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Oldboy  
Mewi
N.I.B




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Oldboy   




[CENTER]Ich bin hier eingesperrt. Wieso? Warum? Wielange?
Wann lassen sie mich raus und wieso bin ich in diesem Loch?
Erinnerungen stockten, Der Kopf brannte.
Ob es leichter für mich gewesen wäre, wenn sie mir gesagt hätten dass es 15 Jahren sein würden?[/CENTER]


Oldboy, ein Film vom koreanischen Regisseur Chan-Wook Park, basierend auf einem 8-bändigen japanischen Manga von Tsuchiya Garon.

Oh Dae-Su war 15 Jahre lang eingesperrt, ohne zu wissen wieso und wielange.
Das Zimmer scheint kalt, leblos und ohne ein Fenster. Einer der wenigen Sachen die er hat ist ein Fernseher und sein täglich Essen. Das Gas bleibt ihm immer in Erinnerung, jedoch nicht was in der Zeit passiert als er schläft. Er fragt sich wer der kranke Mann ist der all das zu verantworten hat, wer ihm sowas nur antun kann? Jahre vergehen fast ohne ein Wort zu hören, zu sprechen. Doch nach 15 Jahren findet er sich endlich in der Freiheit wieder, auf einem Dach eines Hauses wieder einmal ohne zu wissen wie, wieso und warum. Ein Racheakt beginnt, 5 Tage ohne den Mann umzubringen der alle Antworten weiß. 5 Tage absurde Suche nach der Wahrheit. 5 Tage enden im Schnee der wahren Liebe?


[CENTER]Lache, und die Welt lacht mit dir.
Weine und du weinst allein..
[/CENTER]


Nunja, ein Film der für manche Leute sicher mehr als nur geschmacklos ist. Jedenfalls wenn man ihn komplett gesehen hat. Ein Film der in manchen Sachen sicherlich bei vielen Leute die Grenze des Guten Geschmacks weit übeschreitet. Aber gerade das macht den Film auch wieder zu etwas sehr genialem.
Noch eine kleine Rezension von Amazon, die ich als sehr gut empfand.

Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner „Freilassung“ lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. [...]

Zudem hat der Film einen sehr genialen Soundtrack, und Soundtracks fallen mir bei Filmen irgendwie ziemlich selten auf. ^^;
Nunja, für mich ist sicher einer der Besten Filme die ich je gesehen habe, da besteht kein Zweifel. Ein Film genau nach meinem Geschmack, und immerhin kann er auch behaupten zu einer der wenigen Filme zu gehören die mich auch zum weinen gebracht haben. Man ist sicher auch noch Stundenlang nach dem Ende nur damit beschäftigt, denn diese Bilder bleiben irgendwie einfach als Schock-Momente im Kopf zurück.

Mich würde auch sehr der Manga dazu interessieren, aber ich bezweifle dass er schon irgendwie übersetzt wurde. Leider.

Die deutsche DVD wird übrigens am 3. März in einer normalen und einer 2 DVD Special Edition erscheinen. Es gibt auch noch eine ziemlich streng limitierte koreanische 4-DVD Box.

Nun, schaut ihn euch an.. und sagt was dazu.

[Edit: Übrigens sind die Remake-Rechte schon an irgendwo in den USA verkauft -.-']

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hide y:our tears
;



Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Mewi am 01.07.2009 19:27.

26.01.2005 19:49
-Alu-
mr. b0nginski




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RE: Oldboy   

Zitat

Original von Mewi
[Edit: Übrigens sind die Remake-Rechte schon an irgendwo in den USA verkauft -.-']

Schlimm sowas. Ich bin dafür, dass man den Amis verbietet Remakes von asiatischen Filmen zu machen. Nicht nur, dass The Ring verglichen mit dem Original und dem Roman komplett für'n Arsch ist, kommt jetzt auch noch ein grottigenschlechtes Remake zu The Grudge - meinem Lieblingshorror x_x Und dann auch noch Old Boy, meine Herren...

Aber genug des Ärgers, kommen wir zum Thema: Nachdem ich durch den Thread hier auf den Streifen aufmerksam geworden bin, hab ich ihn mir besorgt und kam heute endlich dazu ihn zu sehen.
Und ich muss sagen, dass der Film mir wieder klar vor Augen führt, dass asiatische Filme immer noch die besten sind. Vom Anfang bis zum Ende ergreifende Bilder, eine undurchsichtige aber spannende Handlung und ein Hauptdarsteller, der irgendwie zu keinem Zeitpunkt aus seiner Orientierungslosigkeit herauskommt. Die ganze Aufmachung des Films und die verstrickte Story waren zu Beginn etwas ungewöhnlich aber sie hinterlassen am Ende tief sitzende Eindrücke (ob positiv oder negativ hängt vom Zuschauer ab). Deshalb hat es mir anfangs noch nicht in dem Maße gefallen wie am Ende, weil man doch etwas unvermittelt in das Geschehen geworfen wird und erst ab der Mitte weiß, was abgeht. Nichtsdestotrotz gehen die vermittelten Bilder zu Beginn seiner "Inhaftierung" echt unter die Haut, besonders weil sie durch den so ruhig und eindringlich sprechenden Protagonisten beschrieben werden. Das Ende ist auch total genial; überraschend, emotional und schockierend zugleich - so muss das sein :D

