 |
 |
 |
 |
 |
 |
Kenshin
~* Psychosocial *~
 

Dabei seit: 14.03.2005
Alter: 30
Beiträge: 2.231
Herkunft: Ank Morporkh Pet: Ein
Sammelalbum
Credits: 997
gekaufte Marken: 97
verdiente Marken: 269
 |
|
Originaltitel
Alice in Wonderland
Internetseite
Alice im Wunderland
Besonderheit
Basierend auf das berühmte Kinderbuch von Lewis Carroll
Genre: Fantasy, Adventure
Produktionsland:
| Produktionsjahr: 2010 | Laufzeit: ca. 108 Minuten | Altersfreigabe: freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Tim Burton
Darsteller:
Alice Kingsley - Mia Wasikoska (In Treatment; Defiance)
Der verrückte Hutmacher - Johnny Depp (Edward mit den Scherenhänden; Fear And Loathing in Las Vegas)
Die rote Königin - Helena Bonham Carter (Fight Club; Planet der Affen)
Stimme von Absolem - Alan Rickman (Stirb Langsam; Dogma)
Die weiße Königin - Anne Hathaway (Plötzlich Prinzessin; Der Teufel trägt Prada)
Stimme von Das weiße Kaninchen McTwist - Michael Sheen (Underworld; Königreich der Himmel)
Stimme von Grinsekatze - Stephen Fry (Ein Fisch Namens Wanda; Zivilprozess)
Stimme von Bluthund Bayard - Timothy Spall (The Last Samurai; Vanilla Sky)
Herz-Bube Ilosovic Stayne - Crispin Glover (Zurück in die Zukunft; Nurse Betty)
Stimme von Jabberwocky - Christopher Lee (Herr der Ringe; Gremlins 2)
Stimme von Märzhase - Noah Taylor (Tomb Raider; Charlie und die Schokoladenfabrik)
Tweedledee / Tweedledum - Matt Lucas (Cold and Dark; Little Britain)
Charles Kingsley - Marton Csokas (xXx; Die Bourne Verschwörung)
Fiona Chataway - Eleanor Tomlinson (Frontalknutsche; Der Illusionist)
Tante Imogene - Frances de la Tour (Book of Eli; Harry Potter und der Feuerkelch)
Helen Kingsley - Lindsay Duncan (Mansfield Park; Unter der Sonne der Toskana)
Lowell Manchester - John Hopkins (The Offence; Dunston)
Margaret Manchester - Jemma Powell (The Hole; Angel)
Trailer:
Persönliche Meinung
Also ich muss eines sagen: Hätte man den Film komplett in 3D gedreht, wie einst Avatar, wäre es sicherlich besser geworden als es ist. Sicher die Effekte nicht schlecht, aber ganz ehrlich: diese sind nur stellenweise wirklich sehr gut. Ansonsten gehen diese meist unter. Wenn man den Film nun komplett in 2D oder 3D sieht...man merkt kaum den Unterschied...außer wie gesagt an wenigen Stellen. Die Effekte beziehen sich meist drauf die vorderen Charaktere in den Vordergrund zu stellen, das war es dann aber auch schon. Sonst sieht man die typischen Sachen wie z.B. etwas kommt einem entgegengeflogen und einiges vordergründig rumfliegen etc.
Ich finde es da doch argh happig dafür 12 € oder mehr zu zahlen. Da in dem Kino wo ich war, heute Kino Dienstag ist, sprich vergünstigt, musste ich "nur" 9,50€ zahlen. Auch nicht wenig. Aber für das da...weiß nicht...ist es dann doch zu überzogen. Man wollte es ähnlich wie Avatar die tolle Welt im Wunderland hervorheben und kunterbunt und schön etc. darstellen, aber das hätte man sich auch sparen können. Entweder ganz oder gar nicht. Der Trend geht aber auch in diese Richtung...leider.
Zum Film selbst, abseits der 3D, war der Film sehr gut, er hat mir durchaus gefallen.
Er wicht natürlich ab von den Geschehnissen aus dem Kinderbuch, Alice ist Erwachsen, aber wer das Buch noch in Erinnerung hat, der wird hier diverse Sachen wiedererkennen. Man baut auch darauf auf was nicht schädlich ist, denn im Publikum saßen auch viele Ältere die Alice im Wunderland im neuen Gewand sehen wollten und den Zweck haben sie auch erfüllt. Tim Burton hat ein schönes Wunderland erschaffen, aber was wäre Burton, wenn nicht die typischen Elemente eingebaut wurde: düster, durchgeknallt, verrückte Figuren...quasi wirklich die perfekte Mischung aus der Alice wie man sie kennt und dem Burton(schen) Stil. Perfekt.
Er hat die Figuren ein Leben eingehaucht wie man sie kennt und liebt. Besonders gefallen haben mir unter anderem die Grinsekatze und der Märzhase. Muss ich ehrlich sagen, haben mir durchaus sehr gut gefallen und hat mich jedes mal erheitert diese Figuren in Action zu erleben, wenn auch ihre Auftritte begrenzt waren. Klar die fleischlichen Schauspieler waren Trumpf. Johnny Depp als der verrückte Hutmacher ist einfach DIE Idealbesetzung. Ich glaube kaum, dass jemand anderes ihn besser hätte verkörpern können. Einerseits liebt man ihn, aber auf der anderen Seite ist er sehr durchgeknallt und stellenweise furchterregend.
Bonham Carter....ich mag sie nicht wirklich, aber hier hat sie mir recht gut gefallen. Als ihr Pendant war da Anne Hathaway, die mir stellenweise wie eine Fee auf Drogen vorgekommen ist. Aber auch sie hat es gut rübergebracht und hat der weißen Königin den entsprechenden Stil gegeben. Und dann haben wir natürlich Mia Wasikowska. Wenn ich mich Recht entsinne, ihre erste Hauptrolle. Ich weiß nicht ob es an ihrer Synchronstimme lag oder an was anderem, aber sie wirkte auf mich sehr zerbrechlich, zart. Aber so sollte die Figur auch sein. Das wird immer wieder mit den ersten Geschehnissen verglichen und das sind auch ihre Körpergrößen die für die Entwicklung der Figur sprechen. Klein für still und hält sich aus allem raus und groß für selbstsicher und selbstbewußt. Und ihre normale Körpergröße für ihre Entscheidungskraft. Finde ich zumindest. Sie hat sich wirklich sehr gut geschlagen und teilweise mit Depp auf gleichem Niveau gespielt. An die Wand gespielt eher weniger, dafür verschmilzt Depp zu sehr mit den Charakteren. ABER, sie hat mir sehr gut gefallen, Hut ab, sie hat sich sehr gut geschlagen.
Zu der Geschichte brauch ich nicht großartig viel sagen, es entwickelt sich zumeist sehr wie im Originalbuch. Man erkennt halt einiges wieder und daher brauche ich da nichts viel zu sagen. Entsprechend wird das ganze Disney Gerecht verpackt, aber, der Flair von Tim Burton leidet nicht dadrunter. Da hatte ich doch schon etwas Angst vor, dass genau das passiert, weil die Studiobosse das ganze familiengerecht machen wollten, aber so kann man es auch machen. Es ist halt ein FIlm für Groß und Klein mit einer allseits bekannten Geschichte, verpackt für die Jugend von heute, die mit der Geschichte vielleicht nciht mehr viel anfangen können und es nur vom Namen her kennen.
Optisch ist das Wunderland sehr gelungen. Es ist eine gute Mischung aus kunterbunt und düster á la Sleepy Hollow und Sweeney Todd. Es ist stellenweise wirklich so wie man es sich bei dieser Mischung hätte vorstellen können, daher gibt es da nichts zu meckern.
Ebenfalls sehr gelungen fand ich die musikalische Untermalung von Danny Elfman. Der Mann kann es einfach und er beweist er hier wieder einmal aufs Neue. Er schafft es eine tolle Harmonie zwischen Bild und Szenerei und der Musik zu konstruieren wie kaum ein anderer und sein Musikstil passt einfach in solche Welten. (Verrückten) Hut ab, es ist sehr gelungen.
Highlights bietet er Film viele, so auch die kleine Tanzeinlage von Johnny Depp. Aber die eigentlichen Highlights ist das WUnderland selbst und die vielen kleinen Details mit der man an die Sache herangegangen ist welche auch durch die Alice wiedergespiegelt wird. Man soll einander helfen, man soll sich vor Verantwortugnen nicht drücken, man muss über sich hinauswachsen...das und viele andere Messages verpackt der Film wunderbar und gibt sie entsprechend wieder. Toll.
Und das ist auch etwas, was mir an dem Film sehr gefallen hat.
Selbst die kleinsten Figuren entwickeln sich mehr und mehr zu Hauptfiguren am Ende.
Alice im Wunderland kann ich eigentlich jedem empfehlen der die Geschichte, die Figuren und das etwas abgedrehte und verrückte sowie düstere...und natürlich Burton Filme mag und liebt. Denn all das ist Alice im Wunderland und das ist Entertainment pur...nur ohne 3D wäre es besser gewesen.
Auf jeden Fall schon ein Highlight des Jahres.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kenshin am 09.10.2010 14:30.
|
|
09.03.2010 19:42 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Eleana

First Lady, last Chance

Dabei seit: 04.01.2005
Alter: 26
Beiträge: 1.452
Herkunft: Fulda Pet: Jamapi
Sammelalbum
Credits: 811
gekaufte Marken: 69
verdiente Marken: 112
 |
|
Wieso ist das nur ein Disneyfilm? Das hätte richtig düster werden können, so im Stil Sherlock Holmes. Aber so merkt man den Einfluss leider doch viel zu stark. Für das, was ich erwartet habe, war zu wenig Tim Burton.
Diese Verschmelzung von Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln zu einem Alice im Wunderland 2 hat mir überhaupt nicht gefallen. Und auch die Handlung um das Schwert kam überhaupt nicht in Fahrt und stellte sich als ziemlich, naja ermüdend heraus. Und dann war auch schon das überzogene Ende da. Wie, das war es schon? Hätte man diese schöne Welt nicht näher ausführen können anstatt so schnell durchzuhetzen?
Nur die Grinsekatze fand ich ganz gelungen, die wirkte noch am ehesten originalgetreu ^^ War es aber nicht so, dass die Herzkönigin und die rote Königin im Buch nichts miteinander zu tun haben? Ich bin verwirrt.
Eine herbe Enttäuschung, dem Film fehlt es an Substanz und Tiefe. Hätte Disney doch nur die Finger davon gelassen und nur als Sponsor fungiert >_< Immerhin scheinen die Schauspieler noch von Burton ausgesucht worden zu sein. Bonham Carter finde ich wieder einmal bezaubernd ^.^ Ich will den Film nicht ganz zerreissen. Aber es gibt inhaltlich einfach so erschreckend wenig, auf das man eingehen kann und somit bleiben die offensichtlichen Stärken eben der Hutmacher und die Herzkönigin.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
12.03.2010 23:09 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Alaiya

