, was passieren kann, wenn nicht ununterbrochen Kontrollen durchgeführt werden.
Mal ehrlich: Wer möchte derzeit in Gorleben wohnen? Ich ehrlich gesagt nicht; egal, was Medien und Politiker mir einreden wollen. Man sollte sich diese Frage unbedingt stellen, bevor man vorschnell die Atomkraft schönredet.

Mir geht es nicht um einen GAU. Sowas gehört der Vergangenheit an; gerade in technisch hoch entwickelten Kraftwerken wie in Deutschland. Das große Problem ist und bleibt die Endlagerung. Solange niemand ein Verfahren entwickelt, wie entweder verbrauchte Brennstäbe komplett ohne Reste wiederaufbereitet werden können und/oder die Strahlung ungefährlich gemacht werden kann, bleibt die Atomkraft keine tendenziell gute Lösung.


Ich bin der Meinung, dass die Atomkraft momentan wichtig ist. Zwar ist es entgegen der Aussage von Sasahara möglich, die Grundlast auch über Wind/Solarenergie zu erreichen (Je mehr Windkraft/Solarenergieanlagen aufgestellt werden, desto gleichmäßiger ist die Energieproduktion ... Nicht zuletzt ist das globale Wetter auch eine stochastische Verteilung - es ist niemals überall Flaute und auch niemals überall Sonne oder keine Sonne - außerdem sagt keiner, dass die Solarstromanlagen (zumal es auch andere Varianten außer der Photovoltaik gibt) unbedingt in Deutschland errichtet werden müssen ... Es gibt derzeit Projekte, die die Errichtung von gigantischen Windparks und Solaranlagen in Afrika vorsehen - allerdings möchte keiner in diese Projekte investieren.
Insofern hat das Gesetz in Deutschland eine gute Druckmittelwirkung, die wir unbedingt beibehalten müssen. Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass die Mehrheit des Forums einen Ausstieg aus dem Atomabbau favorisiert. Glaubt ihr im ernst, dass das zur Kostensenkung bei den Strompreisen führen wird? Die Energiekonzerne lachen euch dafür aus und freuen sich über weitere Milliardengewinne ...



Das größte Problem, das ich bisher sehe, ist die europäische Union. Sanktionspolitik hinsichtlich CO2 funktioniert nur so lange, wie sowohl CO2 als auch Atomstrom in die Statistik einfließt. Dass zB Atomstromland Frankreich keine CO2 Sanktionszahlungen befürchten muss, ist ein Witz.
Hier muss unbedingt etwas geändert werden. Atomstrom und Verbrennungskraftwerke sollten in Sachen Sanktionierung gleichberechtigt sein - sonst stimmt einfach etwas mit den Gesetzen nicht.

Übrigens (Ich weiß, es hat nicht viel mit der Diskussion zu tun, aber ich wollte es mal einwerfen): Norwegen produziert 99% seiner Energie über Wasserkraft. Auch, wenn dies selbstverständlich in Deutschland nicht möglich ist, so zeigt es doch, dass man auch ohne Probleme Grundlast mit erneuerbaren Energieträgern aufbringen kann - und ja, mir ist bewusst, dass Wasserkraft in Puncto Zuverlässigkeit eine enorme Ausnahme darstellt - aber es gibt durchaus Methoden, Strom langfristig zu speichern (Siehe Pumpspeicherwerke), sodass auch "unregelmäßige" Energieerzeugung zur Grundlastversorgung geeignet ist. Wie immer ist auch hier nur das Problem: Wer investiert in sowas, solange AKWs billiger arbeiten?



Achja, einwas noch: Es ist noch immer nicht wirklich erwiesen, inwieweit CO2 wirklich zum Treibhauseffekt beiträgt. Keine wissenschaftliche Studie oder Arbeit konnte bisher eindeutige Ergebnisse liefern. Sicherlich ist CO2 nicht unbeteiligt, ABER wie stark anthropogenes CO2 nun wirklich dazu beiträgt, weiß keiner genau. Es könnten wenige Prozente im Vergleich zum natürlichen Treibhauseffekt sein, aber auch ein Löwenanteil. Generell halte ich deshalb nichts davon, vorschnell zu sagen, dass Kohlekraftwerke und Co. "Dreckschleudern" sind - gerade deutsche Kohlekraftwerke produzieren außer CO2 so gut wie keine Giftstoffe mehr und gehören zu den fortschrittlichsten weltweit.



@ Vorposter: Hanf ist vielleicht die Lösung für unsere Ölabhängigkeit, aber global gesehen ein Desaster. Wir verschwenden Millionen Hektar Anbaufläche, während in Afrika die Menschen verhungern. Ethisch ist das absolut nicht vertretbar. Im übrigen verursacht Hanf genausoviel CO2 wie Öl und jede andere Verbrennungsreaktion - das liegt in der Natur der Sache. Je sauberer und effektiver eine Verbrennung, desto mehr CO2. Hanf ist also mitnichten eine Lösung unseres Energieproblems.

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Pen² am 07.06.2009 20:16.

07.06.2009 20:09
funky
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Zitat

Original von Pen²
@ Vorposter: Hanf ist vielleicht die Lösung für unsere Ölabhängigkeit, aber global gesehen ein Desaster. Wir verschwenden Millionen Hektar Anbaufläche, während in Afrika die Menschen verhungern. Ethisch ist das absolut nicht vertretbar. Im übrigen verursacht Hanf genausoviel CO2 wie Öl und jede andere Verbrennungsreaktion - das liegt in der Natur der Sache. Je sauberer und effektiver eine Verbrennung, desto mehr CO2. Hanf ist also mitnichten eine Lösung unseres Energieproblems.


Mit dem CO2 Ausstoß hast du vollkommen recht, bei der Sache mit dem Essen nicht. Eine grosse Palette an Lebensmitteln können aus Hanf gewonnen werden. Die Samen beinhalten den höchsten Proteinwert der Natur. Und sie liefern essenzielle Fettsäuren die den Körper von Cholesterin säubern. Hanfsamen zu essen ist mit das Beste was man seinem Körper antun kann.

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Nachts ist es kälter als draußen...

07.06.2009 20:55
Sasahara
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Zu dem Tschenrobyl Unglück:
Ich habe mir sehr lange überlegt, die möglichen Zahlen für die Toten aufzulisten und abzuarbeiten. Meine Formulierung ist am Ende da wohl nicht richtig eindeutig. Ein müdniger Bürger hilft hier. Selbst recherchieren und die Zahl rausnehmen die man will... glaubt mir es existieren haufenweise, zuviele um eine konkrete Aussage darauf basierend zu finden.