Was die Sache mit der Geschmacklosigkeit angeht, so würde ich das als nicht ganz so schlimm einschätzen. Zumal die ganzen wirklich ekeligen Szenen nicht explizit in der Nahaufnahme oder ähnlich dargestellt werden. Da gibt es weitaus schlimmeres ;p
So oder so ist der Film aber ein sehr geiles Teil. Ich schließe mich Mewi in allen Punkten an und kann ihn auch jedem wärmstens ans Herz legen =D
14.02.2005 01:03
Lucie lee
Die Strahlende




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Buh Buh ^^

Ich hab den Film knapp etwas über nem Jahr mal gesehen und ich fand ihn wirklich gut gemacht! Zunächst jahrelange Gefangenschaft, ohne zu wissen warum ist mit großer Sicherheit schon dramatik pur aber dann auch noch einfach so von heute auf morgen wieder draußen leben zu müssen und keine Ahnung zu haben, was einen erwartet ist schrecklich ... ich wäre am liebsten direkt losgesprungen und hätte ihn mir im nächsten Laden gekauft ... der Film ist toll vom Aufbau her auch wenn das mit den 15 Jahren doch schon relativ krass ist ...

Das Ende ist Wahnsinn - im wahrstensinne des Wortes .... sowas zwingt jeden in die Knie!

Zwischendurch fand ich ihn eher etwas langweilig ... es war nicht wirklich etwas passiert an einigen Stellen ... es kam einem vor wie normaler Alltag ... ich glaube das packenste am ganzen Film war die Anfangsszene und die Auflösung aller Fragen am Ende ... das war eben dieser Kontrast warum hat man ihn eingesperrt?! ...

8 von 10 Geschenken

4,0

~Lucie lee~

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Der Tod dauert das ganze Leben und hört auf sobald er eintritt!

Am Tag der Geburt fängt man an zu sterben!



02.11.2006 16:12
Misato
Satan's Mistress




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DVD ist da, Film konnte endlich in Ruhe genossen werden (ich erinnere mich dunkel daran, dass ich beim ersten Sehen massivst durchs Telefon belästigt wurde, ist eh schon länger her).

Ich finde noch immer, dass der Film die Lobeshymnen verdient hat. Alles ist so wunderbar extrem dargestellt, aber nie völlig übertrieben. Diese Geschichte und die Ereignisse also in einem glaubhaften Rahmen auszubalancieren verlangt eine Menge und es ist einfach vorzüglich gelungen. Aus totaler Lesefaulheit gab ich mir nun die deutsche Synchro und ich finde sie wirklich sehr gelungen, es liegen tatsächlich eine Menge Emotionen in den Stimmen und trotz Abweichungen zu den Originalstimmen, passen sie doch zu den Charakteren. Respekt also hier ans deutsche Team.

Die Geschichte ist zu einem gewissen Teil simpel, zum anderen brilliant. 15 Jahre Gefangenschaft. Durch den Fernseher muss man betonen, dass es nicht um Isolation geht und ich finde es sehr schön eingearbeitet, wie Dae-su sich daher auch noch immer in der Welt zurecht findet. In 15 Jahren passiert schließlich eine Menge. Allerdings finde ich noch immer, dass der Film ruhig 5-10min mehr für diesen Zeitraum hätte beanspruchen können. Dem Zuschauer wird zwar schon deutlich gemacht, dass diese Zeit vergeht, aber man muss sich sehr drauf einlassen, um das auch zu spüren. Dafür wartet der Film mit vielen wunderbaren Details auf, die man erst nach und nach aufnehmen kann.
Was mir sehr gefiel ist, dass die Charaktere ihre Gewalt ausleben, die Kamera aber nicht bis zum äußersten draufgehalten werden muss. Aber wie im Film selbst gesagt - die Fantasie. Die Fantasie dabei!!