Setsunai


Dabei seit: 17.01.2010
Alter: 23
Beiträge: 172
Herkunft: Bei den sieben Zwergen Pet: Happy
Sammelalbum
Credits: 191
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 24
 |
|
Nun, der Alice-Film.
Ich war am Freitag Abend auf englisch drin, da ich mir den Film nun wirklich nicht in deutscher Synchronisation ansehen wollte.
An sich eine gute Entscheidung. Allein die stimmliche Arbeit der Schauspieler und Synchronsprecher war wirklich genial
Aber...
Ich fange einmal von vorne an.
Man merkte es einfach. Man merkte dem Film einfach an, dass da zwei verschiedene und nahezu unvereinbare Stilrichtungen waren: Tim Burton und Disney.
Sicher, ich hab damit gerechnet, ich wusste, dass dem so sein wird. Jeder, der sich drüber gedanken gemacht hat, wusste es. Aber letzten Endes merkte man es doch sehr stark. Teilweise bekam man beinahe das Gefühl eines Armdrückens zwischen den beiden Stilen. Lustig bunt gegen düster und markaber. Gut zu merken am Schlossgraben, der - je nachdem - mal schauriger war und dann doch wieder nur dreckig.
Aber gut, darüber konnte man allgemein noch hinwegsehen.
Viel schwieriger fiel mir dies allerdings bei den Hintergründen. Tim Burton ist nicht der Regisseur für übermäßig viel CGI. So wirkte das Platzieren der Effekte teilweise etwas unbeholfen und es gab tatsächlich einige Einarbeitungsfehler. Ein detailliert eingerichtetes Set anstelle von Greenscreen hätte da vieles besser gemacht.
Insofern bin ich auch ganz froh, dass ich nicht in 3D drin war. Das hätte sich einfach nicht gelohnt.
Ja, ihr merkt, ich rolle das ganze von hinten auf. Erst die Technik, dann Schauspieler und Story.
Aber gut, mit der Technik bin ich jetzt halbwegs durch
Kommen wir zur Story.
Diese war an sich nicht schlecht. Für einen Burtonfilm vor allem recht zügig. Es gab den obligatorischen Durchhänger nach einer Viertelstunde nicht. "Keine Zeit", sagte das Kanninchen und zeigte auf die Uhr.
Daher war es doch um einiges angenehmer den Film zu schauen im Vergleich zu anderen Filmen von Burton.
Allerdings hatte die Story auch schwächen.
Eine davon war für mich der nahezu Rollenspielähnliche Aufbau der Geschichte. Von Quest zu Quest.
Quest 1: Finde das weiße Kanninchen.
Quest 2: Schaffe es aus dem Raum heraus.
Quest 3: Fliehe erfolgreich.
...
Vor allem störend, weil dadurch der Mainplot, der zwar auch mit den ganzen kleinen Quests zu tun hatte, nicht gradlinig verfolgt wurde.
Dazu kam dann das Ende, dass sehr hektisch und in der Realität dann sehr unrealistisch war (ich sag nur "Stellung der Frau"). Aber es war Disney, wir wollten ein ganz klares Happy End.
Ein anderes Problem waren die Nebencharaktere.
Sie waren zu sehr "einfach da". Ob nun all die Leute, die auf der Hochzeit rumliefen oder die Wunderländler. Die waren da und haben getan, was sie getan haben, weil...? Sicher, man kannte sie großteils aus dem Buch und anderen Filmen, aber das ist - gerade wenn man versucht eine etwas ernsthafterere Umsetzung zu machen - keine Entschuldigung um sie einfach "da sein" zu lassen.
Nun zumindest haben im Wunderland bei allen Charakteren die Schauspieler und Sprecher eine Menge wett gemacht.
Darüber, dass ich von Depp und HBC begeistert war, muss ich denke ich kein Wort verlieren.
Aber auch Mia Wasikowska hat mir als Alice sehr gefallen. Natürlich war da von der Leistung ein riesiger Unterschied zwischen ihr und den erfahrerenen Schauspielern. Aber trotzdem hat sie mir gefallen.
Auch Hathaway war eine sehr lustige weiße Königin
Oh, und natürlich war Rickman, wenngleich nur seine Stimme, als Caterpillar sehr süffisant.
Bei Timothy Spall war ich übrigens sehr überrascht über die Stimme. Hätte ich nicht gewusst, wer den Hund spricht, ich wäre nicht draufgekommen.
Ich könnte mich jetzt noch über jede einzelne Rolle auslassen, aber ich bleibe hierbei.
Als letztes noch zum Soundtrack, der mich ebenfalls nicht überzeugt hat. Er war zu wenig eingängig. Zu "nun ja, halt ein Disneysoundtrack"... Wobei, nein, eben genau das nicht. Normal hat ein Disneyfilm mindestens ein sehr eingängiges BGM Stück, dass man, kommt man aus dem Kino heraus, vor sich hinsummt.
Das fehlte diesem Film.
Und der Themesong tat mir ehrlich gesagt schon in den Ohren weh >____<
Naja, alles in allem fand ich den Film wirklich nicht schlecht
Aber er ist sowohl von dem, was ich normal von Burton gewohnt bin, als auch von dem, was ich normal von den Disney Features gewohnt bin, sehr weit entfernt.
Insgesamt gibt es
von 10 "Trink mich"-Fläschlein.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
14.03.2010 08:41 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Voice
MoveMeant
    

Dabei seit: 03.06.2004
Alter: 29
Beiträge: 5.759
Herkunft: Apollo Road Pet: Tama-chan
Sammelalbum
Credits: 3127
gekaufte Marken: 210
verdiente Marken: 574
 |
|
11 Euro bezahlt
Erfreulicherweise wurden 10 Euro davon mit einem Gutschein bezahlt, aber trotzdem war der Preis wirklich unter aller Sau - vor allem dann, wenn ich berücksichtige, was ich dafür bekommen habe.
Erstmal zu den 3D-Effekten: Empfehlen kann ich den Film als 3D-Film nicht. Da gab es paar tolle Kamerafahrten, Schmetterlinge im Publikum und den (beeindruckendste Szene) tiefen Fall von Alice in das Loch (vor dem Klavier bekam ich Angst). Aber sonst war da nicht viel, was diesen Aufpreis rechtfertigen würde.
Da ich Alice im Wunderland und sämtliche mir bekannten Ableger liebe, kam ich hier nicht drumherum. Ich mag das Original von Disney und ich liebe den Anime. Hinter der Geschichte steckt soviel Psychologie. Alleine, wenn man Alice analysiert, steckt soviel hinter diesem Charakter, von der Rebellin bis zur werdenden Frau. In so vielen anderen Werken hat man das Alice-Motiv neu verwurstet, es ist der Klassiker schlechthin. Also dachte ich, dass das nur ein kleines Meisterwerk werden kann. Über Disney will ich mich gar nicht einmal beschweren. Wenn sie die Effekte sponsern, kann das ja nichts Schlechtes sein
Und ich fand es auch erstaunlich brutal (Augapfel!), denn ich habe eine echte Softcore-Variante erwartet.
ABER: Wie die Story in einem Rausch durchgezogen wurde, war nicht mehr feierlich. Und dann wurden einige Tatsachen einfach unter den Tisch gekehrt oder geändert.
Bei der roten Königin hat man zwei Figuren zusammengeworfen. Die rote Schachkönigin und die Königin der Herzen. Ich habe es aber auch in Erinnerung, dass sich die beiden nie begegnet sind, die eine immer nur über die andere herzog.
Es ist ja keine Literaturadaption, sondern eine Fortsetzung. Damit musste ich mich erstmal anfreunden.
Das Wunderland hat die kindliche bunte Seite verloren, die ich geliebt habe im Original. Das waren so kleine Dinge wie das Bemalen der Rosen, das man hier nur als Flashback sah. Oder Alice' Originalkostüm, das blaue Kleid mit der Schürze. Mir gefällt dieses neue Wunderland nicht, es ist so typisch auf Tim Burton getrimmt. Ich habe hier das für mich seltene Problem, dass ich mich an die Vorlage klammere, weil ich die so toll finde.
Ich finde, dass man es sich auch zu leicht macht, zu sagen "Alice war schonmal hier" und damit alles zu erklären. So schnell wie sie dem Hutmacher Vertrauen schenkt, war das nicht gerade glaubwürdig. Und das Finale auf dem Schachbrett, uff. Also der Kampf wirkte irgendwie nur noch überzogen gegen den Drachen.
Anne Hathaway als weiße Königin gehörte zu den schlimmsten Fehlbesetzungen, die ich je gesehen habe
Erstmal hat man ihr das nicht abgekauft mit diesen gekünstelten Bewegungen und so will sie für mich überhaupt nicht in diese Art Film passen. Johnny Deep wurde ja geboren für solche Rollen und man erwartet auch gar nicht viel anderes als das tolle Schauspiel, das er hier abliefert. Aber Helena Bonham-Carter ist ja der Wahnsinn
Erstmal das gesamte Erscheinungsbild und dann diese subtil-strengen Gesichtsausdrücke, herrlich
Aber die Figur wirkt keineswegs bedrohlich, sondern eher wie eine Karikatur. Früher habe ich die Königinnen mehr gefürchtet.
Enttäuscht war ich über die wenigen Auftritt des Grinsekaters, die wettgemacht wurden durch die tolle lange Einführung mit dem Wachsen und Schrumpfen, dem Loch und dem Erkunden der Umgebung. Und natürlich der Teerunde. Früher ist Alice aber immer mit ihrer Kleidung geschrumpft
Für das Ende hätte ich mir ein bisschen mehr versprochen. Das kam so "jetzt hab ich es euch allen gezeigt" und fertig. Gar kein Bezug mehr zum Wunderland. Ich ärgere mich wirklich, dass ich mir den Film angesehen habe. Von mir aus hätte man alles auf zwei Filme verteilen können, aber dieses Durchhetzen von Soll-Punkten zulasten der Glaubhaftigkeit war nur noch doof. Ich habe z.B. vermisst, dass Alice sich auch selbst mal am Flamingo-Golf beweisen muss. Stattdessen erweist sich die Königin als super gastfreundlich, immer hereinspaziert
Ohne Helena Bonham-Carter hätte der Film um ein Vielfaches weniger Spaß gemacht, aber unterm Strich bleibt eine herbe Enttäuschung.
5,5 von 10 Teekannen
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
20.03.2010 18:15 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Yaya

Routinier
 

Dabei seit: 13.08.2009
Alter: 24
Beiträge: 357
Herkunft: Berlin
Sammelalbum
Credits: 511
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 39
 |
|
Ich muss gestehen, ich bin abgesehen vom Inhalt des Films, nicht wegen Johnny ins Kino gegangen, sondern hauptsächlich wegen Helena Bonham Carter. Ich kann mich an ihren Rollen nicht genug satt sehen, angefangen von ihren ersten Filmen wie Zimmer mit Aussicht oder später Wiedersehen in Howards End über Fight Club, Big Fish bis hin zu Charlie und die Schokoladenfabrik und Sweeney Todd. *.* Wie kann man sie da nicht wirklich mögen?! Für mich ganz ehrlich unbegreiflich.
Auch als Herzkönigin fand ich sie sehr sympathisch, obwohl sie ja das Böse im Film verkörperte. Aber so richtig ernst konnte man die Gute auch nicht nehmen. Sie sorgte unfreiwillig für die meisten Gags im Film. Wie sie ihren Herz-Buben insgeheim anschmachtet und dann am Ende mit ihm zusammengekettet wird. Zu komisch. xD Und nichts geht über ein "Köpft sie!". Man kann es sich wirklich nicht einfacher machen, um sich unliebsamen Personen zu entledigen. ^^
Ja, was war denn mit der los? Was sie auch immer genommen hat, ich will es nicht haben. Diese ständigen tänzelnden Armbewegungen..Ein Wunder, dass sie im Alltag damit zurechtkam. An sich habe ich nichts gegen Anne Hathaway, aber ich finde man hätte jede x-beliebige Schauspielerin einsetzen können, die das genauso gut hinbekommen hätte. Sie erschien mir jetzt nicht herausragend und ich kann mich Voice nur anschließen, dass ich sie nicht unbedingt passend fand für den Film und auch diese Rolle..
Ich fand es auch irgendwie sehr anstrengend für die Augen. Oft war der Hintergrund so verschwommen und auch bei diesem Fall in das Loch waren die Bewegung wohl zu schnell, sodass die 3D-Wirkung auch verloren ging, weil der größte Teil vor den Augen verschwamm. Überhaupt kein Vergleich zu Avatar. Dort war der Eintritt auch gerechtfertigt. Bei Alice kommt man ohne 3D nicht nur preislich, sondern auch vom Optischen höchstwahrscheinlich besser weg.
Gespannt war ich auf den Grinsekater, weil ich bisher der Meinung war, dass Whoopie als Grinsekatze unschlagbar ist. Aber dieser Kater war auch nicht schlecht. Hat mir sehr gefallen. Witzig fand ich auch diese kleine Maus von der Teerunde. ^^
Übel wurde mir von diesem Herrn, der Alice heiraten wollte. So ein Snob mit so weit heruntergezogenen Mundwinkeln, dass sie einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde verdient hätten. Piekfein tun, aber Verstopfungen haben. Ich musste lachen, als Alice Interesse an seinen Problemen heuchelt und sich dann aber aus dem Staub macht, um den Hasen zu verfolgen. xD
Der Film hat mir ganz gut gefallen, auch wenn ich noch etwas mehr erwartet hätte. Was mich zum Beispiel gestört hat, war dass man schon von Anfang an wusste, wie der Film ausgeht. Somit war beim Finale schon die Luft raus, weil von Vorneherein alles vorbestimmt war. Ich hätte mir hier noch eine kleine Wendung oder einen Überraschungsmoment gewünscht.
Die Schauspieler und Figuren haben mir mehr oder weniger gefallen und schön anzusehen war das Wunderland auch, aber ich ging trotzdem nicht super begeistert aus dem Film heraus. Irgendwo hat da noch etwas gefehlt und ich denke, dass lag in diesem Fall an der Story, aus der man sicherlich noch mehr hätte herausholen können. Also als Highlight des Jahres sehe ich diesen Film nicht. Sehenswert ist er trotzdem.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
21.03.2010 21:56 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Eleana

First Lady, last Chance

Dabei seit: 04.01.2005
Alter: 26
Beiträge: 1.452
Herkunft: Fulda Pet: Jamapi
Sammelalbum
Credits: 811
gekaufte Marken: 69
verdiente Marken: 112
 |
|
Das meine ich doch auch ^^ Ich könnte mir keine Schauspielerin vorstellen, die einen besseren Schmollmund machen und das "Köpft sie" so urkomisch rüberbringen kann. Danke für die Aufklärung mit den Königinnen, wahrscheinlich reichte hier einfach die Spielzeit nicht aus, um alle Personen unterzubringen. Ärgerlich, sowas.
Anne Hathaway passt einfach gar nicht in den Film, vollste Zustimmung. Die sehe ich lieber in seichten Komödien, da passt sie gut hin. Nicht aber in solch eine skurrile Welt als eine tuffige Prinzessin. Ich glaube, sie wäre die letzte, die ich mit dieser Rolle besetzt hätte XD
Wenn ich das so lese, bin ich eigentlich froh, den Film nicht in 3D gesehen zu haben. Ich hatte es mir überlegt, aber 11,50 Euro sind doch zuviel des Guten. Ich fand ihn auch so schon optisch sehr sehenswert.
Zu Yayas Kritik:
Dass du das Ende schon kennst, darf man aber nicht dem Film vorwerfen ^_~ Ich finde nicht, dass jede Neuauflage einen neuartigen Plot oder ein alternatives Ende haben muss. Dass Alice schonmal dort war, ist glaube ich in anderen Alice Versionen ja nicht so und wenn ich mich nicht irre, war das die Neuheit daran. Insofern doch schon eine Plotwendung ^^ Ich fand eher den Teil danach so doof, als sie ihre neu erlangte Stärke vor allen ausspielen muss und jedem ihre Meinung ins Gesicht sagt. Toll, was hat sie davon?
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
23.03.2010 19:28 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Oscu
Apologize to funyarinpa!