Endlagerung:
Hier muss geforscht werden, es geht sicher sicherer. Ich bin auch nicht mir der derzeitigen Vorgehensweise zufrieden. Dennoch sind 17 Tonnen Atommüll im Jahr keine Zahl die uns im Nacken hängt. In absehbarer Zeit kann man eine Lösung finden, besser gesagt man wird ein Lösung finden müssen. Ein Beispiel der Forschung habe ich ja in meinem Eingangstext erwähnt.

Grundlast:
Pen²: Es ist wirklich keine Alternative die Windräder in allen Ecken von Deutschland zu bauen damit eines immer läuft und man dies dann als Grundlast benutzt. Bei der ausreichenden Grundlastversorgung sind außerdem regionale Standorte wichtig. Diese Idee würde auch das Ratio ändern, welches ich vorher genannt habe. Damit du die Grundlastversorgung einigermaßen sichern kannst, brauchst du 4 Windradparks überall in Deutschland verteilt (es geht ja um Unabhingigkeit) mit min. 5000-6000 Windrädern. Am Ende kann es dennoch passieren das kein Wind bläst...


Zitat

Die derzeitige Gesetzeslage ist ein gutes Druckmittel auf die Forschung. Solange Energiekonzerne wissen, dass Atomkraftwerke ohnehin nicht abgeschaltet werden, brauchen sie auch kein Geld in neue Forschungen zu investieren.

Wind und Solarenergie sind in Entwicklungssicht die heutigen Dieselmotoren, viel kann nicht mehr geändert werden ohne grundlegende Forschung, bei der man wahrscheinlich den Fusionsreaktor sogar früher aufgestellt hat. Einzige Möglichkeit ist durch Subventionen, diesem Strom größere Geldmittel zu verfügen zu stellen um weiteres Geländer zu zu pflastern. Wobei ich da nichts dagegen habe. Aber das Geld wächst nicht auf Bäumen, man könnte aber hier z.B. auf das Angebot der Strohersteller eingehen, welche anbieten die möglichen Gewinne bei einer Laufzeitverlängerung zu teilen und diese dann in entsprechend gewünschte Ideen der Politik zu stecken.

Von Stromerzeugerseite kannst du hier nichts erwarten, die fühlen sich nach den jüngsten Ereignissen in Schweden und Italien in ihren Ansichten bestärkt und werden munter weiterinvestieren außerhalb des Wirkungsradius deutscher Politik.


Zitat

Es gibt derzeit Projekte, die die Errichtung von gigantischen Windparks und Solaranlagen in Afrika vorsehen - allerdings möchte keiner in diese Projekte investieren.

Wichtig in meinem Artikel... Alternativen, die uns von einem nicht sehr stabilen Ausland unabhängig machen. Ich hätte auch meine Bedenken eine jahrelange Investition zu starten welche länger dauert als die Zeit seit dem letzten Krieg in diesem Land.


Zitat

Das größte Problem, das ich bisher sehe, ist die europäische Union. Sanktionspolitik hinsichtlich CO2 funktioniert nur so lange, wie sowohl CO2 als auch Atomstrom in die Statistik einfließt. Dass zB Atomstromland Frankreich keine CO2 Sanktionszahlungen befürchten muss, ist ein Witz.
Hier muss unbedingt etwas geändert werden. Atomstrom und Verbrennungskraftwerke sollten in Sachen Sanktionierung gleichberechtigt sein - sonst stimmt einfach etwas mit den Gesetzen nicht.


Das verstehe ich nicht ganz, wieso sollte man ein AKW mit dem CO² Ausstoß sanktionieren wenn es im Betrieb keins herstellt? Die Satistiken drehten sich ja nur um den Abbau und dem dabei entstehenden CO², sonst könnte man ja anfangen bei jedem Produkt plötzlich ne CO² Steuer anzusetzen, da schließlich spätestens beim Transport, alles eine negative Bilanz ausweist.



Zitat

Achja, einwas noch: Es ist noch immer nicht wirklich erwiesen, inwieweit CO2 wirklich zum Treibhauseffekt beiträgt. Keine wissenschaftliche Studie oder Arbeit konnte bisher eindeutige Ergebnisse liefern. Sicherlich ist CO2 nicht unbeteiligt, ABER wie stark anthropogenes CO2 nun wirklich dazu beiträgt, weiß keiner genau. Es könnten wenige Prozente im Vergleich zum natürlichen Treibhauseffekt sein, aber auch ein Löwenanteil. Generell halte ich deshalb nichts davon, vorschnell zu sagen, dass Kohlekraftwerke und Co. "Dreckschleudern" sind - gerade deutsche Kohlekraftwerke produzieren außer CO2 so gut wie keine Giftstoffe mehr und gehören zu den fortschrittlichsten weltweit.


Unter vielen anderen Sachen bin ich auch ein Verfechter des Klimaschwindels, dennoch muss ich bestehende Gesetze respektieren und fürchte empfindliche Strafen bei Missachtung. Wir müssen solche Stafen nicht zahlen wenn die Lösung bis zu einem richtigen Ersatz schon existiert. Machen wir solang mit bis wir sie vom Gegenteil überzeugen, in der Zwischenzeit werden wir weitgehend unabhängig von Gasprom & co.

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07.06.2009 22:56
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Original von Sasahara
Pen²: Es ist wirklich keine Alternative die Windräder in allen Ecken von Deutschland zu bauen damit eines immer läuft und man dies dann als Grundlast benutzt. Bei der ausreichenden Grundlastversorgung sind außerdem regionale Standorte wichtig. Diese Idee würde auch das Ratio ändern, welches ich vorher genannt habe. Damit du die Grundlastversorgung einigermaßen sichern kannst, brauchst du 4 Windradparks überall in Deutschland verteilt (es geht ja um Unabhingigkeit) mit min. 5000-6000 Windrädern. Am Ende kann es dennoch passieren das kein Wind bläst...

Gerade in Puncto alternative Energien ist ein Mix immer sinnvoll. Keiner redet davon, alles über Windräder einzufahren. Es gibt genügend (wenn auch noch nicht genug) alternative Energiequellen.

Zitat

Zitat

Die derzeitige Gesetzeslage ist ein gutes Druckmittel auf die Forschung. Solange Energiekonzerne wissen, dass Atomkraftwerke ohnehin nicht abgeschaltet werden, brauchen sie auch kein Geld in neue Forschungen zu investieren.

Wind und Solarenergie sind in Entwicklungssicht die heutigen Dieselmotoren, viel kann nicht mehr geändert werden ohne grundlegende Forschung, bei der man wahrscheinlich den Fusionsreaktor sogar früher aufgestellt hat. Einzige Möglichkeit ist durch Subventionen, diesem Strom größere Geldmittel zu verfügen zu stellen um weiteres Geländer zu zu pflastern. Wobei ich da nichts dagegen habe. Aber das Geld wächst nicht auf Bäumen, man könnte aber hier z.B. auf das Angebot der Strohersteller eingehen, welche anbieten die möglichen Gewinne bei einer Laufzeitverlängerung zu teilen und diese dann in entsprechend gewünschte Ideen der Politik zu stecken.