Spoiler

Daher schlägt der Moment, wenn Dae-Su sich die Zunge abschneidet für mich auch die auch "Ichi, the Killer". Das liegt allerdings auch daran, dass der Film uns sofort zu Anfang den Grund präsentiert, warum Dae-Su so leiden muss, sein Mundwerk. Er schwafelt rum, ist nicht zu stoppen auf der Polizeiwache. Anfangs nahm ich an, die Freiheitsberaubung müsse wohl mit einem Mädchen zu tun haben, doch die Feinheiten waren viel genialer und nicht so banal. So opferte Dae-su das kleine Stück, das ihm sein Leben ruiniert hat. Ich fand es vor allem erstaunlich, dass der Film sich um Rache drehte, aber eben nicht so einseitig, wie man meint. Ein wirklich klug ausgetüftelter Plan.
Was überhaupt nicht in den Film passen würde, ich mich aber immer wieder frage, sind die anderen Zellen. Die anderen Privatinsassen. Jeder von ihnen hat eine Geschichte und wie krank muss man sein, um so einen Service ins Leben zu rufen.
Die Rache schließt durch den Inzest einen wunderbaren Kreis, da ich in der Schule allerdings mit "Homo Faber" malträtiert wurde, fand ich da weniger etwas überraschendes dran, was mir leider den großen Auftritt des Fotoalbums geschmälert hat. Aber ab dem zweiten Sehen eh egal und die Pakete sind immer ein wunderbarer Kontrast.

Apropo Kontrast - Pluspunkte für die Farbwahl, Beleuchtung und Make-up. Die 15Jahre ohne Sonne kommen bei Dae-su sehr gut raus.

Und jetzt weiß ich endlich wieder, woher die Melodie kommt... dieser wunderwunderschöne Score. Hatte ich wirklich manchmal im Kopf und konnte ich nicht zuordnen. -.- Noch ein Pluspunkt für die DVD - das Musikvideo zu "Bring my Love". Ein *yay* für Starsailor.

Und vor einer der genialsten Kampfszenen der letzten Jahre verbeuge ich mich hier auch gern noch symbolisch. So wie in der Korridorszene muss das aussehen! Schonungslos, alle drauf, Einbezug aller Möglichkeiten. Die Stelle kann ich mir gesondert schon immer wieder und wieder ansehen.

Spoiler

Und wenn dann die anderen aus dem Fahrstuhl purzeln und er drüber steigt - das Grinsen kann man sich doch nicht verkneifen. ^^''


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[DVDs] .:. [Bücher]

God's in his Heaven. All's right with the World. ლ(^_^ლ)

12.01.2007 20:46
Arkaniet
-Whose eyes are those eyes? -




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Der Film ist Mein Asia Film Nr. 1 zu Schade das er es nicht in die Awards für dieses Jahr geschafft hat.

Ich habe mir vor kurzen erst die Steelbook Edition zugelegt, was für einen Fan des Films irgendwie ein Must have ist xD

Was ich erstaunlich finde, ist die tatsache das der Manga Oldboy einfach nur schlecht ist, also Wirklich Schlecht >.<
Im Vergleich zum Film ist der mal so absolut garnichts, hat teilweise eine derbe andere Story, nen die Grundlage des Rachefeldzuges ist eine andere. Keine Gewaltausbrüche der Charas, kaum überaschungen, kaum bzw keine Philosophischen Aspekte, keine Heiklen Themen werden angeschnitten... einfach nur Langweilig ^^"

Ich meine die Story ist sowas von Genial in Szene gesetzt, die 15 Jahre Gefängniss wurden so Genial nacherzählt. Die Philosophischen Aspekte im Film bleiben einen ewigkeiten im Kopf hängen.

"Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst alleine"
"Ob ein Sandkorn, oder ein Stein, im Wasser gehen sie beide unter"
"Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier, habe ich nicht wenigstens das recht zu leben?"

Ah btw

Zitat

Was überhaupt nicht in den Film passen würde, ich mich aber immer wieder frage, sind die anderen Zellen. Die anderen Privatinsassen. Jeder von ihnen hat eine Geschichte und wie krank muss man sein, um so einen Service ins Leben zu rufen.

Spoiler

Hier ist der Pluspunkt des mangas, es wird erklärt ^^
Die anderen insassen sind eigentlich alle Freiwillig da, z.B. lassen sich leute wegsperren bis gras über ein Verbrechen gewachsen ist, z.B. Steuerhinterzieher oder änliches. Allerdings sind diese nicht so lange eingesperrt gewesen, bzw lassen sich nur kurzzeitig wegsperren


Zitat

Und jetzt weiß ich endlich wieder, woher die Melodie kommt... dieser wunderwunderschöne Score. Hatte ich wirklich manchmal im Kopf und konnte ich nicht zuordnen.


GEHT MIR GENAUSO, ich erwische mich so oft beim summen der Melodien, die bleiben aber auch hängen >.<
BTW ich kann dir den OST nur wärmstens Empfehlen, der ist echt verdammt geil

MfG Kani

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10.04.2008 00:17
deunan
shadow daemon




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(Ich habe den Film letzte Woche auf arte aufgenommen und vorhin gesehen)

Wow, krasses Teil. Extrem brutal, kein Splatter, umfangreiche Story, tolle Musik.

Die Einleitung finde ich interessant: Wie Oh Dae-su da so auf der Polizeiwache herumpöbelt - das läßt von Anfang an keine rechte Sympathie aufkommen. Und trotzdem wird der Zuschauer durch die Erzählung, die ja im wesentlichen aus seiner Sicht ist, quasi dazu gezwungen, ihn als Helden zu akzeptieren.