Dabei seit: 21.06.2008
Alter: 23
Beiträge: 1.276
Herkunft: Wolkenkuckucksheim Pet: Mieu
Sammelalbum
Credits: 38
gekaufte Marken: 115
verdiente Marken: 234
 |
|
Gestern abend entschieden sich mein Kollege und ich einfach mal spontan ins Kino abends zu gehen. Zum Glück hatte er sogar 3D-Brillen in petto. Hier in Berlin gab es jedenfalls keine Vorstellung die Tage, wo der Film NICHT in §D gezeigt wurde, grrr...
Schon als ich vornherein hier im Thread las, dass man hätte sich so'n 3D-Trip sparen können, erhoffte ich mir von der visuellen Aufmachung nicht viel.
Ja und wie ich befürchtet habe: Ich habe gleich zu Beginn beim Eintritt ins Wunderland gemerkt, dass mir einige Details im Hintergrund verloren gingen, da ich sie nicht so schnell wegen der Brille wahrnehmen konnte. Beim Sturz ins Loch habe ich gar nichts erkennen können. Wahrlich nichts für Epileptiker...
Der Film hat mir anfangs viel besser gefallen als gegen Ende. Ich finde ja nicht, dass viel von Tim Burtons "Stil" verloren geht. Der Mix war schon ganz in Ordnung. Ich denke auch nicht, dass da viel gegen seinen Willen eingeschränkt wurde. Da sollte man sich eher Fragen, ob es eher der Altersfreigabe zu zuschreiben ist. Aber auch für mich hätte der Film gar nicht mal so düster sein müssen.
Das Wunderland war immer in meinen Augen etwas "kindgerechtes", aber man hätte ja ruhig was völlig neues wahrhaft düsteres draus machen können, aber ob das dann dem Charme und der Mysterie der Vorlage gerecht werden würde? Kann man nur spekulieren - Wobei gerade diese Geschichte ja nahezu immes Potenzial für ein sehr psychisches düsteres Szenario bietet.
Eines von Tim Burtons größten Wunschprojekten hat sich mit Alice im Wunderland erfüllt und ich sehe diesen so als Gesamtbild doch recht gelungen und kurzweilig.
Mehr... aber auch nicht.
Für mich definitiv auch nicht der Dauerburner.
Ich fand ja ehrlich gesagt die Kostüme nicht mal so wirklich toll oder gar die Hauptdarsteller. Ich mag ja persönlich den "Tim-Burton-Stil" nicht so, wo manch ein Akteur Augenringe trägt... damit kann ich mich irgendwie null anfreunden...
Da gefielen mir die Gesichtsausdrücke der reinen computeranimierten Figuren wie die Raupe, der Dodo usw. viel mehr.
Schade, dass man gerade von so manchen wenig mitbekam und gar die Rolle des Hutmachers mir persönlich sogar etwas viel gewichtet wurde, aber naja...
Mein persönlicher Liebling in Sachen überzeugenden Grimassen war der Märzhase. Gott, war der schräg!
Alleine immer seine Kurzkommentare, wenn er einen Gegenstand in der Hand wahrnimmt, brachten mich wie blöde zum Lachen. XD
Was den Ablauf angeht, so sehe ich es eindeutig wie Alaiya und Voice. Auch für mich kam das ganze sehr RPG-lastig vor, wo es nur darum ging, einzelne dem Leser bekannte Ereignisse abzuklappern.
Natürlich hätte man nicht unnötig drumherum erzählen müssen, aber mir waren gerade diese Übergänge zu den jeweiligen Schlüsselszenen etwas farblos.
Mich wollte z.B. das ganze nicht richtig überzeugen, dass der Jabberwocky der Kern allen Übels ist bzw. mehr noch - der Grund wieso alle sich der Roten Königin unterwerfen.
Man ging auch gar nicht stark mehr drauf ein, dass Alice mal im Wunderland war, was ich aber anfangs durch die Szene im Schlüsselraum angenommen habe. Stattdessen war es dann die "große Überraschung", dass sie eben schonmal da war und nicht alles nur geträumt hatte (Hmm, obwohl es wirklich jeder schon vorher wusste...?).
Das ist so eine Sache mit der "Vorhersehbarkeit".
Auch wenn man die Vorlage quasi kannte, fand ich gerade hier bei Tim Burtons Werk, dass man hätte, mit so einiges überrascht werden können, da es sich ja eben nicht wirklich daran hielt.
Mir wäre es z.B. lieber gewesen, hätte man gänzlich auf diesen Prophezeihungs-Aspekt verzichtet. Ich glaube, das meinte Yaya auch damit, dass man daher schon ahnte, wie das verläuft.
Ich bin auch deshalb vom Ende bisschen enttäuscht,
weil anfangs Alice ja davon überzeugt war, dass sie nun mal sie selbst ist und niemals diesen Jabberwocky erschlagen hätte können.
Ich hätte gerne gesehen, ob es da eine Alternative hätte geben können, weil ich davon ausging, dass darin quasi ihre Selbstfindungsprüfung bestand... also sie selbst zu bleiben. Spätestens, nachdem sie es für unmöglich möglich hielt, den Drachen zu erschlagen, war für mich die Luft im Film raus.
Irgendwie konnte ich die "böse Partei" gar nicht so wirklich als Gegner wahrnehmen am Ende. Da wirkte die Verfolgung der Herzsoldaten wesentlich bedrohlicher. Gerade bei der Gegenüberstellung beider Armeen merkte ich extrem, wie blass die Armee der Roten Königin zum bunten Alice-Trupp wirkt.
Den Jabberwocky fand ich auch ich auch nicht so ...Endboss-gerecht. Mir war er sogar für einen Drachen noch zu klein.
Oh Gott, und erinnert mich nicht an Hathaway... xD Kenhsins Beschreibung "Fee auf Drogen" beschrieb es ja ganz gut. Man könnte meinen, ihr wurde neben Alkohol noch Ballett- und Tanzunterricht unter geschoben, so wie die blöd mit ihrer Mimik und Gestik daherkam.
Bei Johnny Depp musste ich doch schmunzeln, als dann auch bei dem Sprecher diese vertraute typische raue, tiefe Stimme beim Sinneswandel heraus zuhören war, die ja sonst nur in den eher ernsten Filmen mit Depp vorkam. Von all den Akteuren konnte ich mich nur mit Helena Bonham Carter richtig anfreunden. Nicht nur ihre verwöhnte, tyrannische Seite, auch dieses Herankuscheln an ihren Herzbuben gegen Ende des Films, awww... Die Frau spielt großartig. xD
Naja, alles in allem, ein kurzweiliger Film, von dem ich aber auch bisschen mehr erwartet habe. Vermutlich werde ich den Film schon bald wieder bisschen vergessen haben...
Aber hey, immerhin fand ich die OST wirklich klasse, das muss schon gesagt sein.
Als 3D-Film empfehle ich den Noch-Guckern aber auf alle Fälle nicht. Verschwendung!
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
26.03.2010 14:38 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Grimalkin
Reservoir Cat

Dabei seit: 06.09.2009
Alter: 24
Beiträge: 120
Herkunft: Reykjavík Pet: Yoshi
Sammelalbum
Credits: 12
gekaufte Marken: 7
verdiente Marken: 5
 |
|
Hm, ich war im Vorfeld schon skeptisch, obwohl ich die bisherigen Burton-Filme weitgehend ziemlich mag (vor allem "Sweeney Todd", "Edward Scissorhands" und "Sleepy Hollow" =D). Aber bei "Alice in Wonderland" wurde ich dann tatsächlich gnadenlos enttäuscht. Zunächst mal ist es eine Fortsetzung und keine direkte Adaption, so weit ganz okay, denn ist mir ja gleich, wie er die Sache da nun angeht und Fortsetzungen können ja auch klasse sein (siehe American McGee's Alice für den PC).
Aber wenn man dann das Drehbuch derart verkackt, ist der Film nicht mehr zu retten. Hier wird durch den Plot nur so gehetzt. Viele Charaktere tauchen kurz auf, um im Film wenigstens kurz vorgekommen zu sein, spielen aber darüber hinaus nur eine dekorative Rolle. Die etwas wichtigeren Charaktere sind dann leider auch fast vollständig misslungen. Alice ist tatsächlich noch okay, allzu viel falsch machen kann sie auch nicht. Der Hutmacher allerdings wird von Johnny Depp sehr ermüdend verkörpert. Ein ach so skurriler Charakter mit den typischen Depp-Attitüden und ner Prise Absurdität garniert. Aber na ja, wenn es Depp nicht mehr gelingt, seinen Rollen neue Facetten zu verleihen, hat er seinen Zenit überschritten. Er bietet in diesem Film nichts, was nicht auch schon sonst von ihm gekannt und im Grunde erwartet wurde. Helena Bonham Carter als Queen Of Hearts (und nicht Red Queen, aber Burton hat die Romane anscheinend nie gelesen..) macht hingegen einen ordentlichen bis guten Eindruck. Gibt da durchaus einige herrliche Szenen. Die White Queen dagegen bleibt völlig blass (haha).
Visuell ist der Film gut. Die Effekte wissen zu überzeugen, aber das Art Design ist nicht an allen Stellen toll. Kreaturen wie der Bandersnatch oder Tweedle-Dee und Tweedle-Dum wirken selbst für ein Wunderland fehl am Platze und eher wie lächerliche Fremdkörper (und das in einer Welt, die von der Konzeption sowieso eigentlich auf Fremdartigkeit setzt ist - das muss man erstmal schaffen -_-).
Toll aber fand ich die Teeparty. Diese nette kleine Lichtung, der vollgedeckte Tisch... die Szene erzeugte tatsächlich eine tolle Stimmung. Am Gesamtbild des für mich größten Burton-Flops ändert das allerdings nichts. Sind die negativen Punkte Disney zuzuschreiben, dann ist das echt schade, dass es zu dieser Kooperation kommen musste; ist allerdings "Alice in Wonderland" genau so geworden, wie Burton es sich vorgestellt hatte, dann sollte er spätestens jetzt mal seinen Beruf überdenken.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
22.04.2010 23:41 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Sakura

mysterious something
 

Dabei seit: 06.11.2006
Beiträge: 252
Herkunft: Bayern Pet: Russmaennchen
Sammelalbum
Credits: 92
gekaufte Marken: 18
verdiente Marken: 36
 |
|
Hab ihn mir heute angeschaut und bin doch ziemlich begeistert :3
Die Charaktere waren wunderbar, vor allem Mad Hatter~ Oh, was habe Johnny Depp in dieser skurillen Rolle geliebt <3
Die Story an sich hat mich gut unterhalten und ich war auch wirklich gefesselt vom Geschehen. Es kommt selten vor, dass ich die Zeit und alles andere um mich herum mal vollkommen vergessen kann, aber genau das hat der Film vollbracht. Das Wunderland hatte einfach was, auf seine eigene Art und Weise. Kombiniert mit all den verdrehten Charakteren hat es seine Wirkung nicht verfehlt, wobei es mir hin und wieder auch etwas "blass" erschien. So ein richtiger "Wow!"-Effekt blieb aus, schön anzusehen war es aber dennoch.
Alices' Anspielung mit dem Anstreichen der weißen Rosen am Anfang fand ich klasse :3 Dadurch wurde mir dann klar, dass dieses "Ereignis" der Vergangenheit angehört und nun etwas anderes folgt~
Zu den Charakteren nochmal: Wie bereits erwähnt, hat mit Mad Hatter mit Abstand am besten gefallen, da muss ich einfach mit der Masse mitziehen XD Seine Gestiken, sein Auftreten, seine wirren Sätze~ ah, ich war bestens unterhalten <3
Die weiße Königin war ebenso herrlich. Anne Hathaway hat bei ihr einfach großartige Arbeit geleistet x3
Überzeugen konnte mich auch die rote Königin, deren Verhalten meiner Meinung nach zwar etwas ZU belustigend war, die aber doch eine gute Antagonisten abgegeben hat. Ab mit dem Kopf, mwah~
Allgemein hat mir eigentlich jeder Charakter gefallen (mal von der nervigen Maus abgesehen <<"), wobei ich sagen muss, dass es etwas dauerte, bis ich mich vollständig mit Alice anfreunden konnte .-."
Ja, sie ist älter, war schon einmal dort, hält alles nach wie vor für einen Traum, etc.
Mir fehlte aber trotz allem so eine gewisse Unsicherheit in ihr, so ein Gefühl der Verlorenheit in dieser großen, wundersamen Welt.
Sie war mir einfach etwas zu... hm... selbstsicher? ôo" Ich weiß nicht, so in der Richtung jedenfalls~
Das Ende des Films mochte ich sehr x3" Besonders, als die Raupe dann als Schmetterling angeflogen kam.
In 3D hab ich den Film übrigens nicht gesehen, denn bei uns im Kino gab's nur die Normalversion. Als 3D-Film stelle ich ihn mir aber toll vor :3
Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Film ^^
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Animexxler werden:
- Lesbisch sein, weil's die anderen auch sind
- Jedem Japaner hinterherrennen
- Kreischen wenn du ein schwules Pärchen siehst
- Deine Eltern hassen
- Deaktivier dein Profil für eine Woche nachdem du eine Selbstmordankündigung rausgeschickt hast
|
|
10.05.2010 19:49 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Sora