Das halte ich für Humbuk. Es vergeht so gut wie kein Tag, an dem unser Professor in Maschinenelemente nicht darüber erzählt, wieviele technische Schwierigkeiten selbst bei so "primitiven" Geräten wie Windkraftanlagen noch überwunden werden müssen (Vor allem in Sachen Wartungsfreundlichkeit ... Windräder würden sich BEDEUTEND schneller energetisch amortisieren und somit auch billiger und effizienter werden, wenn sie nicht so wartungsaufwändig wären). Auch Solarenergie ist bei weitem noch nicht ausgereift; wobei es hier natürlich eher in biochemische/werkstoffwissenschaftliche Richtung geht, als in konstruktive. Werkstoffwissenschaftler finden quasi jährlich neue Materialien, die noch besser für Photovoltaik geeignet sind, als bisherige - meistens billiger sind und/oder weniger CO2 in der Herstellung verbrauchen und eine längere Lebenserwartung haben. Im übrigen basieren Solarkraftwerke bei weitem nicht nur auf Photovoltaik. Es gibt haufenweise andere Konzepte, die nicht minder effektiv sind und beispielsweise auf Kapilarkräften und Verdampfung basieren.

Im übrigen gibt es auch Möglichkeiten, Meeresströmungen (Ideal für Europa, siehe Golfstrom) zur Energiegewinnung zu benutzen. Allerdings gibt es auch hier noch etliche ingenieursmäßige Hürden zu überwinden. Du siehst also, dass regenerative Energien derzeit mit nichten Dieselmotoren sind, was ihren Entwicklungsstand angeht.

Zitat

Zitat

Es gibt derzeit Projekte, die die Errichtung von gigantischen Windparks und Solaranlagen in Afrika vorsehen - allerdings möchte keiner in diese Projekte investieren.

Wichtig in meinem Artikel... Alternativen, die uns von einem nicht sehr stabilen Ausland unabhängig machen. Ich hätte auch meine Bedenken eine jahrelange Investition zu starten welche länger dauert als die Zeit seit dem letzten Krieg in diesem Land.

Es gibt viele politisch stabile Länder in Afrika. Manche Länder haben eine Bevölkerungsdichte im Promillebereich. Es dürfte kein Problem sein, hier langfristige Absicherung gegen politische Instabilitäten zu schaffen ... nicht zuletzt kann man auch hier Hoheitsrechte erkaufen.

Zitat

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Das größte Problem, das ich bisher sehe, ist die europäische Union. Sanktionspolitik hinsichtlich CO2 funktioniert nur so lange, wie sowohl CO2 als auch Atomstrom in die Statistik einfließt. Dass zB Atomstromland Frankreich keine CO2 Sanktionszahlungen befürchten muss, ist ein Witz.
Hier muss unbedingt etwas geändert werden. Atomstrom und Verbrennungskraftwerke sollten in Sachen Sanktionierung gleichberechtigt sein - sonst stimmt einfach etwas mit den Gesetzen nicht.


Das verstehe ich nicht ganz, wieso sollte man ein AKW mit dem CO² Ausstoß sanktionieren wenn es im Betrieb keins herstellt? Die Satistiken drehten sich ja nur um den Abbau und dem dabei entstehenden CO², sonst könnte man ja anfangen bei jedem Produkt plötzlich ne CO² Steuer anzusetzen, da schließlich spätestens beim Transport, alles eine negative Bilanz ausweist.

Du weißt, was gemeint ist. Mir muss erst noch jemand beweisen, dass Atommüll-Endlagerstätten weniger gefährlich für unseren Planeten sind, als der CO2 Ausstoß. Und schlussendlich ist die CO2 Sanktionierung ja nicht dafür da, dass Sälckchen der EU zu füllen, sondern, um globale Umweltprobleme abzubauen ... zumindest behauptet man das. Hier eine Seite zu bestrafen, die eine Umweltschädigung hervorruft und die andere, die es mindestens ebenso tut, außen vor zu lassen, ist lächerlich.


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Achja, einwas noch: Es ist noch immer nicht wirklich erwiesen, inwieweit CO2 wirklich zum Treibhauseffekt beiträgt. Keine wissenschaftliche Studie oder Arbeit konnte bisher eindeutige Ergebnisse liefern. Sicherlich ist CO2 nicht unbeteiligt, ABER wie stark anthropogenes CO2 nun wirklich dazu beiträgt, weiß keiner genau. Es könnten wenige Prozente im Vergleich zum natürlichen Treibhauseffekt sein, aber auch ein Löwenanteil. Generell halte ich deshalb nichts davon, vorschnell zu sagen, dass Kohlekraftwerke und Co. "Dreckschleudern" sind - gerade deutsche Kohlekraftwerke produzieren außer CO2 so gut wie keine Giftstoffe mehr und gehören zu den fortschrittlichsten weltweit.


Unter vielen anderen Sachen bin ich auch ein Verfechter des Klimaschwindels, dennoch muss ich bestehende Gesetze respektieren und fürchte empfindliche Strafen bei Missachtung. Wir müssen solche Stafen nicht zahlen wenn die Lösung bis zu einem richtigen Ersatz schon existiert. Machen wir solang mit bis wir sie vom Gegenteil überzeugen, in der Zwischenzeit werden wir weitgehend unabhängig von Gasprom & co.

Wie gesagt ... Ich bin dagegen, bestehende Kernkraftwerke vom Netz zu nehmen (vorläufig); aber es ist sicherlich falsch, neue zu errichten. Deutschland ist ein reiches und fortschrittliches Land und sollte deshalb global gesehen Vorreiterrollen in Sachen Klimaschutz spielen. Wenn Schwellenländer wie China die Umwelt verpesten, dann müssen wir ihnen eingestehen, dass auch Deutschland eine solche Phase hatte. Umso wichtiger ist es, dass man weiter Druck auf die Energiekonzerne ausübt. Nur Zwang generiert Forschung. Die Autoindustrie hat gezeigt, wie Wirtschaft in Deutschland funktioniert. Erst, seitdem die Wirtschaftskrise die Existenz der Autohersteller bedroht, wird wieder in Richtung umweltfreundlicherer Technik investiert. Vor einem Jahr wollte bei BMW und co. noch niemand etwas über Elektroautos oder Hybridmotoren wissen, heute sieht das schon ganz anders aus, wo man zu Zeiten von Wirtschaftskrise einen Wettbewerbsvorteil abseits von PS und Fahrsicherheit erkaufen muss ...