Ich habe anderswo gelesen, daß die Kampfszene im Korridor, wo Oh Dae-su so um die 15 Schläger vermöbelt, hoch gelobt wurde. Dem kann ich mich nicht anschließen: Es ist weder Eastern-mäßig übertrieben noch realistisch - er steckt ja auch gewaltig ein, nur im Gegensatz zu seinen Gegnern steht er halt immer wieder auf. Das hin- und her im Gang ist sicher mal 'was anderes, aber am Ende habe ich mich dann doch gefragt, wieso er nicht gleich weitergegangen ist. Die Perspektive (von der Seite, quasi durch die fehlende Seitenwand des Ganges) ist ganz nett.

Am faszinierendsten unter den Charakteren fand ich "Mr. Han", den weißharigen Bodyguard - vor allem, als er mal ausnahmsweise sprach und Oh Dae-su sogar 'was vernünftiges mitzuteilen versuchte. (Auch) Ansonsten strahlte er einfach nur kämpferische Überlegenheit aus - ein schöner Kontrast zu dem Schläger-Getue der anderen.

Die Story um Lee Woo-jin und seine Schwester Lee Soo-ah ... naja, man kann's akzeptieren oder nicht; gefallen hat es mir jedenfalls nicht gerade. Aber daß Lee Woo-jin danach so abdreht, daß er x Jahre später dann so einen perfiden Rachefeldzug beginnt, der auch noch 15 Jahre praktisch ohne jedes Erfolgserlebnis andauert, bevor es so richtig losgeht ... nein, also das finde ich schon ziemlich unglaubwürdig. Wenn die Koreaner wirklich so ticken, dann wollte ich keinen live erleben.
Überhaupt: Wann beginnt Oh Dae-sus Gefangenschaft eigentlich ? Ich glaube, das wird nicht erwähnt, aber er dürfte wohl mindestens 30 bis 35 Jahre als sein. Warum hat Lee Woo-jin so lange gewartet ?
Daß er dann ausgerechnet, als er die Außenwand seines Gefängnisses durchbrochen hat, freigelassen wird, ist auch etwas eigenartig. Die 15 Jahre der Gefangenschaft dürften wohl auf das Alter von Lee Soo-ah bei ihrem Tod anspielen.

Die Musik erinnert mich an etliche Anime-Titelmusiken: Zugleich passend und auch wieder nicht. Auf jeden Fall ist sie meist sehr mitreißend, obwohl ich ihr kein Gefühl und keine Botschaft zuordnen könnte.

Wertung:
Insgesamt finde ich, der Film ist gut gemacht, aber die Art der Story trifft nunmal nicht meinen Geschmack. Deshalb nur
6 von 10 Tintenfischen.

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Vision ohne Handlung ist ein Tagtraum. Handlung ohne Vision ist ein Albtraum. (Japanisches Sprichwort?)

14.04.2008 23:23
Lucki
Lucki is not lucky




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Als ich den Film zum ersten mal sah wunderte ich mich dass die Inhaftierung bereits nach nur 15 Minuten des Films vorüber ist. Dae-Su findet dann auch recht zügig die Verantwortlichen, und ich dachte mir: Ähh, den nietet er jetzt um und dann ist der Film zuende? Moment, wir sind gerade erstmal bei der Hälfte der gesamten Laufzeit, was soll denn jetzt noch kommen? Aber hallo, was dann kommt ist der Hammer! Der Film beginnt hier erst richtig. Die Frage nach dem "warum?" ist nämlich noch lange nicht geklärt, und die Antwort darauf zwingt den Zuschauer emotional in die Knie.

Dabei ist die erste Hälfte des Films schon großartig verfilmt. Die Erzähltechnik ist anfangs bewusst verwirrend. Man teilt gewissermaßen das Schicksal von Dae-Su, man hat keine Ahnung was hier eigentlich läuft und man fragt sich was für ein Arschloch das sein muss, der Dae-Su so etwas antut.

Dann kommt das Gas und wirft noch mehr Fragen auf und sorgt für noch mehr Wut.

Dann kommen die Ameisen und der Film wird total psycho. Meine Fresse!

Ich würde jetzt gerne schreiben der Film ist absolut sehenswert, aber diesen Film muss sich jeder auf eigene Gefahr ansehen, denn er ist eigentlich eine Zumutung. Eine geistige Vergewaltigung des Zuschauers.

"Oldboy" ist ein ideales Beispiel um zu zeigen, wie sich das asiatische Kino vom Hollywoodkino unterscheidet. Hier bleibt dem Zuschauer nichts erspart; alles wovor ihn ein Hollywood-Regisseur tunlichst verschonen würde wird ihm hier gnadenlos aufgetischt.

In diesem Film sieht man Dinge, die man nicht mehr vergisst. Unschöne Dinge. Ich spreche jetzt nicht von dem so oft zitierten Tintenfisch, den hielt ich für vergleichsweise harmlos. In "Oldboy" gibt es Schlimmeres.