Tsun²Hime


Dabei seit: 29.11.2007
Beiträge: 1.824
Pet: Assistdroid
Sammelalbum
Credits: 661
gekaufte Marken: 96
verdiente Marken: 348
 |
|
Endlich habe in den Film auch gesehen und bin genauso begeistert, als ich den Trailer dazu gesehen hatte.
An die Originalstory kann ich mich nicht mehr sonderlich erinnern, also kann ich da jetzt nicht zu viel sagen und von wegen Drehbuch vergeigt auch nicht wirklich, da ich diesen Film als Eigenwerk ansehe und nicht als irgend eine Fortsetzung.
Ich hatte jedenfalls richtig viel Spaß mit diesem Film; auf der einen Seite das triste London und auf der anderen Seite die bunte, wenn auch ab und an triste Wunderwelt. Vorallem hat mir die Szenerie, die man vom Balkon des Schlosses der Weißen Königin sehen konnte, ziemlich gut gefallen. Klar, sowas sieht man eigentlich immer; Wasserfall im Hintergrund, bla blubb, aber ich mag sowas.
Wie Alice dann das eine Viech gezähmt hat, war dann doch wieder auf Kinder getrimmt, das hätte man auch ein wenig anders lösen können; schlecht fand ich es jetzt aber auch nicht.
Kann mir eigentlich jemand sagen, ob die Weiße Königin immer so auf Drogen ist? Ich konnte nicht mehr vor Lachen
Oder aber auch das Schwein, haha, nur weil der Bauch die Füße wärmt. Ich mag so eine Art von Humor.
Hier hat mir aber auch besonders der Soundtrack gefallen. Schon in Nightmare before Christmas oder Charlie und die Schokoladenfabrik hat mir der besonders gut gefallen, vorallem bei Ersterem.
Wie auch immer, ich mag den Film jedenfalls, auch wenn sich hier wohl die Geschmäcker scheiden.
8 von 10 Zuckerstückchen
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
14.05.2010 23:01 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
SuicideKing
Mojos Türsteher


Dabei seit: 27.01.2007
Alter: 31
Beiträge: 1.585
Sammelalbum
Credits: 324
gekaufte Marken: 79
verdiente Marken: 78
 |
|
Kritik und Meinungen sind natürlich immer auf das eigene Sichtfeld eingeschränkt und basieren auf das Empfinden wie der Film wirkt.
Aber mal ehrlich. Das sei kein Tim Burton, Alice sollte düster sein? Behauptungen, dass sei eine "Fortsetzung" so wie McGees Alice? Natürlich, Carrolls ewiger Klassiker lebt und überlebte 155 Jahre, er wirk frisch wie eh und je. Da sind Interpretationen doch selbstverständlich unterschiedlich. Wenn ihr schon Fortsetzung als Kritikpunkt nennt, dann sagt auch im gleichen Atemzug "Through the Looking-Glass and What Alice Found There" Denn darauf basiert diese bildschöne filmische Adaption. In diesem Buch finden wir den Jabberwocky, oder auch die kleinen fetten Zwillnge und die 2 Königsschwestern. Wer die 2 Bücher der Alice nicht kennt, und sich vielleicht nur auf den hiesigen Markt bekannteren 1 Band konzentriert, wird vielleicht etwas verwirrt sein. Aber gleich von einer Enttäuschung sprechen? Die Bücher sind nicht düster, die Bücher sind Satiren auf Freunde und die englische Schule, die Ettiketen sowie das Königshaus. Und hey, darauf baut die 2010 Fassung von Alice komplett auf. Storytechnisch bin ich hochzufrieden. Alle Figuren wirken herrlich skurill, seltsamer und grinseder war die Katze noch nie. Johnny Depp, Bonham Carter sowie Hethaway fand ich jedoch austauschbar. Die rote Königin, da bin ich der Meinung von Ele und auch Yaya, bieten die schrägsten Lacher und ihr Charakter ist nicht abgrundtief böse. Sie ist zwiegespalten. Sie sehnt sich nach Liebe, bekommt aber nur Respekt aufgrund von Furcht. Fand ich toll eingefangen. Wie gesagt, storytechnisch mag ich nicht zu sehr eingehen, denn der Film orientiert sich durchweg, mit ein paar Abweichungen, an die Buchvorlage.
Aber ich merke, dass hier alle vom 3D Effekt im Kino maßlos enttäuscht waren? Den Film hab ich mir heute mit meiner Frau auf BD angesehen und war von der Bildtiefe begeistert, aber ich konnte nicht erkennen wo der 3D Effekte durchschimmern könnte. Nach Kenshins Review aber ergibt es irgendwo Sinn. Moi nix großer Fan von 3D, nicht mal bei Avatar (bääääääh). Schon Schade das man den Film dadurch, ZURECHT, schlechter betrachtet. Wenn man sich auf ein dreidimensionales Spektakel freut und dann das nicht erfüllt wird... da ist man zurecht angepi**t. Die 2D Fassung in voller Auflösung ist eine Wucht, vielleicht sollte man sich den Film so nochmal anschauen (also die ihn verärgert im Kino serviert bekamen).
Es ist kein Meisterwerk, dass will ich hier gar nicht suggerieren. Aber so schlecht, oder "kindisch" ist er dann aber nicht geworden. Ein paar weitere irre Einfälle und für mich persönlich mehr Grinser, dann wäre er besser. Wohlgemerkt, meine Meinung.
8 von 10 (ich kann den Tanz nicht aussprechen...
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
24.07.2010 01:15 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Akatsuki03

Spürnase


Dabei seit: 05.11.2007
Alter: 24
Beiträge: 1.801
Herkunft: Raum Stuttgart Pet: NyankoSensei
Sammelalbum
Credits: 21
gekaufte Marken: 155
verdiente Marken: 617
 |
|
Ich habs leider nicht ins Kino geschafft gehabt. Einfach weil der Film überall nur in 3D lief und ich mag doch (funzt bei mir nicht) 3D. Ich hab dann einfach die Br bestellt auf gut Glück und bin begeistert. Ich hab den Film letzte Woche mit ein paar Freunden bei einem Filmmarathon angeschaut und wir waren uns da alle einig: klasse!
Oh danke für den Hinweis. Da ich leider nie ein Fan der Film von Alice im Wunderland war, hab ich mich nie groß damit beschäftigt. Hin gegen auf "Through the Looking-Glass…“ bin ich glaub in RahXephon the Movie gestoßen. Die Main Dame da hat das Buch und ich wollte eh mal nachschlagen was es mit dem Werk auf sich hat. Habs bloss wie immer vergessen ^^’
Also so super fröhlich bunt war der hier nun auch wieder nicht. Also echt mal gab genug Stellen die ja sehr dunkel und brutal gehalten wurden. Ich sag mal nur Augapfel! Auch die Landschaften sind dunkel, aber auch bunt. Halt wie bei Charlie und die Schokoladenfabrik. Da fand ich gabs auch diesen Kontrast. Also ich fand die Welt in den Film einfach nur klasse. So viele seltsame Dinge hier und da und gelacht hab ich auch sehr viel. Die dicken Twins waren aber auch zu goldig. Genauso wie der komische Hase beim Hutmacher. Da wollte ich aber nicht mit am Tisch sitzen wenn man bei Zucker, nen paar Würfel an den Kopf geworfen bekommt. Allgemein hatten da echt alle einen an der Waffel. Angefangen bei Alice. Wobei ich bei ihr, eher ihre Kleider ungewöhnlich fand. Aber irgendwie passend. Mein Held der Geschichte ist die Grinzekatze. Gott in die hab ich mich verliebt. XD Aber nicht nur ich, der Rest der mit geschaut auch. Meine Lieblingsstellen sind die wo sie immer versucht sich den Hut vom Hutmacher zu klauen! Und alleine dieser Satz: Ich mag den Hut! *fangirlschrei*
Der Hutmacher war auch klasse. Gut ich mag Jonny Deep eh total und da ich selber Hutträgerin bin, kann ich seine vorlieben gut nachvollziehen. Ich hatte meine auch nicht rausgerückt XD
Die Frau war so genial. Vor allem die Hände ! Die hat sie ja immer in der Gegend rum geschwenkt. Allgemein diese ganze Haltung. Aber dann voll der ernste Tonfall bei ihrer Schwester, als es um die Bestrafung ging! Ich glaub die hat zu viel von ihren eigenen Kochkünsten (man bedenke den Zaubertrank) gegessen.
Ich war die erste die die Stimme erkannt hat und hab dann an einen Satz einfach ein Harry Potter gehängt, dann hats bei dem Rest auch klick gemacht. Gott ich liebe diese Stimme, aber ich verbinde sie echt nur noch mit HP.
Die Story fand ich recht gut, man kennt ja einiges durch die alten Filme oder wer mal Kingdom Hearts 1 gezockt hat noch dadurch. Aber mir hat es trotzdem so gefallen, dass es mir egal war, dass ich wusste wo es am Ende hingeht.
Fazit:
Also ich fand den Film klasse und ich werde ihn mir auch noch öfters anschauen. Daher von mir
Grinzekatzen.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
01.08.2010 11:49 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Kurogane