PS: Im übrigen kommt heute Abend 19:30 eine Dokumentation (weiß nicht mehr genau welcher Sender; glaube ZDF), wieso der Energiepreis beständigt steigt, obwohl Ölpreis und co. sinken ... weiß nicht in wie weit das mit dem Thema zu tun hat, aber ich glaube ich guck mir das mal an ^^

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Pen² am 08.06.2009 11:29.

08.06.2009 11:23
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Wie kann man nur eine Energietechnologie befürworten, für dessen extrem gefährliche Abfallprodukte oder besser die gefährlichsten Stoffe, die wir Menschen kennen, es keine Lösung gibt. Das Problem besteht nicht erst seit gestern, sondern seit die AKWs in Betriebe genommen wurden. In D fallen pro Jahr ca. 400 Tonnen hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken an. Dieser Abfall wird in Castoren eingeschlossen, die damit selbst zum radioaktiven Abfall werden. Ein Castorbehälter hat eine maximale Einsatzdauer von 40 Jahren und je nach dem wie strahlungsaktiv der in dem Castor eingelagerte Atommüll ist, kann die Lebensdauer drastisch absinken z.B. auf 30 oder gar 20 Jahre. Wenn ein Castor seine Einsatzdauer erreicht hat, dann muss der Atommüll entnommen und in einen neuen Castorbehälter eingeschlossen werden. Der alte Castor ist danach selbst zu einen 120 Tonnen hochradioaktiv verseuchten und strahlenden Stück Atommüll geworden. Die Atommüllberge wachsen und wachsen und keiner weiß wohin damit.

Das Problem mit Atommüll ist, das dieser extrem gefährlich für Mensch und Umwelt ist, dazu kommt noch die "Langlebigkeit", was Lagerzeiten von 2 Millionen Jahre nötig macht. Die Lagerung muss für diesen Zeitraum absolut sicher sein, denn wenn nicht, kommt es zu einer Katastrophe. Nur wer kann für eine Lagerstätte die absolute Sicherheit für 2 Millionenjahre garantieren. Ganz einfach Niemand.

Wie sich mehr und mehr herausstellt, sind Salzstöcke doch nicht so gut für die Endlagerung geeignet, wie Asse und Morsleben sehr deutlich zeigen. Nun muss der Atommüll aufwenig geborgen werden, was nicht nur risikoreich ist, sondern auch Milliarden Euro an Kosten verursacht. Derweil lagern tausende tonnen Atommüll in Zwischenlagern vor sich hin und man kann nur hoffen, dass es da nicht mal zu einem großen Zwischenfall kommt (wäre z.B. für Terroristen ein lohnenderes Ziel als ein AKW).

Wer Kernenergie befürwortet, der muss meiner Meinung auch eine konkrete Lösung haben, was mit dem Atommüll passieren soll.

Das Potenzial von alterativen Energien ist noch längst nicht ausgeschöpft, ganz im Gegenteil und für den Bereich Wasserkraft habe ich weiter oben schon zwei Beispiele mit Gezeitenkraftwerken und Wellenkraftwerken angesprochen. Es gibt noch viele Möglichkeiten bei den alternativen Energien, es muss nur endlich die Forschung und Entwicklung intensiviert werden.

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08.06.2009 13:05
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Ich bin definitv dafür, am geplanten Atomausstieg festzuhalten, ...

1. ... da ein früherer Ausstieg in meinen Augen verantwortungslos wäre, da die Energielast aktuell noch nicht komplett getragen werden kann durch erneuerbare und sonstige Energiequellen. Ich bin überzeugt, dass der Innovations-Druck durch den geplanten Ausstieg notwendig ist, um die Forschung anzutreiben und, dass der technologische Fortschritt so weit greifen wird, dass man in einigen Jahren nicht mehr auf Atomstrom angewiesen sein wird. Es gibt so vielfältige Möglichkeiten erneuerbarer und nahezu unerschöpflicher Energien, dass ich der Meinung bin, dass die Energieforschung sich zu einem großen Anteil darauf konzentrieren sollte, diese weiter zu entwickeln, das sie letztendlich die Zukunft der Energie auf unserem Planeten darstellen oder das zumindest tun sollten.

2. ... weil die Probleme, die der sonst so saubere und effiziente (und das meine ich ernst) Atomstrom aufwirft, wirklich abgeschoben werden auf spätere Generationen, siehe Endlagerung. Es ist ohnehin generell so, dass wir zur Zeit auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder leben, deswegen fänd ich es ebenso verantwortungslos, eine energiegewinnende Technik weiterzuführen, mit der sich bereits starke Probleme gezeigt haben. Wenngleich ich nicht leugne, dass auch dort Fortschritte gemacht wurden und sicher noch erzielt werden, allerdings... solang keine wirklich sichere und auch rentable Möglichkeit der Endlagerung gegeben ist, bin ich nicht bereit, meinungstechnisch eine Form der Energiegewinnung zu unterstützen, die diese großen Risiken hervorbringt.

3. ... weil, meiner Meinung nach, Deutschland auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle spielen sollte um somit anderen Nationen zu zeigen, dass es möglich ist, auch ohne Atomkraft genug Energie zu produzieren. Deutschland ist eines der am höchsten entwickeltsten Länder der Erde und sollte diese Position auch nutzen, indem es alle Möglichkeiten ausreizt, die es hat UND dabei Rücksicht nimmt auf die Umwelt und kommende Generationen.

4. ... und bin außerdem der Meinung, kein weiteres neues AKW zu bauen, um somit die Last, die bereits aufgeworfen wurde, nicht weiter zu vergrößern.

Ich räume ein, dass Atomstrom absolut effizient ist und unter Umständen auch weitere Möglichkeiten dieser Technik ausgereizt werden können, aber in diesem Fall wiegen für mich die negativen Aspekte zu schwer, um diese Technik unterstützen zu können.
Ich weiß, dass es auch bei anderen Energiequellen große Probleme gibt, das der CO2-Emissionen ist nur eins der wenigen und ich will jetzt nicht alle anderen auseinanderklamüsern, allerdings wirft die Atomkraft meiner Meinung nach mehr Probleme auf, als sie letztendlich löst.

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Was hier vergessen wird, Strom kann nicht so einfach transportiert werden, vorallem ohne Verluste.
Außerdem müssen entsprechende Leitungen dann durch viele andere Länder hindurchgebaut werden, hier möchte ich wieder auf das hinweisen was anfang dieses Jahres passiert ist. Es reicht nicht nur das Land politisch stabil ist, sondern auch keine Energie stillt wobei das stabile Land den Strom abstellt. Nochmal möchte ich dran erinnern, Stromleitungen über mehrere tausende von Kilometern sind sehr problematisch.