Das Schöne ist, dass derlei Dinge in "Oldboy" nicht plakativ zur Schau gestellt werden. Man ergötzt sich hier nicht an Splatter-Effekten, sondern der wahre Horror entsteht oft erst im Kopf, während auf der Leinwand gar nichts zu sehen ist. Eine gehörige Portion Leinwandbrutalität ist aber auch dabei, besonders erwähnenswert ist die Zahnbehandlung. Autsch!

Ein Highlight des Films sind für mich die Szenen direkt nachdem er entlassen wird.

Spoiler

Dae-Su trifft den ersten Menschen nach 15 Jahren Gefangenschaft. Es ist ein verzweifelter Selbstmörder, der vom Hochhaus springen will. Dae-Su lässt ihn nicht. Geniale Szene auf dem Hochhaus, wo Dae-Su den Selbstmörder an der Krawatte festhält.
"Ich möchte dir gerne meine Geschichte erzählen. Springen kannst du später."
Er erzählt ihm seine Geschichte, und dann ignoriert er den Selbstmörder als dieser ihm ebenfalls seine Leidensgeschichte erzählen will. Das ist Dae-Su egal. Für sowas hat er jetzt keine Zeit. Dae-Su will Rache!

Dann, im Aufzug, ein weibliches Wesen. Das erste seit 15 Jahren. Hässlich wie die Nacht, aber Dae-Su hat Mühe sich zu beherrschen.
Er verliert seinen inneren Kampf. Stichwort: Sonnenbrille. lol

Der Selbstmörder springt. Dae-Su nimmt es gar nicht zur Kenntnis, geht einfach weiter.

Eine Straßenecke weiter: Dae-Su fängt sich Ärger mit ein paar jugendlichen Halbstarken ein, eine Schlägerei ist unausweichlich.
"Ich habe 15 Jahre hart trainiert, ob mir das jetzt helfen wird?"
Die Schlägerei beginnt, die Kamera blendet weg.
"Es hilft."

In diesen 5 Minuten des Films passt einfach alles. Die bizarre Handlung, die inneren und äußeren Monologe von Dae-Su, die Mimik und Gestik, der subtile schwarze Humor, die Musik, das Timing, die Kameraarbeit, der Schnitt. Alles!

Soundtrack
Ein starker, druckvoller Soundtrack, der die unbändige Wut, bittere Verzweiflung und erbarmungslose Entschlossenheit von Dae-Su zum Ausdruck bringt. Als Kontrast dazu werden bekannte klassische Melodien verwendet, die wiederum im Kontrast zu den Folterszenen stehen, die sie musikalisch untermalen.

dt. Synchro:
Finde ich ziemlich gut. Der Sprecher von Dae-Su steigert sich richtig rein in die Rolle, die Wutausbrüche kommen total glaubwürdig rüber. Auch an den restlichen Stimmen habe ich nichts zu bemängeln, wobei es sich bei den Nebendarstellern um vergleichsweise unkomplizierte Synchron-Sprechrollen handelt. Da konnte gar nicht viel schiefgehen.

10 von 10 lila Geschenke-Schachteln.

Eigentlich sollte ich einen Punkt abziehen weil die Hintergrundstory doch etwas arg konstruiert ist, aber "Oldboy" ist ein Film bei auch dann noch 10 Punkte übrigbleiben wenn man einen abzieht. *g*

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Da ich inzwischen die Rache-Trilogie komplett gesehen habe möchte ich an dieser Stelle ein kleines Resümee ziehen:

Vergleich zu Mister Vengeance:
Mr. Vengeance ist ein ungeschliffener Rohdiamant, ein Film der noch zu viele Ecken und Kanten hat um sich mit den anderen beiden Filmen der Trilogie wirklich messen zu können. Durch den Verzicht auf Hintergrundmusik hat es sich der Regisseur aber auch selber schwer gemacht. Trotzdem ein guter Film, der das große Talent des Regisseurs durchblicken lässt.

Vergleich zu Lady Vengeance:
Bei Lady Vengeance steht neben Brutalität die Ästethik und Sinnlichkeit im Vordergrund, die Story ist glaubwürdiger aber nicht so heftig (wobei das noch mehr als heftig genug ist). Die Musik spielt eine noch tragendere Rolle als in "Oldboy". Ein würdiger Abschluß der Trilogie.