Routinier
 

Dabei seit: 09.12.2009
Beiträge: 256
Sammelalbum
Credits: 6
gekaufte Marken: 27
verdiente Marken: 45
 |
|
Als der Film damals in die Kinos kam, wollte ich ihn mir eigentlich angucken. Leider habe ich es nicht geschafft auch nur ein einziges Mal den Film im Kino anzusehen. Das musste ich natürlich wieder wettmachen und hab ihn mir fürs Heimkino auf DVD geholt.
Auf die Story brauch ich nicht besonders eingehen, die ist ja hier schon mehr als genug erwähnt worden. Was ich jedoch nicht unterschreiben kann ist, dass so gut wie keine Story vorhanden ist. Ich finde diese Idee nett, das Alice sozusagen das Wunderland rettet und dabei gleich mal ihr Selbstbewusstsein findet. Auch fand ich es nicht schlimm oder hat meine Freude getrübt, dass schon ziemlich am Anfang klar war, wie der Film ausgeht. Ich denke, das Publikum sollte eher dabei zu sehen, wie sich Alice dahingehend (innerlich) entwickelt, damit sie am Ende den Jabberwocky besiegen kann. Wer sagt "Äääh, gab gar keine Story.", dem möchte ich entgegnen für einen Kinderfilm war mMn genug Story vorhanden. Logisch, dass durch diesen Fakt keine tiefenpsychologischen oder andere weitgreifende Aspekte vorhanden sind. Aber eine nette kleine Story war auf jeden Fall vorhanden.
Was mich mal kurz zu dem Thema kein typischer Tim Burton-Film bringt. Was ist denn typisch Tim Burton? Ständig solch "düstere" Filme wie Nightmare Before Christmas, Edward Scissorhand, Sleepy Hollow oder Sweeney Todd? Hat ein Tim Burton nicht auch mal das recht, etwas anderes auszuprobieren? Er ist schließlich Regisseur, da ist es gut auch mal mit anderen Sachen Erfahrung zu sammeln, die halt nicht typisch für einen sind. Und wenn dieser Film genau das ist, was Burton schon immer mal machen wollte und er mit seinem Werk zufrieden ist, ist dies gut für ihn. Deswegen gleich zu sagen, er solle sich nach einem anderen Beruf umsehen ist imho völliger Blödsinn. Er wird auch in Zukunft sicherlich mehr Tim-Burton-mäßigere Filme machen.
Wenn ich mich recht erinner, war das im Buch doch aber genauso. Einfach nur episodenhaft, Alice rennt hierhin und Alice rennt dorthin; Alice hat dieses Abenteuer bewältigt, Alice hat jene Aufgabe gemeistert. Mir selber ist dieser Rpg-ähnliche Ablauf nicht aufgefallen. Ich war viel zu sehr mit den Details des Wunderlands beschäftigt. xD
~sign~
Was ich vorab von Leuten gehört habe ging, laut deren Gesamtmeinung, der Film in die Richtung quietschbuntes Bonbon-Kino. Während des Films hab ich ernsthaft überlegt, ob diese Leute den selben Film gesehen hab wie ich. Sicherlich ist es stellenweise bunt (Hallohooo es ist das WUNDERLAND -_-), aber es kommen auch im Wunderland recht früh dunklere Orte und Geschehnisse vor.
Möchte jetzt noch kurz was zu den Schauspielern loswerden. Mia Wasikowska als Alice hat, wie ich finde eine solide Leistung abgegeben. Mir hat es Spaß gemacht, sie in dem Film zu begleiten und ich habe mich keine einziges Mal gelangweilt. Es ist das erste Mal, dass ich sie gesehen habe. Daher weiß ich nicht, ob sie auch schon in anderen Filmen eine tragende Rolle hatte. Ich bin gespannt, ob man sie auch zukünftig in Kinofilmen erleben wird.
Johnny Depp. Ja, ich gebe zu, ich habe mir den Film wegen ihm gekauft. Ja, ich gebe zu, ich war enttäuscht von seiner Leistung. Von meinen Leuten habe ich ständig gehört, dass Depp der einzige gute Punkt in dem Film war. Ich hab ihn gesehen und mir gedacht "Wie, dass ist der verrückte Hutmacher?". Also irgendwie hatte ich von ihm anderes erwartet. Im Sinne von mehr Mehrsein vielleicht mehr Verrücktsein. Außerdem fand ich es irgendwie blöd, dass dem Hutmacher mehr Story zustand als nötig gewesen wäre (Vergangenheit > Miterleben des Angriffs auf die White Queen. Auf dem Schlachtfeld mit einem Schwert, da dachte ich erstmal ob das jetzt der neue Held der Story ist.)
Helena Bonham Carter. Ja ich gebe zu, ich habe mir den Film auch wegen ihr gekauft. Ja, ich gebe zu, ich wurde nicht enttäuscht. Die Frau hat es mMn einfach drauf verschrobene Persönlichkeiten zu spielen. Und die Herzkönigin war allein schon vom Anblick her verschroben genug. xD Ich fand die Darstellung klasse, wie sie immer ausgetickt ist und "Off with her/his/their head/s!" gebrüllt hat. Andererseits fand ich die Szene, wo sie sich an den Herzbuben gekuschelt hat widerum voll süß, obwohl sie ja eigentlich die Böse war. Bonham Carter hats einfach drauf.
Die White Queen aka Anne Hathaway. Einfach nur zum schießen. Ich muss zugeben, ich wusste nicht, dass sie die White Queen ist. Ich dachte nur die ganze Zeit, das Gesicht kenne ich doch. Und dann im Abspann steht da Anne Hathaway, ich hatte die ganze Zeit an eine andere gedacht. Die Meinung, dass sie fehlbesetzt war, vertrete ich nicht. In meinen Augen hat sie damit dem Charakter erst eine eigene Note gegeben, indem sie die White Queen eben wirklich (parodienmäßig) wie ein echtes Prinzesschen spielt. Mit wedelnden Armen und friedlich und so weiter. Und seien wir mal ehrlich, so hat sich doch jeder sicher schonmal ne Prinzessin im negativen Sinne vorgestellt.
Alice: Warum erschlagen Sie nicht selbst den Jabberwocky? Sie haben doch bestimmt die Macht?
WhiteQueen: Es ist entgegen meinem Schwur einem Lebewesen etwas zu tun.
Es kommt ein Glühwürmchen direkt ins Gesicht der WhiteQueen angeflogen. Die WhiteQueen schlägt danach und verscheucht es.
Meine absolute Lieblingsszene, sooo lustig, der Gesichtsausdruck. xD
Ja, doch, Anne Hathaway hat sich mit der Rolle sich selbst und die White Queen schön aufs Korn genommen. ^^
Mein Fazit ist, dass ich es, trotz aller Kritik die ich hörte, nicht bereut habe den Film zu kaufen. Ich schau mir den garantiert noch oft an.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kurogane am 01.08.2010 20:11.
|
|
01.08.2010 20:07 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
hellspawn
legendärer Namenverwechsler


Dabei seit: 15.02.2008
Alter: 36
Beiträge: 1.906
Herkunft: Pulheim Pet: ChesshireCat
Sammelalbum
Credits: 3
gekaufte Marken: 135
verdiente Marken: 283
 |
|
Als ich heute die DVD des Filmes in mein Laufwerk schob ging ich mit der Erwartung an den Film das ich hier eine Version von Alice im Wunderland zu sehen bekomme die die typischen Merkmale eines Tim Burton Filmes aufweist und was habe ich bekommen?
Genau das was ich erwartet habe,eine Tim Burton Version von Alice im Wunderland.
Also da muß ich wiedersprechen.Düster und skurril war der Film doch,man erkannte also Tim Burtons Handschrift.Das er hier ,sagen wir mal im Gegensatz zu seinen anderen Werken,einiges ein wenig kindlicher angehen ließ dürfte weniger an den Einfluß von Disney gelegen haben sondern auf Burtons eigene Entscheidungen zurückgehen,denn einige Szenen waren für Disney Verhältnisse doch recht düster und ein klein wenig heftig.Etwa die Sache mit den herausgestochenen Auge oder als die Red Queen auf ihren Gemahl angesprochen wird in den Schloßgraben schaut und dort sein kopf schwimmt.Auch in Sachen Düsternis gab es so einiges zu sehen,wie etwa bei den Verfolgungen durch die Kartenarmee,den falschen Versprechungen die man den Bluthund wegen seiner gefangenen Familie machte oder als sich der Hutmacher an den Angriff des Jabberwocky erinnert.
Ich finde es sogar gut das die eigentliche Zielgruppe nicht völlig aus den Augen verloren wurde und aus dem Film letzten Endes ein Märchen im Stile von Batmans Rückkehr (ja den betrachte ich als wirkliches Märchen für Erwachsene) geworden ist.Wie Kurogane auch schon sagte hat der Mann auch zudem das Recht sich auch mal etwas von seinen bisherigen Stil zu entfernen.Soll man ihn dafür gleich verteufeln und das als dickes Minus ankreiden?
Ich glaub nicht,zwar mag man sich vielleicht erstmal an den Kopf fassen wieso er so etwas macht (wie ich bei Robert Rodriguez und Spy Kids) doch sollte man dann doch erstmal unvoreingenommen das Werk betrachten und dann am Ende anhand der hier völlig anders gearteten Maßstäbe beurteilen ob der Film gelungen ist oder nicht.Veränderung bedeutet ja nicht immer logischerweise eine Verschlechterung,zumal ich hier wie ich schon erwähnte noch extrem viel Burton herauserkenne.
Was das Tempo mit der der Streifen durch die Handlung braust,so muß ich sagen das ich dieses ebenfalls sehr mochte.Mir wurde zu keinen Zeitpunkt langweilig.Alles erinnerte teilweise an eine schöne wilde Achterbahnfahrt die einen nicht zu Atem kommen läßt.Mancher mag jetzt einwerfen das man dafür nicht genug von einigen Nebencharakteren sah,doch wurden zumindest Alice (was ja sehr wichtig ist),die Red Queen und der Hutmacher doch ausreichend beleuchtet.Die anderen Charaktere hatten zumindest alle einen gleichwertigen Anteil an Screentime.Zudem fand ich auch das alles wichtige ausreichend erklärt wurde.
Also ich glaub an der Stelle hat man sich eine Erklärung auch sparen können.Immerhin hat sie jetzt seit 13 Jahren immer jede Nacht den selben Traum in dem sie das Kaninchen sieht und ihn zu seinen Hasenbau folgt.Wenn ich jetzt plötzlich mitten am hellichten Tag dieses Kaninchen aus meinen Träumen erblicken würde dann würde ich diesen auch folgen.Teilweise aus Unglauben über das was ich sehe,teilweise aus Neugierde und teilweise um eventuell auch eine erklärung für diesen doch recht unnatürlich anmutenden Traum zu bekommen.
Einen Kritikpunkt an der Story kann ich mich aber doch anschließen.
Da wäre mir auch etwas mehr Freiheit was den Ablauf der ereignisse betrifft lieber gewesen.An einer Stelle hatte ich sogar Hoffnung das man sich letztendlich nicht an die Prophezeiung halten wird und völlig andere Storywege beschreibt,und zwar als Alice beschließt den Hutmacher aus der Gefangenschaft der Red Queen zu befreien.Da dieses Ereignis nicht teil der ursprünglichen Prophezeiung war wäre dies ja die Chance gewesen,leider kehrte man dann aber doch auf die vorbestimmte Schiene zurück,obwohl ich bis zum Ende sogar die hoffnung nicht aufgab und dachte Alice würde einen anderen weg finden statt den Jabberwocky zu erschlagen.
Besetzungstechnisch gab es bei diesen Streifen auch kein Grund um großartig zu meckern.
Sehr gefiel mir Mia Wasikoska als Alice,die ihre Rolle sehr natürlich spielte ohne großartig gekünstelt herüberzukommen.Für ihre erste Hauptrolle eine sehr gute Leistung die sie hier an den Tag legte,die auch durchaus mit den berühmteren Namen im Cast wie Depp und Carter mithalten konnte.
Da ich gerade Johnny Depp erwähnte:
Was den Grad der Verrücktheit angeht stimm ich hier zu.Da hatte ich auch noch ein Quentchen mehr erwartet.Ansonsten legt er aber hier wieder eine sehr gelungene Vorstellung ab die neben der verrückten Seite an seinen Charakter auch mit einer eher ernsteren zu überraschen weiß.Dieser Wechsel seiner beiden Seiten in seiner schauspielerischen Darbietung gefiel mir sehr.
Helena Bonham Carter war echt der Hammer als Red Queen.Super allein schon die Mimik die sie an den Tag legte und ihre fiese Art die aber auch zu keinen Zeitpunkt übertrieben wurde.So blieb sie ein Bösewicht bei dem man letzten endes nicht sagen mußte das etwas weniger besser gewesen wäre.Am Ende konnte sie einen sogar leid tun.Immerhin mußte sie schon vorher sehen das ihre Gefolgschaft sie anlog und nun versuchte auch noch ihr Untergebener,in dem sie verliebt ist,sie auch noch zu töten und er ihre Schwester bittet ihn lieber zu töten als mit ihr zusammen zu verbannen.
Och, so fehbesetzt fand ich sie gar nicht.Ich mochte wie sie sich so überladen tussi-und klisheehaft in ihre Rolle austobte.Da merkte man deutlich das man hier den Charakter doch extra einwenig auf die Schippe nahm.Allein schon diese Handbewegungen die wohl königliche Anmut verkörpern sollten waren einfach nur herrlich.
Auch die animierten Charaktere wußten mir zu gefallen.Vor allem die Grinsekatze hat es mir sehr angetan.Diese hintergründige art von ihr war einfach klasse.Hier hätte auch ich mir etwas mehr Screentime von ihr gewünscht.
Die Computereffekte und das Design des Wunderlandes wußten ebenfalls zu gefallen.Mal quitschbunt und dann doch wieder eher düster dreckig bot es genug Abwechslung für das Auge des Zuschauers.
Auch der Soundtrack war sehr gut komponiert und passte zu der jeweiligen Situation wie die Faust aufs Auge.Na ja,vielleicht mal von Avril Lavignes Song am Ende abgesehen der doch etwas befremdlich wirkte.
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dieser Version des klassischen Märchenstoffes.Gute Unterhaltung für Freunde der Vorlage und Fans von Tim Burtons Filme.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Fantasy ist die einzige Waffe im Kampf gegen die Wirklichkeit - Denis Gaultier
|
|
16.08.2010 01:38 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Anju