Endlagerung: Wir sind uns einig das es momentan noch keine Lösung gibt. Aber ich weise schon die ganze Zeit darauf hin das es entsprechende Entwicklungen gibt.

Probleme auf die nächste Generation abwälzen: Schweden und Italien, zwei der Länder die schon Jahre lang der Atomenergie absagten, haben Richtungwechsel angekündigt. Auch daran kann man erkennen welches Problem als akkuter und gefährlicher angesehen wird (CO² und Abhängigkeit).

Vorreiterolle: Bin ich schon drauf eingegangen, niemand zieht mit... eher im Gegenteil. Aber hab ich ja alles schon durchgekaut smile

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08.06.2009 14:23
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Zitat

Original von Sasahara
Endlagerung: Wir sind uns einig das es momentan noch keine Lösung gibt. Aber ich weise schon die ganze Zeit darauf hin das es entsprechende Entwicklungen gibt.

Das wird schon seit 50 Jahren erzählt, dass man mit dem technischen Fortschritt das Problem mit dem Atommüll lösen können wird. Da wurden Bakterien ins Spiel gebracht, die angeblich Radioaktivität abbauen können oder mit extremer Kühlung sollte die Halbwertszeit drastisch verkürzt werden können usw.

Am Ende waren das alles nur Luftblasen, die zerplatzt sind. Es gibt bis heute nichts Konkretes, wie man radioaktiven Abfall beschleunige und vor allem sicher abbauen kann und so bleibt nur die Endlagerung, die wiederum selbst ein Problem darstellt.

Wie lange soll man denn auf den technischen Fortschritt warten, der das Problem mit dem Atommüll löst, weitere 50 Jahre, 100 Jahre oder noch länger? Die Probleme mit dem Atommüll wird die Menschheit immer noch haben, selbst wenn es dann schon längst keine Kernkraftwerke mehr gibt.

Es wird endlich Zeit zum Umdenken, als weiter auf eine Energieform zu setzen, deren Probleme und Risiken, den Nutzen beiweitem übersteigt. Also raus aus der Atomkraft und rein in alternative Energieerzeugungstechniken.

Zitat

Was hier vergessen wird, Strom kann nicht so einfach transportiert werden, vorallem ohne Verluste.

Was den Energietransport von Afrika betrifft, so könnte ein Zwischenträger eine mögliche Lösung darstellen. Mit der Solarenergie könnte Wasserstoff produziert werden und diesen könnte man per Tankschiff oder Pipeline transportieren.

Da aber im Bereich der Supraleiter ständig Fortschritte erzielt werden, ist auch eine Stromleitung mit enormer Kapazität und praktisch verlustfreiem Transport nicht unrealistisch.

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08.06.2009 15:16
Husky
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Zitat

Sashara:
Vorreiterolle: Bin ich schon drauf eingegangen, niemand zieht mit... eher im Gegenteil. Aber hab ich ja alles schon durchgekaut smile


Ist ein ganz ganz kleines Bisschen Optimismus zu viel verlangt? -.- Mal ehrlich, wenn alle alles nur negativ sehen, warum bewegen wir uns überhaupt noch? Außerdem... was erwartest du? Dass alle Länder plötzlich ihre AKWs abschalten, weil das tolle Deutschland das auch macht? Nein, sicher nicht, erwarte ich auch nicht, aber es geht auch darum, ein Zeichen zu setzen und wenn keiner anfängt oder auch nur halbwegs mitmacht, wird da nie etwas passieren, in der Hinsicht dürfte dir das aber wohl egal sein, da du ohnehin für Atomkraft bist.

Zitat

Probleme auf die nächste Generation abwälzen: Schweden und Italien, zwei der Länder die schon Jahre lang der Atomenergie absagten, haben Richtungwechsel angekündigt. Auch daran kann man erkennen welches Problem als akkuter und gefährlicher angesehen wird (CO² und Abhängigkeit).


In Schweden sah die Lage so aus, dass Energiekonzerne Entschädigungen verlangten (man ging bei der Investition von 40 Jahren Laufzeit der AKWs aus) und dadurch Konsens-Probleme aufgeworfen wurden, in dessen Verlauf beispielsweise der Konzern Vattenfall in Deutschland einkaufte und investierte im Bereich Atomkraftwerke. Es wurde schlicht und ergreifend unklug gemacht, was eben Probleme aufwarf, wie das nun weiterzuführen sei.

In Italien sei es laut der Präsidentin des Unternehmerverbandes Confindustria, Emma Marcegaglia, zu einem unüberlegten und emotional überlastetem Ausstieg gekommen, was die Probleme von Versorgungsunsicherheit und höheren Energierechnungen verursacht habe. Wenn man das so betrachten möchte, wird einem auch klar, was auf generell auf keinen Fall passieren darf: ein unüberlegter, überhasteter Ausstieg, bevor nicht die Versorgung gesichert ist, die imo durch weitere Forschung erzielt werden kann, weshalb mir eben dieser Druck, den der geplante Ausstieg Deutschlands macht, wichtig ist.

Zitat

Was hier vergessen wird, Strom kann nicht so einfach transportiert werden, vorallem ohne Verluste.
Außerdem müssen entsprechende Leitungen dann durch viele andere Länder hindurchgebaut werden, hier möchte ich wieder auf das hinweisen was anfang dieses Jahres passiert ist. Es reicht nicht nur das Land politisch stabil ist, sondern auch keine Energie stillt wobei das stabile Land den Strom abstellt. Nochmal möchte ich dran erinnern, Stromleitungen über mehrere tausende von Kilometern sind sehr problematisch.


Ich räume ein, dass das ein Problem ist, allerdings kein absolut unlösbares. Die Menschheit wird immer innovativer, was das betrifft, was sie dringend brauchen, in diesem Fall Strom. Aber ich denke, gerade für ärmere afrikanische Länder ist es in diesem Fall eine Chance, ihre Wirtschaft etwas aufzupeppen, indem sie ihre Trümpfe bei der Energiegewinnung ausspielen kann, es leider bisher aber scheinbar noch nicht wirklich erkannt haben, was für Potenzial in riesigen Solarparks steckt, die zumindest einen Teil des Bedarfs decken können, wenngleich hauptsächlich im eigenen Land und in den Nachbarländern. Und? Das ist doch schonmal was. Niemand erwartet doch ernsthaft, Deutschland und alle möglichen europäischen Länder könnten sich permanent mit sauberem afrikanischen Strom eindecken, nee, da muss man auch schon mal selbst was tun an der eigenen Energiewirtschaft.