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common sense is no longer common

21.04.2008 00:40
Kenshin
~* Psychosocial *~




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Ich dachte ich hätte schon mal was dazu geschrieben...hmm, naja, egal, halt nochmal.
Was soll man halt zu Oldboy noch großartiges sagen als das es eigentlich ein Kultfilm ist und das kein Remake der Welt an dieses meisterwerk herankommt.
Ich habe mal gehört, dass Nicolas Cage im Remake mitspielen wird, mittlerweile hat sich das ganze geändert. Mittlerweile heißt es Will Smith spielt die Hauptrolle und Steven Spielberg wird Regie führen. Na Klasse. Nach Scorsese noch ein großer Regisseur der sich eines Remakes bedient (mal von Krieg der Welten abgesehen) und wenn der auch noch einen Oscar dafür bekommt krieg ich nen Hals weil die Originale nie gewürdigt werden, kein Danke kein gar nichts, widert mich an.
Wie auch immer, ist ein anderes Thema...ich hoffe dass das Remake nur nie zustande kommt, aber so wie man Hollywood kennt,ist es nur eine Frage der Zeit bis es soweit ist.

Oldboy ist einfach genial, egal welche Aspekte man sich anschaut, es harmoniert einfach alles.
- Die Schauspieler
- Die Charaktere
- Die Geschichte
- Die Atmosphäre
- Die Musik
- uvm.
Es stimmt hier einfach zuviel miteinander überein als das man jetzt großarig etwas kritisieren könnte. Der zweite Teil in seiner Rachetrilogie von Park Chan-Wook ist einfach sehr gut, es läßt kaum eine Frage offen und weiß dennoch immer wieder von Szene zu Szene zu verblüffen. Er zieht die Zuschauer in einen ungewöhnlichen Bann der einen kaum wieder losläßt, denn unser "Held" kommt einfach so in eine Art Gefängnis und Jahre seines Lebens werden im gestohlen ohne zu wissen wieso weshalb warum und wer es war.
Diese Zeit wird zwar relativ kurz dargestellt, aber das reicht aus um die Wandlung von ihm mitzuerleben. Umso sehr freut man sich mit him als er die Freiheit wiedergewinnt.
Und die Antwort ist des Rätsels Lösung und ich muss sagen, anfänglich hatte ich gedacht, meine Fresse, das kann doch nicht wahr sein, aber doch, ich muss zugeben, die Antwort ist sehr genial gelungen. Es ist sogar besser als man es sihc hätte vorstellen können.
Was die gewalt in dem Film angeht, gut mag daran liegen das ich einiges gewöhnt bin, aber als extrem brutal würd ich ihn nicht nennen, wenn dann eher, nun, mag etwas komisch klingen, aber "poetisch brutal".
Denn dieses ist nie ein wesentlicher Bestandteil des Films es ist nur ein Nebeneffekt, das sieht man deutlich bei der One-Man Show gegen zich Gegner. Es ist quasi ein mittel zum Zweck, mehr nicht, aber es wird hier nie verherrlicht, er spiegelt in gewisser Weise nur die angestaute Wut der Jahre wider die er auf mal losläßt.
Die Bilder sind daher einfach genüßlich zu begutachten, die kamerafahrten die Aufnahmen, einfach alles ist wunderbar an diesem Film.

Das Ende hingegen wirkt eher romantisch und man fragt sich warum er so handelt, aber im Prinzip ist es ja klar, denn er hat unbewußt einen Fehler gemacht und damit etwas schlimmes angerichtet und gleiches gesinnt sich. Ich kann die Beweggründe des Täters sogar irgendwie nachvollziehen, so makaber es klingen mag, denn das gute an diesem Film ist, in diesem FIlm ist niemand eindeutig der gute und keiner eindeutig der böse. Es wird am Ende jeder auf das gleiche Level gesetzt, keiner schenkt dem anderen was in seinen Taten seien es nun vergangene oder gegenwärtige. Sicher, einen 15 Jahre wegzusperren ist extrem hart, aber es hat einem genug Zeit gegeben über sein Leben nachzudenken...sollte man annehmen.

Oldboy ist ein klassischer mit stilvollen und simplen Mitteln ein großer Erfolg. Er verdient die Lobeshymnen allemal, wenn nicht sogar weitaus mehr. Dieser Film ist ein Paradebeispiel wie genial asiatische Filme sind und diesen sollte man sich shcon getrost angucken. Ich konnte einige Asia Film Hasser zu diesem Film überzeugen und warean danach begeistert.
Der Film ist simpel und kleingehalten, hat aber einen großen Effekt.
klasse Film, immer wieder gerne.

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02.08.2009 12:01
Yggdrassil
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Oh Oldboy,wie sehr vergöttere ich diesen Film.Mit Oldboy hat Park wirklich einen Film gemacht mit dem er ind den Olymp der Filmemacher gehört,alles passt und wurde in einer art und weise eingefangen dass es einen fesselt und nicht mehr loslässt,selten hat mich ein Fil so vor die Glotze gebannt wie dieser Film,selten hat ein Ende mich so überrasch,schockiert und angewiedert,wohl gemerkt alles in einem Moment,wie Oldboy respekt Der Film so ist so gut das nix besonderes herraus sticht weil der Film einfach ein Meisterwerk ist.Er hat keine Kante,keine Ecke,einem Diamanten kommt der Film wohl am nächsten.Einfach Perfekt.Und was ich jedem empfehle der den Film auf DVD/BD hat,ist ihm Freunden zu zeigen und bei der Bilderbuch Szene auf die Gesichter seiner Freunde zu schauen,sieht dann in etwa so aus ---> shock oo ,ein Genuss XD
also wie gesagt ein Meisterwerk das ich auf jeden Fall mit auf die Insel nehmen würde ^^

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Ich habe die Signaturangaben in den Richtlinien nicht gelesen.->jop my bad ^^


10.08.2009 02:12
Rocket_Dive
Cluck Cluck




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Zitat von deunan


Wow, krasses Teil. Extrem brutal, kein Splatter, umfangreiche Story, tolle Musik.