Routinier
 

Dabei seit: 23.04.2010
Alter: 27
Beiträge: 303
Herkunft: Luxemburg Pet: Artemis
Sammelalbum
Credits: 32
gekaufte Marken: 31
verdiente Marken: 19
 |
|
Um erstmal das Positive vorweg zu nehmen: visuell fand ich den Film ein Ereignis, und er zieht einen 108 Minuen lang durch einen farbenprächtigen Rausch. Total angetan haben es mir die unterschiedlichen Kostüme von Alice, die hätten eben so gut auf einer Pariser Modewoche als neueste Kreationen herhalten können, was dann auch passiert ist, unterschiedliche Designer haben sich letztes Frühjahr davon inspirieren lassen.
Gut gefielen mir auch verschiedene Figuren wie die Grinsekatze, und diese Raupe, allerdings muss ich sagen dass ich eine gewisse ästhetische Einheit zwischen den animierten Charakteren vermisst habe. Dieser durchgeknallte Hase zum Beispiel passte so gar nicht zu dem aggressiven "Wachhund" mit dem blauen Fell, habe jetzt die Namen vergessen.^^ Irgendwie alles so heterogen, unterschiedliche Zeichenstile scheinen da aufeinander zu prallen. Da bin ich puristisch, mag so etwas nicht.
Von den Schauspielern war ich teilweise überzeugt. Helena Bonham Carter sorgt noch für die meisten Lacher des Films, ein wenig schade fand ich dass ihre Königin ihre Bedrohlichkeit verloren hat, aber das war definitiv nicht ihre Entscheidung sondern die Entscheidung ihres Herrn Ehemanns, des Regisseuren. Johnny Depp liefert für mich zwar Solides aber wenig Neues ab, da ich ihn sowieso verehre ist meine Messlatte bei ihm aber sehr hoch gelegt, und ich kann nicht sagen, dass er mich vom Hocker riss. Mia Wasikowska ist total hübsch, hat eine natürliche Ausstrahlung, aber sie variiert nicht gerade ihre Mimik und ihre Emotionen, diese Alice wirkt so abgeklärt. Was aber auch wiederum eine Entscheidung des Regisseuren sein kann, das weiss man ja nie so genau. Anne Hathaway liess mich kalt.
Was mich allerdings auch kalt liess, und das ist mein Hauptkritikpunkt, war die Story, welche diese Disney Autorin da zusammen geschustert hat. Ich glaube, ich hätte sie schon wieder vergessen, wären nicht gewisse Elemente des Märchens dem kollektiven Wissen zugehörig. Dass Alice da schon als Kind war, und nun als Tennie nochmal reinpurzelt, ist ja ein intressanter Einfall, aber es wird recht wenig daraus gemacht. Bei mir baute sich keinerlei Spannung auf. Die Königin stellt keine ernsthafte Gefahr da, sie ist eher eine Witzfigur. Der Hutmacher verkommt von einem noch liebenswerten Freak in der Endschlacht zum austauschbaren Disney Helden, die Grinsekatze ist hübsch gemacht und taucht aber viel zu wenig auf, diese Endschlacht fand ich total platt und vorhersehbar, austauschbar mit allen erdenklichen Endschlachten die man schon in Fantasyfilmen gesehen hat.
Und das Ende ist grausig moralisch, und sorgte entgültig dafür dass ich betrübt den Kinosaal verliess.
Ich kritisiere sicher nicht Tim Burton dass er mit Disney kooperiert hat, und dadurch sicher mehr Möglichkeiten hatte als auch schon, und von seiner Handschrift ist schon was zu erkennen... Aber das Resultat hat mich nicht überzeugt, und nur als visuelles Feuerwerk zwischendurch unterhalten.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Anju am 16.08.2010 08:39.
|
|
16.08.2010 08:37 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Grimangel
Lebende Foren Legende


Dabei seit: 22.01.2009
Alter: 23
Beiträge: 1.645
Pet: Pinguine
Sammelalbum
Credits: 152
gekaufte Marken: 190
verdiente Marken: 333
 |
|
Ich hab ihn mir jetzt auch nachgeholt, ich fand ihn entöuschend. Störpunkt war definitiv die Story, ich fand sie einfach nur platt und langeweilig und an Substanz nicht viel hergibt. Der Anfang war noch recht gut, vom Eintritt ins Wunderland, bis hin zum Schrumpfen und Wachsen um die Tür zu durchqueren, bis hin zur Teerunde. Der ganze Kram mit der Prophezeiung und dem Erschlagen des Jabberwockys fand ich nicht umwerfend, es passte auch nicht wirklich zur Alice das man sie in eine Rüstung stopft und dann gegen so nen Drachen kämpfen lässt. Mich wunderts wo ich hier so lese, das der Jabberwocky in der Vorlage auch mit drin ist, kann aber auch hier nur schlecht rübergekommen sein, weils zu gehetzt war. Mir hätten ebend die Ereignisse aus dem Rückblick als sie noch klein war und schon mal im Wunderland war mehr gefallen als ein "Ritter muss fürchteinflößendes Ungeheuer besiegen"-Plott den man nur all zu gut kennt.
So seh ich das auch, ihr wurd ja aufgezwungen diesen Drachen zu besiegen und sie sollte sich doch eben nicht Gesellschaftlichenzwängen fügen und lieber das tun was ihr beliebt und was sie wirklich aus macht. Mit dem erschlagen des Drachen hat sie zwar Mut bewiesen, aber ich fände auch ne andere Option interressanter/kreativer. Nein aber vorallem nicht so stumpf. Sie musste ja dann schlussendlich auch nicht ihre neu gefundene Stärke so demonstrieren, das sie jedem auf dem Fest die Meinung geigt..
Dafür hätten sie etwas mehr Tiefe reinbringen können, irgendwie erschien mir alles ohne starke Konflikte.
Auch im Wunderland wars ja nicht so bedrohlich, weil die Antagonisten nicht ernst zunehmend waren, obwohl es alles auch düster aussah.
Mir haben die Grinsekatze und der durchgeknallte Märzhase am meisten gefallen, den Hutmacher fand ich auch in Ordnung (sein Aussehen war auch sehr ausgefallen) aber weils Johny Depp war wurd diesem zu viel Gewichtung gesetzt; eigentlich dürfte der ja nur so auf einer Ebene mit dem Märzhasen stehen. Die Grinsekatze kam leider auch so kurz, sie hätte ja auch den Part der Raupe übernehmen können.
Für paar Momente kam es mir sogar so vor als ob sich da ne Liebesgeschichte zwischen den Hutmacher und Alice anbahnt. Die rote Königin fand ich schrecklich, was sollte das mit dem riesen Kopf das war zu alienhaft und spielte die ROlle zu sehr runter. Weil ich ja letztens noch Sweeney Todd gesehen habe, muss ich sagen dass mir Helena Bonham Carter wesentlich besser als Mrs Lovett gefallen hat. Sowas wie diese merkwürdige Tanzeinlage von dem Hutmacher fand ich unnötig.
Von der Aufmachung haben sie alles richtig gemacht, sehr kreativ und mit liebe zum Detail, aber die Story war sehr dürftig und ließ dies vermissen.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Grimangel am 25.01.2012 18:56.
|
|
21.05.2011 14:27 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Katsu

Catgirl auf Abwegen
 

Dabei seit: 10.10.2007
Alter: 26
Beiträge: 412
Herkunft: Hamburg Pet: Ein
Sammelalbum
Credits: 159
gekaufte Marken: 6
verdiente Marken: 99
 |
|
Ich frage mich, wer da jetzt bei wem geklaut hat. Disney/Burton bei EA oder umgekehrt? Bei beiden wird Alice dargestellt als sei sie meschugge das sie von derartigem Kram träumt. Alice' Mum im Film verhält sich da nicht viel anders als der Arzt im Spiel.
Traurig aber wahr, das erklärt wirklich schon den ganzen Film. Der Herz-Bube hätte noch viel bösartiger sein können und nicht so einen seichten Abgang erleben dürfen. Der Bluthund ist zwar eine nette Idee gewesen aber irgendwie passte der nicht so wirklich dazu, gabs den eigentlich im Buch?
Helena Bonham Carter als rote Königin, Johnny Depp als Hutmacher und Anne Hathaway als machen den Film zu einem schauspielerischen und optischen Vergnügen. Das Burton gern mal stilistisch bei Erfolgserlebnissen klaut fällt sowohl beim Setting (Nightmare before Christmas) als auch beim schauspielern (Fluch der Karibik) auf. Denn mal ehrlich, dieses drogenhafte Verhalten der weißen Königin hat er doch definitv bei Jack Sparrow abgeguckt!
Einzelne Szenen wie die Schwertfindung und den Tanz des Hutmachers fand ich plump aber sie hätten auch nicht wirklich anders dargestellt werden können.
In ihrer Traumwelt ist dem auch so, war mir jedenfalls so. Wenn man sich im WWW umschaut findet man auch genügend Fanart zu dem Thema 
selbst die Disney-Leute die man bei deviantart findet, haben entsprechende Bilder in ihren Repertoires.
Die Wahl hatte sie doch am Schluss: Sie hätte bleiben können um mit dem Hutmacher zu leben, oder sie hätte zurückkehren können um sich dem realen Leben zu stellen und dort noch einmal zu entscheiden ob Sie ein Leben als Frau des Langweilers will oder aber ihrem Vater in seine Fussstapfen zu folgen.
Die Story ist einem Blockbuster gerecht sehr eingezwängt und bettelt nach Aufmerksamkeit die sie aber nicht bekommt weil man eher auf die optischen Reize des Films starrt.
Was mich aber am aller aller aller allermeisten angekotzt war: Er hat Humpty Dumpty weggelassen! Der gestiefelte Kater bekommt einen hässlichen Humpty Dumpty und Johnny Depp bekommt ihn nich. Das konnte auch die übelst geniale Grinsekatze nicht kompensieren. Nein das hat mich wirklich schwer enttäuscht.
Wir haben ihn mittlerweile auf DVD aber ich hab ihn mir noch nicht wieder angesehen. Auch wenn er wie gesagt optisch sehr ansprechend ist (ähnlich wie "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst, um mal ein Beispiel zu nennen) so konnte ich mich noch nicht wieder dazu hinreissen ihn mir nochmal anzuschauen. OK Johnny Depp als Hutmacher ist toll, ein tolles Charakterdesign, eine tolle Besetzung und ein tolles schauspielerisches Talent welches sich vor allem beim Nichtgeburtstagstee äussert.
Es ist ein guter Film, er ist solide und er hat mit Sicherheit ein paar Millionen Dollar in die Kassen gespült aber Tim Burton hat es zu sehr "verdisneyt"... es ist zu sehr auf Marketing und Effekte ausgelegt als das man verrückt-verdrehten Burton wirklich hätte erkennen können. Er mag sich zwar beim Design ausgetobt haben aber die Story ist zu mau um das wieder raus zu holen. Oh Gott und solche Worte von mir als eingefleischter Burton-Fan
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Nachts sind alle Katzen grau...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Katsu am 25.01.2012 13:05.
|
|
24.01.2012 17:23 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Grimangel
Lebende Foren Legende


Dabei seit: 22.01.2009
Alter: 23
Beiträge: 1.645
Pet: Pinguine
Sammelalbum
Credits: 152
gekaufte Marken: 190
verdiente Marken: 333
 |
|
Den ersten Teil von dem Game gabs doch schon 2000, aber ich glaub auch nicht das es das erste mal ist das Alice in Wunderland in einem düsteren Gewand gezeigt wurde, bei den vielen Umsetzungen. Im Spiel find ich es auch ne ecke düsterer und krankhafter. Vll hat Burton auch nichts abgeschaut und sondern einfach seinen eigenen Stil miteinverarbeitet.
Gut wenn man schon wonderful Wonderland anschaut, aber hier springt es auch ins Auge, weil man hier eine Alice mit 19 Jahren vor sich hat, als Kind merkt man durch ihre Unschuld nicht ansatzweise soetwas. Also ihr geht auch viel mehr um ihre Fantasie und aus der Langeweile ausbrechen, als um solche Gefühle. Und der Hutmacher hat eben ein ulkigeres Aussehen (zumindest in der disney darstellung) vondaher kann da nichts laufen 
Aber natürlich braucht man für jeden Film eine Liebesgeschichte egal ob es nun sich darum drehen soll oder es nebenläufig angedeutet wird. Naja viel Raum wird wiederum nicht dem geboten und da Alice hier noch die Heldfigur spielt (oh gott sah sie scheiße aus in der Rüstung) können diese Züge erst Recht nicht gut zur Geltung kommen.
Stimmt den gab es nicht, der wurde als Gegengewicht zur Grinsekatze eingebaut. Noch so interessante Fakten, wie z.B. dass sich die Herzkönigin nicht ins Gesicht fassen durfte, sonst wären diese mitvergrößert worden (und ich dachte der wurde draufgestülpt) gibt es hier auf dieser Seite
Genauso dem würde ich es auch formulieren, es it wunderbar umgesetzt, jedoch fehlt dem mehr das Etwas was vermittelt werden sollen, aber die optischen Aspekte sollen das ausbügeln.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
25.01.2012 19:01 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Centaurea

Kaiser

Dabei seit: 05.10.2008
Alter: 26
Beiträge: 1.361
Herkunft: Deutschland Pet: Hakuryuu
Sammelalbum
Credits: 703
gekaufte Marken: 74
verdiente Marken: 693
 |
|
Der Anfang des Films gefiel mir wirklich gut, zu sehen wie Alice alles im Wunderland erkundet, mochte ich sehr. Die Welt hat mir einfach ein Gefühl von Wunderland vermittelt, auch wenn alles bis zum Schluss sehr düster war. Und die Grinsekatze, oh die hätt ich knuddeln können. Das ist das erste Mal, dass eine Grinsekatze genau meine Vorstellungen entsprach. Auch die Raupe fand ich toll und die sprechenden Tiere ganz im allgemeinen *schwärm*Mehr Auftritte hätten nicht geschadet, ich war aber gleichzeitig überrascht, wie oft sie auftauchte. Was mir wirklich gefiel war, dass die Katze so nebulös war, im wahrsten Sinne des Wortes 
Wie sie sich auflöste war wirklich schön anzusehen.
Absolum (die Raupe) gefiel mir, weil er sich so unklar ausdrückte und die anderen Tiere... Das Pferd war so geil, als es sich zum Reiter umdreht und sagt "Hunden kann man so leicht was vom Pferd erzählen"