Edit:


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Geist:
Was den Energietransport von Afrika betrifft, so könnte ein Zwischenträger eine mögliche Lösung darstellen. Mit der Solarenergie könnte Wasserstoff produziert werden und diesen könnte man per Tankschiff oder Pipeline transportieren.

Da aber im Bereich der Supraleiter ständig Fortschritte erzielt werden, ist auch eine Stromleitung mit enormer Kapazität und praktisch verlustfreiem Transport nicht unrealistisch.


An eine Art Zwischenträger dachte ich auch schon, allerdings habe ich auf diesem Gebiet nicht genug Ahnung, um mich weit genug vorwagen zu können. Was du sagst, klingt allerdings interessant und vielversprechend.

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08.06.2009 15:18
funky
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Original von Ge!st

Zitat

Original von Sasahara
Endlagerung: Wir sind uns einig das es momentan noch keine Lösung gibt. Aber ich weise schon die ganze Zeit darauf hin das es entsprechende Entwicklungen gibt.

Das wird schon seit 50 Jahren erzählt, dass man mit dem technischen Fortschritt das Problem mit dem Atommüll lösen können wird. Da wurden Bakterien ins Spiel gebracht, die angeblich Radioaktivität abbauen können oder mit extremer Kühlung sollte die Halbwertszeit drastisch verkürzt werden können usw.


Hier ist auch zu beachten von wem diese Aussagen stammen. Denn diese Behauptungen werden wahrscheinlich bewusst von den Atombetreibern gestreut um so lange wie möglich Atomenergie herstellen und vertreiben zu können. Inwiefern da wirklich etwas in Aussicht ist wird nie wirklich kontrolliert, weswegen das Ganze so auch Sinn machen würde. Am Ende können die Atombetreiber durch das schürren solcher Gerüchte in Ruhe weiterarbeiten und noch mehr Kohle schäffeln. Jedenfalls wird wie Ge!st schon sagt seit Jahrzehnten sowas versprochen und es wurde noch nie etwas davon umgesetzt. Von daher sind diese Aussagen stark anzuzweifeln und höchstwahrscheinlich Gerüchte die von den Atombetreibern im eigenen Interesse verbreitet werden.

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Nachts ist es kälter als draußen...

08.06.2009 15:24
Pen²
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Ich glaube nicht, dass es möglich ist, Atommüll ungefährlich zu machen. Das liegt nunmal in der Natur der Sache und physikalischen Grundgesetzen.

Genauso, wie es unmöglich ist, den CO2 Ausstoß einer kohlenstoffbasierten Verbrennungsreaktion zu verringern (Gesetz der Erhaltung der Masse ... eine "perfekte" Verbrennung erzeugt 100% CO2 ... alles, wo weniger CO2 ausgestoßen wird, erzeugt eine entsprechende Restmenge wesentlich giftigerer Stoffe wie Schwefeldioxid), ist es schlussendlich unmöglich, den radioaktiven Zerfallsprozess zu verhindern. Es ist zwar möglich, den Zerfallsprozess zu beschleunigen oder zu verlangsamen, aber die Tatsache, dass ein radioaktives Element zerfällt, liegt in seiner physikalischen Natur.

Es ist möglich, die entstehenden Gefahrstoffe umzuwandeln oder aufzufangen, aber dafür ist in der Regel widerrum Energie nötig und es entstehen neue Abfallprodukte, sodass nur eine Verlagerung der Gefahrstoffe stattfindet (vgl. Überführung von CO2 Abgasen in eine feste Phase und Lagerung in Salzstöcken).



Ich möchte hier mal ein Beispiel aus der Wissenschaft bringen, was sicherlich alle kennen, aber dann irgendwie doch wieder nicht: Excess Heat.
(Quelle: http://www.cbsnews.com/stories/2009/04/17/60minutes/main4952167.shtml)

Um eine Kurzfassung zu bringen:
Kalte Fusion in seiner Originalform, wie es vor etwa 20 Jahren als Allheilmittel aller Energieprobleme angeführt wurde, ist auf der Erde unmöglich umzusetzen - weshalb die meisten Forschungen in dieser Richtung auch eingestellt wurden.
Während der Experimente mit kalter Fusion entdeckte man jedoch etwas anderes erstaunliches, sogenannte Excess Heat; also eine Abwärmereaktion, die bei der Verbindung von drei chemischen Elementen unter Einwirkung einer sehr geringen Zündspannung entsteht.
Die dafür notwendigen Elemente sind:
- Palladium, eine Metalllegierung aus der Platingruppe
- Deuterium; ein Wasserstoff-Isotop, was in tieferen Meeresschichten in Milliarden Tonnen vorkommt - UND ca. den 10-fachen Energiegehalt von Erdöl hat ... In der Praxis kann diese Ressource als nahezu unbegrenzt aufgefasst werden
- Wasser, in welchem das Deuterium gelöst wird (praktisch unbegrenzt)
Über der Effekt, der nun bei Anlegen einer geringen elektrischen Spannung zu beobachten ist, konnte man bisher nur Vermutungen anstellen ... in gewisser Weise soll hier jedoch eine Art kleinere, langsamere Fusionsreaktion stattfinden, wie in der Sonne, nur ohne gefährliche Strahlung und innerhalb des Metalls.
Schlussendlich erzeugt die Reaktion (Die in der Forschung eher als Kernreaktion, statt als Fusionsreaktion tituliert wird) ca. die 25-fache Energiemenge, als Energie in Form von elektrischer Spannung nötig ist.
Dabei soll die gespeicherte Energie des Palladiums so immens sein, dass selbst 1g Palladium in dieser Reaktion die gleiche Energie erzeugt, wie eine ganze Autobatterie.

Wie ihr sehen könnt sind also Forschungen bezüglich alternativer Energiequellen noch lange nicht ausgeschöpft ... und auch wenn eine solche Technologie uns erneut von gewissen Rohstoffen abhängig macht (Palladium), so wäre es durchaus eine denkbare Möglichkeit, Grundlastversorgung auch ohne exzessive Nutzung von Solar- oder Windenergie zur Verfügung zu stellen, ohne, dass sie gleichzeitig CO2 erzeugt.


Ein Wort zur Leitungsproblematik:
Entgegen aller Behauptungen stellt es heutzutage kaum noch ein Problem dar, Strom über gewaltige Distanzen einigermaßen effizient zu leiten. Die Elektrotechnik ist nicht bei der Erfindung der Glühbirne stehen geblieben. Moderne Drehstromnetze erzeugen selbst über tausende Kilometer Leitungsverluste, die fast kaum noch spürbar sind. (Stichwort: Hochspannungstransformation ... Leitungsverluste sind nur abhängig von der Stromstärke, nicht von der Spannung)
Und mal ehrlich: Eine Menschheit, die eine gewaltige Menge Datenkabel quer durch den Atlantik legen kann, um Europa mit Amerika zu verbinden, hängt sich nicht an ein paar tausend Kilometer zwischen der Sahara und Europa auf ...