Die Einleitung finde ich interessant: Wie Oh Dae-su da so auf der Polizeiwache herumpöbelt - das läßt von Anfang an keine rechte Sympathie aufkommen. Und trotzdem wird der Zuschauer durch die Erzählung, die ja im wesentlichen aus seiner Sicht ist, quasi dazu gezwungen, ihn als Helden zu akzeptieren.


Dem kann ich mich nur anschließen. ^^

Oldboy ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Bevor ich ihn vor Jahren das erste mal gesehen habe, hatte ich ein wenig "Angst" ihn zu schauen, weil er so hoch angepriesen wurde.... Ich habe mich fast schon auf eine Enttäuschung eingestellt, aber war dann mehr als positiv überrascht.
Ich muss zugeben - auch wenn viele das Ende (die "große Auflösung") vielleicht beim ersten Schauen schon vorhergesehen haben - dass ich vom Ende auch total überrumpelt war. Ich hab was Dramatisches erwartet, aber als dann die Wahrheit rauskam... Da hatte ich wirklich richtig Mitleid mit Dae-su.

Spoiler

Eine der letzten Szenen, nachdem Dae-su erfahren hat, wer Mido wirklich ist, vor Ji-tae auf die Knie fällt und total durchdreht, gehört zu meinen Lieblingsmomenten. Choi Min-sik hat das wirklich großartig gespielt. Vor allem beeindruckend, da die Szene größtenteils improvisiert ist.


Was ich noch sehr lobend erwähnen würde, ist die deutsche Synchro. Dae-sus Synchronsprecher hat tolle Arbeit geleistet.

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[CENTER]Shiggy, Shiggy.[/CENTER]

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Rocket_Dive am 01.10.2009 00:13.

01.10.2009 00:12
Naesala
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Oh, ich habe noch nichts zu Oldboy geschrieben, der Film hat ein Ehrenplatz in meinem DVD-Regal!

Selten habe ich so einen mitreißenden Film gesehen, der dazu über tolle Bilder und schöne Musik verfügt. Sogar die deutsche Synchro ist gut. Alles an diesem Film ist gut! xD

Sehr schön auch die Brutalität, obwohl man nicht wirklich viel Gewalt sieht. Und der Höhepunkt ist echt... schlimm o_O Und auch noch alles improvisiert, echt genial. Schönes (oder grausames) Detail :

Spoiler

Ganz am Ende erstarrt sein freudiges Grinsen, zu einer Grimasse des Schreckens, als sie sagt, dass sie ihn liebt, als ob die Erinnerung doch zurückkehren würde. Oh-Dae-Su tut einem nur Leid...


Meinetwegen hätten sie den Gefängnispart noch ruhig etwas ausbauen können. Und fairerweise muss man sagen, dass der Film irgendwo im Mittelteil doch ein bisschen hinkt. Trotzdem ein denkwürdiger Film, der mir hoffentlich immer erhalten bleibt.



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Those who died are justified for wearing the badge, they're the chosen whites

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Naesala am 03.10.2009 20:22.

03.10.2009 20:18
Manga
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Ich glaube ich bin heute noch garnicht aus der reihe gefallen, dann nehm ich mir doch direkt mal Oldboy zu Brust um das zu ändern zwinker

Klar, ist ein recht interessanter Film, aber auch nicht wirklich etwas so herausragendes wie immer getan wird.
Natürlich ist das nur Meine persönliche subjektive Meinung.

Ich glaube beim ersten Anlauf habe ich ihn nichteinmal zu ende gesehen, war einfach doch recht langweilig und bis zum Ende auch eigentlich größtenteils schon bekannt.
Jemand wird unberechtigt ein leid zugefügt woraufhin dieser sich sobald wie Möglich an seinen Peinigern rächt.
Irgendwie muss ich gerade an den Graf von Montechristo denken :D

Dennoch, für mich hebt das Ende den Film von üblichen ab.

Spoiler

Die Sache mit der Tochter und die später Hypnose

Dinge die ich dann doch nicht erwartet hab, auf etwas so "krasses" laufen übliche Filme einfach nicht hinaus.
Lediglich das macht den Film für mich sehenswert, muss man definitiv gesehen haben. Einmal...