Ja, da hat man mich erwischt, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet
Ich finde es toll, weil es mMn mal ein anderer Ansatz ist, der mir noch nicht unterkam. Und ich fand es schon gut umgesetzt, bis zu dem Moment, wo der Film zu einem klassischen Heldenfilm wird. Alice ist eben keine normale Heldin, beim ersten Besuch flüchtet sie vor der Herzkönigin (als Kind irgendwie schon ganz klar) und das sie sich entschließt zu kämpfen, fand ich auch für diese Alice unpassend. Die ganze Zeit sagt sie, sie kann nicht gegen diesen Drachen kämpfen, das wäre nicht sie und dann köpft sie ihn sogar? Und dieser Schwachsinn, dass das Schwert einen eigenen Willen hätte, hätte man auch lassen können 
Hätte man das nicht vorher erwähnt und hätte der Drache das Schwert nicht als seinen Erzfeind bezeichnet (lol?), wäre das überhaupt nicht ersichtlich gewesen. Also warum? Am Anfang fand ich das noch lustig, am Ende hatte ich einfach nur noch das Gefühl, der Film hätte den einzigen Zweck Alice in möglichst vielen Kostümen zu zeigen. Als müsste sie schaulaufen, das fand ich nervig. Aber ich versuche mich mit dem Gedanken zu trösten, dass es wohl als Parodie auf Filme zu verstehen ist, wo die Kleider wundersamerweise mitwachsen. Vielleicht gefiel der Schauspielerin ja auch nur dieser himmelblaue "Traum" vom Anfang nicht
Ich mag Johnny Depp in vielen Rollen, aber nicht in dieser. Ich kann dir da nur zustimmen, ihm wurde viel zu viel Gewicht beigemessen und die verrückte Seite des Charakters ging mMn total unter. Vielleicht lag es auch an diesen komisch großen Augen, mit denen ich mich so gar nicht anfreunden konnte. Dadurch ging so viel Mimik unter, dass war einfach nur bedauernswert. Und dass er das Mienenspiel beherrscht, hat er ja bereits bewiesen. Ach ehrlich, ich hab beim Hutmacher wesentlich mehr Elemente des Jack Sparrow entdeckt als bei ihr *lach* Ich fand nur dieses schwarz im Gesicht so merkwürdig, die Brauen sprangen mich an, die Augen sahen so aus, als wäre sie ein Junkie und die Nägel sind sowas von Königin-unwürdig, dass es mich geschüttelt hat. Und dieses komische Gebräu, dass sie zusammenmischt ist so widerlich. Igitt.
Und der Endkampf ist doch ein Witz. Ich kenne das Buch nicht, weiß also nicht ob dieser Schwesternkonflikt original ist. Aber dämlich fand ich es trotzdem. Eine Hand voll Soldaten kämpft gegeneinander und der Hutmacher gegen einen Soldaten. Das habe ich mir übrigens auf der Zunge zergehen lassen. Der verrückte Hutmacher, der hier nicht verrückt ist, kämpft und gewinnt natürlich gegen einen gestandenen Soldaten, der bereits Angst und Schrecken verbreitete, als der Hutmacher noch friedlich bei seiner Königin lebte. Aaaha. Warum hat sich dieser Soldat noch gleich seiner roten Königin angeschlossen, wo er sie doch so sehr hasst?
Ich halt da nichts von, merkt man glaube ich auch 
Zum Kampf gegen den Drachen sage ich mal nichts mehr, sonst werd ich nicht mehr fertig.
Als ich ihr WWW gelesen habe, dachte ich auch sofort an Wonderful Wonder World, aber ich glaube sie meint hier eher das World Wide Web. Zumindest da sie gleich danach von deviantart spricht, das ich in WonderWorld noch nicht gefunden habe 
Aber tröste dich, du bist mit dieser Assoziation nicht allein, sie bietet sich an
Zur Beziehung zwischen Hutmacher und Alice: Die ist für mich nicht existent. Sie mögen einander, sie sind meinetwegen auch Freunde, aber Liebe? No way.
Übrigens gefiel mir in der realen Welt dann, dass Absolum als Schmetterling noch einen kleinen Auftritt spendiert bekam und Alice ihn diesmal nicht vergessen hatte. Ansonsten kann ich aber auch nichts wirklich positives sagen. Also, der Name Johnny Depp hat hier definitiv zu viel Gewicht bekommen und ab der Hälfte, also eigentlich ab seinem Auftritt, gefällt mir der Film nicht mehr so gut. Das stößt mir besonders sauer auf, wo man doch vorher wunderbar gesehen hat, dass es auch so funktioniert.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
"Man sagt zwar, man schwebt auf Wolken wenn man glücklich ist, aber reisen kann man auf den Dingern nicht."
Anne Shirley in Anne mit den roten Haaren
|
|
05.05.2012 08:27 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
hagi
浪人

Dabei seit: 08.10.2010
Alter: 20
Beiträge: 1.237
Herkunft: Baden-Württemberg Pet: Navi
Sammelalbum
Credits: 3
gekaufte Marken: 136
verdiente Marken: 113
 |
|
Ich wollte mir den Film ja schon lange einmal anschauen, bin aber nie dazu gekommen und als er dann gestern im Fernsehen gelaufen ist, hab ich die Chance genutzt und ihn mir angeschaut. Alice im Wunderland ist wohl für jeden ein Begriff und es dürfte nicht sehr viele geben, die die Disney-Zeichentrickverfilmung noch nicht gesehen haben, oder…? Von daher lag auch die Hürde für diesen Film extrem hoch, da Alice im Wunderland in meinen Augen einer der besten Zeichentrickfilme ist, die Disney je hervorgebracht hat. Ok, ich hab jetzt nicht wirklich erwartet, dass die Realverfilmung da auch nur ansatzweise herankommt, aber mich hat es dann doch positiv überrascht, dass mir der Film dann doch ganz gut gefallen hat, auch wenn er natürlich kein Vergleich zum Zeichentrickklassiker von 1951 ist.
Also das würde ich jetzt nicht ganz so sagen. Ist zwar schon ein bisschen her seit ich den Disney-Zeichentrickfilm gesehen habe (ich glaub er hält sich sehr genau ans Original) und das Buch hab ich soweit ich mich erinnern kann, in meiner Kindheit auch mal vorgelesen bekommen und da waren dann doch einige Dinge anders. Angefangen damit, dass der Film von Tim Burton eine zweite Reise einer älteren Alice ins Wunderland beschreibt. Der Anfang ist da dann noch ähnlich wie beim Kinderbuch von Lewis Carroll, aber nach dem Treffen zwischen Alice und dem Hutmacher entwickelt sich der Film in eine ganz andere Richtung…und leider tauchen dann immer häufiger Schwächen auf.
Aber zu Beginn fand ich den Film überraschend gut. Klar, den Charme des Zeichentrickklassikers kann Burton nicht erreichen, was aber auch schon vorab zu erwarten war. Zum Glück versucht Burton das gar nicht erst, sondern will dem Film stattdessen seine ganz eigene Note mit auf den Weg geben, was ihm auch ziemlich gut gelingt. Der Film ist eine interessante Mischung aus einer größtenteils düsteren Grundstimmung, vielen witzigen Momenten und extrem skurrilen Figuren. Diese Mischung sorgt dafür, dass der Film die meiste Zeit beste Unterhaltung serviert. Hinzu kommen dann noch die absolut genialen Bilder und der klasse Soundtrack und heraus kommt ein erstklassiger Blockbuster. Schon die Bilder alleine hätten eigentlich gereicht mich zu begeistern, aber zum Glück hat es Burton nicht dabei belassen, sondern auch noch eine sehr interessante, wenn auch leider bei leibe nicht fehlerfreie Story geliefert.
Der Anfang mit der Party auf der Alice von dem komischen Baron einen Antrag bekommen hat, fand ich ziemlich gelungen. Die ganze Veranstaltung ist ja eine herrliche Persiflage auf die gehobene, britische Gesellschaft des 18. Jh. Ich musste fast die ganze Zeit überlachen und finde es bemerkenswert mit wie viel Witz Burton das Ganze inszeniert hat.Leider fehlt dieser nach Alice Rückkehr am Ende völlig. Plötzlich ist die schüchterne Alice eine Vollblutemanze, die allen die Meinung sagt und wie aus heiterem Himmel den kompletten wirtschaftlichen Durchblick hat und sich unvermittelt ins Wirtschaftsleben stürzt. Sorry, aber das ist schlicht und ergreifend Humbug! Zum einen wirkt das Ganze ziemlich lachhaft, wenn man ich den historischen Hintergrund betrachtet und auch wirkt diese Hundertachtziggradwandlung von Alice extrem unglaubwürdig.
Die Reise von Alice ins Wunderland durch den Kaninchenbau hat mir auch sehr gut gefallen und vor allem der Sturz nach unten wurde mit einer sehr schönen Kamerafahrt umgesetzt. Das Wunderland an sich fand ich dann sehr gut gestaltet. Es war aber deutlich düsterer als man es aufgrund der Vorlage erwarten durfte, aber schließlich hat ja auch Tim Burton Regie geführt
Die Welt an sich ist super spannend und es gibt ständig, etwas Neues zu entdecken und besonders durch die erstklassigen Effekte wirkt die Welt sehr plastisch. Aber was den eigentlichen Charme des Wunderlandes ausmacht sind seine Bewohner, von denen einer so schrill und durch geknallt ist wie der andere ^^ Also meine Lieblingsfigur ist ja so ein bisschen die Grinsekatze. Ich finde sie einfach phänomenal getroffen. Mich hat es sehr gefreut, dass man sich hier so eng an die Zeichnungen von John Tenniel gehalten hat.Zum Vergleich mal:
 Aber mein heimlicher Favorit ist dann vielleicht doch der verrückte Hase aus der Teegesellschaft des Hutmachers. Für mich ist er zusammen mit der Grinsekatze die sympathischste Figur des Films. Und witzig ist er ja auch ohne Ende ^^Am besten fand ich, als er am Tisch gesessen ist, die Tasse hochgehoben hat und dann ganz verwundert "Tasse!" gesagt hat. Da konnte ich mich vor Lachen nicht mehr halten 
Das ist zwar Humor der einfachsten Sorte, aber in der Situation war das absolut genial!
Auch den Hutmacher muss ich natürlich erwähnen. Er wird natürlich von Johnny Depp super auf die Leinwand gebracht. Zwar ist das jetzt beileibe nicht die beste Rolle von Johnny Depp, aber er passt trotzdem wie die Faust aufs Auge. Schon alleine sein Tanz am Ende ist legendär
Das Problem ist aber, dass er insgesamt zu dominant ist und die Alice-Darstellerin Mia Wasikoska gnadenlos an die Wand spielt. Eigentlich müsste ja sie die zentrale Figur des Filmes sein und herausstechen, aber das Funktioniert leider gar nicht, was ich ziemlich schade fand.
Ich war mir ja erst gar nicht sicher ob sie vielleicht nicht absichtlich ein solch skurriles Bild abgeben will, aber je weiter der Film vorangeschritten ist, desto klarer wurde es dann, dass dies so nicht beabsichtigt war. Klar, lustig fand ich die Figur (und vor allem die Art und Weise wie Anne Hathaway sie verkörpert hat) dann trotzdem, aber eben unfreiwillig komisch und das sollte in solch einem Film dann auch nicht passieren, da stimm ich dir zu.
Nun aber mal zum Grundaufbau des Films: Hier haben wir mal wieder den typischen Gut gegen Böse-Konflikt. An sich muss das jetzt nicht zwingend ein Minuspunkt sein, aber wenn man einen Film so anlegt, dann muss man ein paar Grundregeln beachten.Genau so hab ich es auch empfunden. Sobald klar wurde, dass sich Alice zu einer klassischen Heldin entwickeln wird, war das Ende bei mir eigentlich schon untendurch. Alice ist nun mal keine klassische Heldin und genau das war es ja auch, was den Reiz an ihrer Figur die ganze Zeit ausgemacht hat. So hat sie sich dann grässlich in der Rolle gebissen. Und die Krönung war dann noch, als sie auf einmal in dieser komischen Rüstung herumgerannt ist. Wenn sie in dem Aufzug Jeanne d’Arc verkörpert hätte, hätte ich sie vermutlich für den Oskar vorgeschlagen, aber so wirkte sie leider unfreiwillig komisch und als sie dann noch einen auf Erzengel Michael machen durfte und den Drachen zur Strecke gebracht hat… 
Sorry, her Burton aber das ist leider viel zu wenig, für ein würdiges Finale! Ziemlich schade, da der Film ja ansonsten erstklassig ist.
Die Verfilmung von Tim Burton des Klassikers Alice im Wunderland kommt, wie nicht anders zu erwarten, nicht an den Disneyklassiker heran. Trotzdem kann der Film aufgrund der erstklassigen Effekte und der Liebevoll gestalteten Figuren Punkten. Außerdem zieht der Film auch noch viele kleinere parallelen zur Literaturvorlage. Wie z.B. den Törtchendiebstahl einer Froschwache, der im Original eigentlich dem Herzbuben zur Last gelegt wird. Der Film hat daher auch sehr viel Potential, beginnt auch sehr stark, aber gegen Ende wird es dann leider ein bisschen holprig. Trotzdem hat der Film Klasse und ist vor allem Optisch ein Erlebnis (auch wenn ich mir jetzt nicht wirklich vorstellen kann, dass der Film in 3D wirklich was hermacht). Aber ein Familienfilm ist er eindeutig nicht, da die Stimmung doch sehr düster ist und es auch hin und wieder mal rabiater zugeht.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
Vertraue Gott, aber binde zuerst dein Kamel fest.
-arabisches Sprichwort-
|
|
18.05.2012 14:22 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
lone-tiger
Reinkarnation Garfields
  