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08.06.2009 18:00
Sasahara
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Bei der Wasserstoff Idee => Verlust durch Umwandlung in Wasserstopf, Volumen im Verhältnis zur Energiegewinnung führt zu hohen Transportkosten, Verlust wieder bei Umwandlung in Strom.
Zu der Gezeitenidee: Hier habe ich nicht sehr lange geforscht, habe aber einige male schnelle Antworten gelesen, dass ein so großes Kraftwerk im Meer einen goßen Einfluss besonders auf die Tierwelt hätte und man sich nicht sicher ist wie die Folgen aussehen könnten.

Bin beiden Ideen jedoch aufgeschlossen, mehr Informationen wären aber sinnvoll.

edit: Solarkraftwerke in der Sahara: Überzeugt nicht mich, wenns funktioniert... wo bleibts? Wenns wegen irgendeiner politischen Lage nicht geht, warum darüber reden?


Meinen Argumenten von Forschung werden Gegenargumente auf der Basis Forschung entgegen geworfen. So hat das keinen Sinn, wenn die genannten Beispiele alle so schnell realisierbar sind (ich bin ja auch nur auf nen Aufschub, welcher je nach Forschung 50-100 Jahre geht), dann bräuchten wir hier ja nicht mehr reden. Deswegen hole ich mal die Diskussion wieder zurück auf den derzeitigen Entwicklungsstand und lege nochmal kurz da, weshalb aus meiner AKWs als Grundlastversorger nicht abgeschaltet werden sollten.

Vorteile:

- Unabhängige Energiegewinnung, da nur der Transport von Uran reicht und keine ständigen Pipelines gebraucht werden.

- AKWs haben eine der besten CO² Statistiken. Würde man die bestehen Gas- . Öl- . Kohlekraftwerke ersetzen, wäre die Einhaltung kein Problem mehr. Auch die einfache Verlängerung wäre eine deutliche Entlastung.


Nachteile:

- Bis heute keine Endlager. Zwischenlager werden immer voller.

- Gefährlicher Müll, mit einer Halbwertszeit von 16000 Jahren, bei der es mehrere hundert tausende an Jahren gehen kann bis sie nicht mehr gefährlich sind. Bei einem kleineren Teil des Mülles sogar über eine Million Jahre.



Meiner Meinung überwinden die Nachteile die Vorteile noch nicht. Ich habe immer darauf hingewiesen, AKWs sind auch für mich nur eine Zwischenlösung, wenn auch ich der Meinung bin die Resttdauer von sozusagen 12 Jahre auf sagen wir mal 80 Jahre zu erhöhen, oder kürzer je nach neuen Entwicklungen. Derzeitige Formen der Energiegewinnung können die beiden oben genannten Vorteile nicht relativieren, sobald diese nicht. (und nochmal, Grundlastversoger. Ich unterstütze ebenfalls Solar und Windenergie wegen diesen beiden Vorteilen. Sehe aber einen perfeten Mix aus AKWs und regenerativer Energie sinnvoller an.)

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08.06.2009 18:07
Pen²
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Zitat

Original von Sasahara
Bei der Wasserstoff Idee => Verlust durch Umwandlung in Wasserstopf, Volumen im Verhältnis zur Energiegewinnung führt zu hohen Transportkosten, Verlust wieder bei Umwandlung in Strom.

Weiß jetzt nicht was du meinst, aber Deuterium kommt in der Natur bereits fertig vor und muss nicht umgewandelt werden.

Zitat

Zu der Gezeitenidee: Hier habe ich nicht sehr lange geforscht, habe aber einige male schnelle Antworten gelesen, dass ein so großes Kraftwerk im Meer einen goßen Einfluss besonders auf die Tierwelt hätte und man sich nicht sicher ist wie die Folgen aussehen könnten.

Das ist natürlich korrekt. Außerdem erzeugen Turbinen immer einen Druckabfall, der evtl. zum Verlangsamen von Meeresströmungen führt ... genauere Forschungen und evtl. ein Testversuch im Atlantik wäre hier optimal.

Zitat

edit: Solarkraftwerke in der Sahara: Überzeugt nicht mich, wenns funktioniert... wo bleibts? Wenns wegen irgendeiner politischen Lage nicht geht, warum darüber reden?

Die Antwort ist ziemlich einfach: Investoren fehlen. Sowohl Technologie als auch Know-How und Rechtsaspekte stehen quasi in den Startlöchern. Was fehlt, sind die lustigen bunten Scheinchen.
Gerade deshalb ist es so wichtig, weiter Druck auf die Energiekonzerne auszuüben - denn schlussendlich sind die es, die solche Projekte finanzieren müssen. Dass niemand in so etwas finanziert, solange Atomstrom billiger ist, sollte klar sein.

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08.06.2009 18:20
Ge!st
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Wie ich jetzt gelesen habe, sind heute schon Supraleiterkabel kein Problem mehr, da die Forschung in der Zwischenzeit schon Hochtemperatur-Supraleiter entwickelt hat, die bei -135°C funktionieren und mit einem verhaltensmäßigen Aufwand per Stickstoffkühlung auf Betriebstemperatur gekühlt werden können. Solche HTSL-Kabel werden sogar schon in Großstäten wie z.B. Tokio eingesetzt, da ein relativ kompaktes Kabel ein Vielfaches der Energiemenge von einem konventionellen Kabel übertragen kann.

Vieles, was angeblich nicht umsetzbar ist, da die technischen Voraussetzungen fehlen, sind schon längst machbar, das ist alles nur falsche Propaganda von entsprechenden Stellen.

Ich kann Pen² nur zustimmen, entsprechende Kabel - ob nun konventionell oder Supraleiter - von Afrika nach Europa zu verlegen, wäre heute gar kein Problem. Die EU sollte doch wohl in der Lage sein, Verträge auszuhandeln und wenn nötig, die Anlagen auch zu schützen.

Zitat

Zu der Gezeitenidee: Hier habe ich nicht sehr lange geforscht, habe aber einige male schnelle Antworten gelesen, dass ein so großes Kraftwerk im Meer einen goßen Einfluss besonders auf die Tierwelt hätte und man sich nicht sicher ist wie die Folgen aussehen könnten.

Zitat

Das ist natürlich korrekt. Außerdem erzeugen Turbinen immer einen Druckabfall, der evtl. zum Verlangsamen von Meeresströmungen führt ... genauere Forschungen und evtl. ein Testversuch im Atlantik wäre hier optimal.