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03.12.2009 00:48
Yumi-chan
Die Nachtkathedrale




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Oldboy muss man ziemlich auf sich wirken lassen. Es ist vor allem das unkonventionelle Ende, das den Streifen zu etwas besonderem macht. Aber den einen oder anderen Logikpatzer gibt es eben doch:

Spoiler

Zum Beispiel wüsste ich gerne, woher weiß Oh Dae-Su denn so genau, wo sein Gefängnis ist, wenn er an einem völlig anderen Ort ausgesetzt wurde? Das mit den Teigrollen ist doch keine Erklärung, das ist ein hässliches Konstrukt.
Geht die Ehre soweit, dass man sich die Zunge abschneiden muss? Man kann auch einfach so die Klappe mit Überzeugung halten. Es wäre jetzt auch nicht schlimm gewesen, wenn sie gewusst hätte, wer ihr Vater ist. Aber da weder sie, noch er die Identität des anderen kannten, wäre das niemals ans Licht gekommen.
Irgendwie schon clever, die 15 Jahre Zeit aufzubauen, um auf solch eine inzestiöse Verwicklung hinzuarbeiten ^^ Eine Verzweiflungstat war das mit der Zunge jedenfalsl nicht.

Ich finde es aber toll, dass beide Varianten des Endes bitter sind: Entweder er bleibt bei der Geliebten mit dem Wissen, dass er Sex mit seiner Tochter hat oder er verlässt sie mit dem Wissen, das gehabt zu haben um einsam zu sterben. Faszination.

Ich glaube das US Remake wird in keinster Weise mit dem Original mithalten können. Dafür ist das Land doch viel zu prüde ^^


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20.05.2010 23:36
Stupid Frog
Never drink on a sinking ship!




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Zitat von -Alu-

ich muss sagen, dass der Film mir wieder klar vor Augen führt, dass asiatische Filme immer noch die besten sind.


Kann ich fast so unterstreichen, obwohl ich eher sagen würde, dass sie defintiv innovativer sind, als die westlichen Filme. Auf solch teils kranken, teils doch wiklich schönen Ideen muss man erst einmal kommen. Es ist jetzt circa drei Tage her, das ich mir den Film angesehen habe, aber trotzdem hallen einige Bilder immer noch nach. Hatte bisher erst bei ein, zwei Filmen das Bedürfnis mir den Film gleich am besten nochmal anzusehen um auch alles vom Konstrukt mal gesehen zu haben. Habe das Gefühl, das es noch einiges zu entdecken gibt.

Was soll man nun zur Story sagen? Viele haben hier ihre Ansichten ja bereits niedergeschrieben und ich kann alle in gewisser Weise verstehen. Wenn ich den Film direkt nach erscheinen gesehen hätte, dann hätte ich beim sehen wohl auch mit mehr Skepsis reagiert. In den letzten Jahren wurden meiner Meinung nach in Filmen sehr viele Tabus gebrochen, die vorher nicht einmal in Erwägung gezogen wurden. Durch Medien im Allgemeinen wird man heutzutage immer mehr mit harten Fakten konfrontiert, wodurch der Film eigentlich eine hohe Brisanz und Aktualität besitzt.

Die Beziehung zwischen den drei Protagonisten ist absolut niederschmetternd als auch überwältigend. Die Erzählweise wird wirklich schick verpackt, gerade die Szene der Freilassung mit der Box und dem grünen Rasen wirkte auf mich absolut grandios gemacht. Direkter Kontrast zur Vor- und Nachszene.

Spoiler

Auch die Szene mit dem Slebstmord trieb mir ein Schmuzeln inne, auch wenn es makaber klingen mag. Er verlässt das Hotel mit der geklauten Sonnenbrille und "Wummms"

Auch Misas Meinung kann ich auch heute noch getrost zustimmen

Zitat von Misato

Und vor einer der genialsten Kampfszenen der letzten Jahre verbeuge ich mich hier auch gern noch symbolisch. So wie in der Korridorszene muss das aussehen! Schonungslos, alle drauf, Einbezug aller Möglichkeiten. Die Stelle kann ich mir gesondert schon immer wieder und wieder ansehen.

Spoiler

Und wenn dann die anderen aus dem Fahrstuhl purzeln und er drüber steigt - das Grinsen kann man sich doch nicht verkneifen. ^^''


Am Ende war dann doch immer noch so viel Erfurcht vor der Thematik vorhanden, das sich mein Magen leicht drehte und es einfach zu krank wirkte, Skepsis hin oder her. Gerade die BigBrother-Hostel-Methode finde ich beim immer längeren grübeln wirklich abstoßend.

Oldboy scheint mir mehr wie ein Episodenfilm, der unglaublich Faccettenreich daher kommt.
Für mich wirklich eine Überraschung
Wenn es sich um eine Trilohie handelt, so werde ich mir die anderen auch mal anschauen.

8,5 von 10 Tv-Geräten


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16.08.2010 14:01

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