Dabei seit: 09.03.2010
Alter: 23
Beiträge: 730
Herkunft: Rheinland-Pfalz Pet: Artemis
Sammelalbum
Credits: 43
gekaufte Marken: 54
verdiente Marken: 21
 |
|
Im Kino habe ich ihn nicht gesehen, nur auf dem heimischen TV-Gerät - also ohne 3D und überteuerte Preise.
Das Disney Original habe ich nur noch schwach in Erinnerung, aber die Geschichte an sich kenne ich. Auch wenn ich das Buch nie gelesen habe (Asche auf mein Haupt...).
Ich konnte mir denken, dass der Film eher eine "Erwachsenen-Version" ist, aber das es manchmal so deftig abgeht, hätte ich nicht gedacht.
Die Sache mit dem Auge war schon... in Ermangelung eines besseren Ausdruckes, bäh. Natürlich gut von den Tricks her, aber grenzwertig für kleine Kinder.
Und am Ende wird der Drache enthauptet, was auch etwas brutal ist.
Nicht falsch verstehen, ich störe mich daran nicht, aber ich hatte nicht gedacht, dass der Film so erwachsen ist.
Die Story war nett, aber wirklich herausgehauen hat den Film in meinen Augen die Effekte und der Sondtrack, natürlich auch die Figuren, davon lebt ein Film ja. Aber an sich ist es wie eine wunderschöne Praline, die - entgegen aller Vermutungen - "nur" mit Nougat statt Marzipan gefüllt ist. Etwas enttäuschend, aber dennoch gut.
Die Figuren waren der Knaller, auch deren Besetzung. Bonham Carter und Depp waren ideal für ihre Rollen, über Hathaway kann ich nicht so viel sagen, da mir ihre Figur an sich nicht gefiel. Wie schon erwähnt kenne ich das Original nicht mehr so genau, also sagte mir auch die weiße Königin nichts. Als sie im Film aber beschrieben wurde, stellte ich mir eine wirkliche Schönheit vor mit Eleganz und Würde und allem Drum und Dran. Und ich bekam... das.
Der Hutmacher erschreckte mich zu Beginn und ich finde es verwunderlich, dass Alice so schnel Vertrauen zu ihm fasst. Aber gut, es ist ein Märchen. Und sie war ja schonmal da.
Die Königin war die Lachnummer schlechthin. Herrlich böse (Kaviar), aber auch schrecklich romantisch.
Enttäuscht war ich etwas von der Grinsekatze (die wurde, glaube ich, nur "Grins" genannt?), da sie doch relativ selten auftauchte. Das war für mich der Hauptgrund, den Film zu sehen.
Dennoch mag ich die Figur - der sarkastische Beobacher, der sich aus Allem raushält, aber überall seinen Senf dazugibt. Hach ja, ich liebe es, wenn ich in einem Film vertreten bin.
Alices Reise erinnerte auch ein wenig an einen Selbstfindungstrip, immerhin hatte sie in ihrem "wirklichen" Leben allerhand Probleme:
Sie wusste, dass ihr Schwester betrogen wurde von ihrem Ehemann. Und sie selbst sollte einen nicht gerade sympathischen Mann heiraten.
Die Effekte und Computer-Animationen fand ich ganz gut und auch, dass Alice ohne Kleider schrumpfte bzw. wuchs, war "realistisch" (auch wenn ihr Unterkleid öfter mal die Strapazen mitmachte).
Der Endkampf war ganz großes Kino, wenn auch etwas überzogen. Aber bei Burton gehe ich mal davon aus, das das schon an Absicht grenzte.
Gut fand ich ihre Aifzählung von den 6 unmöglichen Dingen, and die ihr Vater morgens immer dachte. Die Bestrafung der roten Königin und ihres Dieners war göttlich.
Und auch als Alice wieder an die Oberfläche kam, den Heiratsantrag ablehnte und sofort mit dem Fast-Schwiegervater neue Handelsrouten austüftelte war gut. Sie ist erwachsen geworden und fähig, über ihr eigenes Leben zu bestimmen. Abseits jeder Prophezeihung.
Ein bunter, trotzdem dunkler (Kinder-)Film mit einer Alice zwischen Kindheit und Erwachsensein. Einmal anschauen ist okay, man wird gut unterhalten, aber für ein zweites Mal überlegt man es sich.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
In diesem Sinne, schönen Tag noch.
Que sera, sera
The optimist proclaims that we live in the best of all possible worlds; and the pessimist fears this is true. - James Branch Cabell
Faszinierend was man alles kann, wenn man nicht weiß, dass man es nicht kann. - Garfield
Das Paradies verdient, wer seine Freunde zum Lachen bringt. - Koran
Worte überzeugen durch Inhalt - nicht durch Lautstärke.
Some important people are unknown; some known people unimportant. - Rue McClanahan
|
|
04.06.2012 11:06 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Venedig

Oh! No Goddess
 

Dabei seit: 21.04.2010
Alter: 26
Beiträge: 260
Pet: Pinguine
Sammelalbum
Credits: 58
gekaufte Marken: 25
verdiente Marken: 41
 |
|
Ich habe mir den Film mittlerweile zweimal angesehen und bin immer noch so furchtbar enttäuscht wie beim ersten Mal. Auf die Schnippsel, die sie aus dem Buch genommen haben (inklusive des Bildes der Prophezeiung) möchte ich gar nicht mal so sehr eingehen, weil der Film dann doch weitestgehend eigentständig war und nur einige alte Elemente um des Wiedererkennungswerts genommen hat, wie mir scheint.
Der Film wurde als 3D-Film konzipiert und war auch der erste, den ich gesehen habe. Ich fand die Effekte jetzt nicht so interessant. Es wirkte ehe wie bei den Wackelkarten. Die Welt an sich ist entsprechend der Natur in ein eher düsteres Licht getaucht und erinnert mich zeitweise an den Herrn der Ringe (der Fluss mit dem Köpfen), ohne aber dieselbe Imposanz zu besitzen. Bei manchen Charakteren (die Karten, die Maus, der Bube) brauchte ich eine Weile, um sie optisch (und bei der Maus hinsichtlich ihres Charakters, der komplett entgegengesetzt zum Original ist) wiederzuerkennen.
Plot
Der Plot war ein zweischneidiges Schwert. Ich fand, dass die Rote Königin dem Film die meiste Spannung verliehen hat, aber ansonsten war die Geschichte sehr vorhersehbar. Ich bin mir nicht sicher, ob die Verwischung von Gut und Böse Absicht war. Wenn ja, dann haben sie das gut gemacht, wenn nicht, sind ihre Ansichten eher seltsam. Auf jeden Fall ist die Message des Films bzw. deren Verpackung eher dubios.
Alice ist eine junge Frau muss sich also entscheiden, ob sie den Lord heiratet oder nicht. Im Wunderland bekommt sie Bedenktzeit dafür und nachdem sie sich in dem Wunderland von den anderen Figuren durch Abenteuer hat jagen und herumkommandieren lassen… …was irgendwie der vermeintlichen Grundaussage des Films zuwiderläuft, entscheidet sie sich, nicht zu heiraten, weil der Typ ihr unangenehm ist, und schiebt dann auch noch so einen hässlichen, oberflächlichen Kommentar hinterher (wegen der Magenprobleme, die der Mann hat). Am Ende geht sie auf Reisen und setzt die Arbeit ihres Vaters als Händlerin fort.
Die haben also eine Moral („Gehe deinen eigenen Weg!“) und zeigen das genaue Gegenteil. Nur weil die Weiße Königing "gut" ist, was ich arg bezweifle, ist es okay, vollkommen gegen seine Prinzipien zu handeln. Denn Alice meinte, sie würde niemals ein anderes Lebewesen töten, selbst wenn sie müsste. Was macht sie am Ende? Köpft den Jabberwocky und fügt sich der Prophezeihung. Diese Diskrepanz fand ich doch eher seltsam.
Charaktere
Die sind vorwiegend furchtbar. Was mich am allermeisten gestört hat, war der mangelnden Nonsense in der Geschichte und dass sich die Figuren im Wunderland vorwiegend nicht verrückt waren – es sei denn man hält es für verrückt, dass ein paar alberne Witzchen gerissen und random ein paar zusammenhanglose Dinge genannt werden (wie der Märzhase, der seine Tasse ansieht und verblüfft „Tasse!“ sagt).
Alice ist, wie oben schon angemerkt, ein eher seichtes Mädchen. Sie lässt alles mit sich machen, nur am Ende des Films nicht. Offenbar hat sie in den Gegnern im Wunderland die Gegner im echten Leben gesehen und womöglich könnte es man damit erklären, wie sie sich verhalten hat, allerdings hat sie sich letztlich doch gefügt und nichts hinterfragt. Ich finde, dass die Weiße Königing – die vermeintlich Gute – die schlimmste Person von allen war. Ich gebe zu, dass ich die Schauspielerin und ihre Zensurbalkenaugenbrauen nicht besonders leiden kann, aber die Figur an sich war wirklich grausam.
Die weiße Königin ist eiskalt und enorm affektiert. Sie hat geschworen, dass sie niemanden tötet, also lässt sie die Drecksarbeit andere (Alice) machen. Und die Strafe für ihre Schwester war der erbarmunglose Bündelung ihrer Gemeinheit. Die Weiße hat die Rote verbannt, okay, das ist einzusehen, aber sie hat darüber hinaus verordnet, dass niemand mehr ihr Freund und Helfer sein darf. Die Rote Königin ist auf diese Weise ihr Leben lang bestraft und wird so wahrscheinlich langsam zugrund gehen wird. Darüberhinaus sie hat die Rote Königin an den Herzbuben gekettet, in den die Rote Königin verliebt ist, der sie aber hasst, wie er es schließlich offenbart. Was soll ich dazu noch sagen?
Die Rote Königin ist die ältere Schwester und beansprucht dadurch den Thron für sich – ob das rechtmäßg ist, erfahren wir nicht. Sie ist eifersüchtig auf ihre Schwester, weil diese schöner und beliebter ist, während sie selbst mit der Deformierung ihres Kopfes dem Spott ausgesetzt ist. Ihre Freunde waren alles nur Schleimer und Günstlinge (obwohl ich es nicht für unwahrscheinlich halte, dass es bei der Weißen ebenso ist), die sich künstlich entstellten, um die Sympathien der Roten Königin zu erlangen. Sie flüsterten ihr ein, es wäre besser, gefürchtet als geliebt zu werden. Die Rote Königin tötet alle, von denen sie glaubt, sie wären Verräter oder Abtrünnige. Das ist auch sehr grausam, aber ihre Motive sind verständlich – nicht zu rechtfertigen, aber nachvollziehbar. Die Grausamkeit der Weißen Königin hingegen, der alles in den Schoß fällt, ist mir ein Rätsel.
Und ich frage mich, was die Moral der Geschichte ist, wenn die Schurken hässlich, die Guten schön sind, aber beide verwerflich handeln, wobei die Gute sich bewusst für ihre Taten entscheidet, während die Schlechte durch ihr geringes Selbstbewusstsein und eine schlechtes Umfeld in ihre Rolle geraten ist.
Die Schauspieler als solche waren aber in Ordnung. Was mich nur störte war der Ruf der Roten Königin („Ab mit dem Kopf!“). Ich weiß nicht, ob es an der Synchronstimme lag, aber dieser Ruf hatte keine besonders beeindruckende Wirkung auf mich, sondern klingt eher wie „Die Rechnung, bitte!“.
| ------------------------------------------------------------------------------------- |
|
|
04.06.2012 13:48 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
All Styles, Pet Hack, Index, Galerie & Sammelalbum © by Digital Nippon, 2004-2013
|
|