Es gibt nicht nur Offshore-Gezeiten-Kraftwerke die ins Meer gebaut werden, sondern auch Gezeiten-Kraftwerke die direkt an der Küste gebaut werden und auf einem anderen Prinzip aufbauen. Solche Anlagen sind schon seit Jahren in der Erprobung und erste kommerzielle Kraftwerke werde auch schon gebaut. Dabei wird die Turbine nicht vom Wasser angetrieben, sondern von der durch das steigende Wasser in einer Kammer verdrängten Luft. Wenn das Wasser wieder zurückgeht, entsteht ein Sog und die Luft strömt in die Kammer zurück und treibt dabei wiederum die Turbine an.

Kraftwerke dieses Typs könnte überallen an der Küste als kleine Einheiten oder große Anlangen gebaut werden. Nach Jahrerlanger Forschung und Erprobung hat sich gezeigt, dass keine negativen Auswirkungen festgestellt werden konnten.

PS: Es ist erschreckend, das so ein wichtiges Thema anscheinend nur wenige Leute interessiert... Hauptsache der Strom kommt aus der Steckdose...

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08.06.2009 18:37
Sasahara
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Der Teil den ich mit Geist besprochen habe, ging um die Umwandlung durch den in Afrika hergestellten Solarstrom zu Wasserstoff.

Die Positionen haben sich irgendwie festgefahren, ich ruder mal wieder aufs Ausland und möchte auch aufzeigen wie es funktionieren kann.


Energiekonzerne lassen sich nicht unter Druck setzen, im Grunde genommen wäre es RWE und Co. wohl egal wenn sie die AKWs sofort abschalten sollen, wenn ihnen die verlorenen Gewinne erstattet werden.
Das die Politik das nicht durchsetzt liegt an den Kosten und an der noch fehlenden Alternative. Ich widerspreche jedoch der Meinung das wir schon eine Alternative hätten, wie ich auch schon dargelegt habe.
Da man aber im Gegensatz zur angenommenen Vorreiterrolle Deutschlands einen Gegentrend sieht, was wohl keiner bestreitet, der nur ein wenig nachforscht, haben diese kein Problem in ausländische Projekte zu investieren.

Energiekonzerne tragen und werden angesichts der Sachlage keinen Beitrag an der Forschung zahlen (außer man nimmt das Angebot war). Ein weltweiter Druck bleibt und wird ausbleiben. Und auch wenn es kontraproduktiv gegenüber dieser Diskussion ist, wie ist der weltweite Zuwachs der Zustimmung der Atomenergie zu erklären? Milliarden teure Anlagen werden bestimmt nicht auf der Basis unüberlgtem Wunschdenken gebaut. Die Bilanz an regenerativen Energien in anderen Ländern sieht doch sehr mager aus und wir als einer der Vorreiter dieser Technologien, sollten diese auch ins Ausland tragen.

Ein gutes Beispiel bietet hier auch Japan, trotz bestehender AKWs und Planung dutzender neuer AKWs, sind die Japaner wegweisend insbesondere bei der Solartechnologie. Wieso sind wir die einzige Industrienation, die ein so großes Problem damit hat AKWs als wichtigen Bestandteil in einem guten Energiemix zu sehen? Wie lange müssen wir noch warten um zu bemerken, dass die anderen nur ein müdes Lächeln für unsere Pläne haben?

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08.06.2009 19:29
Ge!st
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@Sasahara

Dass die Atomenergie wieder stärker propagiert wird, liegt ganz einfach an der starken Lobby der Energiekonzerne und bei den Energiekonzernen ist das handeln durch die Gier nach immer größeren Gewinnen und nicht durch Vernunft und Nachhaltigkeit geprägt. Atomstrom verspricht große Gewinne und wird deswegen so gepusht und mit dem Klimawandel und der CO²-Thematik, glauben die Konzerne den richtigen Aufhänger für ihren Kurs für mehr Atomstrom zu haben. Atomstrom scheint billig und sauber, aber würde man die Kosten für die Entsorgung des Atommülls (Zwischenlagerung, umherkarren usw.) draufrechnen, würde das schon anders aussehen. Von sauberer Energie kann angesichts der ungelösten Atommüllfrage auch keine Rede sein.

Dass Gier in die Katastrophe führt, zeigt die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die durch unersättliche Gier der Banker ausgelöst wurde, ja auf drastische Art. Wenn die Energiekonzerne nicht willens sind umzudenken und nachhaltig zu agieren, dann müsse sie eben duch entsprechende Gesetze dazu gezwungen werden, im Härtefall wäre auch eine Verstaatlichung denkbar.

Ich bin kein Antikapitalist, aber wenn das Kapital bzw. die Manager nicht auch ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung stellen und nur an Gewinnmaximierung denken, dann müsst sie eben in die Schranken gewiesen werden.

Und lass die anderen doch müde Lächeln, spätestens wenn das Uran zuneige geht, wird denen ganz schnell das Lächeln vergehen und dann haben diejenigen ein breites Grinsen im Gesicht, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt haben und über die alternativen Energietechnologien verfügen.

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08.06.2009 20:26
Sasahara
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Du agumentierst aber meinen ganzen Argumenten zum Trotz.

Sind wie die einzigen die nicht verblendet sind, alle anderen Industrienationen und die die es werden wollen sind dumm und gierig? Wohl kaum, eher umgekehrt.

Uranvorkommen: s.o.

Verstaatlichung von Energiekonzernen? Dieses denken ist gefährlich. Aber mal nicht ideologisch gesehen, meinst du eruopäische Nationen würden es gut heißen wenn plötzlich der deutsche Saat sich in ihre Energiewirtschaft einmischt? Immerhin sind unsere Energiekonzerne international sehr agierend. Spätestens in der EU würde man uns soetwas verbieten.

Angebote der Atomindustrie zur Finanzierung regenerativer Energie bestehen, andere Länder zeigen uns das es geht, sogar ohne die Energiekonzerne dazu aufzfordern. Weltweit sieht man die CO² gefahr und die Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle weitaus gefährlicher und wählt für sich die Atomkraft. Was ist seit unsrem geplanten Ausstieg passiert? Der Rest von Europa hat sich dem Kurs auch abgewandt, anstatt zu folgen. Ich sage, wir sind dieKkurzsichtigen nicht die anderen.


edit: Hab noch was tolles gefunden, was ein wenig zur Aufklärung beitragen könnte eine 10 Jahre alte Doku.
edit: Klarstellung: Das war etwas falsch formuliert, ich meinte hauptsächlich ignorieren. Aber du hast Recht, wie ich schon vor der Themawechsel auf das Ausland gesagt habe, unsere Diskussion war da festgefahren.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Sasahara am 09.06.2009 06:50.

08.06.2009 21:11
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